Gestern 2025-Heute 2026

Gestern 2025-Heute 2026

Gestern, da waren wir, das Auto und ich, noch in der Waschanlage und dort habe ich 2025 verflucht, am letzten Tag noch:

Da waren beim Hochdruckreinigen in der Selbstwaschanlage die Fenster wieder 8mm runtergefahren, weil ich Idiot den Schlüssel nicht im Auto gelassen hatte.

Man sagt „Selbstwaschanlage“, aber man wäscht da gar nicht sich selbst sondern nur selbst.

Das ist ein Unterschied.

Dann war alles nass in der Karre, alles.

Ist blöd.


Danach war dann der „Sylter Genußlaib“ weg.

Das ist nicht die Freundin von Christian Lindner sondern ein Roggenbrot mit knuspriger … na, das außen rum.

Kruste.

Das sollte es zur Maronensuppe geben, die haben wir deshalb nicht gekocht.


Kurz vor Mitternacht bin ich dann in Hundescheiße getreten.

Bei Minusgraden merkt man das nur am Druck im Sohlenboden, aber im Plus quillt es bei großen Mengen an den Seiten raus.

Ist Scheiße.

Nein, das bringt nur von oben Glück, bei Vogelkacke. Von unten macht es Arbeit.


Und heute am Morgen im Halbdunkel sah ich am Boden vor der Garage einen „Glückspfennig“!


Und dann war der aus Pappe.

Herzlich Willkommen, 2026.

Frohes Neues Jahr!

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„peace, tranquility and good will“

Weihnachtliche Probleme

Weihnachtliche Probleme

Ja, es ist schön im Lichterglanz kurz vor dem Jahresende, klar.

Und „muss ja auch“, „ja, fühle ich“ sagen die Jungen heute.

Und weil hier im Hause -dies als Beispiel- kaum noch Fleisch gegessen wird, ist die Planung des Essens am Heiligen Abend nicht ganz so einfach.

Genau genommen ist es auch nur ein Patt, weil zwei kein Fleisch wollen und die anderen beiden „totes Tier“ wollen.

So sagen es die ersten beiden.

Wir lieben Fleisch, also solange wir kein Tier selbst töten müssen und lediglich an Theken mit Blut konfrontiert werden.

„Wir“, das sind der Hund und ich.

Also Raclette!

Da kann jeder nehmen, was er will.

Wir hatten noch nie Raclette zu Weihnachten, das gehört an den letzten Tag des Jahres. Weil das dauert und die Zeit bis Mitternacht streckt, gemütlich streckt!

Gestern am 24sten schaut man -leider- automatisch zur Uhr, weil deutlich Gefühle wie am Silvesterabend aufkommen, nur ohne Kanonenschläge und Raketen.

Mein alter Vater machte zu Silvester niemals einen Schritt unter den freien Himmel. Vermutlich erinnerten ihn die Geräusche an die schlimmsten Zeiten seines Lebens.

Ich mache das wegen des Hundes seit 10 Jahren auch so. Wir sitzen zwei Stunden im Bad ohne Fenster. Also ich sitze auf einem Kissen, da wo man eben sitzen kann im Bad.

Der Hund hat eine flauschige Decke. Ins Bad geht der von selbst, ich folge.

Eine Rakete habe ich noch nie in den Himmel geschickt. Wozu auch? Ich habe es nie verstanden.

Das Böse fürchtet das Geballere nicht.

Es ist ja noch da, schon am ersten Tag jeden Jahres.

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Ach, um Weihnachten sollte es gehen!

Weihnachten und Geschenke!

Das ist an sich wie beim Fußball.

Wenn wir früher harte Gegner hatten -die von den Dörfern wollten es den Jungs aus der Stadt manchmal richtig besorgen- dann musste man sich auf die einstellen.

Also die traten schon manchmal recht hart zu.

Dann musste man -leider- „dagegenhalten“, nicht unfair, aber auch mit einer gewissen Härte.

So ist Fußball manchmal.

Wenn man selbst schon zweimal bös‘ erwischt wurde und schlimmere Blessuren bei weiterem Foulspiel drohten, dann revanchierte man sich niemals selbst.

Das wäre unklug.

Ein Blick zum eigenen 6er oder zum 100kg-Riesen aus der eigenen Defensive sagte dann ohne Worte:

„Mach‘ et!“

Dann war meist wieder Ruhe und man konnte spielen.

Weihnachten ist das nicht machbar, aber vorbereitet muss man auch da sein, strategisch wird schon vorher gearbeitet.

Es kann ja unvorhergesehene, liebevolle, kleine Aufmerksamkeiten von den lieben Nachbarn geben.

Darauf muss man sich einstellen, wir sprechen dann lächelnd von einem „Revanchegeschenk“.

Anders als beim Fußball lässt sich „Revanche“ zum Fest nicht delegieren.

Natürlich kann man selbst die erste „Attacke“ mit einer Tüte Kekse „fahren“, dann löst man -in der Vorstellung nur- hektische Betriebsamkeit aus bei denen, die man „kalt“ erwischte.

Theoretisch kann man -praxisnah- auch ein kleines Geschenk nach Entfernung der Karte weiterverschenken.

Das würde ich Euch nicht empfehlen, denn dann könnte es passieren, dass ein Nachbar zwei identische Aufmerksamkeiten von verschiedenen Nachbarn erhält.

Was also tun, wenn man „blank“ erwischt wird?

„Schnell, hol‘ die Kekse und kleine Zellophantüten! Mach‘ die ‚Revanche‘ fertig, ich schreibe die Karte! Aber zack-zack jetzt, sonst denkt man ja, wir hätten nix gehabt!“

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Im nächsten Jahr mache ich übrigens 30 Tüten fertig und hänge die an alle Türgriffe im näheren Umkreis.

Ohne Absender! 🙂

Heidewitzka!

Und -nicht vergessen- natürlich eine identische Tüte an die eigene Tür hängen, ganz wichtig zur Verschleierung des Täters!

Weihnachten ist das Fest der Liebe!

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„peace, tranquility and good will“

Einmal ganz schnell

Einmal ganz schnell

….. genau.

Es ist kurz.

Ihr könnt jetzt für Euch allein bei jeder der drei „Fragen“ ganz schnell an eine Antwort denken.

Klar soweit?

Also:

Denk‘ an eine *Farbe*!

Denk‘ Dir ein *Werkzeug*!

Denk‘ an ein *Musikinstrument*!

Und?

Hattet Ihr eines, zwei oder gar drei von diesen:

Rot, Hammer, Geige/Klavier?

Ja, das ist nicht „neu“, aber es könnte typisch sein, wenn Ihr mindestens einen „Treffer“ habt.

Spontan hat man eine Idee, offenbar haben aber viele dieselbe Idee, denselben Gedanken.

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Weitere „Fragen“, gleiches „Spiel“, wieder schnell denken, nicht überlegen:

*Schriftsteller*?

*Musiker*?

*Model*?

Und?

Habt Ihr bei den ersten beiden *männliche* Antworten gefunden und bei der dritten eine *weibliche*?

Wenn ja: Normal.

Und deshalb ist das „Gendern“ eine gute Idee.

Wenn von „Dozenten“ gesprochen wird, sind zwar „Dozentinnen“ mit gemeint, aber im Kopf hat man -oft- zuerst das Bild eines Mannes.

Ach, ich finde „Trottoir“ auch besser als „Bürgersteig“.

Bürgerinnen dürfen es ja auch benutzen.

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„There’s a crack in everything, that’s where the light gets in“

Die Vertragswerkstatt

Die Vertragswerkstatt

Das ist eine kleine nur, aber da arbeiten gute Leute. Ich frage ja vorher. Taxifahrer zum Beispiel, die wissen viel.

Die von dieser Werkstatt machen normalerweise sogar mit dem Kunden vor der Inspektion oder Reparatur eine Probefahrt.

Also, wenn das Auto noch fahrbereit ist.

Die haben wenig Platz auf ihrem Hof, da sind mehrere Gewerbetreibende und gegenüber auf dem engen Hof ist eine Tanzschule. Da ist morgens alles leer bei Walzer und Jive, da stehen viele Schilder, ein Wald von Halteverboten steht vor den großen Fenstern.

Niemand tanzt am Morgen.

Und da stellte ich das Auto hin, um schnell einen Termin auszumachen und den Fahrzeugschein kopieren zu lassen.

Der ist von einem Hersteller von Autos mit einer gewissen Werkstattphobie, die kannten den Wagen noch nicht persönlich. Aber jetzt ging die Heizung auf der rechten Seite nicht mehr.

Der von der Serviceannahne war nett, ich hatte Zeit und der Hund mag alle Werkstätten, es hat ja viele Düfte da nach Öl, Gummi und Benzin oder Diesel.

Es riecht wie bei McLaren in der Formel 1-Box.

Wenn irgendwann alle elektrisch fahren, dann werden Autowerkstätten genauso riechen wie der Wartebereich vom Finanzamt.

Jedenfalls ließ ich ihn seine Tipparbeit erstmal in Ruhe abschließen.

Dann sagte ich nach der Heizungsfehlermeldung:

„Es eilt nicht mit der Reparatur, Sie haben ja tierisch viel zu tun! Der ganze Hof ist voll, ich stehe vor dem Tanzgeschäft.“

Man sagt das so, man identifiziert sich leicht mit dem fahrbaren Untersatz.

Ich saß ja auf einem Stuhl.

„Ach, in zwei, drei Wochen ist der wieder warm. Das Problem mit dem Platz liegt eher daran, dass die Kunden ihre fertigen Autos oft nicht abholen!“

„Wie jetzt? Die stehen dann bei Ihnen herum?“

„Ja, klar, ich kann die ja nicht an die Straße stellen oder auf den Park & Ride-Platz. Also bleiben die hier. Manchmal ruft einer drei Tage später an und sagt, dass er das Auto in 10 Tagen abholt. Der Letzte war nach Mallorca geflogen. Oder es fehlt das Geld zum Bezahlen. Abholen ist ja mit der Bezahlung der Rechnung verbunden.“

„Okay, aber wenn mir das Geld fehlt, kaufe ich lieber etwas zu essen als neue Bremsbeläge.“

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Als ich das Auto dann zwei Wochen später abgab, war da ein anderer Mitarbeiter in gepflegtem Grau, der andere war „out of order“, so sagte der junge Graue.

Genau wie das Auto.

Und wieder war der Hof so voll, dass ich bei den Leuten mit den Cha-Cha-Kursen parken musste.

„Ich stehe vor den Tango-Tänzern!“

„Ja, immer dasselbe mit den Parkplätzen hier!“

„Ja, habe ich schon von Ihrem Kollegen gehört. Die Kunden holen Autos oft zu spät ab. Übrigens kenne ich einen Motorrad-Händler, der berechnet nach zwei Stand-Tagen auf deren Hof pro Tag 12€ Gebühren für den Standplatz.“

„Nee, echt?“

„Ja, es kommt darauf an, wie Sie das verkaufen! Ich würde das so machen:

BMW schenkt Ihnen 2 Tage einen kostenlosen Parkplatz nach Abschluss der Arbeiten!

Darunter, kleingedruckt:

Ab dem dritten Tag berechnen wir eine Parkgebühr von 30€ pro Tag.“

Es ist kein BMW.

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„Time is an ocean but it ends at the shore“

Die Heiligen

Die Heiligen

Es weihnachtet sehr.

Und ich habe in drei Tagen schon drei „Heilige“ getroffen.

Heilige fahren nämlich Bus.

Es geschah zu der Zeit als die Bremsen meines 18 Jahre alten Autos komplett hinüber waren.

Der hatte zu lange gestanden beim Vorbesitzer und dass der TÜV im April weder Bremsbeläge noch Scheiben mit „Verschleißgrenze erreicht“ kommentierte, verstehe ich nicht.

Jedenfalls fuhr ich das Auto gemeinsam mit dem Hund nach „Dunkeldorf“, 30min über Land von meiner Stadt entfernt.

Dort wollte sich ein Freund eines Freundes der Bremsen annehmen, also auf dem Wiesenrand geparkt und zurück nach Hause. Den zweiten Schlüssel hatte er schon.

VW wollte mehr als 3300€ haben, aber ich hatte nur spaßeshalber einen Kostenvoranschlag machen lassen.

Soviel ist das ganze Auto nicht wert.

Dann musste ich also aus Dunkeldorf zurück in meine Stadt, hatte mich aber nicht nach möglichen Bus- und Bahnverbindungen erkundigt.

Wozu auch?

Man kann ja erstmal ankommen und dann mit dem Hund gehen, bis man einen Menschen fragen kann.

Es waren nur 25 Minuten Fußweg zur Haltestelle neben Kindergarten und Schützenverein.

Dann mussten wir 50 Minuten auf den Bus warten, also haben wir den Gesamtspaziergang auf 75 Minuten ausgedehnt.

Dann kam endlich der Bus und ich sagte dem Inder am Steuer, wohin ich will und fragte, was ich mit Hund bezahlen muss.

Er fuhr schon los und als er meine Karte sah, sagte er nur „Ich nehme Sie mit ins nächste Dorf, da fährt dann der Bus in Ihre Stadt. Aber Karten gehen nicht, es gibt nur Barzahlung!“

Das war der erste Heilige.

„Ah, danke! Dann werde ich da in K-Dorf Bargeld besorgen!“

„Da ist nichts, der Bäckerei hat jetzt auch zu gemacht. Da bekommen Sie kein Bargeld!“

„Ach, ich bekomme irgendwie immer etwas!“

Das stimmt.

  • Einschub:

Auf Flohmärkten suche ich jemanden, der PayPal „hat“ und lasse mir dann Bares geben. Auch bei Konzerten klappt das, irgendeine Frau hinter oder vor dem Tresen hat immer Bargeld gegen eine Paypal-Überweisung, wenn ich am „Merch“ CDs kaufen will.

Selten muss ich eine zweite fragen.

Kurz:

Meine erste Wahl ist meistens schon genau richtig.

Vor dem Konzert denke ich ja nicht nach, jedenfalls nicht über Bargeld.

Meine Bank ist nämlich weg, die Shell-Tankstellen haben den Service eingestellt und bei Lidl vergesse ich immer, um Bargeld zu bitten, weil wir uns an der Kasse kurz unterhalten.

Nur mit der Frischebeauftragten im grünen Shirt macht das keinen Spaß.

Aber an deren Kasse gehe ich nicht, vor der habe ich Angst.

Will ich zu meiner Innenstadt-Bank, kostet mich das 3,50€ für das Parkhaus, also, wenn ich in Eile bin.

Teuer für 5 Minuten. Zu teuer. 7DM.

  • Ende Einschub.

Aber in dem Bus sagte eine Dame von hinten als ich vorn ausstieg:

„Ich gebe Ihnen 15€ für den Bus. Reicht das?“

„Toll! Ja, sicher, schreiben Sie ihre Nummer auf, dann schicke ich Ihnen das Geld!“

„Nein, ich will Ihnen das schenken, alles gut!“

Und dann konnte ich nur noch der zweiten Heiligen von draußen winken.

Erst der Fahrer, dann die ältere Dame meines Alters.

Mitgenommen. Geschenkt. Einfach so.

So, also umsteigen, wieder 30 Minuten Wartezeit.

Der Hundespaziergang wuchs auf 105 Minuten an. Der findet das super. Auch eine Bruce-Springsteen-Konzertlänge würde der Hund toll finden.

Dann waren wir 65 Minuten später zu Hause.

So ein Besuch in einem Dorf mit dem ÖPNV zieht sich.

Er kostet aber wenig.

Ich hatte noch 10,80€ übrig.

Zwei Tage später.

Das Auto mit den vier neuen Scheiben, Sätteln und Belägen musste wieder abgeholt werden, also sind wir -der Hund und ich- zur praktischen, nächsten Überlandbushaltestelle 35 Minuten zu Fuß gegangen.

Da hing kein Fahrplan, aber nach 20 Minuten mit „scorpio“, meiner Tabaksorte, kam der Überlandbus.

„Überlandbushaltestellenmülleimer“ ist ein Wort, das ungefähr so lang ist wie die Wartezeit auf Busse.

Heidewitzka, man denkt ja die Busse schleichen, wenn man im Auto hinter ihnen fährt, aber alle drei waren echte Verstappens.

Ein Tempo, irre.

Ach, vor dem Einsteigen:

Ich suchte ja nach dem 10€-Schein von vorvorgestern, aber der war irgendwie weg, wieder stand ich da nur mit meiner Karte und ohne Bargeld.

Als ich das dem Fahrer vor dem 45minütigen „Ritt“ sagte, meinte der nur:

„Geh‘ durch, ich lasse niemanden stehen.“

Der war der dritte Heilige.

(Als Dank habe ich dem einen 7,20€ Gutschein für Rewe geschenkt, es war bedeckt, im Himmel hat das niemand mitbekommen. Schade.)

Und in Dunkeldorf, nach wiederum 25 Minuten Fußweg, 55 Minuten Spaziergang mit Hund in der Tagessumme, da fand ich in meiner Hose unter Feuerzeugen und Waschmarken volle 8€ Kleingeld.

Die hatte ich vergessen.

Die Hose.
Die Füllung.
Das Geld.

Ich werde kein Heiliger.

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„peace, tranquility and good will“

Der Hundekotbeutelstationspate

Der Hundekotbeutelstationspate

Das Wort ist recht lang, aber meine Patenschaft vor 9 Jahren war nur kurz.

Eine Vielzahl von Hundekotbeutelstationen in dieser Stadt wird von ehrenamtlich tätigen Paten befüllt.

Damals war ich morgens mit dem Hund immer ab 7:00 Besucher meiner Stammtankstelle.

Hinter der Tankstelle war ein Park für den Hund mit Freilaufgelände.

Und vor der Tankstelle befand sich eine Hundekotbeutelstation, also so ein Metallkasten mit den Beuteln zum Herausziehen.

Der war aber immer leer.

Also wurde ich Pate dieser Station und mir wurden kurzfristig 10000 Hundekotbeutel in zwei Kartons nach Hause geliefert.

Leider bekam ich keinen Schlüssel für die HKBS, wenn ich das mal abkürzen darf. Nachdem ich dieses Manko zweimal angemahnt hatte, habe ich die 9961 Beutel wieder abholen lassen.

39 Stück hatte mein Hund schon benutzt, ich hatte also durchaus Geduld bewiesen.

Ich war damals also nur ein potentieller Pate.

„Don Corleone“ einer HKBS braucht einen Schlüssel, basta.

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Und heute?

Bei mir in Nähe des Hauses gibt es zwei Spielplätze, einen kleinen „oben“ auf dem Hügel und einen großen „unten“ im Tal mit einem Fußballplatz und einem Feuerlöschteich.

Der obere ist immer sauber, da findet man auch wenn man richtig intensiv sucht, nirgendwo Hundescheiße.

Die Leute machen das weg, weil da ringsum Häuser stehen und weil es eine HKBS gibt, die zuverlässig befüllt wird.

Der untere hingegen ist ein Graus, da darf man den Weg kaum verlassen, weil überall kleine und große Hundescheiße am Rand liegt.

Widerlich.

Aber es gibt dort auch keine HKBS.

Drei große Mülleimer umrahmen den Spielbereich. Müll liegt da fast nie herum.

Aber Kacke.

Und weil mich dieser Dreck nervt, wollte ich dort auch eine HKBS haben und gleichzeitig die Patenschaft übernehmen.

Ich bin alt und habe daher öfter mit der Stadtverwaltung zu tun.

Manchmal geht mir irgendetwas auf den Sack und wenn ich merke, dass das immer wieder passiert, dann schreibe ich an die Stadt damit das geändert wird, was mich stört.

So ist Alter.

Ein Halteverbot an einer Straßenecke habe ich kürzlich auch durchgesetzt, nicht nur auf nette Weise, zugegeben, aber eben strategisch angelegt und nur schwer abzulehnen.

Geht doch.

So, also rief ich jetzt die Entsorgungsbetriebe der Stadt an, bat um eine HKBS für den unteren „Spieli“ wie man sagt und bot gleichzeitig meine Patenschaft für die Kiste an.

Aber der Spieli hat keine „Reinigungsklasse“ wie sich schnell herausstellte.

Es gibt „RK 0“ bis „RK 8“.

Dort wird von dem Entsorgungsbetrieb gar nicht gereinigt, also hängen die dort auch keine HKBS auf.

„Geht nicht“.

Das dürfen die nur bei vorgegebener „Reinigungsklasse“.

Das ist so eine Regel.

Unklar war dann aber, wer denn die drei Mülleimer jede Woche ausleert.

„Wir nicht!“, so schallte es aus dem Hörer.

Nach kurzer Recherche stelle ich dann fest, dass der Bereich „Stadtgrün“ die Mülleimer leert, wenn sie Rasen mähen oder Blätter wegfegen.

Aber die von „Stadtgrün“ wiederum dürfen keine HKBS aufstellen!

Dafür ist ausschließlich der Entsorgungsbetrieb zuständig!

Wie in Schilda.

Der von der Beschwerdestelle des Entsorgers wollte mir dann eine HKBS zuschicken, wenn er eine findet.

Oder es sollte eine „verloren“ gehen wie ich frech anregte. Mein Gott.

Danach sollte das Stadtlogo entfernt werden und ich die Station quasi „völlig privat“ betreiben.

Damit wäre allen Vorschriften Genüge getan.

Die Kiste ist aber immer noch nicht hier, ich sollte die selbst anschrauben. Die dürfen ja nicht, wegen Reinigungsklasse und so.

Und wenn die mir jetzt wieder 10000 Hundekotbeutel liefern, aber keine Station dazu, dann scheißt mein Hund zukünftig vor das Verwaltungsgebäude.

Da ist auch keine HKBS.

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Hier ist „Stammtankstelle“ von 2016:

Das Leben ‚auf‘ der Stammtankstelle

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„peace, tranquility and good will“

„Draußen vor der Tür“

„Draußen vor der Tür„

Der Normanne ist ein junger Mann, der ist „voll digital“, alles hat bei ihm Einsen und Nullen.

Er selbst ist eine Eins, der kann nämlich ganz schön viel und außer auf einem Friedhof hat der fast überall gearbeitet.

Er kennt sogar Claudia S., die mit Karl L. Fotos machte und so. Diese „Faust“-Serie als Gretchen zum Beispiel.

Mode wohl auch.

Also er kennt die von einer früheren Arbeit her. Sie war so alt wie er selbst. Damals. Und heute sind auch beide gleich alt.

Auf Konstanten wie die Zeit ist Verlass.

Jedenfalls hat der keinen Haustürschlüssel, der Normanne, der kommt mit einem Code bei sich rein oder mit seinem Fingerabdruck. Ich beobachte ihn nicht so genau, ich bin ja kein Blockwart.

„Hachkafka“ ruft er mich -keine Ahnung, weshalb- wenn er Zeit hat oder „Hachfresse“, wenn er keine Zeit hat.

Das sind klare Ansagen, die man zu schätzen lernen muss. Niemand anderem würde ich das durchgehen lassen.

Andere haben keine 30kg Muskelmasse mehr als ich.

„Checkst Du?“

Ich nenne ihn „Apollo“ nach dem Hund von dem von „Magnum“.

„Higgins“ hieß der Besitzer der Hunde „Zeus“ und „Apollo“, er war Verwalter des Anwesens in der TV-Serie aus den 80ern. Die Hunde leben nicht mehr.

Und „Magnum“ hatte einen Schnauzbart, durfte aber den Ferrari benutzen. Higgins kam aus UK und hatte auch einen Schnauzer. Das war so ziemlich die einzige Gemeinsamkeit mit „Magnum“.

Ach, sorry, diese Erinnerungen sind überwältigend.

Draußen, richtig.

Die Tür.
Das Schloss.
Das Problem.

Bei uns sind 8 Schlüssel im Umlauf, aus Sicherheitsgründen.

Acht.

8, das ist eine Zahl aus zwei Nullen.

Und ich habe mich vorgestern zum x-ten Mal ausgeschlossen als ich den Müll rausbrachte und verhindern wollte, dass der schwarze Hund hinter mir rausschlüpft.

Ich bleibe ziemlich entspannt.

Ausgeschlossen? Routine! Kennichschon.

Allerdings war Schlüssel Nummer 2 mit meiner Frau, der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, noch für Stunden in einem anderen Bundesland.

Nummer 3 trieb sich mit dem kleinen Kind in der entfernten Großstadt herum.

Der Vierte, deponiert bei Nachbar A, war mal wieder mit dem Wohnmobil weg. Die Nachbarn B mit Nummer 5 waren in Skandinavien.

Man macht doch Anfang November keinen Urlaub, mein Gott!

Dann habe ich das große Kind, das über Nummer 6 verfügt, angerufen.

-Eine Ausnahme, ich telefoniere eigentlich nur mit Arztpraxen, Werkstätten und meiner Physiotherapeutin, da bin ich persistent-

„Ja, kein Ding, Vaddern, ich kann kommen, dauert aber drei Stunden, bin ja an der Nordsee!“

„Nein, bloß nicht! Bleib da!“

Die Schlüssel 7 und 8 wollte ich nicht wegen dieser Lappalie behelligen, das wäre thematisch in der Zukunft als Hilfsbereitschaft zu oft neu aufgekocht worden.

Eine 8 hat ja zwei Nullen.

Kennt man.

„Ist irgendwo etwas offen? Gartentür oder Fenster?“, fragte der Footballer aus der Defense mit den vielen guten Ideen.

„Ja, das Kinderzimmerfenster vorn steht offen, ist aber 6 Meter weit in Richtung Himmel von meiner Holzbank!“

„Dann besorg‘ Dir eine Leiter und kletter‘ da rein!“

Hat geklappt, ich wäre ja allein nicht so flexibel, ich setze zu oft auf den Faktor „Zeit“.

Reines Abwarten löst viele Problene.

Also erst die 3m auf den Holzbalkon, dann nochmal 3m mit derselben Leiter bis zum offenen Fenster.

Da standen zwei Lautsprecher, die muss ich mal woanders hinstellen, morgen vielleicht.

Eine „Normannenleiter“ war das!

Nachbarschaftshilfe!

Er hat mir sogar die Handhabung erklärt.

Von einer Leiter!

Es ist übrigens von Vorteil, wenn man gut lüftet, und auch, wenn man einen Normannen mit einer Leiter kennt.

BTW: Den Haustürschlüssel trage ich jetzt an einer Kette um den Hals.

Ich bleibe nämlich „analog“.

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„peace, tranquility and good will“

Best Shows – 50 Years – 1975-2025

Best Shows – 50 Years – 1975-2025

Eine spontan getippte Liste nach „Laurie Anderson“ in der Elbphilharmonie.

Sechzehnte Etage, Wandplatz, …. aber ein Top-Sound mit dem Blick von oben auf eine großartige Kapelle.

Here we go:

1 Bob Dylan-Docks, Hamburg 2003
2 Bruce Springsteen-CCH, Hamburg 1981
3 David Bowie-Kalkberg, Bad Segeberg 1983
4 Laurie Anderson-Elbphilharmonie, Hamburg 2025
5 Van Morrison-Musikhalle, Hamburg 1986
6 Wilco-Grünspan, Hamburg ~1998
7 Bob Dylan-Sparkassen-Arena, Tübingen 2015
8 Lucinda Williams-Fabrik, Hamburg 2003
9 Bob Dylan-Stadtpark, Hamburg 1995
10 Ryan Adams-Große Freiheit, Hamburg ~2004
11 Bright Eyes-Fabrik, Hamburg 2005
12 Cowboy Junkies-Kleiner Saal, Musikhalle, Hamburg ~2004
13 Tony Sheridan-Jazz Club, Lübeck 1977

Und von denen hier unten hätte es jede auch in die TOP 13 „schaffen“ können.

Fast. 🙂

Sean Rowe (2 Shows), Trapper Schoepp (2). David Olney & Sergio Webb (2), Bruce Springsteen (2), U2 (3), Allison Moorer, Steve Earle, Steve Earle & Allison Moorer, Robert Plant, The Rolling Stones (no ticket!), David Bowie, Anna F., Neil Young (2), Lorde, Natalie Prass (2), Neko Case, Lucinda Williams (3), Bob Dylan (some), Wilco (some), Jeff Tweedy, Khalid, The Builders & The Butchers (2), Joe Henry (2), Rhiannon Giddens (2), Frazey Ford (3), Lisa Hannigan (2), The National, Hannah Aldridge (2), Udo Lindenberg, Lee Hazlewood, Conor Oberst, Robert Forster, Prince, Van Morrison (some), Tim Grimm & Sergio Webb (2), Ryan Adams (some), Calexico, Kacey Musgraves (2), Jake Bugg, Ron Sexsmith, Portugal.The Man, Todd Thibaud, Joseph Parsons (2).

Viele mag ich vergessen haben.

Den mit dem Zylinder zum Beispiel, mehrfach gesehen. Sein Gitarrist hat lange Haare und kaut immer Kaugummi.

Großartig!

Aber sein Name? Er ist weg. Der Name nur.

Über die „Chancenlosen“, insbesondere einige der übertrieben gehypten Brit-Pop-Kapellen breiten wir den Mantel des Schweigens.

Tom Waits muss ich noch sehen.

1977 verpasst, ein Fehler.

John Prine, Leonard Cohen, Lou Reed, Solomon Burke … leider, leider verpasst.

Ein Jammer.

Friedberg! Vergessen. Muss in die TOP 10.

–

Edit: Der mit dem Zylinder war Dan Baird, an Gitarre und Chewing Gum Warner Hodges.

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„peace, tranquility and good will“

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“

Genau das musste ich eben wieder feststellen. Auf den Jahrestermin beim besten Augenarzt der Welt hatte ich drei Monate gewartet, ein vergleichsweise niedriger Wert.

Es gibt eine große Praxis fünf Kilometer außerhalb der Innenstadt, meine Stammpraxis, dorthin gehe ich seit mehr als 15 Jahren.

Und heute war extrem viel Verkehr, tricksen beim Hinweg musste ich, über Schleichwege kam ich noch auf die Minute pünktlich an.

Die sind manchmal recht streng da am Anmeldetresen, deshalb sollte man verlässlich und auf den Punkt präzise erscheinen.

Im letzten Jahr musste ich 5 Meter vor dem Tresen noch drei Minuten warten, aber als ich dann „dran“ war, da war ich dann genau diese drei Minuten „zu spät“, wie mir beschieden wurde.

Da hilft an sich nur ein ganz, ganz breites Lächeln.

Die am Tresen wären nämlich nur die Drittbesten weltweit ……. also wenn es genau drei Augenarztpraxistresen in der Welt gäbe.

Heute jedoch waren sie sehr nett, obwohl ich wahrlich „falsch“ war: Mein Termin war nämlich erstmals in der Innenstadtpraxis, ich erinnerte mich nur dunkel, ca 30min Fahrzeit entfernt.

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“

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Und gestern, da waren andere die „Gewohnheitstiere“.

Ich habe es getan, einfach so.

Nach 27 Jahren habe ich es in „meiner“ Straße gewagt, auf der anderen Straßenseite ein Auto zu parken.

Legal.

Viele sind nun böse auf mich, den Störenfried. Zum Aussätzigen wurde ich für manche.

Eine „Frechheit“ sei das, „dumm“, „blöde“, „egoistisch“, „irre“, und „der ist ja sowieso bekannt hier“, „ich habe die Polizei gerufen“, „kein Wunder, dass Sie allein leben“

…… so die Kommentare zweier ehemals freundlich grüßender Nachbarn.

Zum Teil nur, ein Glück!

Zwei oder drei.

Macht nichts.

So klingt es akustisch von den ganz Lauten mit hassverzerrter Mimik, ja, so klingt es, wenn man eine ungeschriebene Regel ‚bricht‘.

Sogar „Prügel“ sollen mir angedroht worden sein. Leider war ich nicht erreichbar.

Zur Erinnerung:

Ich habe auf der anderen Straßenseite ein Auto geparkt.

Mehr nicht.

Es gibt kein Parkverbot.

So geht ein kleiner „Shitstorm“ im wahren Leben.

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Es handelt sich nämlich um ein schätzungsweise 150m langes Straßenstück mit Gegenverkehr.

Rechtsseitig wird seit 27 Jahren alles zugeparkt. Die meisten Kinder sind groß, daher wächst die Zahl der Fahrzeuge weiter.

Hier begegnen sich oft zwei auf einer „Spur“ und müssen eine Einigung finden, wer nun zurückfährt und dem anderen Platz macht. Ausweichmöglichkeiten gibt es meist nicht.

Das hat hier schon laute, minutenlange Diskussionen gegeben, das war nahezu filmreif.

Kopfschüttelnd steht man daneben und bietet einen Tee an, wenn es länger dauert.

Sogar Frontalzusammenstöße gab es schon!

In einer 30er-Zone!

(Unter „Ochsen I“ wurde so ein Vorkommnis vor vielen Jahren hier im Blog beschrieben)

Gefährlich ist es auch, das einseitige Parken, denn Lieferdienste und mancher Anwohner fahren deutlich schneller als mit den 30km/h, die im eng bebauten Wohngebiet erlaubt sind. Man jagt da sozusagen zügig im vierten Gang durch. Teilweise. Trotz der kleinen Kinder, die mit dem Roller oder mit Stützrädern durch den Stadtteil stromern.

Deshalb empfahl mir eine Dame von der Straßenverkehrsbehörde im Zusammenhang mit einer anderen Frage:

„Parken sie doch einfach mal auf der anderen Straßenseite, das verlangsamt den Verkehr deutlich und macht ihre Straße wesentlich sicherer!“

Und diese Absichtserklärung hatte ich auch noch groß auf einen Zettel geschrieben und hinter die Windschutzscheibe des ungewohnt, aber legal geparkten Kfz gelegt.

Fast alle beschwerten sich regelmäßig über die „Raserei“.

Und jetzt bitte das Foto betrachten. 🙂

Das silberne Auto stand auf seinem Platz bereits als gegenüber 40m „Strecke“ völlig „frei“ waren, kein einziges Fahrzeug stand dort.

Dann ergaben sich aber trotzdem nach zwei Stunden eine reale „Vollsperrung“ der Straße und ein Stau!

Niemand konnte durch die Straße fahren.

Eine Nachbarin sandte mir ein Foto mit dem Text „Klappt ja super, Deine Idee“.

Das Foto seht Ihr ja.

Amüsant.

Ich wurde von einigen sofort als „Schuldiger“ ausgemacht. Logisch. Das ist menschlich.

… aber auch etwas an der Realität vorbei. Um Realitäten geht es oft nicht mehr, es geht eher um Gefühliges.

Es gibt mittlerweile zwei Realitäten:

Eine wirkliche und eine gefühlte.

Auch in der Politik ist das tendenziell zu beobachten.

Es gibt kein Parkverbot, auf der gesamten Strecke nicht. Weder links noch rechts.

„Seit 30 Jahren wird rechts geparkt!“

Ein wenig Anpassung an eine neue, aber anderswo völlig normale Verkehrsituation ist offenbar schwerer als gedacht. 🙂

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“

Amen.

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PS: Hier ist das mit den „Ochsen“

–
„peace, tranquility and good will“

„Wenn Du es riechst, ist es schon in Dir“

„Wenn Du es riechst, ist es schon in Dir“

Dieser Lavendel-Duft in der Provence zum Beispiel!

Oder einzelne -hübsche- Moleküle des Parfums von Passantinnen in der sonnigen Fußgängerzone dort unten im Süden!

„Da kannste etwas mitnehmen“, sagt man ja gern.

Hier trifft es zu.

Klar, es gibt auch andere Fälle. Unschöne.

Aber es ist immer schon zu spät.

Sorry.

–

Schnell zu Rewe, das wollte ich gestern noch. Spät, das ist nicht meine Zeit für Supermärkte.

Dort traf ich einen ehemaligen Schüler und konnte ihn beim Kauf von Dosentomaten (gehackt, immer gehackt!) für „chili con carne“ beraten. Das hätte ich ohne die Anwesenheit seiner Freundin vielleicht kürzer gehalten -zugegeben- aber der ist auch allein einfach witzig.

Er hatte gerade für 41€ Red-Bull-Dosen als Pfand abgegeben.

Das sind recht viele Dosen.

Als ich fragte, wo er die vorher gelagert hat, sah seine Freundin ihn schon an, durchdringend, wie mir schien. Die kann echt gut gucken, sie bringt auch viele Talente für Blicke mit.

Er sagte nur „Themenwechsel!“

Schade.

Dann rief er plötzlich, nachdem er mir den preiswerten Mascarpone aus der Kühltruhe gefischt hatte:

„Ihre Sahne ist undicht!“

-Auf „Fisch“ komme ich noch zurück, schon wegen der Moleküle in der Nase-

Er zeigte auf die 10 Meter lange Sahnetropfenspur hinter mir. Leicht schwankend, ich gehe so, das ganze Leben schon. Hätte der auch früher sagen können.

Lederjacke, Jeans, Hoodie, Schuhe, alles eingesaut. Sahne, die riecht man übrigens auch. Die zieht von den Schuhen regelrecht hoch, olfaktorisch.

Ich mag keine eiligen Einkäufe.

–

Viel ruhiger war nämlich das Einkaufen drei Wochen lang in Aix-en-Provence bei „Auchan“.

Ein traumhafter Supermarkt.

Meine liebste Stadt in Frankreich, auch, aber nicht nur, wegen dieser Ruhe und Entspannung an den Kassen.

Da kommt man beim Einpacken gut hinterher, die sehen sich jede Dose an und scannen sie dann provenzalisch. Wunderbar. Das machen da alle an den Kassen so, ich habe die fast alle durchprobiert.

Die Probleme liegen anderswo, im Produkt.

Ich wollte Crepes machen.

Eier habe ich, …. hatte ich, meinte ich.

Also nur noch Zucker und Mehl, der Rest ist Improvisation.

Wegen der fehlenden Produkte habe ich bei „Auchan“ zunächst ältere Damen angesprochen und gefragt, wo ich Mehl finde, auf Englisch und auf Italienisch.

Also jünger als ich waren die schon. Das ist recht einfach für alle Beteiligten.

Aix ist nicht Nizza, die verstanden beides nicht, weder Englisch noch Italienisch. Ich kann ansonsten nur Latein. Aber eben kein Französisch.

Und nein, das Handy benutze ich dafür nicht. Stillos.

Nach der Dritten habe ich dann recht abrupt auf „jung und attraktiv“ umgestellt.

Den Mittelbau habe ich gleich weggelassen. Der Mittelbau denkt -so glaube ich- der alte Mann sucht gar kein Mehl sondern anderes.

Und vor derart falschen Schlüssen schütze ich alle Mittelbauten.

Manchmal.

„Mittelbau“ ist ein des Merkens würdiges Wort. Seid Ihr „Mittelbau“? Das ist der breite Bereich in der Mitte.

Wie bei Ka, der Schlange.

„Die Mitte?“

Ah, das Mehl, sorry:

Die waren so nett, die jungen Frauen, alle! Eine führte mich gar durch den halben Supermarkt.

Wohin? Ich weiß es nicht.

Die wussten alle nicht, wo das Mehl steht.

Fünf habe ich gefragt, zwei mehr als bei den älteren.

Ihr müsst das nicht kommentieren.

Die leben nämlich gesund, mit viel Gemüse und Fitnesssport.

Mehl, das brauchen die gar nicht.

Also gab es zum Schluss Rührei. Auch schön.

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Dann wollte ich noch diese frischen Riesengarnelen im Gehäuse von der Fischtheke haben, 500 Gramm.

Die waren günstig, nur 12€/kg.

Es heißt nicht „Gehäuse“, man sagt wohl „Schale“, wie bei Bananen.

Wäre ich Garnele, würde ich das als beleidigend empfinden.

Der blonde Fischmann verstand mich nicht, der konnte kein Englisch, aber der war nett und rief zwei ganz dunkle Kollegen. Die haben mich sofort verstanden, aber die sprachen mir meinen Wunsch mehrfach langsam auf Französisch vor.

Ich sollte das nachsprechen, zum Üben.

Dreimal.

Irgendwas mit „mette“ im Mittelbau.

Jedes Mal haben die zu dritt gelacht über mein Französisch. Und die waren zusammen nicht so alt wie ich.

Klar, mir wären Französinnen an der Fischtheke lieber gewesen, aber auch Männern kann man mal eine Freude machen.

Es war ja sowieso schon „in mir drin“.

Garnelen.

Habe die zusätzlich in zwei Hundebeutel gesteckt, damit das Auto nicht anfängt zu stinken.

Ich bin sehr sensibel.

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Eine Kugelschreibermine hält 11.000m, ich werde das jetzt also kurz fassen, sonst ist die Tinte „alle“, hier also noch eine südliche Lebensgefühlkleinigkeit:

Wir haben ein wenig außerhalb auf einem Hügel in einer einspurigen Straße mit 30km/h Tempolimit gewohnt.

„Auf-in-mit“, geht, ja?

Niemand hält sich daran, an diese 30.

Morgens hörte ich die bei 60.

Ja, man hört es am Unterschied des Klanges bei Annäherung und Entfernung des Kfz.

Erkläre ich nicht, Tinte ist knapp.

Also: Man macht einander Platz auf der einspurigen Straße, immer. Und jeder bedankt sich mit einem Winken oder der Lichthupe. Immer.

Es macht mehr Freude mehrfach zu warten als schnell durchzukommen.

Nur ein einziger hat sich in diesen drei Wochen nicht bedankt.

Der war aus Freudenstadt.

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Und wenn Ihr jetzt an ein „Wozu?“ bei diesem Text denkt, dann ist das „voll ok“.

Ich suche ein paar Bilder schöner Menschen raus, damit keiner merkt, dass das nur wenig Inhalt hat.

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„peace, tranquility and good will“