Ferrari im Tank

Ferrari im Tank


Ja, in Malcesine wurde Goethe fast verhaftet als man ihn, ein Castello zeichnend, für einen Spion des Hauses Habsburg hielt.

Johann Wolfgang hatte nämlich kein Mobiltelefon.

Das war gut, weil er auf der Flucht vor dem stressigen Ministeramt in Weimar war. Unbefristeten Urlaub hatte er sehr kurzfristig beantragt.

Und er kam aus Karlsbad -nur mit seinem ‚Ranzen‘- in der Postkutsche über Malcesine und Verona. Er wollte unbedingt nach Rom und ließ Firenze und Siena auf dem Hinweg aus.

Über die Alpen. Über den Brennerpass.

Mit ’ner Kutsche.

Die armen Russen.

Das ist wieder typisch für die Rechtschreibkorrektur, „die armen Rösser“ meinte ich, nicht die aus „Obervolta mit Atomraketen“ wie Helmut Schmidt es ausdrückte.

Übrigens hat ‚JWG‘ seine „Italienische Reise“ erst 27 Jahre später geschrieben, nach seinen Aufzeichnungen, nein, wusste ich auch nicht.

Kann man machen.

Der hatte ein besseres Gedächtnis als Olaf Scholz die ‚Warburg-Bank‘ betreffend. Dunja hat mal dort gearbeitet. Und was die sagt, das verrate ich nicht.

Irgendwas mit ‚V*r*r*c*e*‘.

Ach, Gardasee.

In Sirmione schieben sich auch im August die Touristen durch die engen Gassen der Altstadt.

Muss man nicht immer mitmachen.

In Riva haben wir vor mehr als 40 Jahren eine herausragende Pizza mit Mozzarella und Parmaschinken genossen.

Muss man nicht sofort nochmal machen.

In ‚Demenzano‘ kann man riesige Supermärkte finden, auch Hunde sind gern gesehene Gäste.

Nur Lidl mag das nicht.

Der Unterschied von Lidl-Deutschland zu Lidl-Italien besteht darin, dass man in Italien Grabkerzen -in zwei verschiedenen Designs- für 0,89€ bekommt.

„Durata +/- 80h“.

Pro Stunde 1,1125 Cent.


Sicher sind die Promenanden von Salo immer schön, aber Wanderungen durch Olivenhaine und Weinberge sind starke Konkurrenten von Schuh- und Modegeschäften.

Wir verbringen die Hitze von deutlich über 30 Grad des Mittags im Bauernhaus am Weinberg.

Der ist 5 Meter von unserer Suite entfernt.

„Den Druck der Presse spüren vor allem die Weintrauben“

Goethe floh ja unter Pseudonym. Als Maler.

‚Johann Phillipp Möller‘

Der Mann war bekannt.

Nicht so bekannt ist, dass er die zwei Jahre in Italien bei vollem Ministergehalt verbrachte. Technisch und organisatorisch muss das eine Herausforderung gewesen sein.

Ohne Eurocheque und Überweisungsschein.

Am 3. September 1786 ist er ‚getürmt‘, so lange ist das gar nicht her, nur 240 Jahre.

Am 29. Oktober erreichte er Rom.

Google Maps gibt für die 1200km zu Fuß 11 Tage und 11 Stunden an.

Ohne Pausen, ohne Italienerinnen bei Goethe.

Das sind zu überwindende Höhenmeter von 9300 aufwärts und 8900 abwärts.

Ein Radweg ist nicht auffindbar. Bis heute.


Der Hund betrachtet das gesamte Gebiet um den Hof als ’sein Reich‘, außer ‚Arielle‘ -den großen ‚Welpen‘ von Valerio- verjagt er gnadenlos Katzen, Hasen und den großen Boxer des Fremdbauern vom nächsten Hof.

Im Sprint über 50 Meter. In Italien.

Als deutscher 11-jähriger Mischling aus Dackel, Labrador und den anderen Mitarbeitenden.

Peinlich.

Den Bauern freut es, denn ‚Arielle‘ ist ein Schisser.

Noch.

Der ließ sich von ’25kg weniger‘ sofort das ‚Pane‘ vom Teller ziehen. Auch sein Tennisball wurde zerstört und als Zeichen der hündischen Macht in Fetzen gerissen.

Peinlich.

Im in 30min fußläufig erreichbaren Muscoline verfolgten wir ein Fußballspiel von Amateurmannschaften – unter Flutlicht am Hang neben der Kirche.

Man geht die „Via Enzo Ferrari‘ entlang und biegt dann in Richtung ‚Centro‘ rechts in die Boxengasse ab.

Wir sind ja mit einem langen Diesel hier, der wird nur bei ‚Ferrari‘ betankt.

Ich habe das Gefühl, dass der damit besser läuft, er klingt fast wie ein 12-Zylinder.

‚Ferrari im Tank‘, ‚FiT‚.

Eben.

Aber nur hier, im Norden hört man es nicht.

https://youtu.be/p9g4Md_huII?is=C9G9_R12iezqcS5p

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„Time is an ocean – but it ends at the shore“

Quickie – Kindersätze mit kritischen Abwägungen

Quickie – Kindersätze mit kritischen Abwägungen

Vor mehr als 10 Jahren:

Die Kritik des kleinen Kindes war wieder ‚auf die 12‘, nach ‚Winnetou‘ am Kalkberg in der letzten Reihe unter einem Dach für die Beleuchtung:

„Bei Erol Sander ‚fühlte‘ man, dass er Winnetou ist. Bei dem Neuen ’sieht‘ man es nur.

-kurze nachdenkliche Pause-

Es ist auch wichtig, dass Winnetou beim ersten Versuch auf’s Pferd kommt.“

Vor mehr als 20 Jahren:

Das spätere ‚große Kind‘ saß hinten rechts auf einem Kindersitz im roten Passat von 1989.

Mit Heckspoiler.

Es ging noch nicht zur Schule.

Der Vater sitzt am Steuer.

Wir warten. Es ist kalt.

Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, und die beste Mutter von allen, die es je hatte, wollte noch ‚kurz‘ den Strauß binden.

‚Kurz‘.

Aber es dauert. Und nochmal.

Dann schwebt sie vor der Motorhaube vorbei, den Strauß in der Linken, im dunkelgrünen Ledermantel mit hellem Pelzkragen aus den frühen 70ern.

Von ihrer Mutter lange verwahrt.

Das blonde Haar weht nach hinten, das ist der Herbstwind.

Bevor sie die Beifahrertür öffnet von hinten das später ‚große Kind‘:

„Schön ist sie schon – aber schnell ist sie nicht.“

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„Time is an ocean but it ends at the shore“

Meine Apotheke

Meine Apotheke

Ein Arzt muss ja etwas machen, etwas verschreiben -gerade für Ältere, aus Gründen-, leider schreibt meiner -ein ‚Superman in White‘- alles auf ein einziges Rezept.

Da stehen dann drei Produkte.

Ich hätte aber gern drei einzelne Verordnungen, dann könnte ich für jedes einzeln in meine ‚Stamm-Apotheke‘ gehen.

Also jede Woche einmal zum Beispiel.

Meine Apotheke ist in einem riesigen Einkaufszentrum.

„Riesig“ ist für mich alles, was dazu führt, dass ich nie weiß, aus welcher Richtung ich dort reingekommen bin.

Das bauen die absichtlich so.

Plötzlich ist man bei ‚Action‘ und kauft Dinge, die man nicht braucht.

Jedenfalls darf da kein Hund hinein.

Es gibt nur eine einzige Ausnahme:
Meine Apotheke.

An der kann ich mich dort auch orientieren.

Merke „A vor A“:

‚Auto vor Apotheke‘.

Die haben eine Warteschlange, aber ich warte mit Hund einfach auf einer weißen Holzbank, bis ich aufgerufen werde.

„Schlange“ ist nicht das Meine.

Es ist mir auch egal, ob jemand ungefragt vordrängelt. Man sitzt sehr gut da und kann ‚Apotheke‘ beobachten.

Außerdem kennt man die Frauen vom Fach dort, wenn man -wie ich- nur positive Erfahrungen mit den Grüngewandeten hat. Ein gesundes Grün ist das, da hat jemand einen Eimer „Blau“ vorbeigetragen.

Fast ‚Petrol‘, aber 50cm daneben wie die Ecken von Kimmich.

Ja, da arbeiten auch freundliche Männer, aber ich sehe die nur selten, vermutlich bleiben die hinten.


-Apothekerin #1-


Kennt Ihr Fingerabdrücke?
Auf dem Bildschirm im Auto?
Auf dem Handy?
Auf Gläsern?
Auf Stereoanlagen, Vinyl und CD?

Ich hasse Fingerabdrücke.

Man hinterlässt keine Spuren.
Ich hasse Creme an Händen.

Leider sind meine Hände daher im Winter rissig. Und „#1“ sah sich das kurz an und sagte „Hier! Bitte abends eincremen, Stoffhandschuh darüber!“

„Fußcreme? Für meine Finger?“

„Yes, ich schlage hier einen ‚off-label-use‘ vor. Die ist fetter als die für Hände. Ist besser in Ihrem Fall.“

Eine Kollegin rief sie später einmal „Hanni“. Oder „Honey“? Egal, jedenfalls sagte ich „Hannelore, ein klassischer Name in ihrem Alter!“

Das gefiel ihr gar nicht, denn Apothekerinnen haben idR keine Vornamen.

Die fährt Autorennen.
Und die kann fliegen.
Nur von „Wasser“ hat sie keine Ahnung.

Dafür aber von Cremes bis Impfung.

Sie hätte auch „Ärztin“ gekonnt.


-Apothekerin #2-

Kennt Ihr Ali Güngörmüş?

Der ist Fernsehkoch.

So und jetzt stellt Euch in einer Apotheke eine große, blonde Helene Fischer vor, die aber ‚Güngörmüş‘ heißt.

So ging mir das auch.

Leider frage ich dann sofort:

„Warum heißen Sie ‚Güngörmüş‘?“

Die hat mir das -absolut nachvollziehbar- erklärt. Ich kannte den Namen ‚Güngörmüş‘ nämlich von früher. Ohne TV.

Ich muss noch herausfinden, wann in der Apotheke am wenigsten los ist, dann kann man da länger quatschen.

Die gehen ins Casino, die gehen Pizza essen, die jagen Mörder in so einem Zimmer. Die machen viel.

Klar, wenn da steht, dass die früher schließen, dann findet man die Gründe nur durch Fragen heraus.

Die schreiben ja nicht „Morgen ab 17:00 Casino. Nix Medis. Möglich, dass wir übermorgen schließen, wenn wir gewinnen“.

Frau Güngörmüş sagt dann nicht einfach einen Satz, die erzählt das richtig, mit den Alternativen, die es vor der Abstimmung hab.

Fast wie ‚Schule‘, demokratisch.

Vermutlich ist der Chef von ‚das Ganze‘ eine Frau.


-Apothekerin #3-


Eine erfahrene Kraft, aber man sieht ihr das nicht an, sozusagen schlank, groß und jugendlich.

Sie kann detailliert über Medikamente sprechen wie über einen Niederquerschnittsganzjahresreifen.

Völlig sachlich.

Aber im Spaß kann sie auch anders.

So minimal „bös“ wie ich das liebe. Dann wieder total witzig. Daher heißt sie bei mir auch unterschiedlich.

„Frau Garstigkeit“ oder „Frau Heiterkeit“.

Das kann sekündlich wechseln.


Ich durfte sogar mal in ihr „Allerheiligstes“.

Also hinter ihre „Wand“.

Da arbeitet ein Roboter, der spuckt die Medikamente rasant hinter den Tresen.

Fas-zi-nie-rend.

Ich habe mehrfach gefragt, wer da hinten so schnelle Finger hat.

Und jetzt ist das ein ‚Mann‘!

‚Der‘ Roboter.

Die haben sogar „Notstrom“.

Wenn der Strom ausfällt, weiß niemand, wo in einer 4m hohen und 8m breiten Wand welches Medikament wo ist.

Das ist fast wie bei meinem CD-Regal.



-Apothekerin #4-

Sie ist anders und mein ‚Zukunftsprojekt 2027‘. 😉

Mit Brille, wie ich. Aber sie spricht nicht so viel wie ich.

Neulich:

„Wenn Sie so viel reden, dauert das viel länger!“

Da war ich noch an der Startlinie.

Außerdem will ich es ja ‚länger‘, wenn keiner wartet.

Selbstverständlich meine ich das lediglich scherzhaft. 🙂

Menschen sind verschieden, die einen wollen arbeiten und die anderen wollen etwas ’nebenbei‘.

Wie Cantuccini zum Espresso, manche wollen das, andere nicht.

Ich werde an ihrem ‚talk acting‘ dennoch arbeiten wie Lee Strasberg.

Das ist der mit dem ‚method acting‘.

In ‚The Godfather II‚ spielt er ‚Hyman Roth‚ neben Al Pacino als ‚Michael Corleone‚.

Großartig.

Im Foto kann man sehen, dass ‚Michael‚ ältere, eingelaufene Schuhe trägt, die aber perfekt geputzt sind. Das macht einen tollen Film aus. Die Kleinigkeiten. Fast wie im Leben.


Melika hat mich darauf aufmerksam gemacht, wie SchauspielerInnen in Filmen essen.

Das nennt man in den USA ‚eat acting‘.

Sehr interessant, man kann den Film auch ohne Ton sehen.

Speziell Brad Pitt und Jack Nicholson können das perfekt. Also, so, wie die Rolle es erfordert.

Hach, das war jetzt wegen ‚talk acting‘ ein längerer Platz auf der weißen Sitzbank.


Warum stellt ein Arzt nicht drei einzelne Verordnungen aus?

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„peace, tranquility and good will“

Autobahnimpressionen

Autobahnimpressionen

Auf dem Weg über Magdeburg, Leipzig, Nürnberg, München und Tegernsee weiter an den großen See in Italien hasten sie vorbei mit ihren rasenden, rollenden, meist gemieteten Schrankwänden.

Was die Dinger wohl schlucken mögen?

Unverständlich, ebenso wie die die Autobahn mit 160 bis 170 rockenden Kastenwagen.


Die sollte man bei 120 abregeln, diese Geschosse auf 4 Rädern.

Die sind gefährlich wie motorgetriebene Radler mit fast 40km/h am Kreisverkehr.

Manche sollen gar ‚frisiert‘ sein.

Und ein 130er Limit für alle würde mich auch nicht stören.

Auf der Autobahn, nicht im Kreisverkehr.

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Wir -Hund rechts, Fahrer links- rollen gemütlich, mal im Dunklen, mal durch die zahlreichen Baustellen, mit viereinhalb Litern Diesel im Schnitt.

Auch in den Alpen.

Zusätzlich zum Komfort -ohne zu behindern, ja, das geht- spart man heute damit gegenüber einem Hastenden volle 100€ im Urlaub ein.

Für dieselbe Strecke.

Vier Nächte auf Hin- und Rückweg auf Matratze mit heimischem Bettzeug kosten gar nichts.

Dabei -zugegeben- bin ich nur zu faul zum Planen und Suchen und weigere mich zusätzlich 35€ für das Schlafen des Hundes pro Nacht zu löhnen.

-BTW, auch eine Hundepension kostet pro Tag so viel. 10 Tage 385€. Ja, jeder Tag zählt voll –

Fährt man „zügig“ mit je einer Nacht im Hotel, ist der Preis „Stress“.

Früher fuhr ich ‚durch‘ bis Florenz.

Musste das sein? Nein.

Die Dusche kostet 4€ an der Autobahn für LKW-Fahrer. Und mich. Empfehlenswert.

Mit Fön.

Und picobello da, sonst kommen die nicht wieder, die ‚Könige der Straße‘ mit den 40-Tonnern.


Gemütlich. So geht das.


Nur der fette Ford Ranger in bösem Design wollte auf dreispuriger, leerer Strecke prüfen, wann mein Kombi vor ihm zum TÜV muss.

Direkt an der Stoßstange.

Das Kennzeichen, ehem, nun, anders als der Fahrer:

‚ROS A 666‘

Die teuflische Zahl aber mit ‚Rosa‘.

„Rosa“, nein, hach, wie schön, wenn man kurz tippt und der Teufel hinten „parkt“ im Rückspiegel.

Er wagte nicht, in meine Rastplatzaugen zu sehen. Später. 3min.

Die waren ’nicholson-sch‘!

Kennzeichen?

A

‚HO SE 26‚ kann ich, auch wegen der männlichen „Bauchweitengröße“ ebenso wenig empfehlen.

Die Fahrerin auf dem Autohof war schlank, vielleicht der Wagen des Vaters.

Ich vergesse meine Maße auch gern.

B

‚OD IQ 98‚ würde ich jetzt auch nicht unbedingt nehmen, der war Nachbar von ‚Hose‘.

‚IQ 100‘ ist ja der gewählte Mittelwert der angenommenen Normalverteilung.

Um 66% aller Menschen haben einen IQ zwischen 85 und 115. Das ist dem ‚Sigma‘ geschuldet.

Nein, nicht Sigmar Gabriel.

‚IQ 228‘ will aber auch nicht auf dem Kennzeichen haben. Das ist einer der höchsten je gemessenen Intelligenzquotienten.

Marilyn Vos Savant.

Eine Frau!

Ab IQ 160 ist das schwer messbar, es fehlen die Vergleichsprobanden.

C

‚TO DO 6‚, der hat mich langsam überholt.

Das macht Sinn, ein ‚To Do‘ muss vor Dir liegen, immer.

Am Comic-Museum, am Dinosaurier-Park und am Petersberg bin ich durchgerauscht.

Falls Ihr etwas für die ‚To Do‘-Liste suchen solltet.

Man kann aber auch am Wasser sitzen.


‚Hund‘

Der Hund schläft 1300km.

Dazwischen Wasser, Wasser, Wasser und laktosefreier Joghurt gegen die Hitze. Plus Stöckchen nachts am Tegernsee.

Die Hunde dürfen jetzt seit kurzer Zeit zu IKEA. Einfach so, wie in anderen Möbelhäusern.

Die wurden nämlich bislang da nicht geduzt. Die waren verboten.

Aber das große IKEA hat einen neuen Boss. Und der Boss hat einen Hund. Und deshalb dürfen jetzt tausende von fremden Hunden auch rein.

Wegen eines einzigen anderen Hundes.

Jeder kann etwas verändern, wenn es ein Hund kann.

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Der Text hieß eigentlich ‚Meine Apotheke‘.

Aber dann ist wieder etwas dazwischengekommen und es liest sich wie drei Tage Autobahn mit 100 bis 120.

Morgen.

‚Apotheke‘.

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Damit hier noch ‚Geist‘ einzieht, zwei Zitate von Marilyn Vos Savant:

‚Success is achieved by developing our strengths, not by eliminating our weaknesses.‘


‚Being defeated is often a temporary condition. Giving up is what makes it permanent.‘

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„Time is an ocean – but it ends at the shore“

Ron und die Jungfrau

Ron und die Jungfrau


‚Auf Kampnagel‘, so sagt man das in Hamburch, hat Ron Sexsmith aufgespielt.

28 Lieder, zu dritt auf der kleinen Bühne für 300 Zuhörer.

Großes Kino.

In jeder Hinsicht!

200 waren da und es waren wieder nur maximal 20% Zuhörerinnen dabei.

Bei Ron Sexsmith!

Zauberhafte Melodien!
Verträumter Blick!
Amüsante Geschichten!
Ist das nur für …. Männer?

Hätte ich „217“ geschrieben, hättet Ihr das geglaubt, oder? Hat man nur Schätzwerte und keine Ahnung, sind exakte Zahlen das, was Zweiflerinnen und Zweifler meist überzeugt.

Merken. 🙂

Für die Steuererklärung.

Ron ist seit über 30 Jahren „im Geschäft“ und hat eine ganze Reihe wunderbarer Platten aufgenommen.

Ich glaube, dass es 20 Jahre her ist, dass er mit Coco Rosie und Anthony „auf einem Dreierticket“ an der Feldstraße -unweit der Reeperbahn- spielte.

„3 for 1“, oder so.

Wenn man weiß, dass es „nur 65km“ sind, fährt man erst um 20:00 los, wenn man im Mobilgerät 21:00 für Showtime notiert hat.

Der Tag zog sich.

Genau wie dieser Text.

Jedenfalls suchte ich einen Parkplatz, fand keinen, den das runde Gerät mochte, und parkte 20 fußläufige Minuten entfernt dort, wo auch vor 45 Jahren Plätze frei waren.

21:05 Uhr: „Kampnagel“.

Auf dem Ticket stand 21:30.

Wie bei Arztterminen hatte ich mich mal wieder selbst überlistet.

Pünktlich „auf Kampnagel“.


„Kampnagel kmh„, genaugenommen.

Da lächelte mir doch gleich eine junge Frau entgegen, neben ihr ein großgewachsener junger Mann.

Mit Bart.

Und 107cm Abstand.

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Einschub:
Mich lächeln selten junge Frauen an. Kürzlich aber wieder eine vor Hunkemöller um 10 am Morgen. Die habe ich sofort gefragt, warum die so nett ist.

„Weil Du mir Mathe erklärt hast!“

Ich war noch nie bei Hunkemöller. Jetzt auch künftig nicht.

Die arbeitet da. Jetzt.
–

Falls die beiden Kampnagels -sie oder er- das hier lesen, sagen wir „fast 31“.

„Was heißt denn ‚kmh‚? Und wo ist das?“ fragte ich sie, die Lächelnde.

Nun grinste sie breit.


„Kilometer pro Stunde!“

Ob für mich oder ihn, unklar.



Frech.


Eine „Jungfrau“ wie sie später auch fallen ließ.

Ob für ihn oder für mich, unklar.



„Straßenkinder sind so!“, sagte sie auf meinen tadelnden Blick hin.

Ob für ihn oder für mich, unklar.



Sie? ‚Straßenkind‘?

Sorry, never ever!

Man hat ja Erfahrungswerte.


Klar war, dass die beiden sich das erste Mal verabredet hatten, der räumliche Abstand machte das deutlich sichtbar.

Aber Ron, der Mann aus Canada, der hat es geschafft:

Die beiden rückten näher, nach 70 Show-Minuten.

Ich stand erhöht und -sorry, Ron- Du machst wunderbare Musik, aber wenn sich dabei eine „Geschichte“ anbahnt, dann bist Du, Ron, der beste Soundtrack dazu.

Rons Plattencover und Jugendbilder der letzten 62 Jahre wurden -dies der einzige Showeffekt- auf eine ‚Trommel‘ projiziert.

Ja, eine „Bassdrum“, man hört ja Männer beim Lesen aufstöhnen.

Das würde ich nicht machen, das mit den Fotos, mir sind Bilder aus vergangenen Tagen ein Gräuel, also meine eigenen.

Bei einem der letzten Konzerte hatte ich eine der seltenen Frauen gefragt, warum sie „dabei“ ist und sie sagte „ich musste“.

Erstaunlich.


Das „Paar“ sah sich nach der Show an – als ich deshalb fragte, wer die „Idee“ hatte.

Kurzes Schweigen, dann er:

„Ich war’s, oder? Und sie wollte mit, damit hatte ich gar nicht gerechnet!“

Er erklärte mir, was ich längst gesehen hatte.

Manchmal ist „Alter“ echt praktisch.


„Schönen Abend noch!“ wünschten wir auf dem Weg aus der „kmh„.

Den hatten die bestimmt.

„Kampnagel Maschinenhaus“ habe ich ihnen nachgerufen, aber die waren mit ihren Gefühlen schon Kilometer weit entfernt.

Schön, dass der Ron das angeleiert hat.

–

Das tolle Foto vom Ron auf der Bühne -in Rot getaucht- ist von „The Other Ron“ aus Berlin. Aus dem Frannz-Club.

Inja hat für „sounds and books“ welche aus dem Maschinenhaus gemacht, die findet Ihr hier mit einem Review, der ebenso gelungen ist wie die Fotos.

https://www.soundsandbooks.com/ron-sexsmith-live-in-hamburg-2026/

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„Time is an ocean – but it ends at the shore“

„Sie“ oder „Du“ – In der Zwischenwelt

„Sie“ oder „Du“ – In der Zwischenwelt


Helmut Schmidt und Peer Steinbrück sind beide Hamburger aus verschiedenen Generationen.

Peer ist der, der wegen seines Mittelfingers auf einem Foto für ein Interview nicht Kanzler wurde. Also, wenn man mutig einen verbalen Steilpass spielen möchte.

Und Helmut ist der beste Bundeskanzler, den Deutschland je hatte.

Jedenfalls für alle, die die Zeit bis 1982 nicht miterlebt haben.

So toll, wie man es nach seiner aktiven Zeit empfand, war es nun auch nicht.

Auch das ein ‚Steilpass‘.

Man nennt es „Realismus“.

Im ‚Danach‘ ist vieles einfacher als im Tagesgeschäft. Vor allem kann man alles sagen und empfehlen, wenn und weil man es selbst nicht umsetzen muss.

Trotzdem schätze ich ihn immer noch, den „elder statesman„.


Die beiden -Helmut und Peer- haben oft Schach zusammen gespielt.

In Langenhorn.

Das ist im Norden Hamburgs, wo Schmidt die Wände mit Büchern tapezierte. So muss man nicht streichen, selbst, wenn man ‚Reyno‘ raucht.

Wer da öfter gewann -beim Schach- , das weiß ich nicht.

„Peer, wollen Sie noch eine Tasse Kaffee?“

„Helmut, eine Revanche bieten Sie mir doch am nächsten Sonntag an, oder? Gegen 11?“

Das ist das „Hamburger Sie„.

Trotz Jahrzehnten, sie blieben dabei.

Hamburg ist eine „Zwischenwelt“.


–

„Frau Mehlfeld, kommst Du kurz an Kasse 2?“

„Hauschild, Du fegst aber noch die Ecken, ja?“

Das ist das „Münchner Du„.

Man nennt es auch „Kassiererinnen Du„, aber das darf man heute nur unter Strafandrohung so ausdrücken.

Ich erwähne es lediglich, um den historischen Kontext zu bewahren.

München ist auch eine „Zwischenwelt“.

–

Ich war exakt 100mal in physiotherapeutischer Behandlung.

Also 100mal für 20 Minuten.

Das sind 2000 Minuten, die ich mit geschlossenen Augen, aber wortreich verbracht habe.

Das entspricht 33 Stunden und 20 Minuten.

Grob fast eineinhalb volle Tage.

Es muss schwer sein, jeden Tag 25 verschiedenen Menschen zuzuhören während man sie behandelt.

Eigentlich darf man -zum Selbstschutz- nicht immer zuhören.

Aber meine wusste jedes Mal, worüber wir beim letzten Mal sprachen. Sie hört ja 5mal 25 Menschen in einer Woche zu, das sind 125 „Erzählungen“. Viel Stoff.

Hoffentlich gibt es auch „SchweigerInnen“.

Als Zwischenruf:
In der Bücherei rufen sie „Konfetti!“, wenn ich auf 100 Bücher und CDs komme. „Medien“ sagen die. Ist modern. Frau Kunz auch. Sehr.

–

Bei der ‚Physio‘ herrscht „Schweigepflicht“.

Das ist eine großartige Sache, diese Schweigepflicht, weil man da dann wirklich alles -ok, fast alles- erzählen kann, was niemand -außer dem Hund, klar- sonst weiß.

Das ist psychohygienisch nämlich ebenso hilfreich wie physiotherapeutisch.

Das darf man nicht unterschätzen.

Aber man muss es selbst auch entsprechend nutzen können.

Ich kann das. 🙂

Sogar die empfohlenen „Übungen“ mache ich.

Das machen -auch lt. anderen Physiotherapeutinnen in meiner „hood“- nämlich nicht besonders viele Patienten.

Meine „Übungen“ führe ich am Mobiltelefon aus, das geht in meinem Fall.

Eine Beschreibung möchte ich nicht geben.

Schweigepflicht.

Aber ich mache „es“ täglich 15 Minuten bei „Threads“.

Das ist so eine Seite, wo ganz viel Unsinn geschrieben wird. Und dann tippe ich da zum Spaß, weil 15 Minuten mit einem Korken zwischen den Zähnen wirklich langweilig ohne „Threads“ wären.

Wenn ich das nicht mehr machen muss, muss ich mich dann bei „Threads“ abmelden, weil ich gesund bin?

Da treiben sich viele herum, die es nicht sind.

Vor allem Männer, die sich von Dating-Plattformen verlaufen haben.

Mühsam, aber es schärft das verbale Florett.

Noch schlimmer sind die Extremen in Blau und die von Putins Sahra.

Die nennt man „Honks“.

„HONK“, das könnte vom englischen „honky“ stammen, aber ich bevorzuge „Hirn ohne nennenswerte Kapazität“.

Ermüdend.



Ach so, richtig -back to the roots-, das mit dem „Hamburger Sie“ und dem „Münchner Du“ habe ich beim hundertsten Termin elegant ‚en passant‘ thematisiert.

Ich bin auch Schachspieler.

Mit Worten.

Ich wollte als der Ältere -zwischen den Zeilen- ein Angebot machen.

Das Ergebnis unterliegt -der aufmerksame Leser ahnt es schon- leider der „Schweigepflicht“.

„Münchner Du„, grausam.

„Hamburger Sie„? Guter Deal.

–

Warum heißt es „Hamburger Sie„?

Weil die es erfunden haben.


Warum heißt es „Münchner Du„?

Keine Ahnung, ich bin nicht von dort.


Tut mir leid, Frau München, Du.

„Duvenstedter Du„?

Wäre passender.

–

Ergänzend, nur meine Sichtweise:

Es gibt das „Hamburger Sie“ auch zu anderen Zwecken, die ich vereinfachend „körperliches Sie“ nenne.

Frisörinnen haben selten einen Nachnamen, auch bei den Trinkgeldkassen nicht.

„Janina, schneiden Sie bitte hinten und an den Seiten kurz und oben bitte etwas länger lassen, ach, machen Sie mal, wie Sie meinen!“

Frauen duzen Ihre Frisörin vermutlich eher als Männer das tun.

Und das hat Gründe.

Es ist ja eine Tätigkeit, die nah am Körper durchgeführt wird.

Meinen Zahnarzt duze ich auch nicht, das hält die Distanz besser.


„Schwester Cynthia, bringen Sie mir bitte noch eine Flasche Pellegrino?“

Das ist im Krankenhaus nicht anders.

Ja, die haben kein „Pellegrino“, nur „Bismarck“.

Schwester Cynthia hat keinen Nachnamen.

Sagt man noch ‚Schwester“ oder oute ich mich gerade als ewig Gestriger?

Aber die Ansprache ähnelt lediglich dem „Hamburger Sie„, sie ist nicht dieselbe, auch wenn sie so klingt.

Wieder zu lang.


–
„peace, tranquility and good will“

Heute beim Tanken um 12 Uhr

Heute beim Tanken um 12 Uhr


Ja, ich hatte der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, versprochen, das Automobil zu betanken, heute am Vormittag.

Leider fing ich dann an, in einem sehr guten Buch zu lesen und habe „die Zeit verloren“.

Wie Edward Norton in „Zwielicht“.

Nur noch 10 Minuten waren es plötzlich und um Punkt 12 Uhr schlagen die Mineralölgesellschaften zu wie Muhammad Ali in seinen besten Zeiten.

Also los!


Einschub-Anfang

Früher -ich stand in regelmäßigem Austausch mit der Mineralölbranche- ging ein Gerücht im Norden der Großstadt um.

Dort waren die Verwaltungen mehrerer Öl-Konzerne ansässig und sie schauten sich -auf weite Entfernung- gegenseitig in die Bürofenster.

Mit einem Fernglas sah man mehr, klar.

Jedenfalls besagte das Gerücht damals -in den 80ern und 90ern-, dass die Anzahl der Blumentöpfe im Bürofenster eines Konzerns für die geplante Preiserhöhung in Pfennigen für den nächsten Verkaufstag stand.

Also vier Töpfe bei ARAL hieß für Shell und Esso sowie die anderen Bagaluten:

„Die erhöhen um 4 Pfennig, dann machen wir das auch.“

Die stellten dann auch 4 Töpfe ins Fenster und winkten.

Sagte das Gerücht.

Ich bin kein Freund von Gerüchten gleich welcher Art und bezweifle stets deren Wahrheitsgehalt.

Aber doch nicht hier!

Einschub-Ende


Und als ich heute um 11:59 auf die Tankstelle fuhr, stand in der großen Anzeige für Diesel schon 239,9.

Die Kirchenglocke hatte aber noch nicht 12 geschlagen -dafür möchte ich Gott danken-, denn als ich schnell seinen Zapfhahn zog und abdrückte, da stand als Dieselpreis noch 211,9 an der Zapfsäule.

28 Cent weniger.

Ich ließ es laufen.

Und ich habe vollgetankt.

Für ihn, weil er das so geschehen ließ.

Ob Gott auch kurz vor 12 tankt?

„Man weiß es ja nicht“, sagte das kleine Kind früher.

Eine Minute später hätte ich 17€ mehr für „voll“ bezahlt, also wie für vier riesige Caffe Latte zu zahlen sind.

Oder für eine sehr gut belegte Pizza mit Parmaschinken und cremigem Burrata auf hauchdünnen, knusprigen Teig unter Tomatensauce.

17€ mehr.

Gott auch!



Die Gesellschaften sitzen nicht mehr dort oben nördlich des Stadtparks, in der hässlichen Gegend mit dem Beton der 70er Jahre.

Aber wenn sie dort noch säßen:

Wie lang müsste eine Fensterbank sein, um 28 Blumentöpfe zu platzieren?

Lang!

Zu lang.

Eine einfache Lösung böte das Binärsystem.

Die 11100 steht dort für die „28“ im Dezimalsystem:

16+8+4+0+0 = 28

Dann bräuchte man nur fünf Töpfe.

Drei mit Blumen und zwei leere.

Praktisch.

Und mit nur 7 Töpfen könnten die dann auch schon um mehr als 99 Cent erhöhen.

Voll einfach.

Aber noch „Zukunftsmusik“.

Noch.

Ob die mir einen Beratervertrag anbieten?

–
„peace, tranquility and good will

Zwei kleine Tassen – Sommer 2016



Zwei kleine Tassen – Sommer 2016

Aus dem Leben gegriffen, eine Kleinigkeit.

Da wollte ich meine Tochter (10yrs) vom Gymnasium abholen, aber sie sagte, lang ist es her:

„Nein, Papa, wir treffen uns bei Bäckerei Junge.“

Das war 200m entfernt, in der Einkaufsstraße.

Klar, „Abholen am Tor“, das war … Grundschule.


Beim Bäcker am Tresen:

„Wieviele Teile darf ich mir aussuchen?“


„Mach mal. Zwei oder drei, ich esse den Rest.“

Sie bestellte ein Schokocroissant, ein Schoko-Franzbrötchen und einen Hanseaten.

Mister Junge:

„Auf wieviele Teller darf ich das verteilen?“

Sie:

„Das Franzbrötchen auf den einen und den Rest auf den anderen Teller, bitte.“

Mister Junge:

„Darf es noch etwas zu trinken dazu sein?“

Ich:

„Danke, vielleicht danach.“


Wir drehten eben ab mit den Tellern in den Händen, da drehte sich das Kind nochmal um:

„Ach, wir hätten gern noch zwei kleine Tassen. Ich habe meinen eigenen Tee dabei.“


…. und problemlos wurden uns zwei leere Tassen über den Tresen ereicht.

Sie lächelte, als sie die Tassen und Teller auf dem Ecktisch verteilte und ihren honiggesüßten Hustentee in die kleinen Junge-Tassen goss.

„Ich trinke nicht so gern aus dem Becher von der Thermoskanne.“

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„peace, tranquility and good will“

Quickie – Der Espresso

Quickie – Der Espresso

Ja, am Morgen, vor dem Frühstück in Jogginghose, da muss es ein Espresso sein. Der Hund liegt -noch müde- draußen daneben auf seiner Bank und schläft.

Nachdem ich ihn etwas weggedrückt habe, reicht der Platz sogar für uns beide.

Der stählt für die Widrigkeiten des Tages. Also der Espresso. Ja, der Hund auch.

Rote Ampeln zum Beispiel, eine typische „Widrigkeit“.

Ich trinke einen ‚doppio‘ mit „zucchero doppio doppio“.

Aber aus einer Tasse, es bleibt also einer.

Wenn ich dann -das Geschäft des Tages- Instagram, Facebook oder Threads öffne, schlagen mir die roten Ampeln in Worten entgegen.

„Welches ist das schlechteste Live-Konzert, das Du je gesehen hast?“

„Sei ehrlich, was war Dein unzuverlässigtes Auto?“

„Die übelste Platte aller Zeiten, sei ehrlich!“

„Die Rechnung im Restaurant beträgt 79,20€. Wieviel Trinkgeld gibst Du?“

„Der schlechteste Kanzler aller Zeiten ist? Sei ehrlich!“

Es ist zum Haareraufen, wenn man diesen Quatsch mitmachen würde, aber auf so etwas gibt es durchaus mehrere Hundert Kommentare.

Natürlich beharken die sich dann auch noch gegenseitig. Irre.

Wie eine Schlägerei am Morgen mit Wortkeulen.

Zu Themen zum Gähnen.

„Sei ehrlich“, da rollen sich meine Fußnägel schon hoch. Es ist doch klar, dass gelogen wird.

Wäre man immer ehrlich, das Leben könnte kürzer sein. Vor allem, wenn man ehrlich zu einem 130kg Hünen mit einem Baseballschläger in der Nordkurve von Schalke 04 ist.

Also richtig ehrlich.

Niemand fragt nach der besten Platte aus den 70ern.

Oder der aller Zeiten.

„Blood On The Tracks“

Klar soweit?

Das Negative bekommt mehr Reaktionen und Klicks. Und es verschlechtert die „Stimmung“.

Und politisch läuft das auch so, rumjammern, negativ posten und Klicks sammeln.

Das machen die auf der linken Seite mit lächerlichen Aktionen im Bundestag auch, nur damit sie mit einem albernen Video ein Posting absetzen können.

Armselig.

Auf der anderen Seite -sorry- haben wir in Blau ja eine Sicht auf Menschen, denen man jeden Mist zutraut, aber keinen Schulabschluss.

Trump, auch ein blauer Vogel, hat die Preise für Medikamente um „200 bis 300%“ gesenkt, wie er prahlte.

Der würde nicht einmal Mathenatik der 7ten Klasse überleben, der „Prahlhans“, wie man früher sagte.

Aber mancher ist so blöd, dass er gar nicht merkt, wie peinlich das eigentlich ist.

Und trotzdem glauben das „Menschen“?

So, jetzt war das leider der „Depresso“ am Morgen, aber Ihr könnt ja noch einen Espresso hinterherschieben.

Es gibt auch ansonsten ganz normale, nette Menschen, denen rote Ampeln im Leben immer auffallen, aber kaum die Grünen.

Jede Kleinigkeit wird thematisiert, das muss wirklich schwer zu leben sein, so ein Leben im Rotlicht.

So und jetzt habt Ihr einen Text gelesen, der das Negative beklagt, aber auch nichts Positives beigetragen hat.

Das meine ich. 🙂

Guten Morgen allerseits.

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„peace, tranquility and good will“

Über TV

Über TV

Ich habe -wohl zu Beginn der 80er- regelmäßig „Dallas“ gesehen. Das war eine US-Serie, deren Folgen immer einen Cliff-Hanger hatten.

Wir sahen das zu zweit. Er trank immer einen Schluck, wenn in der Folge Alkohol getrunken wurde. Selten erlebte er das Folgenende wach. Eine echte Trinker-Serie.

Und ich war nicht „er“.

Das gesamte Konzept von „Dallas“ beruhte -in meiner Erinnerung- darauf, dass handelnde Personen mehr übereinander als miteinander sprachen.

Also kurz, fast wie „heute im normalen Leben“ könnte man ketzerisch sagen.

Wegen „Dallas“ weigere ich mich bis heute „Serien“ anzusehen. Ich will, dass etwas in 90min erledigt wird, nicht in 20 Folgen.

Leider sind Netflix, Magenta und Amazon voll von Serien, ständig bekomme ich Empfehlungen, aber sobald herauskommt, dass das eine „Serie“ ist, bin ich raus.

Das ist ja nicht so, dass man pro Woche am Dienstag eine Folge schaut, viele sehen sich vier oder fünf hintereinander an.

Das dauert ja recht lange. Zu lange.

Das ermüdet Augen.

Vor „Dallas“ kann ich mich an die „Augsburger Puppenkiste“ erinnern.

„Der Löwe ist los“, „Kleiner König Kalle Wirsch“, der mit der „Wiwogitrumu“-Festung, wenn ich das korrekt behalten habe.

Wirsche-Wolde-Gilche-Trumpe-Murke, oder?

Zoppo Trump war der Böse.

Fast wie heute.

Es muss immer mindestens einen Bösen geben.

Auch das: Wie im wahren Leben.

Das von der Puppenkiste war immer an vier Sonntagen, vor Weihnachten oder vor Ostern, insgesamt 120min.

Schaffbar.

Natürlich musste man „Fußball“ am Vormittag dann absagen. Ohne Begründung. „Kalle Wirsch“ wäre echt nicht gut angekommen.

Viele sehen ja kein lineares Fernsehen mehr.

Ich sehe mittlerweile zeitversetzt.

Ich nehme das immer auf, viele Spielfilme, aber ausschließlich von Sendern ohne Werbung, die sind in der Senderliste ab Platz 30.

Und dann lösche ich 75% der Aufnahmen wieder. Ungesehen.

Also spare ich Zeit, verpasse nichts und könnte jetzt am Sonntagvormittag Fußball spielen.

Ich habe zwei Bälle. Unbenutzt.

Ich fürchte, nur im Traum bin ich fast so gut wie Toni Kroos.

„Ich steck‘ Dich in die 7te Opa, wenn Du nicht mehr läufst“ hat mir mein Trainer einmal gedroht. Kürzlich.

Das war, als ich noch knackig war und schnell laufen konnte, wenn es nötig war.

„Warum stellen Sie mich dann trotzdem auf und lassen mich nicht in Ruhe in der Sonne zuschauen?“

„Naja, Du schaust ja auch auf dem Spielfeld zu. Aber Deine Pässe sind tödlich. Aber auch selten.“

Was das mit TV und Serien zu tun hat, weiß ich nicht.

Vielleicht nur, dass „weniger“ manchmal „mehr“ ist.

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„peace, tranquility and good will“