Auf der „Erlebnisfahrt“ der 7. Klassen gab es ein Handy-Verbot, aber nur ein einziges Mädchen hatte eine Armbanduhr mitgenommen. Die wurde dann von allen genutzt.
Die Lehrerin fragt nach der Fahrt, was gefehlt habe.
„Die Wetter-App!“, ruft eine und alles nickt,“… man weiß ja nie, was man anziehen soll für den Tag!“
Lehrerin:
„Wetter, das war früher nicht App, das war draußen.“
Sie ist selbständig und hat seit 15 Jahren keinen Urlaub gemacht. Geplant war diesen Sommer jeweils eine Woche bei Freundinnen in Italien und eine im Süden Frankreichs. Zwei andere Freundinnen wollten sie im Norden für jeweils eine Woche besuchen während sie weiter arbeitet. Sie nennt das „vier Wochen Urlaub“.
Und weil ihr das jetzt alles doch zu viel wird, hat sie alles abgesagt. Nun will sie im Herbst dafür sechs Wochen an den Mississippi zu einer anderen der weit verstreuten Freundinnen.
„Dann erledige ich jeden Tag das Wichtigste in zwei Stunden am Handy.“
Also will sie die ganze Zeit beruflich erreichbar bleiben! Ich habe dann gesagt, dass sie ja praktisch den ersten Plan nur nach hinten und an einen anderen Ort schiebe und den zweiten vermutlich auch canceln werde. Schließlich geht das schon seit 15 Jahren erfolgreich so. Und jetzt ist das Kind schon groß und schafft alles allein!
Das ist nur die eine Urlaubsgeschichte, ich kenne noch mehr dieser Art, meist von Frauen, die gute Arbeit machen aber an sich zum Schluss zuletzt denken.
Früher habe ich schmunzeln müssen, wenn mancher das Leben zu einem guten Teil auf den Urlaub ausgerichtet plante. 49 Wochen auf 3 hinzuleben, kann das gut sein? Oder dient es nur dem Vergessen der 49?
Heute wird „Urlaub“ oft nur noch geplant, aber viel seltener gemacht, so scheint es mir. Vielleicht liegt es auch daran, dass Dänemark oder Nordsee nicht zu reichen scheinen. Die Ziele liegen in den USA, Indien oder dem Fernen Osten oder auch in Australien. Was helfen tolle Ziele, wenn man zum Schluss doch nicht reist?
Entspannen der Plan und das Träumen schon?
Der gern genannte „Kurzurlaub“ passt dann auch wie die Faust auf’s Auge. Der ist nämlich weniger „Urlaub“ aber dafür vor allem „kurz“.
Viel zu kurz, um sich dabei zu erholen!
So ähnlich klingt das oft, auch wieder bei Frauen, mit dem Plan ‚irgendwann will ich auch einen Hund‘.
Der wird dann auch auf das nächste Jahr verschoben oder auf die Zeit, wenn man weniger arbeiten will oder wenn die Kinder ausgezogen sind. Selbst wenn das finanziell gar nicht nötig ist, arbeiten manche auch 40 Stunden in der Woche. Im Urlaub streichen sie dann das weit entfernte Ferienhaus und kommen braun gebrannt aber körperlich angeschlagen zur nächsten 40er Runde zurück.
Da frage ich mich schon, wie viele Leben ihr so habt. Schade, Männer erzählen mir davon so selten.
Andererseits komme ich auch nie aus Europa raus, nicht einmal mit meinen Plänen.
….. denn das stand gestern sinngemäß auf der Titelseite auf der BILD. Da scheint am Tag vorher wirklich gar nichts passiert zu sein.
Das liest man als Mann natürlich gern, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass Fußball im TV tatsächlich der Gesundheit förderlich ist. Und „Grillen“, dieser Qualm, das kann auch nicht gut sein, der zu hohe Fleischkonsum auch nicht. Da kommt es auf das Maß an, also wie beim Sex, der ja auch im engeren Sinn nicht zu den veganen Genüssen zählt.
Kann heute noch gut sein, was früher gut war?
Leider erwische ich mich des Öfteren dabei, dass ich denke, ich sei noch genau derselbe wie früher. Beispielsweise scheint es mir manchmal beim Fußball im Fernsehen so, als könnte ich in einer Drittligamannschaft im Mittelfeld immer noch die Fäden ziehen. Der große Sohn benötigt aber nur einen kleinen Hüftkick, um mich ins Gras zu werfen. Mittelfeld, das war einmal!
Manches passt eben einfach nicht. Oder nicht mehr.
So ähnlich ist das bei manchen Frauen vielleicht auch, die sich noch so kleiden wie mit 16 obwohl inzwischen ein paar Jahrzehnte ins Land gegangen sind. Aber die spielen nicht im Mittelfeld sondern in der Fußgängerzone und sie tun es in der Realität im Mini und nicht in Traumsequenzen am Mittelkreis!
Manches passt eben einfach nicht. Oder nicht mehr.
Es passt auch nicht, dass vornehmlich ältere Herrschaften in einem Porsche 911 sitzen. Die Jungen können sich den nicht leisten und wenn ein Älterer aussteigt, das sieht man seiner Mimik einen heimlichen SUV-Traum an. Ein Sportwagen macht keineswegs jünger, im Gegenteil!
Und heute ist zum Beispiel der „Tag des Schlafes“. Und das am längsten Tag des Jahres, am 21. Juni! Welch eine bescheuerte Terminwahl!
Ob ich „mein“ Pfannkuchen/Crêpes-Rezept schon gepostet habe, weiß ich nicht.
Jedenfalls fließen da 45 Jahre Erfahrung ein.
Hier für 3 Personen.
4 Eier, mit Vollmilch per Hand schlagen.
Etwas Zimt und Zucker, einmal Vanillezucker, nicht zu wenig Salz dazu sowie eine Packung Vanillepudding (auch wegen der Fachgebung), ein Spritzer Zitrone geht auch noch.
Dann mit *Pizzamehl* daraus eine Pampe anrühren, die recht zäh wird. Die wird dann mit Mineralwasser, Typ „medium“, verdünnt, bis das regelrecht wässrig ist. Mengenmäßig nach meinem Gefühl arbeiten! Die Kohlensäure sorgt später am Rand für diese minimale Knusprigkeit im ersten Zubiss.
Dann den Wasserteig eine Stunde ruhen lassen. Bei wenig Geduld tut es auch eine Minute mit einem Stoßgebet.
Etwas Butter, ein halber Teelöffel oder so, in eine sehr heiße, gute Pfanne geben und den ersten Flachmann backen.
Am Rand vorsichtig mit einem Holzschaber lösen, dann wenden. Die B-Seite braucht wenige Sekunden.
Den ersten wirft man weg, weil der nur dazu dient, das Fett aufzunehmen. Alle weiteren werden mit 10% geringerer Hitze und ohne Fett gebacken. Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, verzehrt auch den ersten. Schmeckt fettig.
Gegen Licht gehalten muss man fast hindurchsehen können als habe man die Brille vergessen.
Der Rest ist klar:
Zimt und Zucker, Nutella, Marmelade oder, … mein Favorit … die geschlagene Creme aus Quark mit Milch und Korinthen als frecher ‚Bepunktung‘, darüber nochmal Zimt und Zucker.
Wesentliche Erlebnisse im Leben eines Mannes sind mit Automobilen und mit Frauen verknüpft.
Schalten lernte ich im Alter von ungefähr 6 Jahren in einem lindgrünen VW Käfer 1200 Export, Baujahr 1960, mit dem 34 PS-Motor. Der hatte schon das synchronisierte Getriebe! Aus Gewohnheit fuhr mein Vater, der gleich zwei Weltkriege erlebte, aber immer noch mit Zwischengas. Das schone die Synchronringe, so begründete er das. Später durfte ich auch einen Porsche 911 eines Nachbarn probeschalten. Da lag der erste Gang links unten und der hatte bereits fünf Gänge. Eine tiefgreifende Erkenntnis!
Der Nachbar zur Linken hatte noch einen schwarzen Käfer mit dem Brezelfenster. Der Sohn des Nachbarn und ich waren dann einmal zum Rutschen in der Garage. Man konnte nämlich vom Käferdach hinten gut rutschen! Allerdings war es empfehlenswert, die vorspringende Hutze mit Kennzeichenbeleuchtung nicht zwischen die Beine zu bekommen. Das war schmerzhaft, ebenso wie die Schläge des Vaters des Nachbarn, der dann seinem Sohn „mit dem Gürtel“ kam. Dass der stotterte, war kein Wunder.
Wir sind auch nur einmal gerutscht.
Etwas später stand dann ein blauer Käfer mit 34 PS am Straßenrand, Baujahr um 1964. Der gehörte dem Sohn des Staatanwaltes, der einen reinweißen BMW 2000 bewegte. Ich hatte den ersten Tachometer für mein Fahrrad bekommen und konnte den Blick nicht vom Tachometer nehmen, dann bin ich, blind für alles andere, quasi das Heck des Käfers hochgerutscht. Das kostete mich die Ecke eines Schneidezahnes und resultiert in der Erkenntnis, dass das Auffahren auf einen modernen SUV heute deutlich schwerere Folgen zeitigen würde.
Diese stabile Stoßstange des VW aus blinkenden Chrom hatte nicht mal einen Kratzer, die Gabel des Rades war verbogen. Das war VW-Qualität!
Mein viertes Erlebnis mit einem 1200er Käfer war dann der in Orange aus den 70ern, den ich selbst fuhr. Der heizte auch im Sommer, weil diese Heizungshebel festgerottet waren. Der wurde aber in der Sonne am Strand längst nicht so heiß wie diese modernen nassen Ratten von heute. Und 34 PS waren völlig ausreichend.
Mein Extra war eine Blumenvase am Armaturenbrett. Radio konnte man vergessen, der Motor klang fast wie eine Porschemaschine in meinen Ohren. Also an der Ampel und gefühlt.
Das mit den Frauen habe ich gelöscht.
Es war auch kein Käfer dabei.
Ich rauche nur links. Das ist blöd, weil die Aschenbecher im Auto immer rechts sind. Ich kann nicht sagen, wer da nur an Rechtsraucher denkt, aber es könnte daran liegen, dass wir Rechtsverkehr haben und die Mittelkonsole sich daher rechts vom Fahrer wölbt. Ich komme da nicht ran, selbst wenn ich es wollte. Einen Umzug nach England hatte ich auch kurz erwogen aber ich wollte europäisch bleiben.
Ach so, das mit dem Rauchen mit der linken Hand obwohl ich Rechtshänder bin, das lag an den Kontaktlinsen, die ich vor 40 Jahren begann, beim Fußball zu tragen. Nikotin an Fingern brennt in den Augen. Reinigt man die Finger mit Zitronensaft, was ich empfehle, so brennt das noch mehr.
Und selbst 25 Jahre nach „Karriereende“ bleibt so eine Gewohnheit bestehen. Ich habe mal versucht für eine Minute auf die rechte Hand zu wechseln, aber das geht nicht. Ihr könnt ja mal versuchen, Sachen, die Ihr einhändig rechts macht für eine Minute links zu tun.
Das ist neu und ungewohnt.
Mehrheitlich, so habe ich in einem Forum recherchiert, rauchen Rechtshänder rechts und Linkshänder links. Als Ausnahmen wird, hier als Beispiel für einen Rechtshänder, angegeben, dass am PC links geraucht wird, weil rechts die Maus bedient wird. Beim „Saufen“ würde auch oft links geraucht, weil das Glas rechts gehalten werde. So variabel bin ich nicht, ich rauche weder am PC noch trinke ich Bier.
Und jetzt kommen wir wieder auf die elektronische Handbremse zurück. Die sitzt links in den meisten Autos. Gut für Rechtsraucher, klar. Raucher werden schon diskriminiert aber als Linksraucher ist es noch mal eine Stufe hoch auf der Leiter.
Früher legte ich den ersten oder den Rückwärtsgang ein und die Bewegung endete im Ziehen der mechanischen Handbremse. Das ist einfach, das ist praktisch, das ist gut. Habe ich nie vergessen. Macht so Geräusche und man spürt danach diese Wärme im Oberarm, wenn sich die Muskeln entspannen.
Und mit diesem bekloppten Taster mit den Stellmotoren hatte ich schon in den ersten Wochen Probleme, die ich an anderer Stelle erwähnte.
Leider hat Pedro mich dann kürzlich angesprochen, weshalb ich „mitten auf dem Hof“ parke. Da war die Karre weggerollt, weil ich Gang und Taste vergessen hatte. Seitdem habe ich immer die Befürchtung, dass mir das nochmal passiert und ich gehe nach 100 oder 200 Metern zurück und kontrolliere etwas, was ich aber immer gemacht habe, nämlich diese doofe Taste drücken.
Demnächst wollte ich Plakate an das Auto kleben: „Hold Me Tight“, „Hold Me“, „Braking The Rules“ oder so etwas. Auch ein Aufkleber „Ich bremse auch für Tiere“ könnte als Erinnerung tauglich sein.
Aber seit drei Tagen muss ich das alles nicht mehr tun! Es geht von allein!
Wenn Ihr wissen wollt, ob 150 Pferde ein Auto mit angezogener Haltebremse wegziehen können, dann könnt Ihr mich fragen! Das geht keinen Millimeter! Die Bremse ist nämlich kaputt. Gut ist aber, dass das nicht auf einer einsamen Hochebene in Bolivien passierte, sondern in der eigenen Auffahrt. Der Hersteller wollte dann gleich abschleppen zur Reparatur. Die nennen das in Doppelbedeutung „hochnehmen“. Da wusste ich nicht, ob die vom Auto sprechen oder von mir selbst.
Dieser Taster ist eines der meistverkauften Ersatzteile, bei VW übrigens, hatte ich gar nicht erwähnt. Kostet 32€ und kann man vor Ort einstecken. Ganz ohne Abschlepparie. Kann man wissen, muss man aber nicht.
Endlich bin ich aber die Sorge eines einsam rollenden Autos erstmal los, jetzt suche ich einen mit Rechtslenker und Linksascher. Und mit so einer alten Handbremse von früher. Gern auch auf der linken Seite, die Asche sauge ich auch weg.
Wundervoll ist es doch, wenn man neue Begriffe lernen kann, um sich anschließend darauf zu konzentrieren, was einen ja „schon immer“ gestört hat – ohne dass man das vorher gemerkt hat.
„Manspreading“, das ist diese Art des breitbeinigen Sitzens eines Mannes, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln, die mehr als einen Platz einnimmt.
Leider wird gerade diese Haltung von Männern auf weiblicher Seite als besonders „attraktiv“ wahrgenommen.
Jedenfalls ist das ein Ergebnis einer Studie gewesen, bei der 87% der befragten Frauen eine breitbeinige, männliche Sitzhaltung besonders ‚anziehend‘ fanden.
Trotzdem kann ich mich nicht daran gewöhnen, breitbeinig zu sitzen, aber irgendeiner muss ja die restlichen 13% versorgen.
„She-Bagging“ von der weiblichen Seite meint, dass eine Frau mehr Platz in einem öffentlichen Verkehrsmittel einnimmt als ihr zusteht, indem sie ihre Taschen auf den Platz neben sich stellt.
Ob viele Taschen und Tüten auf Männer „attraktiv“ wirken, das ist noch nicht untersucht worden.
Ich vermute hier einen eher abschreckenden Effekt, halte mich ansonsten aus privaten Gründen aber lieber raus.
Beide Verhaltensweisen lassen sich an sich durch rücksichtsvolles Verhalten des Mannes oder der Frau lösen ….. oder man stellt eben als Platzsuchende oder Platzsuchender eine Frage.
Wer sich breitmacht, signalisiert Macht und Anspruch.
Bei Männern scheint mir das eher einem Dominanzverhalten zu entspringen, bei Frauen mit Taschen nehme ich eher praktische Aspekte an.
Ja, bei Frauen drücke ich mich gern wohlwollend aus.
Nun wird das „Sitzen“ aber in einigen Ländern und Städten durch Plakate in den Verkehrsmitteln thematisiert.
Dabei wird jedoch meines Wissens hauptsächlich die männliche Verhaltensweise zum Thema gemacht.
Zuletzt wurde das in Madrid so gehandhabt und dies war auch im „Spiegel“ nachzulesen.
Fast jede Regel, die aufgestellt wird, erzeugt Widerstände der Betroffenen oder lässt die Zahl derer wachsen, die die Einhaltung der Regel einfordern.
Das resultiert oft in größerem Ärger als man ohne die Regel gehabt hätte.
Wenn eine Frau viele Taschen neben sich hat, habe ich bislang eher gedacht, was ihr Mann wohl denkt, wenn sie nach Hause kommt.
Dass sie mir einen Platz wegnimmt, hätte ich nur gedacht, wenn ich sie besonders sympathisch gefunden hätte.
Jetzt, mit Kenntnis des Begriffes dafür, denke ich aber nur noch, dass die mir einen Platz wegnimmt.
Es ist nichts besser geworden, im Gegenteil.
Frauen stellen Taschen meiner Meinung nach ungern auf den Boden, weil die dann schmutzig werden.
Das ist mir heute bei Natalie von der Bank beim Kaffee aufgefallen.
Weil die Bank zu klein für uns beide war, hat sie beide Taschen hinter ihren Rücken gestellt!
Ich war zuerst da, sonst hätte Natalie auch ge-’she-baggt‘, wetten?
Andererseits passen bei „Manspreading“ und „She-Bagging“ beide Verhaltensweisen nahezu perfekt zusammen.
Vielleicht sollte man vorschreiben, dass „Manspreader“ und „She-Bagger“ immer nebeneinander sitzen sollten.
Zwischen seinen Beinen ist doch viel Platz für Ihre Taschen!
Gegenmaßnahmen für „Mansplaining“ und „Manterruption“ habe ich nicht.
Alle Begriffe stammen aus dem Jahr 2015, das scheint für Männer kein ‚Winner-Jahr‘ gewesen zu sein.
Diesen Aufkleber, den Ihr unten seht, habe ich heute früh auf der Heckscheibe eines schwarzen Kleinwagens gesehen. Was ich nicht weiß, ist, ob es auch die Variante gibt, bei der ein Mann eine Frau hinauswirft und darunter ebenfalls „Problem“ und „gelöst“ steht.
Natürlich darf jede oder jeder ihr oder sein Automobil bekleben wie sie oder er es will. Aufkleberinnen und Aufkleber sollten jedenfalls gleichberechtigt sein. Und an den letzten beiden Sätzen sieht man schon, wie schwer es sein kann, gleichberechtigende Sätze zu schreiben.
Mein Lieblingswort ist in diesem Zusammenhang der „Bürgersteig“. Jeder Politiker spricht die „lieben Bürgerinnen und Bürger“ an, aber der Fußweg scheint nur für Männer zu sein, also muss es eigentlich „Bürgerinnen- und Bürgersteig“ heißen. Natürlich ist es anstrengend, so zu sprechen und zu schreiben und außerdem geht jede Maßregelung bei Worten teilweise am eigentlichen Problem vorbei. Zum Herumkritteln auf niedrigem Niveau ist das aber empfehlenswert.
*Mann* könnte jetzt auch mal spaßeshalber fett auf die Tonne hauen und mir ist gerade so, dass ich mir gern ein paar verbale und berechtigte Schläge abholen möchte. 🙂
In Kindergärten und Grundschulen arbeiten zum Beispiel, so meine Vermutung, zu 90% Frauen. Kinder brauchen jedoch auch männliche Erzieher!
Auch an weiterführenden Schulen sind die Lehrerinnen deutlich in der Überzahl.
Noch früher als der Aufkleber mir in die Augen sprang, hörte ich einen Radiobericht, dass männliche Kindergärtner unter dem Vorurteil leiden, dass sie entweder keine „richtigen Männer“ seien oder gar zur Pädophilie neigen. Das geht gar nicht und deutet auf eine Benachteiligung von Männern in diesem Fall hin.
Oder nehmen wir unangenehme Arbeiten wie die „Straßenreinigung“ und die „Müllabfuhr“. Da arbeiten fast ausschließlich Männer! Es gibt auch viel zu wenig Busfahrerinnen und Lokführerrinnen und Schornsteinfegerinnen! Brauchen wir auch da eine Quotenregelung? Meines Wissens wurde das noch nicht angedacht.
Früher gab es zwar „Frauenbeauftragte“ aber nie „Männerbeauftragte“, das erschien mir für viele Zeiten auch angemessen, weil Frauen auch bis heute in Vielem benachteiligt werden.
Heute spricht man von „Gleichstellungsbeauftragten“. Aber ich wette, dass von 100 Gleichstellungsbeauftragten 98 weiblich sind. Ist das „Gleichberechtigung“? Ist eine Männerquote bei den Gleichstellungsbeauftragten anzuraten?
In Goslar ist eine „Gleichstellungsbeauftragte“ vor 6 Jahren entlassen worden, weil sie meinte, ihr Amt so ausführen zu müssen, wie es das Gesetz vorsieht, nämlich in gleicher Weise für Frauen und Männer.
Männer sind ja bereits von ihrer Lebenserwartung her benachteiligt, das sollte man auch einmal aussprechen. Mindestens 5 Jahre kostet uns Männer das! Das ist mehr als eine ganze Legislaturperiode im Bundestag! Das könnte mich sogar zwei Kanzlerinnen oder Kanzler kosten!
Und jetzt müsst Ihr Euch anschnallen, weil es jetzt in eine scharf genommene Kurve geht.
Nonnen und Mönche werden laut Statistik annähernd gleich alt!
Und jetzt erklärt mir mal bitte, woran *das* liegt! Und ich fordere jetzt auch eine „Gleichstellung“ und möchte die mir fehlenden zukünftigen Jahre haben!
…. aber ohne Kloster, bitte.
Und „Every Man Needs A Woman“ ist ein Song von ‚Bad Company‘ aus der Zeit vor den „Frauenbeauftragten“.
Dass die Kapelle so heißt wie sie heißt, hat mit dem Thema natürlich nichts zu tun.
Jeder hat irgendeine Angst, das ist ja recht natürlich. Allerdings kommen mit der zunehmenden Digitalisierung offenbar noch Ängste dazu. Ich zum Beispiel habe die Angst, dass ich irgendetwas vergessen oder liegen lassen könnte. Meine Sonnenbrille ist zum Beispiel seit gestern „auf Trebe“. Vielleicht hat sie eine gleichaltrige Sonnenbrillin getroffen und ist mit ihr durchgebrannt. Wenn ihr so ein Pärchen seht, dass verliebt die Gläser aneinander drückt, dann schreibt doch bitte kurz.
Zum Beispiel fürchte ich auch, ich könnte vergessen, mich anzuziehen und nackt an der Stammtankstelle nach dem Portemonnaie suchen.
Mancher hat auch eine ausgeprägte Telefonphobie.
Das muss ziemlich belastend sein, wenn man beruflich gezwungen ist, jemanden anzurufen. Ich habe diese Phobie nicht, ich habe nur keine Lust zu telefonieren und suche jemanden, der das für mich macht.
Nun greift jedoch die „Nomophobie“ um sich. Schon vor 5 Jahren sollen 66% aller Briten darunter gelitten haben!
„Nomophobie“, das ist eine Abkürzung:
„No-Mobile-Phone-Phobia“, also „Kein-Mobiltelefon-Angst“.
Das ist die Angst, ohne Mobiltelefon unerreichbar für soziale und geschäftliche Kontakte zu sein.
Ich habe das bislang nicht, weil ich ja nur schreibe und nicht telefoniere und meine Geschäfte halten sich auch in Grenzen und brauchen keine schnellen Antworten. Doch habe ich dieses mobile Gerät vergessen und nichts zum Lesen dabei und treffe niemanden, dann ist das schon etwas blöd. Fast so blöd wie wenn man kein Geld dabei hat und die Schachtel Zigaretten leer ist.
Ich habe aber „Bloodophobie“.
Es ist nämlich so, dass ich „Blood On The Tracks“ immer irgendwo greifbar haben muss und daher vermutlich um die 20 bis 30 Stück davon habe. Manche sind doppelt oder vierfach vorhanden, aber es gibt auch Spezialfälle wie die Millenium-Edition, die japanischen im Paperback und so weiter. Das Rot des Covers ist überall etwas unterschiedlich und deshalb braucht man auch so viele.
Mir war mal wieder eine neue Tätigkeit angeboten worden und weil die junge Frau, die mir davon berichtete, so sympathisch, klug und schön ist, bin ich hingefahren und habe mich darüber informiert.
Zum Schluß hätte ich da jeden Tag drei Stunden mit Zahlen und Symbolen jonglieren können, aber der Herr war wirklich cool, die Räume nahezu perfekt, der Ort auf vier Rädern mit einem 100er Schnitt in 10 Minuten erreichbar. Natürlich würde ich niemals die Honorarfrage stellen, weil es ja nicht so ist, dass ich etwas suche, sondern so, dass man mich mit einem wirklich guten Angebot gewinnen muss.
Kostenlos oder ehrenamtlich mache ich bereitwillig durchaus einiges, aber wenn man für Honorar arbeitet, dann darf man ruhig durchscheinen lassen, dass man einschätzen kann, was „man wert“ ist. Das spricht man aber nicht aus, es muss nur auf der Gefühlsebene wahrgenommen werden.
Die Waschanlage im Dorf hat dann den Ausschlag gegeben, dass ich das vermutlich einmal oder zweimal in der Woche mache, weil ich die dann nämlich jede Woche nutzen kann.
Die hat alles. Fast wie die sympathische, kluge Frau.
Einen separaten, automatischen Fußmattenreiniger und einen Sauger, der für 0,50€ volle 7 Minuten läuft! Für 2€ läuft er 24 Minuten. Offenbar benötigt der Umgang mit Zahlen in diesem Dorf noch ein Upgrade. Ich sauge zwar ansonsten kostenfrei, aber es ist ein gutes Gefühl, wenn man nach 3 Minuten fertig ist und so einen heulenden Sauger noch 4 Minuten in der Hand halten kann und überlegt, ob man vielleicht noch den Bordstein absaugt.
Am besten ist aber der Druckluftreiniger, ein handliches, kleines Gerät in Form eines schlanken Revolvers. Damit kann man jede Ritze unter den Sitzen oder am Armaturenbrett hervorragend ausblasen! Der kostet gar nichts! Allerdings braucht man schon einen Sauger danach, weil der Staub sich im Innenraum großzügig verteilt. Man kann auch Wassertropfen an schwer zugänglichen Stellen ausblasen, das ist ein wunderschönes Bild, wenn die so in alle Richtungen abhauen.
Ein tolles Gerät.
Wegen der ätherischen Öle von Kaffeebohnen habe ich ja bekanntermaßen unter dem Fahrersitz stets eine Schale mit einem Pfund Kaffeebohnen stehen. Ich habe aber auch zwei Gläser mit Kaffeebohnen neben dem Schalthebel, weil man dann wichtige Utensilien so dekorativ in die braunen Bohnen stecken kann. Das hatte ich nicht bedacht und wenn man so einen Druckluftpuster versehentlich auf ein Glas mit Kaffeebohnen hält, dann reicht eine halbe Sekunde aus, um einen Hagel von Bohnen bis unter den Himmel des Fahrzeugs hüpfen zu lassen. Das hat mich dann nochmal 7 Minuten für 0,50€ gekostet, weil ich den Druckluft-Revolver erst nach der Erstbesaugung entdeckt hatte.
„Erstbesaugung“ ist ein schönes Wort.
Das erinnert mich gerade an das kleine Kind, dem ich kürzlich keine Choco-Shells bereit war zu kaufen und als ich schlicht „Nö!“ sagte, und fragte, was das Kind nun zu tun gedenke, da sagte es:
„Dann *beheule* ich Dich solange bis Du das machst!“
Das endet also wieder so ähnlich wie einen Druckluftreiniger in ein Glas mit Kaffeebohnen zu halten, nur flüssiger. Man kann bei einem Kind auch nicht für wenige Cents Tränen wegsaugen, das ist wesentlich mühsamer, wenn man die Energie aufbringt, keine Choco-Shells zu kaufen.
Allerdings dauert es auch nur 7 Minuten bis man die Dinger besorgt hat. Der Sprit für den Weg kostet sogar weniger als 50 Cent.
Ich hab’s dann gemacht.
So eine „Zweitbeheulung“ hättet Ihr auch nicht ertragen.