„The Times They Are A-Changin'“ oder „Veränderungen“ – Dritter Teil
Die fünfte Frau
Ich habe sie nach 36 Jahren „Pause“ einfach angerufen.
Schließlich hatten wir davor um die 1000 Tassen Kaffee zusammen getrunken!
Und ich habe ihr eine Frage am Telefon gestellt, die nur sie allein beantworten konnte, eine sehr schwierige Frage aus einem abstrusen Grenzgebiet der Physik.
„Was ist eigentlich Arbeit?“
Nein, das ist nur eine blöde Begriffswahl in der Physik, die jeder beantworten kann. Fast.
Ich fragte:
„Wissen Sie, was eine PIXE ist?“
Zum Glück war es die richtige.
Also die Frau, nicht die Frage.
Fragen sind ja nicht falsch, auch wenn Politiker gern eine Frage als falsch bezeichnen.
Danach schickte sie mir ein Foto von der Frauenkirche, klar.
Es war nicht die Frauenkirche, das passt aber besser zum Text.
Da waren in großer Entfernung 30 Menschen zu sehen.
Und sie fragte dann:
„Na, wo bin ich?“
Und ich schrieb:
„Du bist die mit der roten Hose, dem schwarzen Mantel und der weißen Mütze!“
Darauf kam zurück:
„Du Idiot! Das sind meine Haare!“
36 Jahre sind doch länger als 36 Tage.
Ansonsten hat sie sich gar nicht verändert, derselbe Gang, dasselbe Klacken der Stiefel auf dem Asphalt.
Wenn ich in den 80ern morgens an der Universität auf sie wartete, dann wussten meine Augen vor meinem Ohren, wenn sie durch die Halle schritt, während ihre Locken jeden Schritt mitmachten.
Und sie widerspricht mir zum Glück immer noch, wenn es angebracht ist.
Also trinken wir weiter Kaffee, nicht jeden Tag wie früher, aber regelmäßig.
Das war ein Beispiel für eine Veränderung, die eigentlich gar keine ist.
–
Die sechste Frau
…. hat mich am heutigen Morgen gefragt
„Wo warst Du solange?“
Dabei kenne nicht einmal ihren Namen und sie hat vermutlich nur ein Viertel meiner Jahre.
Sie arbeitet nämlich in meinem Supermarkt.
Und sie hat mich „auf die App gebracht“ und an der Kasse erinnert sie mich jedes Mal daran, diesen sogenannten QR-Code zu scannen.
Das ist etwas quadratisches in Schwarz und Weiß. Das ist die Eintrittskarte in das Sparparadies.
Und sie hat es mir eröffnet.
Normalerweise will ich diese ganzen Applikationen nicht, aber Frauen haben Überzeugungskräfte, die wir Männer oft unterschätzen.
Und lange dunkle Haare sind auch ein Argument, zugegeben.
Dann lade ich die sofort bei der dritten Mahnung herunter.
Die App.
Das ist eine große Veränderung für mich. In den anderen Supermärkten spricht mich leider keine auf diese Apps an.
„The Times They Are A-Changin'“ oder „Veränderungen“ – Zweiter Teil
Ja, sonst ist das zu lang.
Anyway, here we go:
Die dritte Frau
Ich habe von der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, im letzten Sommer auch die Waschmaschine „übernommen“.
Und auch den Trockner, aber den nutze ich nur für Kopfkissen und Bettdecken.
Die Bedienung beider Geräte ist auch nicht komplizierter als bei einen Toaster. Die sind nur größer!
Füllen, drücken, warten. Einfach.
Eine weitere Veränderung!
Ich mag reine Wäsche mit frischem Duft des nördlichen Windes.
Ja, ich wasche, wische, sauge, koche und kaufe ein.
Schon viele Jahre, ich habe hohe weibliche Anteile, glaube ich.
Unsere Bäder sind rein bis in die Ecken!
„Du hast ja auch sooo viel Z-e-i-t!“
An sich muss meine geliebte Frau nur den Garten intensiv betreuen. Und ich bügele keine Hemden. Dafür gibt es Maschinen.
Das ist im Garten echte, ehrliche Arbeit auf wenigen Quadratmetern. Ein Viertel eines Ars, mehr ist es kaum.
Jetzt wieder Gartenpflege, nach 6 Monaten.
Ich mache aus Prinzip keine Gartenarbeit, weil dabei die Hände sandig und die Schuhe schmutzig werden.
Außerdem „musste“ ich als Kind.
Und ich weiß gar nicht, ob meine Frau meine „Tätigkeiten“ im Haus gut findet.
„Wisch dem Hund bitte die Pfoten ab, wenn er aus dem Garten kommt!“
Oder
„Bitte trockne die Badarmaturen nach der Nutzung ab, sonst muss ich da mit Essig ran!“
Ich verstehe echt gut, was sie manchmal stört.
Aber ich weiß auch, was mich stört.
Ein Dilemma.
Und ich brauche Lob. Wie alle. Männer.
–
Boah! Irre!
Jetzt habe ich einen wahnsinnig tollen Brief bekommen, handschriftlich, mit ehrlicher Anerkennung meiner häuslichen Leistungen!
Was habe ich mich gefreut!
Endlich.
Mir wurde ganz warm ums Herz!
Dazu ein Marzipan-Herz! 🙂
Von „Mest“, in Gold verpackt.
Ja.
–
Ok, den Brief habe ich selbst geschrieben.
Lösungen können einfach sein.
–
Gut, der Teil nach „Dilemma“ war schlicht erlogen.
Ich wollte nur diese Opferhaltung einmal ausprobieren und ihr nachspüren.
„Ich gebe mir Mühe, alles für unseren Haushalt/unser Land kurz vor dem Untergang zu tun! Und alle sind gegen mich, eine fiese Verschwörung ist das!“
Das ist so banal, aber es würde auch hier im Text funktionieren.
„So eine undankbare Frau, sie hat einen Mann, der putzt!“
Habt Ihr das kurz gedacht?
Dann wäret Ihr hier in eine aufgestellte und erlogene Opferfalle getappt.
Meine Frau ist nämlich die beste Ehefrau von allen die ich je hatte!
Die Schönste ist sie auch!
Klar, ich will ja nicht umgebracht werden.
Außerdem hatte ich nie eine andere.
Also geheiratet.
–
Die vierte Frau
Ja, ich habe ‚auf Anweisung‘ 12kg abgenommen, ohne Stress und ohne Hungergefühle.
Ich musste, damit der Arzt nicht mehr über meine Tabakpfeife „meckert“.
Das war der Deal.
Ärztliches Schweigen zur Sünde, erkauft mit einer kleinen Veränderung.
Ich bin ein „Dealmaker“.
Heute fand ich beim Einsortieren der Wäsche (!) zwei alte Lederjeans von 1993.
Die passen mir beide wieder, die braune sitzt etwas zu locker, die schwarze passt aber wie angegossen!
In einer Schule konnte man das nicht tragen, ich war ja nicht Lenny Kravitz, ich war da eher der Nachkomme von Isaac Newton, und mein bester „Freund“ hieß DeMoivre-Laplace.
Niemand mochte meinen Freund.
Und als ich meiner Frau das schwarze Leder vorführte, da sagte sie nur:
„Das ist nicht Deine, das war meine! Aber die passt auch dem kleinen Kind nicht!“
Eine „30“.
Ich freue mich über das nächste Loch im alten Gürtel.
„The Times They Are A-Changin'“ oder „Veränderungen“ – Erster Teil
Wie kommt Ihr eigentlich in Zeiten großer Veränderungen mit kleinen, privaten Veränderungen zurecht?
Insbesondere geht es hier um die Frauen, also um sechs.
Erstmal.
Da sind „Doppelte“ dabei, ist egal.
Von Männern verstehe ich zu wenig, um sie zum Thema zu machen.
Sorry, Jungs.
Ich kenne auch höchstens 10 recht gut.
Männer sind mehr „Fluchtwesen“ im Privaten und Persönlichen als Frauen.
Basta. 🙂
Jedenfalls mir gegenüber.
Ich spreche wohl zu viel.
„Kafka, halt die Klappe!“ sagt der Ex-Schwergewichtler aus der Normandie manchmal im Spaß.
Und mit keiner von ihnen hatte oder habe ich mehr als guten „menschlichen“ Kontakt.
Also keinen „männlichen“.
Also bis auf die Dritte und die Vierte.
Bevor ihr Euch zu viele Hoffnungen macht.
–
Die erste Frau
Kürzlich bot mir eine junge Frau, wir siezten uns seit mehr als einem Jahrzehnt, da wir geschäftliche Kontakte pflegten, das „Du“ an.
Eine Veränderung!
Gar nicht so leicht diese Umstellung, wir korrigieren uns wöchentlich gegenseitig.
„Du!“
Mir, einem alten Mann, bot sie das an!
Ich finde sie sehr modern. Das Angebot wäre ja eigentlich meine Aufgabe gewesen.
Aber ich sammele keine „Körbe“, zuviel „Risiko“, deshalb fragte ich nicht.
Sie ist eine „Schwärmerin“, so könnte man das ausdrücken.
Sie liebt Robert Redford.
Jeden Film kennt sie, jeden Dialog, alle Filme stehen in ihrem DVD-Regal.
Alle.
Redford ist ihr Dylan.
Oder ihr Kaiser.
Andere Vergleiche fehlen mir.
An sich sollte jede und jeder Leidenschaften haben. Egal, welche.
Nur keine blauen, bitte.
Sie sammelt auch Fotos von Robert und Artikel über ihn aus Zeitschriften.
Das würde sie für Habeck nicht machen.
„Ein Wahnsinns-Mann, seine Falten sind mir egal! Ein Gentleman! Ein toller Mann! Mit Pferden kann er auch! Und …. ich würde ihn nicht von der Bettkante schubsen!“
Mich schon.
Ich bin zwar viel älter als sie, jedoch gleichzeitig viel jünger als Robert Redford.
Aber mich duzt sie jetzt, da liege ich vor „dem anderen“, ihrem „Crush“ in der Gefühls- und Gedankenwelt.
Ich versuche, diese jugendlichen Ausdrucksweisen in Grenzen zu adaptieren, das soll mir ein wenig ‚Aura‘ verpassen.
Soll.
Man lacht über mich.
Mich erfreuen lachende Menschen.
Es wird zu wenig gelacht!
Sie, meine neue Duz-Freundin, hat mir sogar ihren Vornamen verraten:
„Heidrun“
Ich sage „Heidemarie“ zu ihr, einfach, weil ich dieses U nicht mag. Sie wird sich im Laufe der Jahre an den neuen Vornamen gewöhnen.
Da bin ich „persistent“.
Ich habe ein U im dritten Vornamen, aber ich bin ja auch keine Frau.
„Frau“ hat ja schon ein U, dann sollte der Vorname nicht auch noch eines haben.
Kordula, Ulrike, Heidrun, Gudrun.
Sorry, mit deren Eltern würde ich gern mal ein Gespräch führen. Die Namen werden zu „Kuddel“, „Ulli“, Heidi“ und „Guddi“ und das schon in der Grundschule!
„Dulli“ für Kordula ist der Tiefpunkt aller Kosenamen.
Ok, Ulrike, der Name geht noch.
Aber ich hatte vor knapp 60 Jahren eine persönliche Negativerfahrung mit einer Ulrike.
Beim Kopfrechnen.
Ausnahme von der U-Regel:
„Luna“!
Bei dem Namen ist das kein U, das ist ein liegender Halbmond!
Ach, Heidemarie, ja, wir duzen uns nur zu zweit, im Geschäftlichen will ich beim „Sie“ bleiben! Was sollen Ihre Kolleginnen im Finanzinstitut von uns denken?
Ich möchte sie doch nicht kompromittieren!
Aber sie will das offenbar riskieren!
Mutig, mutig.
Redfordisch! Dylanesk! Kaiserinnenlich!
Und lachen kann sie, eine Straße beschallt sie problemlos.
Allerdings frage ich mich schon seit Jahren, was Heidemaries Mann denkt, wenn da Robert Redford neben seiner schlafenden Frau an der Bettkante hockt.
Gedanklich nur, logisch.
Der bleibt nämlich cool.
Also ihr Mann, nicht Robert.
Und wir Männer wissen nun, dass Ihr Euch uns auch mit 88 noch an Eure Bettkante wünscht.
Mir ist das nicht gegeben, dieser Wunsch nach 88 Jahren an meiner „Kante“.
Nur für eine Mutter Teresa mache ich eine Ausnahme.
Zum Falten meiner Hände. Mehr nicht.
Und das obwohl ich gelebte, weibliche Falten lieber mag als künstlich glattgezogene Gesichter mit aufgespritzten Lippen aus einem Katalog.
–
Die zweite Frau
Dann sandte mir heute eine höchst attraktive, junggebliebene Dame ein Foto des nahezu perfekten Arbeitsplatzes ihrer neuen, jungen Kollegin.
Eine Veränderung!
Ein Upgrade! Für mich ist das eines!
Leider ohne ein Foto der Kollegin.
Das muss eine Klasse-Frau sein, die hat ihren Schreibtisch farblich auf ein neues Niveau gehoben!
Wer das tut, der fehlt nicht, der will diesen einfarbigen pastellfarbenen Rausch auch mit einem Schnupfen erleben!
Und es spricht für eine hohe Arbeits-Motivation der Angestellten!
Eine kreative Gestalterin ist sie!
Denn so muss ein Arbeitsplatz sein: Schön.
Und jung ist die bestimmt, nicht weit von ihrer Pubertät entfernt.
Man weiß es ja nicht. Leider.
Kein Foto.
Die Frau, die mir das Foto schickte, sie ist, ich sage es ungern, exakt in meinem Alter, aber das ist nicht sichtbar, die wiegt immer noch dasselbe wie vor 50 Jahren und sie „passt auf“.
Von „Schaumküssen“ hebt sie zum Genuss nur die Bitterschokolade ab, den Rest entsorgt sie.
Ich konnte dem Vorgang vor 30 Jahren einmal beiwohnen.
Ein Erlebnis. Wie in Zeitlupe.
Fast eine Hungerkünstlerin, eine Gandhi.
Und sportlich zudem.
Das war Gandhi nicht, er spielte nicht Tennis und auch nicht Golf.
Ich glaube, dass sie vielleicht Probleme mit kleinen Veränderungen in der Zukunft bekommen könnte, denn sie hätte mir das Schreibtischfoto nicht geschickt, wenn sie die Farbe und die Gestaltung lieben würde.
Sie würde sie auch nicht tragen, diese Farbe.
Obwohl ihr Haar dazu fast perfekt passt, so wie Ribanna zu Winnetou.
Hach, sie hat auch etwas von Daliah in den 1970er Jahren!
Nicht nur den Kopfschmuck.
Sie ist eine „Bewahrerin“, sie möchte vieles so haben „wie früher“.
Auch sich selbst.
Zumindest denke ich das von ihr.
Sie trägt ausschließlich Naturfarben, Beige, Braun, selten Schwarz, aber immer stilvoll und mit „taste“.
Chanel, zum Beispiel.
Ich formuliere hier mit dem Florett auf schnellen Füßen, nicht mit einem schweren Schwert in einer gemeinen Faust!
Also falls sie das liest.
Sie hat selbst nämlich ein sehr, sehr spitzes, verbales Florett.
Ich fürchte ihre Trefferquote.
Nun ja, sie sticht zum Glück auch oft in die Luft.
Leute, ich weiß auch nicht, ob ich immer schon so blöd war oder ob es gerade der fortgeschrittene Alterungsprozess ist.
Erst habe ich diese Grillzange beim Angeln nach dem Pfeifenmundstück im Gulli geschrottet.
Leider hat die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, das mitbekommen.
Normalerweise schläft sie länger, dann hätte ich die Reste unten in der Mülltonne entsorgt. Ich hebe die Beutel an und stecke solche Missgeschicke tief nach unten.
Wegen der Nachfragen solltet Ihr das auch so machen.
„Wie kann das sein?“
Das ist eine Frage, deren Beantwortung mir früher leichter fiel.
Jedenfalls trinke ich morgens im Dunkeln draußen meine vier Espresso. An sich ist das zuviel, aber man kann so eine Maschine, die man auf den Herd stellt, nicht halb füllen.
Damit das nicht so ungesund ist, nehme ich vier Teelöffel von dem „guten“ braunen Zucker dazu.
Wir haben seit 9 Monaten so eine elektrische Maschine, die alles kann, sogar Milch aufschäumen. Aber meine Frau hat die Bedienungsanleitung noch nicht lesen können und ich soll sie nicht in Betrieb nehmen, weil ich mich weigere, Anleitungen zu lesen.
Immerhin staube ich die ab.
Jeden zweiten Tag, das habe ich also schon 137mal gemacht.
Das ist ein aufgerundeter Wert.
Jetzt habe ich -keine Ahnung, wie ich auf die dumme Idee kam- diese uralte Blechmaschine in die Spülmaschine gestellt.
(Ich sage immer ‚Waschmaschine‘, meine aber die für Geschirr. Das sage ich seit 33 Jahren, jedes Mal korrigiert das meine Frau.)
Dann kommt die nicht in Silber raus sondern die sieht aus wie ein Schornsteinfeger.
Zum Glück ist meine Mutter -Quatsch- meine Frau!, mit ihrer Mutter für einige Tage an ein Wasser gefahren.
Sie, also meine Frau, nicht deren Mutter, hatte mir vor 15 Jahren eine kleine Espressomaschine für nur zwei Espresso-Tassen zum Geburtstag geschenkt.
Die habe ich heute ersatzweise eingesetzt.
Die hat aber keine Kanne, die hat ein „Tablett“, auf das man die Espresso-Tasse stellt.
Man kann keine Cappuccino-Tasse draufstellen, weil das ganze kippt, wenn unten das Wasser raus ist und in der Cappuccino-Tasse gelandet ist.
Dann versaut man die Herdplatte.
Das weiß ich.
Man sieht es der Konstruktion ja an.
Ich wärme die Tassen immer mit heißem Wasser vor. Auch die Espresso-Tasse.
Man muss die dann rechtzeitig unter diesen Hahn stellen, sonst läuft der Espresso auf die Herdplatte, verbrennt, brennt ein und man muss warten, bis man putzen kann.
Sonst schmilzt das Material des Microfaser-Lappens durch die heiße Herdplatte, ja, hatte ich auch schon.
Bei Nudeln.
Geht schwer ab von der Herdplatte der Mist.
Und heute um 5 Uhr morgens habe ich dann vergessen, die Tasse rechtzeitig unterzustellen.
Wegen Donald Trump.
Ein ZEIT-Artikel, der länger war als ich dachte und mich ablenkte.
DT lenkt leider oft ab.
Dann mit dem Lappen den Espresso vom Herd aufgenommen und kurz im Halbdunkel die helle, cremefarbene Front unter dem Herd abgewischt.
Zum Glück ist meine Frau ja nicht da.
Bei Licht sah diese helle Poggenpohl dann richtig ‚Scheiße‘ aus. Das geht aber mit Glasreiniger gut weg, war auch zu den Töpfen reingelaufen.
Espresso, das ist eine schnelle Sache.
Eigentlich.
„Wie kann das sein?“, das ist eine Frage, deren Beantwortung mir früher leichter fiel.
Hatte ich das schon?
Jedenfalls wollte ich die Fronten sowieso saubermachen, aber mit so einer kleinen „Miss Geschick“ am Morgen ist das viel motivierender.
Dann habe ich nochmal Espresso aufgesetzt.
Der ist jetzt kalt, weil ich die ganze Malaise getippt habe.
Es ist 5:43.
Eigentlich zu spät für Espresso.
Ich hatte schon bessere Tage.
Mit meiner Frau. Aber auch ohne.
Und gut, dass sie heute keine Fragen stellen konnte.
–
An sich wollte ich heute den Flur streichen. Das wollte ich schon nach Silvester machen.
Also nach Silvester 2023.
Die Farbe war dann im letzten Sommer bei Lidl preiswert.
Alpina.
Hält sich ja.
Mir ist das Risiko heute zu groß. Nach dem „DT-Espresso“.
Wenn mir der Eimer kippt, wäre das schwer zu erklären, wenn sie wieder da ist.
Ich werde stattdessen die Stereoanlage umbauen, also eine davon.
Vor circa 10 oder 15 Jahren hatte ich bei Ebay eine ‚Tag McLaren‘-Vorstufe günstig bekommen. Das sind die sündhaft teuren Nachfolger der britischen audiolab- bzw. der deutschen Camtech-Vorstufen gewesen, gleicher Aufbau, aber noch hochwertiger bestückt.
Neu kostete die meines Wissens Ende der 90er um 1500£, britische Pfund. Viel zu teuer. In Deutschland wurden die kaum gekauft.
Ihr würdet ja auch keine britischen Dosentomaten für 5€ kaufen, wenn die aus Holland 0,89€ kosten.
Aber manchmal lohnt sich das bei gebrauchten „Tomaten“.
Die Phono-Entzerrer-Vorstufe darin ist herausragend, sagt man.
MC und MM.
Dasselbe gilt für den Kopfhörer-Ausgang.
Leider hatte der Verkäufer die Fernbedienung des nahezu neuwertigen Gerätes nicht mehr. Das kauft dann kein Mensch mehr, aber ich.
Qualität ist immer der Feind der Bequemlichkeit.
Nachdem er die Vorstufe viermal eingestellt hatte, hatte ich ihm damals ein Angebot gemacht, das er auch hätte ablehnen können, aber der war nervlich schon am Ende.
Ein „Deal“.
Geduld ist wichtig, besonders im geschäftlichen Bereich.
Ja, auch im Privaten!
Und die Vorstufe probiere ich heute mal aus, das ist recht aufwändig. Ich hatte die nur für den Fall mitgehen lassen, dass eine andere mal zur Reparatur muss.
Leider ist nie eine kaputtgegangen.
Ich lasse die erstmal warm laufen. Nach 3 Stunden geht bei den analogen die Sonne schon auf.
Hoffentlich kratzt das Potentiometer für die Lautstärke noch nicht, sonst muss ich da mit WD40 Kontaktspray rangehen.
So ein Flur, der wird doch sowieso wieder schmutzig.
Vielleicht streiche ich den im Sommer.
Es liegt einfach zu viel an gerade.
Und neulich waren bei der HiFi-Messe wieder nahezu 99% Männer anwesend, viele, sehr viele „Silberfüchse“ darunter.
Unsere letzte Bastion!
Mit drei Frauen habe ich dort gesprochen, eine hat Kuchen verkauft, die zweite war nett, stellte sich aber als Schallplattenverkäuferin heraus, die zuhause keinen Plattenspieler hat und die dritte sagte nur:
„Mich interessiert das alles nicht, aber ich musste mit!“
Niemals, never ever, würde ich meine Frau, die trotzdem die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, ist, in ein Plattengeschäft oder gar zu einer Männer-Messe mitnehmen!
Oder zu einem Konzert mit Musik, die ihr nicht gefallen könnte, auch nicht.
Oder zu einem Fußballspiel!
Oder in ein Automobil-Fachgeschäft!
Wozu?
Mann braucht Ruhe im eigenen Garten Eden.
–
Heute wieder diese Rückenschmerzen, nur leicht, aber wahrnehmbar.
Ich gehe davon aus, ohne Beweise zu haben, dass diese von unbequemen Sitzgelegenheiten in europäischen Schuhgeschäften herrühren.
Mein Rekord sind übrigens 95min vor einem ZARA-Geschäft 2017 in Nizza, mit Hund.
Der durfte da nicht rein.
Allerdings wartete ich auf zwei Frauen, Durchschnittsalter damals 31,5 Jahre, also waren es auch nur 47min 30s pro Frau.
Ein üblicher Wartezeit-Durchschnittswert pro Geschäftsbesuch in weiblichen Style-Angelegenheiten!
‚MWZW‚ ist eine Abkürzung und bedeutet „Männlicher-Warte-Zeit-Wert“. Die Einheit können Minuten oder Stunden sein.
MWZW = 95min
Oder
MWZW/PF = 47,5min/Frau
Das ist die „männliche Wartezeit pro Frau“, als Quotient zu berechnen, zum Beispiel, wenn ein Mann mit einer Frauen-Gruppe unterwegs ist.
Edit:
Der Papst hat mir geschrieben, dass er den Begriff „MWZW“ nicht verstanden hat.
Ja, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, regte an, dass ich nach 8 Jahren mal wieder zum Hörgeräteakustiker gehen sollte.
„Du wirst ja nicht jünger!“
Mit dieser Begründung kann man auch als Grundschüler zum Hörtest gehen.
Deshalb habe ich dann einen Termin gemacht, sozusagen bei einer Art „Weltmeisterin“ der Hörgeräteakustik.
Der Hintergrund ist der Folgende:
Meine Frau meint, ich höre schlecht, ich dagegen meine, dass sie zunehmend nuschelt.
Vielleicht meint sie auch, dass ich nicht „zuhöre“, das ist auch möglich.
Andererseits wiederholt sie wesentliche Aspekte doch sowieso.
Es macht wenig Sinn, bereits beim ersten Mal alle Informationen zu speichern. Man isst auch nicht Frühstück, Mittagessen und Abendbrot auf einmal.
Man teilt sich das für den Tag ein.
Nichts anderes tue ich.
Nur eben mit den Ohren und nicht mit dem Mund.
Das zweite Problem ist das TV-Gerät, dass sich verschämt in eine Zimmerecke drückt und schräg über die Zusehenden blickt.
Meine Frau nutzt das „Wandsofa“ in circa zwei Metern Entfernung vom Fernsehapparat.
Wir haben ein Altgerät, nicht dieses raumgreifende, schwarzmalerische Wandelement.
Es ist aber schon eckig.
Ich selbst nehme auf dem „Raumsofa“ Platz, weil wir beide zur Entspannung gern die Füße hochlegen.
Einer von uns verliert da jeden Tag, weil der Hund täglich neu entscheidet, wessen Füße nicht auf das Sofa gehören.
Er will dann diesen speziellen Sitzplatz.
Meistens neben meiner Frau.
Aber ich bin sein Vorgesetzter, ich pflege sein Fell, ich ernähre ihn, ich mache die meisten Spazier- und Stadtgänge mit ihm!
Unfair.
Es ist eine Hündin.
Also, mein Platz ist 2,8 Meter von der Lautsprechermembran des TV-Geräts entfernt, also 1,4mal so weit wie der Sitzplatz meiner lieben Ehefrau.
Fast täglich bitte ich um Erhöhung der Lautstärke während der „heute“-Nachrichten.
Ich präferiere hier die Einstellung „12“ während meine Frau eine „8“ für völlig ausreichend hält.
„Das ist laut genug!“, sagt sie.
Regelmäßig gibt es darüber einen kleinen Disput, weil ich die Augen zusammenkneifen muss, um jedes Wort zu verstehen.
Ja, klingt blöd, aber das fokussiert mein Gehör.
Angenommen, die Lautstärkeskala ist linear gestaltet, dann möchte ich das TV-Gerät also 1,5mal so laut gestellt haben.
12 durch 8 macht 1,5.
Gute Geräte verfügen normalerweise über logarithmische Skalen, aber das Unsrige stammt aus Asien.
Ich möchte nicht kleinlich erscheinen.
Meiner Frau erklärte ich bereits, dass ich wegen der 1,4-fachen Entfernung nur halb so laut höre wie sie.
Zwischenbemerkung für Nicht-Mathematiker: 1,4 zum Quadrat ergibt 1,96, gerundet also 2.
Die Lautstärke nimmt ja quadratisch mit der Entfernung ab.
Ich möchte jetzt das mit dem Quadrat physikalisch nicht erklären, glaubt mir bitte einfach.
Also höre ich so als würde meine Frau (bei linearer Skaleneinteilung) für sich eine „4“ einstellen.
Dann hört sie meiner Meinung nach gar nichts.
Also fast.
Wünsche ich nun eine „12“, dann höre ich ja besser als meine Frau, die Lautstärke wünsche ich nicht zu verdoppeln! Ich will nur den Faktor 1,5 bei der zahlenmäßig erfassten Wortemission des Gerätes.
12 durch 8 ist 1,5.
Meine Frau versteht mich nicht.
„Red‘ nicht so herum, mir ist das zu laut!“
Ich würde niemals mit „Red‘ nicht so herum, mir ist das zu leise!“ antworten.
Ich sage: „Mach‘ lauter!“
„Nein“, sagt sie dann.
Ich darauf: „Gib‘ mir bitte die Fernbedienung!“
Das Ergebnis ist normalerweise, dass die Nachrichten auf „8“ laufen, wir aber beide nichts davon gehört haben.
Eine Zeitung aus Papier wäre eine Lösung.
Einen Sofatausch lehnt sie ab. Sie liebt Wandkontakt noch mehr als mich.
Vielleicht.
Und meine neue, prämierte Hörgeräteakustikerin hat mir unglaublich viel neues Wissen über Hörgeräte, Gehörschutz und die Problematik, ein Hörgerät speziell für Musik zu optimieren, vermittelt.
Ja, manche Sätze hören einfach nicht auf.
Die sind manchmal wie Konzerte von Taylor Swift.
Und auf dem Messprotokoll hat sie erstens knapp notiert, dass ich im nächsten Jahr schon wiederkommen darf.
Also die Hörgeräteakustikerin, nicht Taylor Swift.
Die gefällt mir nicht so gut und ihre Musik mag ich auch nicht hören. Die Hörgeräteakustikern spielt in einer ganz anderen Liga.
In einem anderen Fachbereich.
Sie gibt mir vollumfänglich Recht.
Und es wäre in ihrem Fall viel schlimmer, schlecht zu sehen als schlecht zu hören.
Ich erwog für den nächsten Hörtest den 1. Januar 2026, aber da haben die geschlossen.
Und zweitens schrieb sie, ich hatte um eine Bemerkung für meine Frau gebeten, den Satz:
Manchmal brauche ich einfach Fleisch. Und der Rinderbraten war im Angebot. Also habe ich davon zweieinhalb Pfund gekauft.
Das sind 1250 Gramm.
Ich schreibe das für alle unter 30.
Der Fleischer ist nämlich ziemlich jung, der verkauft erst seit vier Wochen an der Theke. Und ich gebe es zu, ich nenne das Gewicht absichtlich so wie früher.
Warum soll ich mich plötzlich umstellen?
Das ist wie mit „um Dreiviertelfünf“, das mache ich auch aus reiner Lust am Nervigsein für andere Menschen.
Könnte man denken.
Es ist wirklich nur Gewohnheit!
Dann habe ich gefragt, ob ich den Braten in einer abgedeckten Schale noch einen Tag im Kühlschrank aufbewahren kann. Ich wollte diese vierstündige „low-temperature“-Aktion auf den nächsten Tag verschieben.
„Klar!“ hat er gesagt, „besser als in der Plastiktüte.“
Leider hatte ich einen Tag später noch weniger Lust auf diese Aktion mit dem Rinderbraten, Hunger hatte ich auch nicht.
Vor allem nicht auf 1250 Gramm.
Das meiste esse ich ja selbst, hier im Haushalt ist so eine Philosophie eingefallen, die bislang an mir vorüberzog wie eine Regenwolke.
„Wir wollen nicht mehr so viel Fleisch essen.“
Die Lösung war einfach:
Ich habe einen Sauerbraten angesetzt.
Der Rinderbraten muss dann drei Tage in der Rotweinbeize mit den Gewürzen liegen.
Heute ist erst der zweite Tag.
Ich habe schon überlegt, ob eine viertägige Lagerung auch noch tolerabel ist.
Leider mag ich Sauerbraten gar nicht so gern wie einen Rinderbraten in der Version ohne das Baden vorher.
Gut, einen Teil könnte man einfrieren, einen anderen verschenken.
So teuer war der ja nicht.
Das war zu „wie faul kann man sein?“
–
Zur zweiten Frage
„Wie kann das sein? Warum passieren Dir solche Dinge?“
Ja, das frage ich mich auch manchmal.
Ich stelle Euch eine einfache Gegenfrage:
„Was würdet Ihr tun, wenn Euer Ehering in einen Gulli gefallen ist?“
Eben! Das kann nämlich jedem passieren!
Daran können Ehen schneller scheitern als an Zahnpastatuben!
Mir ist leider das Mundstück meiner kleinen Lieblingspfeife in einen solchen geraten. Ein glatter „Durchschuss“ durch eines der vier Zentimeter im Durchmesser messenden Löcher am Rand!
Es liegt auf einer Abdeckung in ca 25cm Tiefe unter dem Betondeckel, ein echtes Malheur.
Und da liegt es immer noch.
Der Normanne hätte die Kraft, den Deckel herauszuheben, aber er hat gerade schlechte Laune und dann frage ich ihn lieber nicht.
Zuerst habe ich es mit einer Grillzange versucht, aber diese Plastikgriffe vorn waren zu breit.
Leider ist mir dabei einer der beiden zerbrochen, das werde ich meiner Frau, der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, nicht sagen.
Ich versuche erstmal, die gleiche Zange neu zu beschaffen. Ein paar Gebrauchsspuren kann man mit einem Messer und Sandpapier gut nachstellen, denke ich.
Ich halte viel von „Präzision“.
Jetzt habe ich von der Metallzange beide „Plastiklöffel“ vorn ganz abgeschlagen. Dann ist die Zange schmaler und passt durch das Loch vom Gullideckel.
Es ist beim Putzen der Pfeife passiert, der Hund schnüffelte und ich blieb an dieser absolut falschen Stelle stehen.
Ohne Hund wäre das unmöglich.
Das war gestern, am 13ten.
Logisch.
Leider ist die Zange jetzt zu kurz.
Nun habe ich vorn mit „Ducktape“ oder „Elefantenband“ eine Konstruktion erstellt, um die Zange zu verlängern.
„Ducktape“, das ist dieses silberne Gewebeband, das so gut klebt.
Vorn habe ich daraus einen Kontaktpunkt gebaut und angeklebt, mit der Klebefläche nach außen.
Ich kann den Kontakt zum Mundstück im Gulli herstellen, aber nur so, dass ich es halten kann, quer passt es nicht durch das Loch vom Gullideckel.
Wenn ich es am Rand erwische, ist die Klebekontaktfläche zu gering, die Gravitation ist der Klebkraft des Ducktapekontaktpunktes dann überlegen.
Ich werde meine praktisch veranlagte Frau fragen müssen, was ich machen soll. Leider sieht sie dann die kaputte Grillzange.
Da muss ich jetzt „durch“.
Es ist entwürdigend, morgens um 6:30 liegend auf einem Gullideckel von Nachbarn mit Hund gefragt zu werden:
„Was machst Du da?“
–
🙂
–
By the way:
„The term “duck tape” today refers to a specific brand of duct tape. Duck Brand® duct tape takes its name from the original name of duct tape.“
Kürzlich habe ich einen Artikel im Internet gelesen. Der war recht interessant, aber auch ziemlich frustrierend.
Ich kann den nicht finden.
Früher wusste ich immer, ob ein Artikel rechts oder links oder oben oder unten in einer Zeitung stand. Dann konnte ich den Stapel zügig durchgehen und meistens habe ich ihn dann gefunden.
Wenn nicht, dann fanden sich auch andere gute Artikel.
Im Internet ist der Stapel aber ziemlich fett und man findet beim Wiedersuchen weniger Interessantes als Schrott.
Aber vielleicht bin ich auch nur zu blöd zum Suchen.
Jedenfalls war das Ergebnis des Artikels, den ich nicht wiederfinden kann, dass ich an sich nicht intelligent sondern eher blöd bin.
Das lese ich gern zweimal, logisch, denn einem Intelligenten würde das einmalige Lesen reichen.
Wer besonders intelligent ist, soll nach besagter Studie, die in dem Artikel vom Display zitiert wurde, etwas „chaotisch“ sein, „unordentlicher“ als andere und „weniger soziale Kontakte“ haben als der Durchschnitt der Bevölkerung.
Außerdem „fluchen intelligente Menschen mehr als andere“, so sinngemäß die Aussage des Artikels.
Ich fluche nur ganz, ganz selten.
Bin ich dann nicht intellligent?
Die meisten Menschen tendieren ja dazu, lieber intelligent sein zu wollen, ich bislang auch.
Bin ich also …. blöd, wenn ich nicht fluche oder ist die Umkehrung der Aussage notwendigerweise falsch?
Kommt mir jetzt bitte nicht mit Logik!
Auch die Aussage über die geringere Anzahl sozialer Kontakte bei Menschen mit höherem Intelligenzquotienten ist mir aufgestoßen. Eigentlich kenne ich nämlich gar nicht so wenige Menschen.
Früher kannte ich mehr, das stimmt schon.
Soziale Kontakte machen ja irgendwie glücklicher als Einsamkeit, so denkt man sich das ja. Naheliegend.
Wegen des Hundes sind jedoch in den letzten Jahren die Hundebesitzer in unserer „hood“ und in der Stadt dazugestoßen, das ist meist recht nett.
Ist es dann also richtig, wenn man sagt, dass Menschen mit Hunden weniger intelligent sind als solche mit Katzen, weil man mit Hund beim Ausführen mehr soziale Kontakte als mit einer Katze hat?
Politiker zum Beispiel dürften bei der Anzahl der Sozialkontakte relativ weit oben liegen. Und die fluchen auch nicht so oft öffentlich.
Da reicht ja ein stiller Stinkefinger in Schwarz-Weiß aus, um eine Karriere zu beenden. Ihr wisst ja, wen ich meine.
Das mit der „Unordnung“ scheint das einzige zu sein, was mir noch eine Restintelligenz bescheinigt.
Aber wenn ich mir den Schreibtisch von Donald Trump ansehe und seine krude Wortwahl, dann müssten die Amerikaner einen ziemlich intelligenten Präsidenten gewählt haben.
Schon zweimal.
Vor allem auch deshalb, weil der sehr wenige Menschen kennen würde, wenn der jetzt zum Beispiel im Hafen von New York arbeiten würde und dadurch weniger Geld hätte.
Sympathisch war der nie.
Aber eben stets laut.
Er hat ja alles geerbt, der ist mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen. Die eigene Geburt war vermutlich sein bester „Deal“.
Ich habe 50 Jahre für Gold im Mund gebraucht. Ohne Löffel.
Und ich weiß immer noch nicht, wo ich das gelesen habe. Der Artikel war sehr sauber strukturiert, gar nicht unordentlich. Es kamen auch keine Schimpfwörter darin vor. Der war von einem Journalisten auch nicht allein verfasst worden.
Einsam war der also auch nicht.
Ob der Verfasser über sich auch so intensiv nachdenkt wie seine Leser über sich, das weiß man nicht.
Das hat mich mein Großer des Öfteren vor mehr als 10 Jahren gefragt als er mich bereits überragte.
Das ist eine jugendliche Ausdrucksweise für:
„Vaddern, ich bin anderer Meinung als Du.“
Früher sagte ich in diesen Situationen stets:
„Du, genau darüber denke ich die ganze Zeit nach!“
Leider ist es mittlerweile so, dass ich mich das nunmehr selbst frage.
„Was ist falsch mit mir?“
Zuletzt waren wir in einem tollen Theaterstück, das eher eine sich bei jeder Vorstellung wandelnde Performance einer wunderbaren Schauspielerin mit jeweils einem anderen weiblichen Gast ist.
Das Stück ist besser verständlich als der letzte Satz.
Im kleinen Studio gibt es nur knapp 70 Stühle und es ist immer ausverkauft. Offenbar gilt das „Ausverkauft“ auch für Männer, es waren nämlich nur 6 da, also mit mir.
Das sind weniger als 10% Männerquote.
Ich bin Mathematiker, ich kann das schätzen.
Das Stück heißt „Stutenbiss“.
Dann war ich mit der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, auch in „Poison“, also im Kino.
Der ist von Desiree Nosbusch.
Großartiger Film, alles fließt da. Tränen, Fluss, Regen, Kaffee, zwei Personen und er spielt auf einem Friedhof.
90 Minuten.
Also wenn man den Weg zum Friedhof mitzählt.
Leider hat mich dort die anwesende Desiree angesteckt, aber das ist mir lieber als wenn es George Clooney gewesen wäre.
„Dort“ im Kino, nicht „dort“ auf dem Friedhof, Mann.
Ich finde die nämlich sogar „mit“ toll.
Also mit Erkältung und mit Friedhofsfilm.
Im Kino waren es auch unter 10%!
In „Konklave“ war ich schon zweimal, einmal allein und einmal mit dem kleinen Kind von 1.78m.
Da waren endlich mal richtig viele Männer mit ganz alten, faltigen Händen, die durch den Film geisterten.
Ein Männerfilm.
Aber eben nur auf der Leinwand. Ihr ahnt es schon, es waren keine 15% Männer im Kino anwesend, beide Male.
Müssen Männer im Kino vielleicht mehr bezahlen? Also so wie Frauen beim Frisör mehr bezahlen müssen obwohl sie genauso viele Haare haben?
Und wegen dieser geringen Männerquoten frage ich mich nun immer wieder:
„Was ist falsch mit mir?“
Leider frage ich mich zusätzlich:
„Was ist falsch mit der Welt?“
Der kleine, schwarze Hund, Miss Moneypenny, hat gestern am Yachthafen zweimal gekackt.
Beim ersten Mal direkt vor der „Liberty„.
Der versteht eine ganze Menge, dieser Hund, der weiß, was gerade passiert.
Der kackt symbolisch.
Die „Nachhut“, den kleinen Rest, ließ er dann 20 Meter entfernt auf das Kopfsteinpflaster fallen.
Das war direkt vor einer anderen Motoryacht.
Die heißt „heaven can wait„.
Dieser Hund ist nämlich Philosophin.
Schluss, muss noch Karten für „Heldin“ und „Wunderschöner“ ordern.