











Nur für Männer: Das Alter
Nochmal, meine Beste, es steht in der Überschrift! Deutlich.
„Das ist nicht Dein Zimmer!“
Das ist mal „unter uns“ hier, unter uns Männern.
Wir gehen nicht in Eure Frauenkneipen, wir parken nicht auf Euren Frauenparkplätzen und meistens benutzen wir Eure Toiletten auch nicht, viel zu lange Schlangen da.
So viel Zeit haben wir nicht. Nicht mehr. Ihr habt ja mehr Zeit. Also beim erreichbaren Durchschnittsalter.
Also: Bitte.
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Eigentlich merkt man „Alter“ als Mann an sieben recht offensichtlichen Tatsachen:
Erstes benutzt man Cremes für die Hände und das Gesicht, sogar für den Körper nach dem Duschen.
Jetzt verwende ich dieses Zeug fast überall. Die Haut ist zu trocken, speziell im Winter, die Fingerkuppen reißen ein, sehr schmerzhaft, wenn man Hände noch benutzt.
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Zweitens wird es einem gleichgültig, wie die Frisur aussieht.
Ist es kalt, ziehe ich die Kapuze eines sogenannten „Hoodies“ über, das hätte ich vor 50 Jahren niemals getan, auch nicht vor 25. Man kann danach alles mit den Fingern wieder halbwegs richten. So oft wird man nämlich auch gar nicht genau angesehen. Das dachte man früher nur.
„Hoodies“ habe ich bis 2023 nicht getragen, das ist ja kein Pullover. Aber Pullover haben weder Taschen noch Kapuzen, kurz, das Praktische besiegt vermehrt Äußerlichkeiten. An „Sneaker“ mit weißen Sohlen traue ich mich trotzdem nicht ran. Die kann man so schwer sauber halten.
Immerhin habe ich noch Haare, das ist ja auch etwas Positives.
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Drittens schäme ich nicht mehr für eine Decke im Sitzen über meinen Oberschenkeln bei Temperaturen um Null Grad Celsius.
Junge Menschen verwenden keine Decken, sogar wenn sie frieren nicht, ich weiß das von früher. Ich war auch mal jung.
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Viertes muss alles nicht mehr „schnell, schnell“ gehen. Weder auf der Autobahn noch im Supermarkt, man holt da zeitlich weniger „raus“ als man nervlich investiert.
Das denke ich zumindest.
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Fünftens fängt man an, auf seinen Körper etwas mehr zu achten, also jetzt nicht so richtig, aber etwas. Ich habe mich in einem Sportstudio angemeldet und das bringt eine ganze Menge, ich war zwar schon länger nicht dort, aber ich könnte jederzeit hin, wenn ich wollte.
Manchmal drehe ich auch auf dem Parkplatz wieder um.
10kg abgenommen habe ich schon. Ich war aber bislang nur achtmal in diesem „Club“.
Allein ist das recht öde. Die haben keine Bälle.
Und eben nicht frühstücken und ab 19 Uhr nicht mehr essen. Mehr habe ich nicht gemacht. Außer viel weniger Brot, fast gar keines.
Es gibt ja auch Brötchen.
Das alles lässt mich etwas sportlicher „fühlen“, diese minimale Reduktion und diese Mitgliedskarte. Leider halte ich die manchmal beim Bäcker zum Bezahlen hin. Die ist auch grau. In der Bücherei wiederum nehme ich die Bankkarte statt des Leseausweises. Früher hatte ich so etwas nicht. Karten schon, aber nicht diesen Mangel an Hirnleistung, diesen Konzentrationsmangel.
Leider kann ich mir ja immer noch vorstellen, in einer Jugendmannschaft im Mittelfeld die Bälle zu verteilen. Auch wenn ich seit 15 Jahren keinen Ball mehr nach links oder rechts gespielt habe. Ich habe das Gefühl, dass ich „am Ball“ nichts verlernt habe, so wie Xabi Alonso. Aber bei ihm stimmt es.
Das ist bei mir also Quatsch, aber eine gefühlte Wahrheit ist besser als eine realistische, besonders, wenn man die 70 am Horizont fies grinsen sieht.
Die Jungen machen ja heute sehr viel Sport, ich finde das sehr, sehr gut. Es kostet aber auch sehr, sehr viel Zeit. Mannschaftssport, ja, super.
Da stimmt auch die Stimmung!
Beim Laufen und „im Studio“ sehe ich aber wenige mit einem Lächeln auf den Lippen, oft nicht mal, wenn die zu zweit da sind.
Dafür wären Bälle gut. Egal wie groß.
Wenn man viermal in der Woche 90 Minuten Sport treibt und die Wege und Rüstzeiten mitzählt, kommt man auf 10 Wochenstunden Sport, das ist kein Extremfall und gar nicht selten.
Das muss ja von der männlichen Freizeit gestohlen werden!
Oder „ausgeliehen“?
In diesen 10 Stunden kann man keine Musik hören, nicht lesen und nicht am Handy spielen, essen geht ebenso wenig, vielleicht nimmt man dadurch schon ab, weil 10 Stunden wöchentlich für Häppchen und Süßes wegfallen.
Ob es „der Sport war“, das ist nicht beweisbar.
Ich kann nie zwei Dinge gleichzeitig tun, nicht einmal mit Musik einparken. Zum Schluss stelle ich mir vor, dass sich das Leben mindestens um die vorher sportlich genutzte Zeit verlängern müsste, damit sich die Plackerei auch rein zeitlich „lohnt“.
Ein dummer Gedanke, zugegeben.
Kurz: Ich weiß nicht, ob man die in Körperertüchtigung investierte Zeit am Ende an Lebenszeit wieder „herausholt“ oder ob mancher glaubt, dass er so dem Alter eins auswischen kann und damit in seiner Zukunft gar nicht behelligt wird.
Oder eher „bedunkelt“ wird.
Egal.
Um es mit Kai Wiesinger zu sagen:
„Six-Pack? Steht mir nicht.“
Cristiano Ronaldo hat einen Körperfettanteil von 7% und besteht zu 50% aus Muskelmasse. Schon ein durchschnittlicher Bundesligaprofi kommt auf 10% Fettanteil.
Es macht Arbeit, mit Mitte 60 in diese Bereiche vorzustoßen. Richtig, richtig viel Arbeit. Zu viel Arbeit. Zwei Frauen in beeindruckendem optischen Zustand ermunterten mich aber, in dieser Richtung weiterzuarbeiten.
Die Frage ist aber leider „Wozu?“
Bei denen „lohnt sich das“ ziemlich offensichtlich. Aber bei mir? Die haben davon nichts und ich will auch nicht mehr Fotos von mir als ich schon nicht habe.
CR7 macht meines Wissens auch nichts anderes. Da kann man auf anderen Gebieten recht schnell unterhalb des Durchschnitts liegen.
Alles geht nämlich nicht und „Fünftens“ war jetzt echt zu lang.
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Sechstens ist es mir mittlerweile relativ gleichgültig, was Menschen oder sogar Frauen über mich denken. Die denken ja sowieso, was sie wollen, also kann ich denen doch weitere „Möglichkeitsräume“ öffnen, wenn sie darin gern wohnen.
Frauen mögen große, ebenerdige Wohnungen, gern auch mit begehbarem Kleiderschrank. Ja, das ist ein Vorurteil, aber mein Raum im Schrank ist recht …. nun ja, …. „begrenzt“:
Ich lebe in einer Art Belagerungszustand durch Blusen, Kleider, High-Waist und Kostüme. Meine Sportbekleidung lebt schon länger in einem Kofferraum einer alten Passat-Limousine.
Ich brauche die ja auch nicht oft. Die Limousine schon. Die hat noch eine richtige Gangschaltung.
Ach, waren wir schon bei „Sechstens“?
Ich kann mich nicht mehr so gut konzentrieren wie bei den WM-Titeln 1974 und 1990.
Mit 20 kann man sich als Mann mit Frauen zwischen 18 und 25 Jahren gut unterhalten beziehungsweise austauschen. Ältere nervten damals ja gern mal, besonders in der Verwandtschaft oder auch schon vorher in der Schule.
45 Jahre später geht das mit dem Austausch mit Menschen zwischen 18 und knapp 90, also erweitert sich der menschlich männliche Horizont deutlich.
Der Anteil der „Nervigen“ wird aber nicht kleiner.
Manchmal gehöre ich ja selbst auch schon dazu. „Schon länger“, meint die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte.
Wie Männer denken, weiß ich selbst, denke ich zumindest. Da gibt es viel weniger Geheimnisse als Frauen glauben. Ich kenne kaum „nervige“ Frauen, aber bei Männern fallen mir sofort einige Kandidaten ein. Das war aber früher auch nicht anders.
Und Du bist es ja nicht, Mann!
Die habe ich doch schon alle blockiert.
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Siebtens und das ist eigentlich das einzige, was mich wirklich richtig stört:
Man denkt häufiger darüber nach, wo das nächste Badezimmer ist.
Ansonsten ist „Alter“ relativ harmlos.
Also, wenn die Gesundheit halbwegs mitmacht.
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Das Schlimmste am alten Mann für andere?
Mit zunehmendem Alter habe ich immer weniger „Lust“ und „Geduld“, mich mit Kleinkram zu beschäftigen oder darüber zu diskutieren.
Oder auf Fragen zu antworten, die ich gar nicht beantworten kann. Fragen, die sind ein Problem für viele Männer.
Und sie sind zeitintensiv. Die wird aber knapper, die Zeit. Wie bei einer großen Sanduhr! Und wenn Du dem Sand beim Rieseln zusieht, ist das an sich recht entspannend. Musst Du aber beim Zusehen Fragen beantworten, rieselt der Sand ja weiter.
Und das ist das, was noch mehr nervt als die Fragen.
Dieses angedeutete „Problem“ ist meiner Meinung nach eher „problema“ wie im Italienischen.
Martin, warum musst Du die junge Frau ansprechen und nach etwas fragen? Du hast doch Google Maps!
(Sie sah aus als wisse sie alles! Und sie wusste es!)
Was wollen wir essen?
(Egal, einfach etwas wünschen, mache ich! Aber möglichst mit Fleisch! Muss ja nicht viel sein!)
Warum schaltest Du mit einer Automatik auf einer Landstraße hin und her?
(Mein Gott, wegen der Kurven!)
Wofür brauchst Du jetzt noch ein Paar alte Lautsprecher?
(Für die Musik! Die klingen alle verschieden, nicht wie diese „Warum“-Fragen!)
Warum hast Du drei Plattenspieler?
(Reibrad-, Riemen- und Direktantrieb!)
Wann räumst Du die Zeitschriften weg?
(Bitte, ich mache das doch, aber bitte nicht jeden Monat erinnern!)
Willst Du parken oder warum fährst Du so langsam?
(Ich hatte einen Traum!)
Warum liegen da so viele Bücher auf der Treppe im Stapel?
(Das ist meine Liegenschaft!)
Warum fährst Du immer mit dieser uralten Karre? Die kann doch weg!
(CD-Player! Gangschaltung!)
Warum putzt Du ständig im Bad?
(Weil ich dann nie „lange“ putzen muss! Ich putze aus purer Faulheit!)
Weshalb war die Spülmaschine nicht ganz voll als Du die gestartet hast?
(Sie wollte eben so schnell loslegen! Wie ein Rennpferd!)
Warum parkst Du immer so weit weg?
(Wer fährt, parkt wo er will!)
-Einschub-
Ginge es nach mir, so könnte auf den 10 Parkplätzen direkt vor jedem Supermarkt ein Wellness-Bereich für gestresste Kunden entstehen, mit Parkanlage und Bänken.
Ich parke da niemals.
Da haut man mit der Tür an den Wagen nebenan oder der bei mir. Ständig laufen Menschen vorbei und man muss aufpassen, dass der Einkaufswagen nicht gegen einen AMG-Mercedes rollt.
Da parkt aber die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte. Dicht am Eingang. Wäre diese Schiebetür breiter, sie würde bis zum Gemüseregal reinfahren. Dann ist die Linkskurve relativ knapp und eng.
Ich nehme einen Fußweg von 15 Sekunden in Kauf.
„Ja, zurück sind es auch 15 Sekunden“.
(Falls das trotz Warnung eine Frau liest und gedanklich korrigiert.)
-Einschub Ende-
Warum benutzt Du beim Aufhängen keine Wäscheklammern für die T-Shirts?
(Drei Teile statt einem Teil, nein!)
Warum fährst Du jetzt links?
(Weil ich auch mal etwas Anderes sehen will!)
Geht es nicht kürzer?
(Vielleicht, ich mache das aber nach meinem „Ampel“-Gefühl! Das ging auch kürzer!)
Warum hast Du dem Hund schon Futter gegeben?
(Weil der Hase in der Natur auch nicht pünktlich um Zwei kommt!)
Warum hast Du schon wieder 5CDs für insgesamt 3€ eingekauft?
(Weil ich drei davon noch nicht hatte!)
Warum kaufst Du lieber 6 Jeans für je 5€ auf dem Flohmarkt statt einer richtig guten für 80€?
(50€ Differenz! Logisch! Und ein 6:1 im ersten Satz! Ich weiß gar nicht, was eine neue Jeans kosten würde, sorry!)
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Ich habe mit anderen Männern gesprochen. Ich spreche nicht oft mit Männern, normalerweise. Die meisten wissen mehr als ich, das kann ich nicht so gut ertragen.
Alle wussten nach einem einzigen Beispiel, was ich meine.
Alle.
Auch der aus der 40-jährigen Männerbeziehung.
Jeder kennt „es“.
Ist „normal“.
Aber eben auch nicht „super“.
Wenn beide diese „Warum?“-Typen sind, wird es schnell „kriegerisch“.
Es kann auch mit einem Mord enden wie im TV. Andererseits kann man auch Schuhe putzen. Ich putze Schuhe.
Wenn nur einer der „Warum?“-Typ ist, kann es auch böse enden..
Es dauert nur länger bis die Kommissarin kommt. 🙂
Warum leben Männer durchschnittlich viele Jahre weniger lang als Frauen? Bekommt man für solche Fragen Zeit „gutgeschrieben“?
Ist das so?
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Motto des Tages:
„Ich diskutiere nicht. Ich denke vorher nach.“
- Karl Lagerfeld
„Danke, Karl.“
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„peace, tranquility and good will“




































