Die Beste aller Zeiten, …. nur für Männer

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*Die Beste aller Zeiten, …. nur für Männer*

Als Kind, da stellt man manchmal die beste Fußballmannschaft aller Zeiten auf, ich jedenfalls habe das des Öfteren getan. Auch mein Großer machte das ähnlich mit seinem „All-Star-Team“ bei FIFA auf der Playstation.

Natürlich waren die unschlagbar.

Später habe ich dann die besten Platten aufgeschrieben, aber diese Listen waren nie so haltbar wie die mit der besten Mannschaft.

Was machen Mädchen oder Frauen eigentlich, wenn sie sich weder für Fußball, noch für Musik und auch nicht für Listen interessieren?

Tor:
Buffon

Abwehr:
Roberto Carlos, Cannavaro, Lahm

Mittelfeld:
Pirlo, Beckenbauer, Zidane, Schuster

Angriff:
Messi, Cruyff, Pele

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Maradona, Ronaldo, Platini, Overath, Müller, Alonso
…… nur auf der Ersatzbank. 🙂

Das Foto zeigt die laut Umfrage „schönste Spielerfrau“, aber ich weiß nicht mehr, wie der Spieler heißt.

One Of These Days

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*One Of These Days*

Zuerst habe ich festgestellt, dass meine Rücksendung des Vinyls von Joe Henrys „Thrum“ beim Versender nach 5 Wochen noch nicht ‚angekommen‘ war und die mir die Kosten nach der zügigen Neulieferung in wenigen Tagen ein zweites Mal aufbrummen. Die hatten die Platte lediglich in einer Plastiktüte (!) geschickt und eine Ecke der Pappe war umgeknickt. So leicht eben, aber so, dass es mich stört. Ich bin sensibel, also bog ich noch etwas nach und sandte zurück. Zum Glück habe ich die Quittungsnummer noch und konnte denen das mitteilen. Unnötiger Aufwand.

Dann schreibt die Zulassungsstelle, dass ich wegen des vor 6 Wochen angemeldeten Autos nochmal hinkommen soll, mit allen Unterlagen und neuer Versicherungsnummer. Es sei ein Fehler aufgetreten. Aber erst in 10 Tagen soll ich erscheinen, die denken offenbar noch darüber nach, wie das passieren konnte.

Am gleichen Tag schreibt die Versicherung, dass für den „3er-BMW“ noch kein Vertrag abgeschlossen wurde. Mein „Betreuer“ war nämlich zuerst im Urlaub und jetzt hat er sich den Knöchel gebrochen. Ich schließe nicht gern Verträge mit Menschen, die ich ihn vertreten und die ich nicht kenne und deshalb wartete ich auf seine Genesung.

„Es ist kein BMW, es ist ein Audi, den mein Riese bewegt“, habe ich am Telefon der Verwaltung der Versicherung in Koblenz gesagt. Da wurde die nette Dame mit der schönen Stimme ganz nervös. Das genau war nämlich der Fehler der Zulassungsstelle, das konnte sie aber nicht wissen. Dass die versehentlich einen BMW auf der Liste haben, das habe ich erst nach einer Pause gesagt.

Die Dame atmete schwer und sagte „Hach, wenn ich doch Hellseherin wäre!“

„Ach nee“, sagte ich, „dann hätten wir doch gar nichts mehr zu besprechen! Und sie tragen ein Headset und haben blonde Haare?“

„Ja, …. woher wissen Sie das?“

„Raten Sie mal!“

“ Sind Sie …… Hellseher? “

„Das mit der Haarfarbe habe ich geraten, aber ich höre Sie die ganze Zeit schwer *atmen*, ich kann Sie hören, auch wenn Sie nicht sprechen. Zuerst dachte ich, sie sitzen im Wind an der Mosel. Das muss ein Headset sein!“

Einen kleinen Erfolg braucht ein Mann auch in schweren Zeiten jeden Tag.

 

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Das Foto ist natürlich vom Ron. 🙂

 

 

 

 

Modern

 

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*Modern*

An sich fühle ich mich manchmal gar nicht so alt.

Warum man jetzt zum Beispiel Autos braucht, die selbst einparken während man selbst noch zwei Züge von der Marlboro nimmt, das erschließt sich mir nicht. Man muss diese Automatik auch noch bezahlen. Ich glaube, wenn ich so ein Auto hätte, dann würde ich immer die Hände am Lenkrad lassen, damit die da draußen denken, ich könnte das noch allein. Selbst diese schon länger üblichen Piepser sind nur praktisch, wenn man noch nicht weiß, wo das Auto sein Ende hat. Danach kommt die Phase, in der man aussteigt und nachmisst, in welcher Entfernung das Piepen zum Kreischen wird. Das sind oft 15cm, mal 2 für denselben Abstand vorn macht schon 30cm, die quasi „verschenkt“ werden.

Es gibt also eine Zeit, in der ich versuche, besser zu sein als die Parkpiepser. Das scheint zutiefst menschlich zu sein, dass man versucht, unabhängig zu bleiben. Selbst eine Minibeule wäre mir da als Preis nicht zu hoch.

So ein Parkrempler ist nicht so schlimm wie Leute, die sich mehr und mehr rücksichtslos verhalten. Die bräuchten so einen Biopieper, wenn sie anderen auf den „Sack“ gehen. Sorry, ich wollte mich mal modern ausdrücken. Klappt nicht.

Das mit diesen Hashtags, das verstehe ich auch nicht richtig. Meistens sind die ganzen Hashtags länger als der gepostete Text bei Instagram.

Auf Instagram „folge“ ich jetzt übrigens Louisa.

Die war gestern im TV und sie ist eine „Influencerin“. Das bedeutet nicht, dass sie krank ist, wie ich zunächst dachte, sondern dass sie ihr Essen fotografiert und so kleine Videos postet, egal, was sie gerade macht. Ihr Freund macht das auch so. Jedenfalls folgen Louisa weit mehr als 300.000 Menschen. Ich versuche das jetzt mal zwei Tage, um herauszufinden, ob mich das verändert oder jünger macht.

„Influencer“!

Musstet Ihr das googlen? Ich schon. Das Wort gibt es erst seit 10 Jahren! „Influencer“, das sind Menschen, die in sozialen Netzwerken irgendwas machen, was dazu führt, dass andere Leute mehr Geld ausgeben als sie eigentlich wollen und sie selbst mehr bekommen als sie eigentlich brauchen.

Ist lustig, dass die, die kaum etwas zu sagen haben, zu „Influencern“ werden während gleichzeitig die, die politisch etwas beeinflussen könnten, sich am liebsten davor drücken würden.

Leider glaube ich, dass in mir auch so ein kleiner Möchtegerninfluencer steckt. Das scheint so ein neuer Trieb zu sein, ist aber auch anstrengend.
Und dafür braucht man eben die Hashtags.

Irgendwann werden die auch auf Grabsteinen auftauchen, diese Kreuzdinger.

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Das Foto ist vom Ron. Wunderbar.
https://maddin61.wordpress.com/

 

Hosen sind überbewertet

 

*Hosen sind überbewertet*

Eigentlich „sollte“ ich mir heute ja eine „gute“, neue Jeans kaufen. Also „gut“ heißt vermutlich, dass ich die nicht bei Lidl für einen Zehner bekomme. Nun, von der von Lidl im letzten Jahr hatte die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, bei der Erstvorführung gesagt, dass die „endlich mal gut sitzt“. Aber da hatte ich „Lidl“ noch nicht erwähnt, ….. die Hose jedoch aus der Tüte von ‚Teuerkauf‘ gezogen, die ich vorher aus der Sammlung von Tüten in der Küche stahl.

Ist alles irgendwie ‚psychisch‘. 😉

Und kaum sind gefühlt ein paar Wochen vorbei, sollte ich schon wieder eine Jeans kaufen. Ich habe doch schon acht oder so, aber die „sehen nicht aus“, sagt man. Die kaputten neuen kosten schon ein Vermögen! 360 Deutsche Mark! Was denn erst welche ohne Löcher kosten, ich weiß es nicht.

Mist, ich werde gestört, das kleine Kind spricht hier beim Tippen dazwischen:

„Jetzt leg‘ doch mal das blöde Handy weg!“

„Lies‘ doch mal ein Buch!“

Ich weiß gar nicht, woher sie diese Sätze hat, vermutlich aus dem TV. Richtig streng und schrill kann die das. Wahnsinn, bei der will ich schon mal nicht Sohn werden.

Also ich sollte die Jeans kaufen, aber da war dann Saturn. Solche Märkte wachsen manchmal plötzlich an Straßen wie Maulwurfshügel auf dem Rasen. Und Saturn hat gerade die „3 für 2“-Woche. Das ist Verführung pur! Da sucht man gezielt nach hochpreisigen Artikeln, die ungefähr gleich viel kosten, weil der Einspareffekt dann maximal ist. Der günstigste von drei Artikeln „kostet nichts“. Es ist ein praktisches Optimierungsproblem. Mich reizt das innermathematisch.

„Mal‘ doch mal ein Bild, Papa!“

Es war am Ende nicht ganz einfach und aus Verzweiflung habe ich dann dem Kind mit den Sprüchen die neue Taylor Swift mitgenommen. Gleich im Auto reingeschoben, ein Wahnsinn. Über einer Armee von Bässen schwebt ihre Stimme wie ein Heißluftballon. Trotzdem mag ich Kacey Musgraves lieber, die ist bei den Cowboystiefeln und irdisch geblieben.

„Geh‘ doch bitte kurz mit dem Hund, ja? Papa! Huuuuund! Jeeeeetzt! Soooooforrrrt!“

Vermutlich gibt sie mir die CD morgen zurück und so war das auch geplant. Immerhin habe ich Platten und CDs im Wert von 35€ „kostenlos“ bekommen. Gern rechne ich auch den Durchschnittspreis pro Produkt aus, das bringt mich gefühlsmäßig in höhere Sphären. Das schafft keine Jeans!

Ob ich die neue Robert Plant nun gebraucht habe oder die langweilige „Triplicate“, um die ich mich immer gedrückt hatte, das ist noch ungeklärt, zugeben werde ich das aber nicht!

„Du vertust Deine Zeit!“, ruft das Kind.

Und ich kaufe Jeans nicht gern, weil man die anprobieren muss und dann schaut die Verkäuferin immer wie meine Mutter früher, manche schielen sogar am Vorhang …. und sagt „Nee, die sieht nicht aus!“

Das sagen die beiden bei Saturn nie zu mir.

„Na, eeeendlich! Hast Du eigentlich Deine Hausaufgaben denn schon gemacht?“

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https://maddin61.wordpress.com/

„Wir haben eine ganz tolle Präsentation vorbereitet!“

 

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*“Wir haben eine ganz tolle Präsentation vorbereitet!“*

Früher habe ich gern gesagt, dass ich Begeisterung für das eigene Tun zwar schätze, aber dass ein Lob für die Präsentation den Zuhörern vorbehalten bleiben sollte.

„Und hier zeigen wir Euch sehr, sehr gute Bilder, damit Ihr Euch das besser vorstellen könnt!“

Der Musiker tut es:
„Es ist die beste Platte, die ich je gemacht habe und ich denke, dass alle davon begeistert sein werden!“

Der flüchtige Bekannte tut es, der schon beim eigenen Atemholen für eine kurze Antwort mit den nächsten Thema startet: „Ich bin der beste Zuhörer, den Du Dir vorstellen kannst!“

Der, der Kunst kreiert, wertet Früheres ab und nimmt sich jede Chance für eine Steigerung: „Als Künstler muss ich sagen, dass dies hier der absolute Höhepunkt meines Schaffens ist!“

„Wir haben einen großartigen Film gemacht!“, geht das noch?

In der Politik ist es üblich:
„Und ich habe ja mit dem großartigen Satz ‚Über Jamaika zieht ein Hurrikan auf‘ vorher gewarnt“, so Kubicki sinngemäß gestern bei Sandra.

Mann, Mann, Mann, …..
….. machen meistens Männer solchen …. Murks?

Vom Gefallen zum Ansinnen

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*Vom Gefallen zum Ansinnen*

Giselle wurde von einem Freund gefragt, ob sie ihn morgens um 4:00 zum 70km entfernten Flughafen bringen könnte. Eigentlich hätte er sich auch ein Taxi leisten können, er hat nämlich ziemlich viel Geld.

Ich hatte etwas ähnliches auch einmal, aber damals vor vielen Jahren, da sollte ich den Gefallen nicht nur tun, nein, ich sollte ihn zusätzlich noch „gern“ tun. Damals habe ich gesagt, dass ich es tue, aber so richtig „gern“ wäre vielleicht ein wenig übertrieben. Dann sollte ich schließlich doch nicht Kutsche spielen.

„Wenn Du es nicht richtig ‚gern‘ tust, dann lieber gar nicht!“

Zuletzt fragte mich eine eher flüchtige Bekannte des Öfteren, ob ich ihr helfen könne, sei es, eine alte Küche auszubauen oder einen Schrank vom Möbelhaus abzuholen. In der Vergangenheit hatte ich zweimal so etwas für sie getan und das sogar „gern“, weil ich sie mag. Aber in den letzten Fällen gab es immer eine zeitliche, schriftliche Vorgabe, die mir etwas zu ‚eng‘ erschien.

„Kannst Du morgen um 11:00 mit mir ….“ oder so.

Oder auch:

„Gut wäre Samstag gegen 10:00 oder am Sonntag um 14:00, Sonntag wäre noch besser“.

Dann mache ich das nur noch halb so ‚gern‘ und stelle meinen Tagesplan nicht mehr extra um. So wird für mich ein Gefallen nämlich leicht zum Ansinnen. Oder ist das von mir nicht entgegenkommend genug?

„Komm‘, das würde ich für Dich doch auch tun!“

Mit diesem ‚vermaledeiten‘ Satz hat sich Giselle zur nebligen Fahrt am Morgen zum Flugzeug breitschlagen lassen und hat doch „ja“ gesagt. Und sie hat sich über ihr „Ja“ mehr geärgert als über das Ansinnen des Freundes mit seinem unpassenden und bedrängenden Text. Sie ist um 3:00 morgens aufgestanden und war um 5:30 zurück, um danach ihren üblichen 10-Stunden-Tag abzuarbeiten.

„Mental“ hat sie dafür mehr bezahlt als den finanziell üppig ausgestatteten Freund das Taxi gekostet hätte. Da hilft auch die Ankündigung einer Einladung zum Essen nicht viel. Oft bleibt es ja bei der Ankündigung einer Einladung. Und diese einzufordern, das wäre dann vielleicht ‚unhöflich‘?

Manchmal ist ein „Nein“ gar nicht so einfach und bei Freunden soll ja ein „Nein“ möglichst noch klingen wie ein „Ja“.

Wann also wird aus einem „Gefallen“ ein „Ansinnen“?

 

Hartes Urteil:
Manchem geht es hauptsächlich um sich selbst. Sozusagen wie bei Christian Lindner. Der ist gestern auch nur bei ’sich‘ geblieben, fast wie auf den Plakaten vor der Wahl.

Wie bei einem „Ansinnen“.

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Das Foto ist vom Ron!

 

 

 

 

 

 

Heiliger Laurentius!

 

*Heiliger Laurentius!*

Den soll man nämlich ‚anrufen‘, wenn man von Schmerzen geplagt wird. Habt ihr vielleicht seine Mobilnummer?

„Laurentius ist der Schutzpatron vieler Berufsgruppen, die mit offenem Feuer zu tun haben, etwa der Feuerwehrleute, der Bäcker, der Bierbrauer, Textilreiniger und Köche. Bei Hexenschuss, Ischias- und Hautleiden wird der hl. Laurentius ebenfalls angerufen.“

Er hilft eben auch bei ‚innerem Feuer‘.

„Hexenschuss“ sagt man, weil die Leute im Mittelalter dachten, dass Krankheiten einem Menschen von Wesen wie Hexen oder Elfen mit einem Pfeilschuss zugefügt werden.

Und es kommt mir vor, als sei ich nach dem Schleppen der alten Waschmaschine 30 Jahre gealtert. Das Altern eines Menschen bekommt man ja nicht mit, wenn man ihn jede Woche sieht, weil das Altern jeden Tag in homöopathischen Dosen stattfindet. Aber wenn man Angela Merkel beispielsweise zehn Jahre nicht gesehen hätte, dann bekäme man einen plötzlichen Eindruck davon, was „Altern“ ist.

Und so ist auch ein Hexenschuss.

Und nach zwei wirklich quälenden Tagen ist das innerhalb einer Stunde fast weg! Man muss den Heiligen Laurentius offenbar heute gar nicht mehr ‚anrufen‘, ihn zu ‚googlen‘ reicht auch.

Leider hilft er nur bei Schmerzen.
Gegen das Altern gibt es noch keinen.

 

 

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„Pssst!“

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„Psssst!“

…. ich glaube, dass „Pssst!“ das Wort ist, das das kleine Kind mittlerweile am häufigsten verwendet! Also früher, als alles anders war, da war das vielleicht das häufigste Wort der Eltern.

Die am meisten verwendete Redewendung des kleinen Kindes ist „Sei doch bitte mal leise!“

Nun, es kann sein, dass ich für nachwachsende Generationen etwas zu laut und etwas zu gern spreche.

Es ist alles anders geworden. Allerdings lese ich immer noch den Kulturteil der „Brigitte“. Solche Konstanten braucht das Leben des ehemals modernen Mannes. Interviews und Musiktipps sind immer lesenswert.

Heute lag die Zeitschrift schon offen auf dem Tisch, das Layout war neu und ich freute mich darüber, wie ansprechend die beiden Seiten über ‚The Pretenders‘ und Chrissie Hynde gestaltet waren. Das ist ziemlich moderne Musik, die Band gibt es erst seit Kurzem, seit 1978. „Oldies“, das sind für mich Lieder aus den 40ern, den 50ern und den 60er Jahren. Gus Backus und Ivo Robic, so etwas. Oder Hans Albers mit Heinz Rühmann im Duett!

Kein vernunftbegabter Mensch würde den Output der ‚Talking Heads‘ als „Oldie“ bezeichnen können ohne meinen Widerspruch zu ernten.

Dann habe ich noch etwas geblättert in den weiteren Artikeln über Testamente und über Magenprobleme. Nur wenige Modestrecken mit Models im Heft. Beim Abschnitt über ‚Großmutter-Hormone‘ habe ich dann jedoch zugeklappt.

„Brigitte-*wir*-Das Magazin für die dritte Lebenshälfte“

Schockierend: Chrissie statt Klassik!

 

 

 

Gibt es Lieder über Einkaufszettel?

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*Gibt es Lieder über Einkaufszettel?*

Fußball-WM ohne Italien, das Genie Pirlo ist von der Bühne abgetreten und Buffon weint bittere Tränen. In Turin werden sie bald mit Booten durch die Stadt fahren. In Jamaika scheint die Sonne auch nicht. Taylor Swift hat mehr als 100.000.000 Follower auf Instagram und schreibt kein Wort über Donald. Übrigens „folgt“ sie niemandem, nicht einmal ihrer Freundin Lorde, die jedoch ihr „folgt“, es sieht jedenfalls so aus.

Und der durchschnittliche IQ auf der Welt nimmt seit 1990 stetig ab.

Das ist alles höchst bedenklich.

Ich habe eben eingekauft und auf dem Auftragszettel der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, die Rückseite übersehen. Und das, obwohl da unten ein Pfeil für’s Wenden drauf war!

Mich hat der IQ-Abstieg voll im Griff.

„Normalerweise schickt ‚man‘ Einkaufszettel heute per Whatsapp! Handys sind eine einseitige Angelegenheit, da verlernt der Mensch, Zettel umzudrehen!“, habe ich zu meiner Verteidigung vorgebracht.

Das war viel zu lang, klar.

So sind Männer, und wir glauben selbst nicht an die Stichhaltigkeit derart fadenscheiniger Ausreden. Kommt die Einkaufsliste jedoch digital, dann war vermutlich „ein riesiges Funkloch vor dem Lidl-Markt“. Selbst mit raumgreifender Gestik und verzweifelter Mimik überzeugt das niemanden.

Beim letzten Mal hatte ich den ‚analogen Zettel‘ schon auf dem Weg zum Supermarkt verloren, Vorder- und Rückseite übrigens. Ich habe dann versucht, aus der Erinnerung einzukaufen, weil meine Frau beim Schreiben stets laut spricht. Zum ersten Mal habe ich das schätzen gelernt.

Den Verlust des Zettels habe ich nicht gestanden. Es schien mir klüger zu sagen, dass ich die „Eier vergessen“ habe und ich „keine Zitronen gesehen“ habe. So falsch war das gar nicht.

Gibt es eigentlich Lieder über Einkaufszettel?

 

 

„And The Rain Sounds Like A Round Of Applause“

 

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*„And The Rain Sounds Like A Round Of Applause“*

Zeilen aus Liedern, die den Regen als Bild verwenden, die liebe ich. Regen haben wir hier recht viel und vielleicht liebe ich den realen Regen deshalb nicht so sehr. Würde es nur selten regnen, so könnte das auch ganz anders sein, selbst wenn der Regen derselbe wäre.

„And I’m back in the rain“ oder „The tears that we share with the rain“, das ist wundervoll.

Regen in Liedern ist besser als von oben.

Regen, das ist manchmal nur ein Zuviel an Tropfen. Einzeln ist der Regentropfen ein kleines Wunder, aber in der Masse geht das verloren. Ein paar Tränen vor Rührung sind schön, ein verheulter Abend ist es selten. Jedes Zuviel hat seine eigenen Nachteile.

Und damit sind wir wieder beim „Sammeln“ gelandet.

Frauen sind groß im „kleinen Sammeln“, bei Igeln für die Fensterbank oder bei Glöckchen, die sie an einer Lampe im Wohnzimmer aufhängen. Männer sammeln, so glaube ich, nicht „klein“. Die ganz großen Sammler, die richtig Verrückten, ob bei Kunst oder anderem, die sind meistens männlich.
Männer müssen ja im Fall des Falles alles bis an die Grenze treiben, sie neigen beim Dinglichen vielleicht eher zur Übertreibung als Frauen. Dafür sind sie bei den Worten über Gefühle manchmal etwas sparsamer. 🙂

Ein richtiger Sammler, der katalogisiert, der ordnet, der verwaltet seine Sammlung regelrecht. Die Nachwelt kann damit in seltenen Fällen etwas anfangen. Ich bin auch gar kein Sammler in diesem Sinne, ich höre und lese gern, aber ich ‚horte‘ zu einem gewissen Grade Musik, Bücher und Plattenspieler. Warum man so etwas tut, weiß ich nicht.

Vermutlich weil man „muss“.

Christiane hingegen versucht „ihren Look zu optimieren“. Sie hat einen sehr persönlichen, eigenen Stil, den man bei anderen nicht sieht. Und sie kauft viele Jeans und immer wieder Stiefel. Sie hat neulich im Keller dreißig Paar Stiefel gezählt.

„Du, und die sehen alle fast genauso aus!“, hat sie, fast über sich selbst erstaunt, bei einer Weinschorle am Abend gerufen. Sie hat es gar nicht nötig, ihr Äußeres zu „optimieren“, weil sie selbst in Badelatschen, einer Jogginghose und einem T-Shirt für 4€ schon nah am Optimum ist. Das weiß sie aber nicht. Trotzdem wird sie vermutlich, wenn sie 20 Paar Stiefel beim Flohmarkt verkauft hat, in kurzer Zeit zwei neue, umwerfende Paare finden, die alle anderen ‚gefühlt‘ in den Schatten stellen. Sie hat das weibliche Sammlergen mit einem Ziel, kann sich aber ohne Tränen auch wieder vom Gesammelten trennen. Beneidenswert.

Das könnte ich nur mit großen Schwierigkeiten und irgendwann käme der Tag, an dem ich das bedauern würde.

Zum Beispiel finde ich es blöd, dass ich mal meine Sammlung von internationalen Streichholzschachteln und -briefchen vor 30 Jahren entsorgt habe. Gerade heute hätte ich mir die so gern mal angesehen und überlegt, woher die einzelnen waren. Die einzelnen waren super.

Einzelne Tropfen können ein kleines Glück sein, die Masse ist oft nur nerviger …. Regen. So ist Kaufen und Sammeln am Ende. Und mit meinen gesammelten Erzählungen ist das auch so.

Aber man muss ja. 🙂

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Das Foto ist vom Meister des Bildes, vom Ron.