Quickie – Kindersätze mit kritischen Abwägungen

Quickie – Kindersätze mit kritischen Abwägungen

Vor mehr als 10 Jahren:

Die Kritik des kleinen Kindes war wieder ‚auf die 12‘, nach ‚Winnetou‘ am Kalkberg in der letzten Reihe unter einem Dach für die Beleuchtung:

„Bei Erol Sander ‚fühlte‘ man, dass er Winnetou ist. Bei dem Neuen ’sieht‘ man es nur.

-kurze nachdenkliche Pause-

Es ist auch wichtig, dass Winnetou beim ersten Versuch auf’s Pferd kommt.“

Vor mehr als 20 Jahren:

Das spätere ‚große Kind‘ saß hinten rechts auf einem Kindersitz im roten Passat von 1989.

Mit Heckspoiler.

Es ging noch nicht zur Schule.

Der Vater sitzt am Steuer.

Wir warten. Es ist kalt.

Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, und die beste Mutter von allen, die es je hatte, wollte noch ‚kurz‘ den Strauß binden.

‚Kurz‘.

Aber es dauert. Und nochmal.

Dann schwebt sie vor der Motorhaube vorbei, den Strauß in der Linken, im dunkelgrünen Ledermantel mit hellem Pelzkragen aus den frühen 70ern.

Von ihrer Mutter lange verwahrt.

Das blonde Haar weht nach hinten, das ist der Herbstwind.

Bevor sie die Beifahrertür öffnet von hinten das später ‚große Kind‘:

„Schön ist sie schon – aber schnell ist sie nicht.“

–

„Time is an ocean but it ends at the shore“

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