




Weihnachtliche Probleme
Ja, es ist schön im Lichterglanz kurz vor dem Jahresende, klar.
Und „muss ja auch“, „ja, fühle ich“ sagen die Jungen heute.
Und weil hier im Hause -dies als Beispiel- kaum noch Fleisch gegessen wird, ist die Planung des Essens am Heiligen Abend nicht ganz so einfach.
Genau genommen ist es auch nur ein Patt, weil zwei kein Fleisch wollen und die anderen beiden „totes Tier“ wollen.
So sagen es die ersten beiden.
Wir lieben Fleisch, also solange wir kein Tier selbst töten müssen und lediglich an Theken mit Blut konfrontiert werden.
„Wir“, das sind der Hund und ich.
Also Raclette!
Da kann jeder nehmen, was er will.
Wir hatten noch nie Raclette zu Weihnachten, das gehört an den letzten Tag des Jahres. Weil das dauert und die Zeit bis Mitternacht streckt, gemütlich streckt!
Gestern am 24sten schaut man -leider- automatisch zur Uhr, weil deutlich Gefühle wie am Silvesterabend aufkommen, nur ohne Kanonenschläge und Raketen.
Mein alter Vater machte zu Silvester niemals einen Schritt unter den freien Himmel. Vermutlich erinnerten ihn die Geräusche an die schlimmsten Zeiten seines Lebens.
Ich mache das wegen des Hundes seit 10 Jahren auch so. Wir sitzen zwei Stunden im Bad ohne Fenster. Also ich sitze auf einem Kissen, da wo man eben sitzen kann im Bad.
Der Hund hat eine flauschige Decke. Ins Bad geht der von selbst, ich folge.
Eine Rakete habe ich noch nie in den Himmel geschickt. Wozu auch? Ich habe es nie verstanden.
Das Böse fürchtet das Geballere nicht.
Es ist ja noch da, schon am ersten Tag jeden Jahres.
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Ach, um Weihnachten sollte es gehen!
Weihnachten und Geschenke!
Das ist an sich wie beim Fußball.
Wenn wir früher harte Gegner hatten -die von den Dörfern wollten es den Jungs aus der Stadt manchmal richtig besorgen- dann musste man sich auf die einstellen.
Also die traten schon manchmal recht hart zu.
Dann musste man -leider- „dagegenhalten“, nicht unfair, aber auch mit einer gewissen Härte.
So ist Fußball manchmal.
Wenn man selbst schon zweimal bös‘ erwischt wurde und schlimmere Blessuren bei weiterem Foulspiel drohten, dann revanchierte man sich niemals selbst.
Das wäre unklug.
Ein Blick zum eigenen 6er oder zum 100kg-Riesen aus der eigenen Defensive sagte dann ohne Worte:
„Mach‘ et!“
Dann war meist wieder Ruhe und man konnte spielen.
Weihnachten ist das nicht machbar, aber vorbereitet muss man auch da sein, strategisch wird schon vorher gearbeitet.
Es kann ja unvorhergesehene, liebevolle, kleine Aufmerksamkeiten von den lieben Nachbarn geben.
Darauf muss man sich einstellen, wir sprechen dann lächelnd von einem „Revanchegeschenk“.
Anders als beim Fußball lässt sich „Revanche“ zum Fest nicht delegieren.
Natürlich kann man selbst die erste „Attacke“ mit einer Tüte Kekse „fahren“, dann löst man -in der Vorstellung nur- hektische Betriebsamkeit aus bei denen, die man „kalt“ erwischte.
Theoretisch kann man -praxisnah- auch ein kleines Geschenk nach Entfernung der Karte weiterverschenken.
Das würde ich Euch nicht empfehlen, denn dann könnte es passieren, dass ein Nachbar zwei identische Aufmerksamkeiten von verschiedenen Nachbarn erhält.
Was also tun, wenn man „blank“ erwischt wird?
„Schnell, hol‘ die Kekse und kleine Zellophantüten! Mach‘ die ‚Revanche‘ fertig, ich schreibe die Karte! Aber zack-zack jetzt, sonst denkt man ja, wir hätten nix gehabt!“
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Im nächsten Jahr mache ich übrigens 30 Tüten fertig und hänge die an alle Türgriffe im näheren Umkreis.
Ohne Absender! 🙂
Heidewitzka!
Und -nicht vergessen- natürlich eine identische Tüte an die eigene Tür hängen, ganz wichtig zur Verschleierung des Täters!
Weihnachten ist das Fest der Liebe!
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„peace, tranquility and good will“