Bodycam

2014-09-02-bis-b-pm-bodycam

*Bodycam*

Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn sollen zukünftig teilweise mit Bodycams ausgestattet werden, weil sie in der Vergangenheit von Kunden übel angegriffen wurden.

In einem Pilotversuch ist kein Mitarbeiter, der eine Kamera trug, angegriffen worden. Bevor gefilmt wird, muss der Mitarbeiter dies in einer brenzligen Situation ankündigen.

Für Lehrer könnte es Bodycams auch bald geben, die haben manchmal auch Dinge der schlimmeren Art auszuhalten. Aber man könnte eben auch sehen, wenn die sich so gar nicht durchsetzen können. Dann müssen die das Dings unbedingt abschalten!

 

Wie sich die Zeiten entwickeln, kann niemand voraussehen. Möglich ist aber, dass bald alle Menschen aus Sicherheitsgründen mit einer Bodycam durch die Welt laufen! Und am Himmel überall Drohnen am Himmel mit Päckchen von Zalando und Amazon!

Das wäre schlimmer als Windkraftanlagen mit Schattenschlag.

 

Andererseits könnte man Bodycams auch privat im Häuslichen nutzen. Alles wäre beweisbar, kein „Das hast Du mir nicht gesagt“, kein „Das habe ich niemals gesagt“, kein „Woher soll ich das wissen?“

Beim Fußball gibt es den „Video-Beweis“ doch auch!

Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, fand die Idee heute unter der Dusche ’super‘. Sie weiß eben nicht, wie viel sie so vergisst.

Andererseits will ich keine Live-Übertragung von meiner Bodycam im Café oder von der Tankstelle auf das Handy meiner Frau. Dann würde sie gleich sehen, dass ich mit dem Einkauf schon fertig bin. Und dann hätte ich den nächsten Auftrag an der Hacke.

Aber wenn sie den Bügelfilm im TV sieht, würde ich das auch wissen.

Ich will aber gar nicht alles wissen.

 

 

 

Carla Gilberta Bruni Tedeschi

Carla_Bruni-Sarkozy_(3)*Carla Gilberta Bruni Tedeschi*

 

Mir ist keine bessere Überschrift eingefallen.

Wir, das sind Rafael, Daniel, Alexander und ich. Wir sind nämlich die Männer. Rafael und Daniel bringen ihre Frauen immer mit, sie lernen auch zusammen mit ihren Gattinnen. Manchmal werden sie vielleicht auch zuhause „geprüft“, aber das weiß ich natürlich nicht. Aber ich würde fast jede Wette annehmen, dass dem so ist.

Genau.

Beide Ehefrauen sagen im Unterricht nicht vor, wenn ihre Männer eine Verbform für unsere tolle Lehrerin nicht schnell genug auf’s Tor schießen! Übertrieben gesagt: Die Frauen mauern wie eine italienische Erstligamannschaft!

Oder hören wir Männer nur nicht auf die leisen Empfehlungen unserer Frauen? Hören wir nicht richtig „hin“?

Das müssten jetzt die Frauen beantworten, denn ich würde „ja“ sagen. Meine Frau würde mir nämlich gar nichts vorsagen! Und wenn sie es täte, würde ich zweifeln, ob das stimmt, was sie mir vorsagt.

Ach, richtig, wir lernen Italienisch an der Volkshochschule und wir drei Männer sind die Minderheit unter 12 Frauen, die besser lernen als wir. Alexander hat das Italienische nämlich im Blut, ihn nehmen wir mal aus. Außerdem ist er viel jünger und fitter als wir.

Wir sind nämlich schon verheiratet!

Und jeden Mittwoch treffen wir uns zu sechst oder zu acht und besprechen und lösen die Hausaufgaben vor dem Unterricht beim Kaffee. Manche, wie ich, schreiben sie auch ab. Das ist für mich nicht anders als vor einem halben Jahrhundert in der Grundschule. Damals habe ich zwar nicht abgeschrieben, aber manchmal hat meine Mutter die Hausaufgaben in Kinderschrift gemacht.

Das machte einen besseren „Eindruck“ als Lässlichkeit, dachte sie vermutlich.

Ich habe das für meine Kinder noch nie gemacht, hoffentlich werfen sie mir das später nicht einmal vor. Vermutlich schreibe ich Ihnen auch zu schlecht. Die sind recht anspruchsvoll bei ihren Hausaufgaben!

Auch sonst treten alle alten Verhaltensweisen im VHS-Kurs wieder auf. Und das, obwohl es keine Prüfungen gibt und wir das nur ‚zum Spaß‘ an der Sprache machen.

Wir kommen mit einzelnen Sätzen zum Beispiel nacheinander dran. Alle rechnen dann aus, mit welchem Satz sie „dran“ sind und versichern sich der richtigen Antworten beim jeweilgen Nachbarn rechts und links.

Wenn es nämlich mal falsch ist, dann hilft unsere Kurs-Königin zwar gern, aber manchmal schießt sie als Lernerfolgskontrolle noch zwei Fragen an denjenigen mit der fehlerhaften Antwort nach.

Dann fällt einem nicht mal mehr ein, was „Pizza“ auf Italienisch heißt. Genau wie früher in Erdkunde!

Und wir sagen sogar oft vor!
Wir Männer natürlich.
Wir helfen immer!

Ich muss jetzt los, ich muss die Hausaufgaben noch abschreiben.

Ciao.

–

Nachtrag:
Ich habe das mit den Hausaufgaben nicht geschafft, weil ich noch Alina auf der Straße getroffen habe. Dann hilft nur noch die „Fragetechnik“ im nachfolgenden Unterricht. Das heißt, dass man die Lehrerin zu Beginn etwas „fragt“. Es ist völlig egal, was man fragt.

„Es ist so stickig, darf ich die Fenster öffnen?“

„Stimmt es, dass nächste Woche der Unterricht ausfällt?“

„Darf ich mal zum Mülleimer gehen?“

„Michaela lenkt mich immer ab! Können Sie ihr das mal sagen?“

Ist egal.

Hauptsache, es findet zu Beginn ein verbaler „Tageserstkontakt“ zwischen Lehrer und dem Schüler ohne Hausaufgaben statt.

Dann kommt man *niemals* mit dem Vorlesen dran. Habe ich leider mal einer Klasse gesagt. Himmel, die hatten danach Fragen am Anfang, irre. Man kam gar nicht mehr dazu, die Hausarbeit zu besprechen. Es kamen immer die dran, die sogar vergessen hatten, sich eine einzige Frage auszudenken.

 

Das Körbchen mit den Sternchen

 

*Das Körbchen mit den Sternchen*

20170628_122738

Zugegeben, ich habe ziemlich viele Taschen, mal aus schwarzem oder braunem Leder, die Plastikdinger für das Fahrrad oder anderes. Es gibt ja so viel zu transportieren und viele Dinge muss ich dabeihaben. Taschen kann man kaufen ohne eine Umkleidekabine zu benutzen! Ein Vorteil jeden Taschenkaufes!

Zur Schule früher trug ich eine fast leere Tasche, da waren dann Zeitschriften, ein Buch oder einige CDs drin. Meine Materialien hatte ich immer in meinem „Büro“ in der Physiksammlung. Das war auch recht heimelig eingerichtet. Die fast leere Tasche trug ich dann über zwei Jahrzehnte, weil eine Schülerin mal gefragt hat, warum ich ’nie etwas mitbringe‘, wie alle anderen Lehrer.

Das machte einen schlechten Eindruck und deshalb habe ich auf eine „Potemkinsche Tasche“ umgestellt. Heute ist das Auto das „Büro“. Dies ist immer etwas unpraktisch, wenn neben dem Hund noch jemand einsteigen will. Dann muss ich extra einen Sitz freiräumen.

Vor einem Jahr gab es dann bei Aldi so schöne klappbare Einkaufskörbe für nur 6€. Da habe ich für die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, einen tarnfarbenen mit hellen Sternen erstanden, um ihr eine ‚praktische‘ Freude zu machen.

„Was soll ich denn mit dem Sch***?“, hat sie trocken gefragt, aber mir gefiel der Korb trotzdem.

Jetzt verwende ich den nämlich selbst seit Monaten. Man sieht beim Wühlen schnell, was da drin ist. Fast wie eine große Handtasche ist das. Bei Regen kann man den Korb sogar mit einen Reißverschluss zuziehen. Der war bei den 6€ inklusive! Sonst kostet ein Reißverschluss ohne Tasche schon mehr!

Manni vom Stammcafe hat mir aber jetzt erzählt, dass andere, die mich nicht kennen, mich den ‚Typ mit dem Sternchenkörbchen“ nennen.

Die erwähnen meinen Hund gar nicht!
Aber sie sagen nicht „Typchen“.

 

Zeit in Deutschland

 

IMG-20170525-WA0008

*Zeit in Deutschland*

 

Ich versuche gerade mal Durchschnittswerte aufzulisten.

Der berufstätige Deutsche nutzt seine tägliche Zeit an Wochentagen im Schnitt so:

Arbeit 8,0 Std.
Schlaf 7,5 Std.
Fahrtwege, Einkäufe 0,75 Std.
Essen etc 1,0 Std.
Körperpflege etc 0,75 Std.
TV, Stand 2015 3,75 Std.
Handy, PC privat 0,5 Std
Putzarbeiten 0,25 Std.
Autopflege 0,05 Std.

23,55 Stunden.

… da bleibt nicht viel Lebenszeit an Wochentagen.

Hmmm.

 

 

 

Harry Carsten Petersen

1896828247

*Harry Carsten Petersen*

Ich liebe die Tage, an denen ich richtig schöne Erklärungen höre. Am besten geeignet ist dafür jede Art von Familienfeiern. Es ist immer ganz erstaunlich, wie schnell sich 120 Minuten in gefühlte 600 Minuten verwandeln können.

Ob Jesus das auch geschafft hätte?
Man weiß es ja nicht.

Der Erklärbär war wieder da als die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, das Wort „aufoktryieren“ gebrauchte und sich prompt einen reizenden Vortrag reinpfeifen ließ.

„Das ‚ok‘ heißt schon ‚auf‘! Man sollte Wörter nur benutzen, wenn man sie versteht!“

Ansonsten spricht der Bär nicht, es sei denn es findet sich ein Klotz, in den er ein Beil schlagen kann.

Dem kleinen Kind wollte ich schnell „Sag laut ‚Pleonasmus‘!“ ins Ohr hauchen aber das war mir dann doch zu peinlich.

„Das ist wie bei ‚vorprogrammiert‘, alles Schwachsinn, was die Leute so reden!“, holte der Erklärbär zum nächsten Schlag aus.

Mich selbst stören fehlerhafte Begriffe deutlich weniger als derartige Hinweise der überflüssigen Art. Aber dafür müsste man eben auch andere Themen ‚in petto‘ haben als die der formalen Art.
Da ist aber leider … nichts, dafür ist die Unsicherheit vermutlich auch zu groß.

Danach die üblichen Bemerkungen der Sippe mit dem wichtigen Eigenlob, das ermüdet wahrlich schnell.

„Schade, dass es regnet, sonst könnten wir unter der Markise sitzen, die Du angebracht hast.“

„Bist Du nicht in Berlin den Marathon gelaufen?“

So wird versucht, den Erklärbär ruhig zu stellen.

Teilweise ist das zwar Jahrzehnte her, die Markise wurde auch schon im Dutzend gepriesen, aber solche Wiederholungen sind für einen Unbeteiligten wie mich ein guter Grund, sich intensiv mit den Ohren des kleinen Hundes zu beschäftigen. Sonst halte ich das Fremdschämen nämlich nicht aus.

Nur das Unterdrücken des Gähnens wird mit jeder Minute schwieriger. Der Sohn entschwand nach kurzen 5 Minuten zur „Arbeit“, klug wie er ist. Die Schüsse von der Playstation waren gut zu hören.

Dass der Fidget-Spinner und das Einhorn-T-Shirt des Mädchens gemaßregelt werden, das war erwartbar und ein schelmischer Blick des Kindes sagt dann zum Glück lächelnd „die gehen ja bald wieder“.

Der ‚Wachmacher‘ jedoch als unvermittelt die Frage gestellt wird, ob der Erklärbär in seiner Jugend an den Staffelläufen seiner Schule teilnahm. Das sollte ihm die Möglichkeit bieten, seine sportlichen Begabungen weiter auszubreiten. Nein, das tat er nicht, aber leider ich, sogar für zwei Schulen, das hatte Mutti durcheinandergebracht und die Gattin sprach es aus, ganz schlecht. Jetzt landete das vier Jahrzehnte verspätete Lob in der falschen Sippe!

Ein bitterer Moment.

Der Erklärbär hat es dann gerettet:
„Ja, in *den* Schulen, da musste ja auch wirklich *jeder* mitlaufen.“

Was hat er gestrahlt als ihm das einfiel, endlich eine glückliche Sekunde in seinem Unglück.

„Wir haben nicht nur Lena, wir können auch Weltmeister werden“, zum Glück ist mir dieses Zitat im Kopf geblieben und darauf habe ich dann still herumgekaut.

Ich habe eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, darüber nachzudenken, wie er hieß, der ehemalige Ministerpräsident des Landes.

Harry Carsten Petersen?
Harry Peter Carstensen?
Carsten Harry Petersen?
Peter Carsten Harrysen?
Peter Harry Carstensen?
Carsten Peter Harrysen?

Hach, es ist gut, wenn man sich selbst beschäftigen kann.

–
„Time is a jet-plane, it moves too fast“

Klassenfahrt, ein Quickie

*Klassenfahrt*, ein Quickie11572794_mobil-artikel-teaser-1545w_1piYpe_6ycX3V-1

Auf der „Erlebnisfahrt“ der 7. Klassen gab es ein Handy-Verbot, aber nur ein einziges Mädchen hatte eine Armbanduhr mitgenommen. Die wurde dann von allen genutzt.

Die Lehrerin fragt nach der Fahrt, was gefehlt habe.

„Die Wetter-App!“, ruft eine und alles nickt,“… man weiß ja nie, was man anziehen soll für den Tag!“

Lehrerin:
„Wetter, das war früher nicht App, das war draußen.“

Der Urlaub

9309882481

*Der Urlaub*

 

Sie ist selbständig und hat seit 15 Jahren keinen Urlaub gemacht. Geplant war diesen Sommer jeweils eine Woche bei Freundinnen in Italien und eine im Süden Frankreichs. Zwei andere Freundinnen wollten sie im Norden für jeweils eine Woche besuchen während sie weiter arbeitet. Sie nennt das „vier Wochen Urlaub“.

Und weil ihr das jetzt alles doch zu viel wird, hat sie alles abgesagt. Nun will sie im Herbst dafür sechs Wochen an den Mississippi zu einer anderen der weit verstreuten Freundinnen.

„Dann erledige ich jeden Tag das Wichtigste in zwei Stunden am Handy.“

Also will sie die ganze Zeit beruflich erreichbar bleiben! Ich habe dann gesagt, dass sie ja praktisch den ersten Plan nur nach hinten und an einen anderen Ort schiebe und den zweiten vermutlich auch canceln werde. Schließlich geht das schon seit 15 Jahren erfolgreich so. Und jetzt ist das Kind schon groß und schafft alles allein!

Das ist nur die eine Urlaubsgeschichte, ich kenne noch mehr dieser Art, meist von Frauen, die gute Arbeit machen aber an sich zum Schluss zuletzt denken.

Früher habe ich schmunzeln müssen, wenn mancher das Leben zu einem guten Teil auf den Urlaub ausgerichtet plante. 49 Wochen auf 3 hinzuleben, kann das gut sein? Oder dient es nur dem Vergessen der 49?

 

Heute wird „Urlaub“ oft nur noch geplant, aber viel seltener gemacht, so scheint es mir. Vielleicht liegt es auch daran, dass Dänemark oder Nordsee nicht zu reichen scheinen. Die Ziele liegen in den USA, Indien oder dem Fernen Osten oder auch in Australien. Was helfen tolle Ziele, wenn man zum Schluss doch nicht reist?

Entspannen der Plan und das Träumen schon?

Der gern genannte „Kurzurlaub“ passt dann auch wie die Faust auf’s Auge. Der ist nämlich weniger „Urlaub“ aber dafür vor allem „kurz“.

Viel zu kurz, um sich dabei zu erholen!

 

So ähnlich klingt das oft, auch wieder bei Frauen, mit dem Plan ‚irgendwann will ich auch einen Hund‘.
Der wird dann auch auf das nächste Jahr verschoben oder auf die Zeit, wenn man weniger arbeiten will oder wenn die Kinder ausgezogen sind. Selbst wenn das finanziell gar nicht nötig ist, arbeiten manche auch 40 Stunden in der Woche. Im Urlaub streichen sie dann das weit entfernte Ferienhaus und kommen braun gebrannt aber körperlich angeschlagen zur nächsten 40er Runde zurück.

Da frage ich mich schon, wie viele Leben ihr so habt. Schade, Männer erzählen mir davon so selten.

Andererseits komme ich auch nie aus Europa raus, nicht einmal mit meinen Plänen.

–
„Time is a jet-plane, it moves too fast“

 

 

Sex, Fußball und Grillen …. sind gesund

 

„Sex, Fußball und Grillen …. sind gesund“

 

Endlich einmal eine Titelzeile nur für uns!

….. denn das stand gestern sinngemäß auf der Titelseite auf der BILD. Da scheint am Tag vorher wirklich gar nichts passiert zu sein.

Das liest man als Mann natürlich gern, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass Fußball im TV tatsächlich der Gesundheit förderlich ist. Und „Grillen“, dieser Qualm, das kann auch nicht gut sein, der zu hohe Fleischkonsum auch nicht. Da kommt es auf das Maß an, also wie beim Sex, der ja auch im engeren Sinn nicht zu den veganen Genüssen zählt.

Kann heute noch gut sein, was früher gut war?

Leider erwische ich mich des Öfteren dabei, dass ich denke, ich sei noch genau derselbe wie früher. Beispielsweise scheint es mir manchmal beim Fußball im Fernsehen so, als könnte ich in einer Drittligamannschaft im Mittelfeld immer noch die Fäden ziehen. Der große Sohn benötigt aber nur einen kleinen Hüftkick, um mich ins Gras zu werfen. Mittelfeld, das war einmal!

Manches passt eben einfach nicht. Oder nicht mehr.

So ähnlich ist das bei manchen Frauen vielleicht auch, die sich noch so kleiden wie mit 16 obwohl inzwischen ein paar Jahrzehnte ins Land gegangen sind. Aber die spielen nicht im Mittelfeld sondern in der Fußgängerzone und sie tun es in der Realität im Mini und nicht in Traumsequenzen am Mittelkreis!

Manches passt eben einfach nicht. Oder nicht mehr.

Es passt auch nicht, dass vornehmlich ältere Herrschaften in einem Porsche 911 sitzen. Die Jungen können sich den nicht leisten und wenn ein Älterer aussteigt, das sieht man seiner Mimik einen heimlichen SUV-Traum an. Ein Sportwagen macht keineswegs jünger, im Gegenteil!

Und heute ist zum Beispiel der „Tag des Schlafes“. Und das am längsten Tag des Jahres, am 21. Juni! Welch eine bescheuerte Terminwahl!

Manches passt eben einfach nicht.

 

–
„Time is a jet-plane, it moves too fast“

 

 

45 Jahre Erfahrung

*45 Jahre Erfahrung*

 

Ob ich „mein“ Pfannkuchen/Crêpes-Rezept schon gepostet habe, weiß ich nicht.

Jedenfalls fließen da 45 Jahre Erfahrung ein.

Hier für 3 Personen.

4 Eier, mit Vollmilch per Hand schlagen.
Etwas Zimt und Zucker, einmal Vanillezucker, nicht zu wenig Salz dazu sowie eine Packung Vanillepudding (auch wegen der Fachgebung), ein Spritzer Zitrone geht auch noch.

Dann mit *Pizzamehl* daraus eine Pampe anrühren, die recht zäh wird. Die wird dann mit Mineralwasser, Typ „medium“, verdünnt, bis das regelrecht wässrig ist. Mengenmäßig nach meinem Gefühl arbeiten! Die Kohlensäure sorgt später am Rand für diese minimale Knusprigkeit im ersten Zubiss.

Dann den Wasserteig eine Stunde ruhen lassen. Bei wenig Geduld tut es auch eine Minute mit einem Stoßgebet.

Etwas Butter, ein halber Teelöffel oder so, in eine sehr heiße, gute Pfanne geben und den ersten Flachmann backen.

 

 

Am Rand vorsichtig mit einem Holzschaber lösen, dann wenden. Die B-Seite braucht wenige Sekunden.

Den ersten wirft man weg, weil der nur dazu dient, das Fett aufzunehmen. Alle weiteren werden mit 10% geringerer Hitze und ohne Fett gebacken. Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, verzehrt auch den ersten. Schmeckt fettig.

Gegen Licht gehalten muss man fast hindurchsehen können als habe man die Brille vergessen.

Der Rest ist klar:
Zimt und Zucker, Nutella, Marmelade oder, … mein Favorit … die geschlagene Creme aus Quark mit Milch und Korinthen als frecher ‚Bepunktung‘, darüber nochmal Zimt und Zucker.

Der Käfer

*Der Käfer*

Wesentliche Erlebnisse im Leben eines Mannes sind mit Automobilen und mit Frauen verknüpft.

Schalten lernte ich im Alter von ungefähr 6 Jahren in einem lindgrünen VW Käfer 1200 Export, Baujahr 1960, mit dem 34 PS-Motor. Der hatte schon das synchronisierte Getriebe! Aus Gewohnheit fuhr mein Vater, der gleich zwei Weltkriege erlebte, aber immer noch mit Zwischengas. Das schone die Synchronringe, so begründete er das. Später durfte ich auch einen Porsche 911 eines Nachbarn probeschalten. Da lag der erste Gang links unten und der hatte bereits fünf Gänge. Eine tiefgreifende Erkenntnis!

Der Nachbar zur Linken hatte noch einen schwarzen Käfer mit dem Brezelfenster. Der Sohn des Nachbarn und ich waren dann einmal zum Rutschen in der Garage. Man konnte nämlich vom Käferdach hinten gut rutschen! Allerdings war es empfehlenswert, die vorspringende Hutze mit Kennzeichenbeleuchtung nicht zwischen die Beine zu bekommen. Das war schmerzhaft, ebenso wie die Schläge des Vaters des Nachbarn, der dann seinem Sohn „mit dem Gürtel“ kam. Dass der stotterte, war kein Wunder.

Wir sind auch nur einmal gerutscht.

Etwas später stand dann ein blauer Käfer mit 34 PS am Straßenrand, Baujahr um 1964. Der gehörte dem Sohn des Staatanwaltes, der einen reinweißen BMW 2000 bewegte. Ich hatte den ersten Tachometer für mein Fahrrad bekommen und konnte den Blick nicht vom Tachometer nehmen, dann bin ich, blind für alles andere, quasi das Heck des Käfers hochgerutscht. Das kostete mich die Ecke eines Schneidezahnes und resultiert in der Erkenntnis, dass das Auffahren auf einen modernen SUV heute deutlich schwerere Folgen zeitigen würde.

Diese stabile Stoßstange des VW aus blinkenden Chrom hatte nicht mal einen Kratzer, die Gabel des Rades war verbogen. Das war VW-Qualität!

Mein viertes Erlebnis mit einem 1200er Käfer war dann der in Orange aus den 70ern, den ich selbst fuhr. Der heizte auch im Sommer, weil diese Heizungshebel festgerottet waren. Der wurde aber in der Sonne am Strand längst nicht so heiß wie diese modernen nassen Ratten von heute. Und 34 PS waren völlig ausreichend.

Mein Extra war eine Blumenvase am Armaturenbrett. Radio konnte man vergessen, der Motor klang fast wie eine Porschemaschine in meinen Ohren. Also an der Ampel und gefühlt.

Das mit den Frauen habe ich gelöscht.
Es war auch kein Käfer dabei.

–
„Time is a jet-plane, it moves too fast“