„Welcome To Hell“

*Welcome To Hell*

Keine Ahnung,
…. was sich die *Veranstalter* der Demonstration in Hamburg bei dem Motto „Welcome To Hell“ gedacht haben.

Viel Hirn kann da nicht drinstecken, …. auf Vergleiche mit Politikern bei den Kapazitäten verzichte ich mal.

„Welcome To Hell“ hat zwar eine doppelte Bedeutung, aber es ist ebenso flach, dumm und emotionalisierend wie „America First“.

Es gibt ja öfter Forderungen, Religionsgruppen mögen sich von Kriminellen und Terroristen in ihren Reihen stärker distanzieren. Das ist berechtigt.

Diese Chance für Distanzierung haben die „Nasen“ der Organisation mit ihrem Motto für Hamburg schon vorher ebenso vergeben.

Ob das klug war?
Hilft das der Sache?

Sich auf das Niveau diverser „Anführer“ der Welt zu begeben, das soll eine bessere Welt verheißen?
Wir sind gespannt.

 

 

13°C sind nicht 13°C, Teil 2

*13°C sind nicht 13°C, Teil 2*

 

Und jetzt müssen wir mal am Thermometer etwas rubbeln, denn nun geht es an die wirklich heißen Fragen.

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Dieselbe Gattin ist nämlich auch nicht immer dieselbe! Und derselbe Ehemann ist auch nicht immer derselbe! Also abgesehen vom Blick von außen.

Sie sind immer so verschieden, besonders die Frauen. Das mit den Männern habe ich nur geschrieben, damit sich hier keine beklagt.

Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, sah gestern an ihrem Geburtstag wieder überragend aus. „Marine-Look“ mit blauen und weißen Streifen! Wenn ich sie nicht schon kennen würde, dann würde ich das loben und fragen, für welches innere Gefängnis die Streifen stehen.

Diese Chance hat man ja nur beim ersten Mal.

Oder wenn sie in meinem Café einschwebt, dann heben auch junge Männer den Kopf und vergessen für einige Sekunden ihr facebook-posting! Aber wenn sie dann neben mir dekorativ in den Sessel fällt, dann sagt sie zum Beispiel solche Sätze wie:

„Du hast schon wieder vergessen, das Licht im Keller auszumachen!“

Da muten die Marinestreifen plötzlich doch an als hätte sie die Aufsicht für die Gefangenen übernommen.

Frau ist nicht gleich Frau, aber hier ist es nicht wie bei Nutella, hier schmecken die kleinen Gläser nämlich nicht so. Da ist die Hülle des großen Glases, natürlich ganz selten, besser. Schmeckt auch, aber es muss auch viel ‚drin‘ sein. Da wünscht Mann sich manchmal einen lichtdurchfluteten Keller ohne Elektrizität. Das kann man symbolisch verstehen, muss Mann aber nicht.

Dass es mit Männern auch nicht einfach ist, das habe ich heute wieder bei Liane vertieft. Also nochmal neu gelernt, nicht, dass hier …. Missverständnisse aufkommen.

Ihr Freund schenkt ihr „nie“ etwas zwischendurch, Blumen oder Modeschmuck, „nur alte Autos“ und so. Als sie kürzlich ein Pröbchen des „überragenden“ Mercedes-Benz-Duftes hatte, hatte sie gehofft, dass er ihr das kauft.

Aber er hat nur „ja, schön“ gesagt und hat sich zum Ausgang bei Douglas umgedreht.

Ihr letzter Freund hat ihr „immer“ Geschenke gemacht, Blumen, Kerzen, alles! Aber der sei eben trotzdem ein „Arschloch“ gewesen, das kam im Nebensatz. Nebensätze sollten zu Hauptsätzen befördert werden, jedenfalls die weiblichen.

„Willst Du den denn zurückhaben?“, habe ich gefragt. Wollte sie aber doch nicht, aber gern mehr „Aufmerksamkeiten“.

Dann habe ich ein „Kauf‘ mir das, bitte!“ empfohlen, aber das fand sie wieder blöd, denn das müsse „von allein“ kommen. Aber Männern muss man ziemlich viel sagen, sogar das mit dem Licht im Keller! Meine Frau sagt auch alles, …. sogar immer wieder!

Das ist aber echt schwierig, weil der Neue von Liane das mit ihren Wünschen nach Geschenken jetzt kennt. Und wenn er ihr *jetzt* etwas schenkt, dann denkt sie:

„Nur, weil ich das gesagt habe!
Von *selbst* kommt er da nicht drauf!“

Und nun frage ich mich, was ich anstelle des Ihrigen täte. Eine echte „no win-no win“-Situation!

Da war ich ganz froh, dass ich das mit dem Licht vergessen hatte, da fallen die dicken Fehler weniger auf.

 

 

 

13°C sind nicht 13°C

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*13°C sind nicht 13°C*

 

Es ist ja Sommer und am Morgen reichen ein T-Shirt und ein leichtes Jackett für das mobile Telefon, die Schlüssel, die Hundekotbeutel, das Ladekabel, die Zigaretten, das Feuerzeug, das Portemonnaie, die Sonnenbrille, die Taschentücher und den diversen anderen Kleinkram, den man ja immer dabeihaben muss.

Aber Heiligabend im letzten Jahr hatten wir auch 13°C und man trägt einen Schal und eine dicke Lederjacke gegen das Dezembergefühl. Lange Unterhosen wären zwar übertrieben, aber im Vergleich fühlt sich die Bekleidung am Jahresende schon wie Schurwolle an. Jahreszeiten erkennt man besser an den Klamotten als am Thermometer.

13°C sind nicht immer 13°C.

„Ist das so, ja?“, würde jetzt der Hüne dieses Hauses nachfragen. Aber das würde er auch sagen, wenn ich behaupten würde, dass Nutella aus den kleinen Gläsern einen besseren Geschmack als das andere Nutella aus den großen Gläsern hat.

Er fragt oft „Ist das so?“

Das machen viele junge Leute heutzutage. Und er sagt auch „Achtzehnhundert“, wenn ich frage, wann er zurückkommt. Das bedeutet 18:00 Uhr. Er sagt auch „Nullneunhundert“, aber ich weiß nicht, ob man das getrennt schreiben sollte.

„Ist das so?“, das setzt mich immer etwas unter Druck, Zweifel an mir selbst aufzubauen.

Bei Nutella jedoch passiert das nie, denn je kleiner das Glas, umso besser schmecken auch Marmelade und Honig.

Und?

„Ist das so?“

 

Die Untertänigkeit des Dieners mästet den Meister

*Die Untertänigkeit des Dieners mästet den Meister*

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Ist es nicht wundervoll?

Das hat mir eben Ira, die Frau mit der Badewanne im Wohnzimmer, quasi auf einem Cappuccino präsentiert!

Und es zeigt die Abhängigkeit der „Meister“ von ihren „Dienern“. Oder wie kann man das noch verstehen? Politisch? Menschlich?

Bei „Mast“ denkt man ja schnell an’s Schwein.

Das Zitat ist aus „Hyde/Jekyll“ in Baden-Baden nach Robert Lewis Stephenson (Text von Stephan Teuwissen). Und die Ira hat’s gesehen. Sie erinnert sich besser an einzelne Zitate als den Gesamtzusammenhang, hat sie gesagt.

In ihrer Wanne ist das anders, da spricht sie nie von einzelnen Tropfen.

„The dirt of gossip blows into my face, and the dust of rumors covers me. But if the arrow is straight and the point is slick, it can pierce through dust no matter how thick.“

Vom wem das ist, das muss man nicht mehr sagen. Aber wenn das der Donald jetzt für sich reklamieren würde, dann würde mir die Zeile aus „Restless Farewell“ nicht mehr so gut gefallen wie vorher.

Marlon Brando wusste von wem das ist, er hat einmal gesagt:

„The two loudest things I’ve ever heard are a freight train going by, and Bob Dylan and the Band.“

 

Für alle Angeber und Besserwisser erinnerte Ira sich beim Auslöffeln des Zuckers vom Boden der Tasse noch an:

„Ihr seid die Glocke Eurer eigenen Taten“.

Das ist auch toll, aber im Original in ‚Maria Stuart‘ heißt es:

„Und seid die Glocke Eurer Taten. Das ist Eure Weise, Lord. Die meine ist, erst handeln und dann reden!“

Ich mag Iras Version lieber obwohl das Original wir uns manchmal auch auf die Fahne schreiben könnten.

 

 

 

Der Fiat

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*Der Fiat*

Ich hatte wirklich noch nie einen Fiat, aber jetzt hatte ich einen 500er in diesem wunderschönen Braun.

Warum ich als Begleiter der Klassenfahrt ein Auto im Zug mitnehmen musste, das weiß ich nicht mehr. Ich habe mich sogar mit einem anderen Mann nett auf dem Bahnsteig unterhalten.

Dann kam die schwer verständliche Durchsage, dass der Zug aus einem anderen Gleis abfährt. Der Vater des anderen Kindes nahm ein Fahrrad und fuhr damit zum anderen Bahnsteig, ich musste mit dem 500er um den ganzen Bahnhof herum.

Mit dem Wägelchen auf den Bahnsteig zu kommen, das war nicht so einfach, aber über eine Rampe ging es dann. Als mir einfiel, dass ich meinen Kulturbeutel zuhause vergessen hatte, da habe ich das noch der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, geschrieben. Vielleicht auch noch ein paar andere Mails.

Als ich wieder hochschaute aus meinem Fiat 500, da sah ich noch wie die Kinder mir zuwinkten, dann war der Zug weg.

Dann kam noch eine Mail rein und ich bin aufgewacht.

 

 

Bodycam

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*Bodycam*

Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn sollen zukünftig teilweise mit Bodycams ausgestattet werden, weil sie in der Vergangenheit von Kunden übel angegriffen wurden.

In einem Pilotversuch ist kein Mitarbeiter, der eine Kamera trug, angegriffen worden. Bevor gefilmt wird, muss der Mitarbeiter dies in einer brenzligen Situation ankündigen.

Für Lehrer könnte es Bodycams auch bald geben, die haben manchmal auch Dinge der schlimmeren Art auszuhalten. Aber man könnte eben auch sehen, wenn die sich so gar nicht durchsetzen können. Dann müssen die das Dings unbedingt abschalten!

 

Wie sich die Zeiten entwickeln, kann niemand voraussehen. Möglich ist aber, dass bald alle Menschen aus Sicherheitsgründen mit einer Bodycam durch die Welt laufen! Und am Himmel überall Drohnen am Himmel mit Päckchen von Zalando und Amazon!

Das wäre schlimmer als Windkraftanlagen mit Schattenschlag.

 

Andererseits könnte man Bodycams auch privat im Häuslichen nutzen. Alles wäre beweisbar, kein „Das hast Du mir nicht gesagt“, kein „Das habe ich niemals gesagt“, kein „Woher soll ich das wissen?“

Beim Fußball gibt es den „Video-Beweis“ doch auch!

Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, fand die Idee heute unter der Dusche ’super‘. Sie weiß eben nicht, wie viel sie so vergisst.

Andererseits will ich keine Live-Übertragung von meiner Bodycam im Café oder von der Tankstelle auf das Handy meiner Frau. Dann würde sie gleich sehen, dass ich mit dem Einkauf schon fertig bin. Und dann hätte ich den nächsten Auftrag an der Hacke.

Aber wenn sie den Bügelfilm im TV sieht, würde ich das auch wissen.

Ich will aber gar nicht alles wissen.

 

 

 

Carla Gilberta Bruni Tedeschi

Carla_Bruni-Sarkozy_(3)*Carla Gilberta Bruni Tedeschi*

 

Mir ist keine bessere Überschrift eingefallen.

Wir, das sind Rafael, Daniel, Alexander und ich. Wir sind nämlich die Männer. Rafael und Daniel bringen ihre Frauen immer mit, sie lernen auch zusammen mit ihren Gattinnen. Manchmal werden sie vielleicht auch zuhause „geprüft“, aber das weiß ich natürlich nicht. Aber ich würde fast jede Wette annehmen, dass dem so ist.

Genau.

Beide Ehefrauen sagen im Unterricht nicht vor, wenn ihre Männer eine Verbform für unsere tolle Lehrerin nicht schnell genug auf’s Tor schießen! Übertrieben gesagt: Die Frauen mauern wie eine italienische Erstligamannschaft!

Oder hören wir Männer nur nicht auf die leisen Empfehlungen unserer Frauen? Hören wir nicht richtig „hin“?

Das müssten jetzt die Frauen beantworten, denn ich würde „ja“ sagen. Meine Frau würde mir nämlich gar nichts vorsagen! Und wenn sie es täte, würde ich zweifeln, ob das stimmt, was sie mir vorsagt.

Ach, richtig, wir lernen Italienisch an der Volkshochschule und wir drei Männer sind die Minderheit unter 12 Frauen, die besser lernen als wir. Alexander hat das Italienische nämlich im Blut, ihn nehmen wir mal aus. Außerdem ist er viel jünger und fitter als wir.

Wir sind nämlich schon verheiratet!

Und jeden Mittwoch treffen wir uns zu sechst oder zu acht und besprechen und lösen die Hausaufgaben vor dem Unterricht beim Kaffee. Manche, wie ich, schreiben sie auch ab. Das ist für mich nicht anders als vor einem halben Jahrhundert in der Grundschule. Damals habe ich zwar nicht abgeschrieben, aber manchmal hat meine Mutter die Hausaufgaben in Kinderschrift gemacht.

Das machte einen besseren „Eindruck“ als Lässlichkeit, dachte sie vermutlich.

Ich habe das für meine Kinder noch nie gemacht, hoffentlich werfen sie mir das später nicht einmal vor. Vermutlich schreibe ich Ihnen auch zu schlecht. Die sind recht anspruchsvoll bei ihren Hausaufgaben!

Auch sonst treten alle alten Verhaltensweisen im VHS-Kurs wieder auf. Und das, obwohl es keine Prüfungen gibt und wir das nur ‚zum Spaß‘ an der Sprache machen.

Wir kommen mit einzelnen Sätzen zum Beispiel nacheinander dran. Alle rechnen dann aus, mit welchem Satz sie „dran“ sind und versichern sich der richtigen Antworten beim jeweilgen Nachbarn rechts und links.

Wenn es nämlich mal falsch ist, dann hilft unsere Kurs-Königin zwar gern, aber manchmal schießt sie als Lernerfolgskontrolle noch zwei Fragen an denjenigen mit der fehlerhaften Antwort nach.

Dann fällt einem nicht mal mehr ein, was „Pizza“ auf Italienisch heißt. Genau wie früher in Erdkunde!

Und wir sagen sogar oft vor!
Wir Männer natürlich.
Wir helfen immer!

Ich muss jetzt los, ich muss die Hausaufgaben noch abschreiben.

Ciao.

–

Nachtrag:
Ich habe das mit den Hausaufgaben nicht geschafft, weil ich noch Alina auf der Straße getroffen habe. Dann hilft nur noch die „Fragetechnik“ im nachfolgenden Unterricht. Das heißt, dass man die Lehrerin zu Beginn etwas „fragt“. Es ist völlig egal, was man fragt.

„Es ist so stickig, darf ich die Fenster öffnen?“

„Stimmt es, dass nächste Woche der Unterricht ausfällt?“

„Darf ich mal zum Mülleimer gehen?“

„Michaela lenkt mich immer ab! Können Sie ihr das mal sagen?“

Ist egal.

Hauptsache, es findet zu Beginn ein verbaler „Tageserstkontakt“ zwischen Lehrer und dem Schüler ohne Hausaufgaben statt.

Dann kommt man *niemals* mit dem Vorlesen dran. Habe ich leider mal einer Klasse gesagt. Himmel, die hatten danach Fragen am Anfang, irre. Man kam gar nicht mehr dazu, die Hausarbeit zu besprechen. Es kamen immer die dran, die sogar vergessen hatten, sich eine einzige Frage auszudenken.

 

Das Körbchen mit den Sternchen

 

*Das Körbchen mit den Sternchen*

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Zugegeben, ich habe ziemlich viele Taschen, mal aus schwarzem oder braunem Leder, die Plastikdinger für das Fahrrad oder anderes. Es gibt ja so viel zu transportieren und viele Dinge muss ich dabeihaben. Taschen kann man kaufen ohne eine Umkleidekabine zu benutzen! Ein Vorteil jeden Taschenkaufes!

Zur Schule früher trug ich eine fast leere Tasche, da waren dann Zeitschriften, ein Buch oder einige CDs drin. Meine Materialien hatte ich immer in meinem „Büro“ in der Physiksammlung. Das war auch recht heimelig eingerichtet. Die fast leere Tasche trug ich dann über zwei Jahrzehnte, weil eine Schülerin mal gefragt hat, warum ich ’nie etwas mitbringe‘, wie alle anderen Lehrer.

Das machte einen schlechten Eindruck und deshalb habe ich auf eine „Potemkinsche Tasche“ umgestellt. Heute ist das Auto das „Büro“. Dies ist immer etwas unpraktisch, wenn neben dem Hund noch jemand einsteigen will. Dann muss ich extra einen Sitz freiräumen.

Vor einem Jahr gab es dann bei Aldi so schöne klappbare Einkaufskörbe für nur 6€. Da habe ich für die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, einen tarnfarbenen mit hellen Sternen erstanden, um ihr eine ‚praktische‘ Freude zu machen.

„Was soll ich denn mit dem Sch***?“, hat sie trocken gefragt, aber mir gefiel der Korb trotzdem.

Jetzt verwende ich den nämlich selbst seit Monaten. Man sieht beim Wühlen schnell, was da drin ist. Fast wie eine große Handtasche ist das. Bei Regen kann man den Korb sogar mit einen Reißverschluss zuziehen. Der war bei den 6€ inklusive! Sonst kostet ein Reißverschluss ohne Tasche schon mehr!

Manni vom Stammcafe hat mir aber jetzt erzählt, dass andere, die mich nicht kennen, mich den ‚Typ mit dem Sternchenkörbchen“ nennen.

Die erwähnen meinen Hund gar nicht!
Aber sie sagen nicht „Typchen“.

 

Zeit in Deutschland

 

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*Zeit in Deutschland*

 

Ich versuche gerade mal Durchschnittswerte aufzulisten.

Der berufstätige Deutsche nutzt seine tägliche Zeit an Wochentagen im Schnitt so:

Arbeit 8,0 Std.
Schlaf 7,5 Std.
Fahrtwege, Einkäufe 0,75 Std.
Essen etc 1,0 Std.
Körperpflege etc 0,75 Std.
TV, Stand 2015 3,75 Std.
Handy, PC privat 0,5 Std
Putzarbeiten 0,25 Std.
Autopflege 0,05 Std.

23,55 Stunden.

… da bleibt nicht viel Lebenszeit an Wochentagen.

Hmmm.

 

 

 

Harry Carsten Petersen

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*Harry Carsten Petersen*

Ich liebe die Tage, an denen ich richtig schöne Erklärungen höre. Am besten geeignet ist dafür jede Art von Familienfeiern. Es ist immer ganz erstaunlich, wie schnell sich 120 Minuten in gefühlte 600 Minuten verwandeln können.

Ob Jesus das auch geschafft hätte?
Man weiß es ja nicht.

Der Erklärbär war wieder da als die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, das Wort „aufoktryieren“ gebrauchte und sich prompt einen reizenden Vortrag reinpfeifen ließ.

„Das ‚ok‘ heißt schon ‚auf‘! Man sollte Wörter nur benutzen, wenn man sie versteht!“

Ansonsten spricht der Bär nicht, es sei denn es findet sich ein Klotz, in den er ein Beil schlagen kann.

Dem kleinen Kind wollte ich schnell „Sag laut ‚Pleonasmus‘!“ ins Ohr hauchen aber das war mir dann doch zu peinlich.

„Das ist wie bei ‚vorprogrammiert‘, alles Schwachsinn, was die Leute so reden!“, holte der Erklärbär zum nächsten Schlag aus.

Mich selbst stören fehlerhafte Begriffe deutlich weniger als derartige Hinweise der überflüssigen Art. Aber dafür müsste man eben auch andere Themen ‚in petto‘ haben als die der formalen Art.
Da ist aber leider … nichts, dafür ist die Unsicherheit vermutlich auch zu groß.

Danach die üblichen Bemerkungen der Sippe mit dem wichtigen Eigenlob, das ermüdet wahrlich schnell.

„Schade, dass es regnet, sonst könnten wir unter der Markise sitzen, die Du angebracht hast.“

„Bist Du nicht in Berlin den Marathon gelaufen?“

So wird versucht, den Erklärbär ruhig zu stellen.

Teilweise ist das zwar Jahrzehnte her, die Markise wurde auch schon im Dutzend gepriesen, aber solche Wiederholungen sind für einen Unbeteiligten wie mich ein guter Grund, sich intensiv mit den Ohren des kleinen Hundes zu beschäftigen. Sonst halte ich das Fremdschämen nämlich nicht aus.

Nur das Unterdrücken des Gähnens wird mit jeder Minute schwieriger. Der Sohn entschwand nach kurzen 5 Minuten zur „Arbeit“, klug wie er ist. Die Schüsse von der Playstation waren gut zu hören.

Dass der Fidget-Spinner und das Einhorn-T-Shirt des Mädchens gemaßregelt werden, das war erwartbar und ein schelmischer Blick des Kindes sagt dann zum Glück lächelnd „die gehen ja bald wieder“.

Der ‚Wachmacher‘ jedoch als unvermittelt die Frage gestellt wird, ob der Erklärbär in seiner Jugend an den Staffelläufen seiner Schule teilnahm. Das sollte ihm die Möglichkeit bieten, seine sportlichen Begabungen weiter auszubreiten. Nein, das tat er nicht, aber leider ich, sogar für zwei Schulen, das hatte Mutti durcheinandergebracht und die Gattin sprach es aus, ganz schlecht. Jetzt landete das vier Jahrzehnte verspätete Lob in der falschen Sippe!

Ein bitterer Moment.

Der Erklärbär hat es dann gerettet:
„Ja, in *den* Schulen, da musste ja auch wirklich *jeder* mitlaufen.“

Was hat er gestrahlt als ihm das einfiel, endlich eine glückliche Sekunde in seinem Unglück.

„Wir haben nicht nur Lena, wir können auch Weltmeister werden“, zum Glück ist mir dieses Zitat im Kopf geblieben und darauf habe ich dann still herumgekaut.

Ich habe eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, darüber nachzudenken, wie er hieß, der ehemalige Ministerpräsident des Landes.

Harry Carsten Petersen?
Harry Peter Carstensen?
Carsten Harry Petersen?
Peter Carsten Harrysen?
Peter Harry Carstensen?
Carsten Peter Harrysen?

Hach, es ist gut, wenn man sich selbst beschäftigen kann.

–
„Time is a jet-plane, it moves too fast“