My New One – english version

My New One

Yes, the best wife I’ve ever had isn’t easy with me.

Unfortunately, I always have a new one with me. I wouldn’t say „daily“ but I find it hard to resist.

Young, well, it depends on how old you are, I think she’s between 30 and 40.

I don’t want to ask her, she wouldn’t answer anyway.

Leather, she only wears leather.

I love leather.

And she’s Italian!

„The Legend.“

That’s English.

But „Made in Italy“.

The previous one was from Berlin, a Liebeskind, I met her online, I made her look „masculine“ with chains, bones and various knick-knacks, she was very feminine, almost too feminine.

For me, that is.

She’s black.

And now she, my new one, has just been dyed burgundy, but I could have that done if necessary.

No, something colorful that fits these times.

And she has 7 extensions, sorry, but I like them all.

Unfortunately, I’ve had many, over and over again, and I can’t quite let go of any of them. I love a little „exchange“, so to speak, even during a week.

Unfortunately, she has a problem.

She smells like Donald Trump on a rainy morning.

Musty, damp, old.

Horrible, really.

I tried everything, first wiping the outside, then the inside. Then I greased her leather, just lightly, I don’t like her sticky.

Then I sprayed Adidas Victory inside, a lot, even in the 7 compartments.

I let her sleep outside overnight. Now I filled my wife’s bra bag with coffee beans, put it in the big compartment and zipped it up.

I had asked her, it was okay.

The essential oils in the beans actually help with odors.

You can see her in the picture.

Cool, isn’t she?

It was in front of a house yesterday, to go.

A Baileys glass with it, thick glass. Smells like glass.

So neutral.

Oh, in the background, that’s „Brian,“ the rock.

An ex-neighbor gave it to me, he worked in construction and he used to say „Brian! After Brian Ferry from Roxy Music, my mom thought he was cool!“

Unfortunately, I never said a word, Brian Ferry isn’t spelled like Brian Connolly from The Sweet, but like Bryan Adams from Canada.

You can also say nothing.

Anyway, my Brian stone weighs more than a Volvo. And the singer of Roxy Music heaved it right up to our door. He weighed a lot too, especially his upper body. The ex-neighbor, not the one from Roxy, he was always slim.

I love Brian.

„Julianne“, my new one, too.

I think Julianne Moore is just great and she used to be red, but you can change colors.

So, never mind.

What do I do about Julianne’s „muff“?


  • “ peace, tranquility and good will“

Meine Neue

Meine Neue

Ja, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, hat es nicht leicht mit mir.

Ich schleppe leider immer wieder eine Neue an. „Ab“, das würde ich nicht sagen, aber das Widerstehen fällt mir leider recht schwer.

Jung, nun, kommt darauf an, wie alt man selbst ist, ich denke, sie ist zwischen 30 und 40.

Fragen möchte ich sie nicht, sie würde sowieso nicht antworten.

Leder, sie trägt nur Leder.

Ich liebe Leder.

Und sie ist Italienerin!

„The Legend“.

Das ist Englisch.

Aber „Made in Italy“.

Die davor war aus Berlin, ein Liebeskind, die hatte ich online kennengelernt, die habe ich mit Ketten, Knochen und diversem Schnickschnack auf „männlich“ getrimmt, sie war eben sehr weiblich, fast zu weiblich.

Also für mich.

Schwarz ist die.

Und jetzt sie, meine Neue, sie ist gerade weinrot gefärbt, aber das könnte ich zur Not bearbeiten lassen.

Nein, etwas Farbenfrohes, das passt in diese Zeiten.

Und 7 Zugänge hat sie, sorry, aber ich mag sie alle.

Leider hatte ich schon viele, immer wieder, und ich kann keine ganz loslassen. Ich liebe sozusagen etwas „Austausch“, auch während einer Woche.

Sie hat leider ein Problem.

Sie stinkt wie Donald Trump an einem regnerischen Morgen im oberen Rückenbereich.

Muffig, feucht, alt.

Grauenhaft, wirklich.

Alles habe ich versucht, erst außen gewischt, dann innen. Danach habe ich ihr Leder gefettet, leicht nur, ich mag sie nicht klebrig.

Dann habe ich Adidas Victory hineingesprüht, reichlich, auch in die 7 Fächer.

Über Nacht habe ich sie draußen schlafen lassen. Jetzt habe ich den BH-Beutel meiner Frau mit Kaffeebohnen gefüllt, in das große Fach gelegt und den Reißverschluss zugezogen.

Ich hatte sie gefragt, war ok.

An sich helfen die ätherischen Öle der Bohnen gegen Gerüche gut.

Ihr seht sie ja auf dem Foto.

Cool, oder?

Lag gestern vor einem Haus, zum Mitnehmen.

Ein Baileys-Glas dazu, fettes Glas. Riecht wie Glas eben riecht.

Also neutral.

Ach, im Hintergrund, das ist „Brian“, der Stein.

Ein ExNachbar hat mir den geschenkt, der arbeitete auf dem Bau und sagte immer „Brian! Nach Brian Ferry von Roxy Music, den fand meine Mutter cool!“

Leider, ich habe nie ein Wort gesagt, schreibt sich Brian Ferry nicht wie Brian Connolly von The Sweet, sondern wie Bryan Adams aus Canada.

Man kann auch mal nichts sagen.

Jedenfalls wiegt mein Brian-Stein mehr als ein Volvo. Und der Sänger von Roxy Music hat ihn bis vor unsere Tür gewuchtet. Der wog auch einiges, vor allem am Oberkörper. Der ExNachbar, nicht der von Roxy, der war immer schlank.

Ich liebe Brian.

Genau wie „Julianne“, meine Neue.

Ich finde Julianne Moore einfach super und rot war die auch mal, aber Farben kann man ja wechseln.

So, egal jetzt.

Was mache ich gegen den „Muff“ von „Julianne“?

–
„peace, tranquility and good will“

„Die Monatskarte“ oder „Über das Rechthaben“

„Die Monatskarte“ oder „Über das Rechthaben„

Die Sache ist recht banal:

Ich habe eine Monatskarte in einer uralten, kaputten Hülle für knapp 64€ auf einem Sandweg in Nähe eines Kanals gefunden.

Also die Karte kostete soviel, nicht die Hülle.

Am Tag der BTW.

Das ist die Kurzform für „Bundestagswahl“.

Und ich habe es genau richtig gemacht und nicht so wie meine Frau, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, es wollte.

Ich hatte eben am Ende Recht!

Endlich einmal.

Damit korrekt und gewinnbringend umzugehen, ist jetzt mein Problem.

Man will ja nicht rechthaberisch wahrgenommen werden, vor allem nicht von der eigenen Frau. Andererseits sollte schon deutlich werden, wer in diesem Fall auf das richtige Pferd gesetzt hat.

Aber eben möglichst „subtil“, elegant, so en passant.

Nicht so „männlich“, …. nicht so „Siehste!“

Ich bin ja keine Frau.

Natürlich kann man das als Mann auch für sich behalten, aber für die Zukunft kann es gut sein, auch einmal die eigene Flagge in den Wind zu halten.

Nein, „rechthaberisch“, das bin ich überhaupt nicht, es ist natürlich völlig anders.

Es ist so, dass ich eben sehr gute, durchdachte Entscheidungen treffe, die zwar lange reifen müssen, sich letztlich aber als die einzig richtigen herausstellen.

Also zumindest, wenn ich überhaupt zu einer Entscheidung komme.

Zum Teil leben Männer ja „unterwegs“, in „Zwischenwelten“ vor Entscheidungen. In komplizierten Fällen lässt sich das Jahre in die Länge ziehen. Und ohne, dass der Mann sich dem Vorwurf einer Fehlentscheidung aussetzen muss.

Das ist wie bei einer Fußballmannschaft, die nicht antritt. Nach 5 Jahren sagt man auch „seit Jahren ungeschlagen“.

So bin ich manchmal auch.

„Ungeschlagen“.

Aber eben auch spielfrei.

Natürlich äußere ich mich nur zu Fällen, von denen ich richtig viel verstehe. Vom Annähen von Knöpfen oder dem Stopfen einer zerrissenen Hose habe ich keine Ahnung, also diskutiere ich darüber nicht. Und ich versuche das nicht mal, man kann ja auch Nachbarinnen fragen.

Ich kann es nämlich nicht.

In Fragen der Politik, Autos, Schuhen, Putzmitteln, Mathematik, Musik, Kochkunst, Dylan, Gebrauchtkäufen, Verstärkern, CDs, Psychologie, Literatur, Kafka, Fußball und Lautsprechern wie auch Vinyl-Drehern kenne ich mich wirklich aus.

„Dreher“ ist ein total bekloppter Ausdruck, ich wollte nur zeigen, dass der innere Vinyl-Kreis mich umfasst.

Meistens habe ich einfach Recht, das geht seit dem Nato-Doppelbeschluss in den 80ern so.

Also quasi.

An sich schon vorher, aber egal.

Bei „Literatur“ meine ich Karl May, bei Kafka die Filme. Bei Schuhen alles aus Leder und das auch in Fragen der Pflege. Bei Autos meine ich, dass ich fahren kann, fast perfekt. Lautsprecher, nun, ich lebe unter den fixierenden Blicken von Mitteltonmembranen.

Und unter dem von meiner Frau.

Also Hochton.

Fast wie von der Callas, aber kürzer und blonder.

Also „rechthaberisch“ ist das bei Weitem nicht, eher so ein „Auskenner“, das bin ich, so soll ich zumindest gesehen werden. Sagen würde ich das niemals.

Ich stehe aber zum Beispiel nicht auf und laufe zum Fenster um zu überprüfen, ob da wirklich ein Achtzylinder vorbeirollte.

Mir reicht das Hören.

Und natürlich meine Gewissheit.

Für mein Alter höre ich verdammt gut. Nicht immer „zu“, sagt meine Frau. Aber das sagen alle Frauen. Also bis auf Euch, die hier lesen.

Leider klappt das mit der Außenwahrnehmung nicht, weil eben auch Unsinn meine Lippen verlässt, „reichlich“ sagen manche, aber auch „extrem selten“ sage ich.

Meine Frau hört das situationsabhängig aber weniger differenziert. Ich vermute, dass sie das meiste wie die Mitteltonmembranen für überflüssig hält.

„Überflüssig“, ist das eigentlich „gasförmig“?

Eines der wenigen Dinge, die ich gerade nicht parat habe, ja, kommt vor. Selten eben.

Das mit der Monatskarte!

Das war mein Champions-League-Erfolg, mein goldener Oscar im Richtigliegen, die Krone meines Zusammenlebens im „Recht behalten“ mit meiner Frau:

Also ich hatte diese Monatskarte gefunden, ganz allein, ich hebe ja alles auf. Also vom Boden, ich werfe Zeitungen schon nach 6 Monaten weg.

Meine Frau wollte und drängte, dass ich die in der defekten Plastikkarte auf dem Weg liegenlasse.

Der Verlierer werde schon zurückkommen.

„Oder ein anderer, der die dann benutzt!“

„So einer wie Du, ja?“

„Ich setze mich doch nicht in einen Bus! Ich bewege mich so, wie die Natur es vorgesehen hat! In einem Automobil!“

Kennt Ihr den Film?

Muss man kennen.

Also nahm ich die Karte unter Protesten mit zu Kaffee und Kuchen, mir fehlte nämlich ein Stift. Ich verstehe nicht, weshalb meine Frau keinen Stift dabei hat.

Sie hat doch eine Handtasche.

Dort, im Cafe, schrieb ich auf die Rückseite einer Visitenkarte, ist jetzt egal wie die heißt, meine Mobilnummer und dass der berechtigte Verlierer/Finder mir die Nummer der MK telefonisch schriftlich nennen möge.

MK steht für Monatskarte, eine Abkürzung für Auskenner.

Und heute gehe ich da allein wieder entlang, am Verlustort vorbei, mit dem kleinen, schwarzen Hund und suche die Plastikkarte mit der beschrifteten Visitenkarte als mir eine Frau mit einem großen, schwarzen Hund entgegenkommt.

Die Monatskarte hatte ich im Mobiltelefon verwahrt, hinten, unter dem Müll. Und unter den anderen Visitenkarten.

Visitenkarten geben mir eine gewisse Bedeutung. Ich habe leider keine eigene.

Wir reden kurz über Schwarzhunde, dann sage ich, dass ich gerade etwas suche, die Plastikhülle war zwei Meter weggeweht seit vorgestern.

Und sie sagt:

„Die hat meine Tochter verloren! Die war schon überall!“

Ja, eine richtig richtige Entscheidung, planerisch perfekt, klar umrissen und auch erfolgreich.

In zwei Tagen Champions-League.

Das schafft Real Madrid nicht.

–

Ich wollte einen fiesen, rechthaberischen Männer-Text schreiben, aber ich weiß trotzdem nicht, wie ich diese großartige Erfolgsgeschichte meiner Frau, der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, präsentieren soll ohne „rechthaberisch“ zu scheinen.

Wie wirkt eigentlich eine Visitenkarte ohne Foto mit

Maddin G. Bruno

  • Auskenner –

Email (5 Stück, je nach Themenschwerpunkt)
Mobilnummer (keine Anrufe, bitte)
Festnetznummer (keine Anrufe, bitte)
Web-Addy „maddin61“
Presseabteilung (für „Warum?“-Fragen)
Bankverbindung (für Spenden und Dank)

Zu lang?

–
„peace, tranquility and good will“

Vertrauensfragen

Vertrauensfragen

Nein, es geht nicht um Politik, Olaf und den Rest. Hier geht es um Privates. Also um Dinge, über die man gemeinhin wenig spricht.

Vertrauen, das wird schnell erschüttert, nein, sagen wir „angeschüttelt“.

So wie ein Kopf, der minimal zweifelnd geschüttelt wird. Wie beim Habeck, dem Guten, der hat da gerade eine Automatik auf „On“, die er nicht auf „manuell“ schalten kann.

Um Robert geht es jedoch nicht.

Also: Ich vertraue ihm nicht mehr so richtig.

Und das hat Folgen für das Zusammenleben.

Kürzlich hat er leider im jugendlichen Alter von 9 Jahren gestohlen!

Es war nur ein Stück Hühnerhals, getrocknet.

Ich hatte ihm eines gegeben, das zweite lag neben der Spüle und als ich fertig gesaugt hatte und es ihm anreichen wollte, da war es schon weg.

Er hatte auch gesaugt.

Ich habe ihn nur böse angesehen und er schlich in seinen Korb in der Ecke. Der wusste nämlich genau, was er verrissen hatte.

Selten gibt ihm, also eigentlich ist Miss Moneypenny eine Frau, meine Frau etwas Futter, wenn ich nicht da bin.

Wir sagen trotzdem „ihm“ statt „ihr“, weil ihm das egal ist.

Das war zwei Tage später so, ich kam erst am Nachmittag zurück, der Hund freute sich, dann saß er vor mir und heulte mich mit den großen, brauen Augen von Penelope an.

Raus wollte er nicht, also gab ich ihm sein Futter.

Wer kann ihr widerstehen?

Meine Frau, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, hatte kein Schriftstück hinterlassen, wie es die interne Regel erfordert.

„P. hat!“ liegt dann im leeren Napf.

Also fraß er/sie wie üblich gierig und schnell.

Er schien wie ausgehungert.

Dann schwebte meine Frau die Treppe hinab, sie kann das auch auf Pantoffeln mit vollendeter Eleganz.

Also wenn man ihre beschuhten Füße ausblendet.

Sogar unter Verwendung des lackierten Handlaufs wirkt das noch staatstragend.

Besonders kurz vor einer Wahl, sonst hätte ich „königlich“ geschrieben.

„Königinnenlich“, geht ja nicht, selbst, wenn man wollen müsste.

„Hallo Schatz, ich habe ihr eben gegeben!“

„Du auch? Ich wollte gerade sagen, dass sie vor 45 Minuten ihr Futter bekommen hat!“

„Verdammt, das Luder hat mich eben angelogen!“

„P. hat!“, das fehlte, aber ich bin nicht kleinlich, eher auf Ausgleich bedacht.

Der Hund schätzt das.

Alles laut meiner Wahrnehmung.

Ja, das verändert das Verhältnis, ein wenig verschieben sich die Dinge in Richtung Mißtrauen, ins Schwarze, hin zum Zweifel an den Liebsten.

Also an denen mit mehr Beinen als meinen.

–

Dann wiederum einem Tag später will ich dem Tier, ehemals abgöttisch geliebt, nun mit Zweifeln am Charakter geliebt, sein Futter geben, zweifle aber an der Richtigkeit meines Tuns, denn kein Zettel lag im Futternapf.

Also erklimme ich Treppe um Treppe zu meiner arbeitenden Gattin. Sie mag es nicht, wenn ich laut rufe. Verstehe ich gut.

5 Treppen. 35 Stufen.

„Du, hat sie schon gefressen?“ japse ich.

„Nein, ich hätte doch den rosa Post-It-Zettel in die Schale gelegt!“

„Hach, ja, gut, aber ich traue dem Hund nicht mehr. Sie könnte das verstanden haben und den Zettel gefressen haben!“

So ist Mißtrauen.

…. und wieder 35 Stufen.

70 Tritte voller Zweifel.

Danke, Miss Moneypenny, für das Fitness-Programm.

Man soll positiv schließen.

–
„peace, tranquility and good will“

Gedanken aus der Kältekammer

Gedanken aus der Kältekammer

Es waren Minus 11 Grad in der letzten Nacht hier in der Nähe der See.

In Thüringen waren es an einem hoch gelegenen Ort Minus 23 Grad.

In Andalusien sind es 30 bzw 40 Grad mehr. Da muss man morgens keine Autos freikratzen. Und das ist nicht der einzige Vorteil des südlichen Europas.

Da scheint auch die Sonne öfter.

Es gibt einen Film mit Clint Eastwood, da sagt er zu einem anderen, der eine Schaufel in der Hand hat, so sinngemäß:

„Die einen haben einen Revolver, die anderen buddeln.“

Das könnte man zur Zeit aktualisieren zu:

„Die einen haben Plus 20 Grad, die anderen kratzen.“

Mich hat das Freikratzen des Altfahrzeugs am heutigen, frühen Morgen volle 20 Minuten gekostet.

Mit „Herrn“ Wellensteyn, „Miss“ Hoodie, Stiefeln, Handschuhen und, zugegeben, einer langen „Funktionsunterhose“.

Von Lidl.

Das bleibt bitte unter uns.

Klar, ich will die Scheiben „richtig“ frei haben, bis in die Ecken und auch am Rand. Schönheit hat unterschiedliche Ausprägungen.

„Irrsinn auch“, würde die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, jetzt vermutlich rufen.

Ich lehne es ab, beim Abkratzen der fetten Eisschicht den Motor laufen zu lassen und Front- und Heckscheibenheizung einzuschalten.

Das ist nicht umweltfreundlich, wenn man das macht. Außerdem würden die Nachbarn das mitbekommen.

Nicht gut fürs Image in der Siedlung.

Andererseits bekommen die auch mein lautes Kratzen vor 7 mit. Die wachen davon auf.

…. aber eben umweltfreundlich.

Ich arbeite zum Schluss mit einem Wasserabzieher von IKEA nach, damit keine kleinen Schneeflocken auf den Scheiben verbleiben.

Das kratzt dann nicht mehr, das quietscht.

Schade, der Normanne hat es nicht gehört, der hätte mir gleich Nackenschläge offeriert. Aber der redet nur so, der schlägt nur richtige Säcke.

War ganz schön kalt. Minus 11.

Ich bin kein Weichei. Ich bin eher so der 10-Minuten-Typ. Also bei Eiern.

Das Kratzen am Auto, das hat zwei harte Eier gedauert.

Hintereinander.

Dann, als ich fast fertig war, kam der Künstler von gegenüber, grinste und ging zu seinem Ford.

Ich sah, wie der mit einer Pistole sein Auto so einsprühte. Dann kam er zwei Minuten später an mir und meinem endlich fast freien Auto vorbeigerollt.

„Erster!“ hat der aus der offenen Scheibe gerufen, dann war der weg.

Er hat nicht gehört, was ich genuschelt habe.

Ein Glück, der ist nämlich jung und viel stärker als ich.

Aber ich habe mehr PS.

Leider eingefrorene.

Bitter.

Ferrrrtig! Auto frrrrei!

Gehe also zurück nach Hause und sehe den schwarzen A8 meiner direkten Nachbarin. Der sah heute eher hellgrau aus, war ja viel Eis auf den Blechen.

Aber alle Scheiben frei, nicht mal ein Schneestäubchen zu sehen, einfach nichts!

Alle Scheiben komplett frei!

Aber die schläft länger als ich, die Laura.

Die war also gar nicht draußen.

Dann habe ich mir einen Espresso und eine Pfeife fertig gemacht, ich wollte die 387PS-Laura abpassen und interviewen, wie sie das mit den Scheiben gemacht hat.

Also musste ich draußen bleiben.

Ich habe übrigens eine lange Funktionsunterhose, mit der geht das, hatte ich noch nicht erwähnt, glaube ich.

9,99€ bei Lidl.

Dann warte ich also, draußen.

Laura kommt, das rote, lange Haar spielt mit der eisigen Kälte und sie lächelt.

Nach 5 Sekunden bei Minus 11 Grad lächle ich auch noch!

„Moin! Du, Laura, wie hast Du das mit den Scheiben gemacht? Ich habe für ein schlechteres Ergebnis 20 Minuten herumgekratzt!“

„Das hörte ich. – Ich habe es beim Schmieren der oberen Brötchenhälfte bei Plus 21 Grad gemacht. Standheizung! Mit Fernbedienung. Kann man auch programmieren. Ist ein Audi.“

Ich fand die früher nett.

Das war im Sommer.

–
„peace, tranquility and good will“

Wie man durch die Lösung eines Problems größere Probleme bekommt

Wie man durch die Lösung eines Problems größere Probleme bekommt

Ein Automobil, ein „modernes Fortbewegungsmittel“, wie die nahezu perfekte Kunsthistorikerin es bei der Nord-Art 2024 ausdrückte, muss gut zu fahren sein.

Und es muss sauber sein. Basta.

Das unterscheidet einen fahrbaren Untersatz von „Kunst“.

Beuys hat das verstanden.

Aber sein Auto hat er vermutlich nicht selbst gereinigt. Seinem Bentley S1 blieb er 20 Jahre treu, bis er 1986 starb.

Er lebt weiter.

Das Alter eines Fahrzeugs ist nämlich gleichgültig.

Das ist wie bei Diane Lane, Julianne Moore und Hannelore Elsner.

Nachhaltiger als ein E-Fahrzeug dürfte ein Langzeitaltmobil auch sein. Aber das ist wirtschaftlich nur für den Halter darstellbar.
Die Industrie dürfte an Haltbarkeit eher wenig Interesse haben.

„Wie Dein Schuh, so auch Du!“, das gilt auch für ein Automobil. Also muss es rein sein.

Und es war nicht das erste Mal, dass die Scheiben so sauber waren, dass ich nachts hätte „fühlen“ sollen, ob das Beifahrerfenster offen oder geschlossen ist.

Die warme, feuchte Luft muss ja raus, also lüftet man vor dem Parken. Wer will Eis drinnen? Außer vom Italiener, klar.

Leider war es des Nachts mal wieder offen, das Fenster. Der Italiener ist zu. Es ist ja Winter.

Und dann kann man im Winter im Auto morgens rodeln, wenn der Wind mit den weißen Flocken in der Nacht gespielt hat.

Unschön, wenn man schnell sieht, dass ein Fenster gar nicht voll mit Schnee ist, aber der Sitz, die CDs, die Tasche, das Armaturenbrett, die Armlehne, der Fußboden.

Alles.

Zum Glück Pulverschnee von Liselotte aus dem Himmel! So bringt sie sich in Erinnerung.

„You’ve got the picture?“

Ja, Sauberkeit und Ordnung sind nicht ohne Nachteile.

–

Vor einigen Jahren hatte ich mir eine CD von „Little Simz“ gekauft. Es dürfte nur 2 Jahre her sein. Donald war nicht mehr Präsident oder noch nicht wieder.

Also ein Zwischenalbum aus der Zeit der befreiten Augen und Ohren.

Diese CD hatte ich in einem Bekleidungsgeschäft an der Schanze gehört als die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, sich für eine Tasche erwärmte, die sie letztendlich doch nicht kaufte.

In der Zeit bis zu ihrer Entscheidung hatte ich fast die ganze CD gehört, die Verkäuferin wegen der Musikerin interviewt und die CD auch schon online bestellt.

So geht Tasche!

Ohne die wäre das nicht möglich gewesen. Ohne meine Frau natürlich auch nicht, ich würde ja freiwillig nicht in ein Bekleidungsgeschäft für Damenmoden gehen.

Es sei denn, es läuft laute Musik. Oder eine Verkäuferin macht durch das Schaufenster einen sympathischen Eindruck.

Oder beides.

Die CD von „Little Simz“ ist wirklich sehr, sehr gut, zuhause aber nicht mehr ganz so gut wie mit der Schanzentasche im Rückraum.

Und ohne die beiden Taschen-Frauen vor und hinter dem Tresen.

Das ist ein anderes Setting, einsam vor zwei Lautsprechern ohne Ledertasche.

Es ist dann wieder wie mit dem Rotwein, den man aus der Toskana bei Siena mit nach Hause nimmt und der an der windigen Ostsee anders schmeckt als auf einem warmen Hügel im sonnigen Italien.

Und diese feine CD lag jetzt eineinhalb Jahre auf einem CD-Player.

Offen sichtbar, mahnend, ungeduldig.

Nur die CD.

Ich konnte nämlich das Cover mit dieser Papphülle nicht finden.

Nicht, dass hier deutsche „Ordnung“ herrschen würde, nein, aber eine Platte braucht ein Zuhause in einer Hülle.

Und gestern tauchte aus dem Nichts diese Hülle wieder auf!

Großartig!

Leider war da aber schon eine andere CD drin, mit gelben und blauen Wolken.

Kein Wort auf der Scheibe. Aber Wolken.

Die musste sich verlaufen haben!

Eine unglaublich gute Platte, dieser Irrläufer, ein wenig Anklänge an die beste Band der Welt, an „Wilco“, aber es war nicht die Stimme von Jeff Tweedy.

Noch besser als die kleine Simz!

Und da steht wirklich nichts drauf, kein Name, kein Titel, keine Plattenfirma, einfach „nix“.

Eine Frechheit!

Wie soll man dann den Rest des veröffentlichten Gesamtwerkes beschaffen?

Also das „Simz“-Problem gelöst, aber ein neues, unbekanntes erschaffen.

Das ist fast wie in der Politik.

Man weiß nicht, was man bekommt. Wie bei Pralinen, das meinte schon Forrest Gump. Aber eine Ahnung und Zweifel sollte man sich bewahren. Sicher ist nicht viel.

Ok, ein Volvo und das Amen in der Kirche.

Ich hätte damals einfach nicht mit in dieses Geschäft gehen sollen! Keine Tasche, aber zwei Probleme.

Man kann doch auch 40 Minuten draußen rauchen.

Oder in den Himmel schauen.

–

Ergänzung:

Auf der Rückseite des Irrläufers steht am inneren Ring eine klitzekleine Nummer.

‚Z17971‘, dazu „wea“, mit einer Lupe noch erkennbar. Jedenfalls für meine Jahre.

„Mojave 3“, eine Promo-CD.

Großartig.

Wo ist das Cover, verdammt nochmal?

–
„peace, tranquility and good will“

Der Kennzeichenfotograf

Der Kennzeichenfotograf

Wenn man ein „Sammler“ ist, kann man das kaum ändern. Einer, der sammelt, der macht das nicht zum Spaß, der erweitert sein Ich.

Der muss!

Bücher, CDs, Vinyl, Lautsprecher … selbst gebraucht ist das mit Kosten verbunden, auch wenn eine CD nur einen Euro kostet, oft auch nur die Hälfte. Häufig liegen die auch an der Straße wie die DVDs.

Moderne Zeiten.

Aber ideal für Sammler. V.

Dieses „V“, das war ein kleiner Fehler, ich denke aber, dass das unbewusst für einen Sieg steht.

Volksmusik lasse ich in der Regel liegen, bis auf eine Compilation mit Carolin Reiber auf dem Cover.

Die erinnert mich an das „Früher“ auch wenn ich die Musik nicht kenne.

Wir „Sammlercharaktere“ sterben ja in den nächsten 25 Jahren quasi aus.

Oder kennt Ihr noch einen Münz- oder Briefmarkensammler unter 60?

Eben!

Kürzlich hatte ich zum Spaß Autokennzeichen mit den „Schnapszahlen“ 1111 bis 9999 gesammelt, als Fotos, digital und kostenfrei.

Das war relativ schnell erledigt.

Bis auf die „6666“, die war etwas problematisch. Seitdem ich die habe, sehe ich überall welche. Auch ein typisches Phänomen.

Dann regte das „kleine Kind“ unter dem Baum an, dass ich ja Jahreszahlen als nächstes „sammeln“ könnte. Sie dachte an alle mit einer „2“ vorn, alle 2000er, also an 26 Stück.

Keine Challenge.

Das war am 25. Dezember 2024 und am 26sten habe ich dann beim Brötchenholen angefangen. Einige „Standorte“ in der Umgebung waren mir schon bekannt.

Das Lesen von Kennzeichen ist bei manchen Menschen irgendwie zwanghaft, das kann sein.

Mein Nachbar hat beispielsweise die recht seltene „1975“, sogar mit seinen Initialen! Eine von nur maximal möglichen 676 „1975ern“ in der Stadt, die verbotenen „Erkennungszeichen“ in der Mitte müsste man sogar noch subtrahieren. Will man nur einen Buchstaben in der Mitte und das eigene Geburtsjahr, gibt es ja nur 26 Stück in der Stadt.

Nicht so einfach zu bekommen.

Ich wollte also die letzten 100 Jahre „haben“, weil ich selbst die 1925 „trage“. Allerdings ist das nicht mein Geburtsjahr sondern die „1925“ steht für das Alter unserer großen Kinder zum Zeitpunkt des Erwerbs des Automobils. Wir machen das bald 20 Jahre so. Zuerst mit einer „71“, dann mit „1610“ und „1016“, heute mit „2519“ und „1925“.

Die Buchstaben in der Mitte müssen immer gleich sein, auch die Reihenfolge.

Deshalb kaufen wir ungern ein anderes Auto. Alle 9 Jahre, vorher hatten wir einen 17 Jahre Rhythmus.

Also einmal.

Davor war das „Wir“ ein „Ich & Ich“.

An sich bin ich auf mein Ergebnis nach einer Woche Sammelei von „Autojahreskennzeichenzahlen“ schon ein wenig „stolz“.

Ich mag das Wort.

27 Buchstaben. Buchstabenquersumme 9. Wunderbar.

Man könnte auch Wörter mit Buchstabenanzahlen sammeln deren Quersumme 9 ergibt.

BSQS 9, das hat etwas, was Elon Musk nicht hat. Also Gutes.

„donaldtrump“ hat eine BSQS von 2, das sagt eine Menge aus! Das ist der zweitschlechteste, mögliche Wert. Ich selbst habe BSQS 3.

Es ist erstmal nur eine Idee!

Das Sammeln macht ja nur solange Freude wie die Kollektion unvollständig ist. Hat man alles, ist es langweilig. Jeder passionierte Sammler weiß das. Deshalb sollte man sich nur erweiterbaren Gegenständen zuwenden.

Mit den Autokennzeichenzahlen könnte man ja zur Not bis zu Jesus Christus rückwärts arbeiten.

Mit allen Jahren ab 1950 konnte ich bislang etwas „verbinden“, musikalisch zum Beispiel. Das entfällt bei Kennzeichen aus der Zeit der Bauernkriege, bei mir zumindest.

Auch Kennzeichen in der Form „2506“ für den 25. Juni kann man sammeln, aber das sind ja 366 Stück und was macht man beim 5. Juli?

Nimmt man die „57“?

Dann muss man für den Nikolaus die „612“ nehmen, ja, das ginge, den 61. Februar gibt es ja nicht. Dann hat man aber das Problem mit dem 8. August, jedenfalls oft. Siehe unten!

Darüber muss man nachdenken!

–

Ein paar Details zu Kfz-Kennzeichen im Allgemeinen:

Nicht alles ist möglich.

Wie immer im Leben….. vielerorts sind manche Kombinationen aus guten Gründen verboten. Das gilt für die mittleren Buchstaben, aber auch für einige Zahlen.

HH als mittleres „Erkennungszeichen“ gibt es nicht überall, sondern sehr selten, aber in Hamburg schon, weil Hamburg ja „vorn“ sowieso „HH“ hat. In den meisten Städten sind KZ, NS, HJ, AH, HH, SA, SS und SD in der Mitte verboten und werden nicht vergeben. IS wird leider selten ausgeschlossen, ich würde das jedoch begrüßen, wenn dem so wäre. Die sind recht zahlreich, diese Kennzeichen mit einem „IS“, vermutlich aus provokativen Gründen.

Es gibt noch mehr Fälle, der Artikel bei Wikipedia ist so lang wie ein Konzert von Taylor Swift. Leider fehlen die Bestimmungen der einzelnen Städte und Landkreise.

„TS“ wäre übrigens für ihre Fans erlaubt aber die haben noch keinen Führerschein, jedenfalls nicht mehrheitlich.

Zwischenbemerkung:

Auch Kombinationen sind teilweise untersagt wie S-ED, SK-IN, IZ-AN, SU-FF, WAF-FE oder BUL-LE. Davon gibt es noch mehr, vor allem aus politischen Gründen. Sehr gut so.

Die 88 ist auch eine selten zu findende Zahl und das ist ebenso gut. Die meisten Verbote bei Zahlen hat Brandenburg:

88, 888, 8888, 188, 1888, 8818, auch 1488 wegen „fourteen words“, das geht auf einen US-Neonazi zurück.

Diese Zahl würde ich also meiden damit Ihr nicht falsch „einsortiert“ werdet. Ich wusste das nämlich auch nicht.

Hier gibt es aber zu meinem Ärger noch „HH“ und auch die „88“.

Muss das sein? Nein!

ChatGPT hat in diesem Fachbereich wirklich große Schwächen, auf drei einfache Fragen, deren Antwort ich kannte, erhielt ich jeweils falsche Antworten.

Der „Gerald Bernd Trost“ ist nämlich auch nur ein Mann, der denkt mit seinem Internet würde er alles wissen. Das ist falsch. Der Gerald tut oft nur so.

Nagelt man ihn dann mit einer Korrektur fest, entschuldigt er sich, hat aber nichts dazugelernt.

Schwach, Gerald.

Männer scheinen oft so selbstbewusst von sich zu denken, jedenfalls nach außen, das mache ich ja auch von Zeit zu Zeit.

Das ist psychohygienisch sehr gesund. Zumindest so lange bis jemand merkt, dass auch der Grenzen hat, die ebenso eng sind wie die von allen anderen auch

. Nur auf anderem Land.

Von Bob Dylan hat Gerald auch keine Ahnung, wenn es um die wesentlichen Details geht. Vielleicht geht es mit Carolin Reiber besser.

Ach so, das Formale.

So ein deutsches Kennzeichen bietet Platz für 8 Stellen, nicht mehr. Auch mit einem „E“ am Ende, mehr als 8 Zeichen passen nicht drauf.

HH-GB 7999E geht also nicht, da muss man entweder auf das B verzichten oder statt des Jeanspreises von 79,99 mit dem T-Shirt für 7,99 auf dem Kennzeichen vorlieb nehmen.

Das spricht in gewisser Weise gegen E-Autos, zeigt es doch einen Mangel an „Freiheitsgraden“, was wiederum recht „passend“ zu E-Mobilen ist.

Alles geht ja nie.

Nicht alle „Jahreszahlen“ werden gleich oft vergeben, scheint mir, die 1920er, 1930er und 1940er sind das Hauptproblem meines Sammelbereiches.

Wer will schon mit Jahreszahlen der 30er oder 40er herumfahren? Selbst dann, wenn man in diesen Jahren geboren wurde, will man das nicht. Außerdem werden in meiner Stadt erst seit rund 15 Jahren vierstellige Zahlen im Kennzeichen vergeben. Ältere FahrerInnen haben daher vielleicht andere Favoritenkennzeichen aus ihrer Vergangenheit.

100jährige fahren nicht immer ein Auto.

Vermutlich wurden die vierstelligen Zahlen mit diesen neueren Kennzeichen mit der blauen linken Seite eingeführt, habe ich jetzt nicht nachgelesen, ich habe ja die Kafka-Biografie, die schaffe ich sonst nicht.

Nötig war das hier nicht, das mit den vierstelligen Zahlen, denn in einer Stadt mit circa 220.000 Einwohnern braucht man keine grob 6.000.000 möglichen Kennzeichenkombinationen. In Berlin, Hamburg, Köln und München braucht man vierstellige Zahlen jedoch zwingend.

Hier darf man bei „braucht“ das „B“ nicht weglassen, sonst ist das sinnentstellend. Ich hatte nämlich beim Tippen zuerst „… *raucht* man vierstellige Zahlen“.

Auch in Tippfehlern steckt Wahres! In Großstädten, da wird ja fast alles geraucht!

Recht einfach sind die 1990er als Geburtsjahre zu finden. Viele 2000er haben den zusätzlichen Vorteil auch als Geburtstagsdatum gelesen werden zu können.

Es ist recht erstaunlich, dass es Menschen gibt, die keinerlei Wert auf ihren Geburtstag legen, nie feiern, aber das Datum am Auto öffentlich präsentieren.

Zum Spaß habe ich danach einige Male gefragt, sogar an der Tankstelle. Meistens sind es Treffer. Geburtstage als Kennzeichen.

Gut zu merken, klar.

„Haben Sie am 28. November Geburtstag?“ ergibt eine hohe Trefferquote bei Fahrerinnen mit der 2811 im Kennzeichen. Aber dies nur am Rande.

Natürlich könnte man auch Männer ansprechen, theoretisch.

–

Mir fehlen jetzt ab 1950 noch folgende Kennzeichenzahlen:

1952, 1968, 1978, 1983

Ganz schwach ist der Zeitraum 1925-1949:

Ich habe nur 1925, 1932, 1937, 1941, 1947, 1948, da wartet noch viel Arbeit.

Die „1971“ und die „1991“ habe ich gestern in einem Parkhaus „erlegt“.

Das war ein Akt der Verzweiflung, weil ich die zwar vorher mehrfach gesehen hatte, aber nur bei fahrenden Autos.

Am meisten ärgert mich die fehlende „1978“ wegen der WM in Argentinien. Ardiles, Mario Kempes, Ihr wisst schon. Ardiles war ein großartiger Defensiver, ein 6er, heute oft vergessen und jetzt schon über 70, der hat lange in England gespielt. Wendig, klug, sparsam. Technisch perfekt. Ein Porsche auf zwei Beinen.

Einer der besten aus den 1970er und 1980er Jahren.

Neben Bernd Schuster.

Politisch auch damals schon heikel, diese WM in Argentinien.

–

Ah, ja, Kennzeichen, sorry, Fußball hat eben mehr „Geschichten“ zu erzählen.

„1968“!

Bob Beamon in Mexico City!

8,90m im Weitsprung!

…. und ich habe sie nicht.

–

Ich fotografiere und sammele nur „parkendes Material“.

Die Bilder müssen scharf sein. Gegen schmutzige Kennzeichen habe ich noch kein probates Mittel gefunden aber ich habe ja einige „Doppelte“ und kann schmutzige bei Bedarf ersetzen.

Waschen geht bei Fotos nicht.

Ich will eigentlich auch keine Kennzeichen von anderen Fotografen, ich will das ganz allein schaffen. Zur Not werde ich irgendwann 4:1 tauschen. Aber nur wenn die mir angebotene und noch fehlende Kombination sauber und scharf aus der Nähe fotografiert ist! Dann biete ich 4 Zahlen im Tausch an. Auch 5, wenn jemand handeln will.Für Geburtstage, Hochzeitsjahre, Ihr wisst schon.

Aber ich verkaufe meine geleistete Sammelarbeit nicht.

Eine Woche Zeit-Investment!

Das kostet!

Ab 200€ pro Jahr würde ich neu nachdenken, wenn jemand mehrere abnimmt.

Ich tausche also nur.

–

Als erster Tipp, wenn Ihr auch eine Sammlung anlegen wollt:

Niemals an einem wichtigen Kennzeichen vorbeifahren und denken „mache ich auf dem Rückweg“.

Das geht meistens daneben.

FahrerInnen mit den gesuchten Zahlenkombinationen sind „Fluchtwesen, die sind auf Eurem Rückweg nämlich „weg“.

Kurz: Parken, Foto machen und wieder zurück ins Jagdgebiet.

Wenn meine Frau dabei ist, halte ich natürlich nicht an, merke mir aber den Standort genau.

Für den nächsten Tag! Das klappt selten, sagte ich ja.

Ich spreche die Jahreszahl leise nur vor mich hin. Die Gattin schaut zu mir vom Beifahrersitz, sagt nichts, dann wieder blickt sie nach vorn. Mit dieser kleinen Falte zwischen den Brauen. Sie hält mich vermutlich für „irre“, aber sie spricht es nicht aus. Schon dafür liebe ich diese kleine, kaum sichtbare Falte.

Ein Fältchen!

Zweiter Tipp, eher ein „Appell“ an die Sammlerehre:

Man läuft nicht mit einer Liste oder einer Matrix herum. Man macht das aus dem Kopf, ein echter Sammler „merkt“ sich, was er schon „hat“.

Manchmal bin auch ich unsicher, zugegeben, daher einige Dubletten auf den Fotos. Aber das ist nicht so schlimm wie buchhalterisch nach Notizen zu arbeiten. Da sind ein paar dabei, das waren Geburtstagsdaten, die ich schon mal vorab geschossen habe. Ist noch nicht perfekt aufgeräumt.

Mit „Verwaltung“ verliert jede Sammelei an Reiz. Eine „Bleistift auf Papier“-Matrix zuhause ist erlaubt, habe ich auch, leider kaum zu entziffern.

Welches Kennzeichen-Sammelgebiet bearbeitet Ihr denn gerade?

Ein dritter und letzter Tipp für Frauen und Männer:

Wenn Ihr bei „Dating-Plattformen“ bei Eurem Alter ein wenig mogelt, dann passt bitte auf, dass Euer Kennzeichen nicht Euer wahres Alter verrät.

Widersprüche fallen einfach schnell auf.

–

„peace, tranquility and good will“

Aller Anfang ist schwer

Aller Anfang ist schwer

Der Tag nach Neujahr schlägt manchmal ohne Gnade zu.

Wer sagte nochmal ursprünglich, dass ’nichts schwerer zu ertragen sei als eine Reihe von guten Tagen‘?

Genau. Der.

Ob nun die Tage „zwischen den Jahren“ wirklich bei jedem „gute“ Tage sind, das weiß ich nicht.

Silvester ist für mich der nervigste Tag des Jahres, nicht nur weil ich einen großen Teil des Tages in einem Bad ohne Fenster verbringe. Nicht allein, ich bin da mit dem kleinen schwarzen Hund, also mit einem mit vier Beinen, …. nicht mit dem aus dem kleinen Buch.

Außerdem sind die Erwartungen an Silvester stets zu hoch, die Enttäuschung trotz netter Veranstaltung meistens vorprogrammiert.

„Erwartungen“ sind nämlich der Vorhof der Hölle, nur ohne die Hitze. Die haben mich schon eigentlich gute Konzerte gekostet, weil ich sehr gute erwartet hatte.

Im TV ein beliebtes Phänomen.

Einen Film auf den man sich gefreut hat, findet man vor dem Sehen oft besser als danach.

Am zweiten Januar habe ich dann gedacht „ich fahre doch nicht über einen Bordstein“ als es kurz einen Hopser beim Ausparken gab.

Der ist ja nicht neu da, der Bordstein, der hat schon zweimal Abitur gemacht.

Vorher hatte ich zuhause nach der Pfeife gesucht, der alten, konnte sie einfach nicht finden.

Das passiert öfter, im Blumentopf vor dem Café, im Theater an der Kasse, im Plattenladen. Aber nie ist die „weg“. Niemand nimmt eine gebrauchte Pfeife mit!

Erst also Pfeife weg, dann der Bordstein und dann habe ich bei Lidl noch ein 29,99€-Ticket um 10:45 für die fehlende Parkscheibe kassiert. Ich war nur 5 Minuten „drin“.

Auf dem Bon steht 10:44.

Danke, „fairparken“.

2025 ist also noch nicht „nett“ zu mir gewesen, auch gestern bei den 1000km auf der Autobahn nicht:

Schneesturm, Glatteis, stundenlange Vollsperrung in der Nacht, das hat das Jahr jetzt zusätzlich schon auf der Minus-Seite.

Dieses „2025“ muss sich jetzt ganz schön ins Zeug legen, wenn es da wieder rauskrabbeln will. Wäre ich ein Jahr, hätte ich jetzt schon Sorgenfalten auf der Stirn.

„Es kann ja nur besser werden“.

Eben.

Und es wurde es!

Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, hat nämlich meine Pfeife mit einem fetten Kratzer an der Seite auf dem Parkplatz gefunden.

Es war kein 2025er Bordstein über den ich fuhr, es war meine 1985er Pfeife!

Und trotz der 1,6 Tonnen ist die nicht kaputt.

Etwas „Schaftöl“ aus dem Waffenladen und man sieht es kaum noch. Das ist das beste Öl für altes Holz. Auch bei Zargen von Dual, aber das am Rande.

Danke, 2025.

Alles wird gut.

–

  • „Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.“
  • – … nicht Tucholsky, sondern Goethe, 1815

Nur für Männer: Das Alter

Nur für Männer: Das Alter

Nochmal, meine Beste, es steht in der Überschrift! Deutlich.

„Das ist nicht Dein Zimmer!“

Das ist mal „unter uns“ hier, unter uns Männern.

Wir gehen nicht in Eure Frauenkneipen, wir parken nicht auf Euren Frauenparkplätzen und meistens benutzen wir Eure Toiletten auch nicht, viel zu lange Schlangen da.

So viel Zeit haben wir nicht. Nicht mehr. Ihr habt ja mehr Zeit. Also beim erreichbaren Durchschnittsalter.

Also: Bitte.

–

Eigentlich merkt man „Alter“ als Mann an sieben recht offensichtlichen Tatsachen:

Erstes benutzt man Cremes für die Hände und das Gesicht, sogar für den Körper nach dem Duschen.

Jetzt verwende ich dieses Zeug fast überall. Die Haut ist zu trocken, speziell im Winter, die Fingerkuppen reißen ein, sehr schmerzhaft, wenn man Hände noch benutzt.

–

Zweitens wird es einem gleichgültig, wie die Frisur aussieht.

Ist es kalt, ziehe ich die Kapuze eines sogenannten „Hoodies“ über, das hätte ich vor 50 Jahren niemals getan, auch nicht vor 25. Man kann danach alles mit den Fingern wieder halbwegs richten. So oft wird man nämlich auch gar nicht genau angesehen. Das dachte man früher nur.

„Hoodies“ habe ich bis 2023 nicht getragen, das ist ja kein Pullover. Aber Pullover haben weder Taschen noch Kapuzen, kurz, das Praktische besiegt vermehrt Äußerlichkeiten. An „Sneaker“ mit weißen Sohlen traue ich mich trotzdem nicht ran. Die kann man so schwer sauber halten.

Immerhin habe ich noch Haare, das ist ja auch etwas Positives.

–

Drittens schäme ich nicht mehr für eine Decke im Sitzen über meinen Oberschenkeln bei Temperaturen um Null Grad Celsius.

Junge Menschen verwenden keine Decken, sogar wenn sie frieren nicht, ich weiß das von früher. Ich war auch mal jung.

–

Viertes muss alles nicht mehr „schnell, schnell“ gehen. Weder auf der Autobahn noch im Supermarkt, man holt da zeitlich weniger „raus“ als man nervlich investiert.

Das denke ich zumindest.

–

Fünftens fängt man an, auf seinen Körper etwas mehr zu achten, also jetzt nicht so richtig, aber etwas. Ich habe mich in einem Sportstudio angemeldet und das bringt eine ganze Menge, ich war zwar schon länger nicht dort, aber ich könnte jederzeit hin, wenn ich wollte.

Manchmal drehe ich auch auf dem Parkplatz wieder um.

10kg abgenommen habe ich schon. Ich war aber bislang nur achtmal in diesem „Club“.

Allein ist das recht öde. Die haben keine Bälle.

Und eben nicht frühstücken und ab 19 Uhr nicht mehr essen. Mehr habe ich nicht gemacht. Außer viel weniger Brot, fast gar keines.

Es gibt ja auch Brötchen.

Das alles lässt mich etwas sportlicher „fühlen“, diese minimale Reduktion und diese Mitgliedskarte. Leider halte ich die manchmal beim Bäcker zum Bezahlen hin. Die ist auch grau. In der Bücherei wiederum nehme ich die Bankkarte statt des Leseausweises. Früher hatte ich so etwas nicht. Karten schon, aber nicht diesen Mangel an Hirnleistung, diesen Konzentrationsmangel.

Leider kann ich mir ja immer noch vorstellen, in einer Jugendmannschaft im Mittelfeld die Bälle zu verteilen. Auch wenn ich seit 15 Jahren keinen Ball mehr nach links oder rechts gespielt habe. Ich habe das Gefühl, dass ich „am Ball“ nichts verlernt habe, so wie Xabi Alonso. Aber bei ihm stimmt es.

Das ist bei mir also Quatsch, aber eine gefühlte Wahrheit ist besser als eine realistische, besonders, wenn man die 70 am Horizont fies grinsen sieht.

Die Jungen machen ja heute sehr viel Sport, ich finde das sehr, sehr gut. Es kostet aber auch sehr, sehr viel Zeit. Mannschaftssport, ja, super.

Da stimmt auch die Stimmung!

Beim Laufen und „im Studio“ sehe ich aber wenige mit einem Lächeln auf den Lippen, oft nicht mal, wenn die zu zweit da sind.

Dafür wären Bälle gut. Egal wie groß.

Wenn man viermal in der Woche 90 Minuten Sport treibt und die Wege und Rüstzeiten mitzählt, kommt man auf 10 Wochenstunden Sport, das ist kein Extremfall und gar nicht selten.

Das muss ja von der männlichen Freizeit gestohlen werden!

Oder „ausgeliehen“?

In diesen 10 Stunden kann man keine Musik hören, nicht lesen und nicht am Handy spielen, essen geht ebenso wenig, vielleicht nimmt man dadurch schon ab, weil 10 Stunden wöchentlich für Häppchen und Süßes wegfallen.

Ob es „der Sport war“, das ist nicht beweisbar.

Ich kann nie zwei Dinge gleichzeitig tun, nicht einmal mit Musik einparken. Zum Schluss stelle ich mir vor, dass sich das Leben mindestens um die vorher sportlich genutzte Zeit verlängern müsste, damit sich die Plackerei auch rein zeitlich „lohnt“.

Ein dummer Gedanke, zugegeben.

Kurz: Ich weiß nicht, ob man die in Körperertüchtigung investierte Zeit am Ende an Lebenszeit wieder „herausholt“ oder ob mancher glaubt, dass er so dem Alter eins auswischen kann und damit in seiner Zukunft gar nicht behelligt wird.

Oder eher „bedunkelt“ wird.

Egal.

Um es mit Kai Wiesinger zu sagen:

„Six-Pack? Steht mir nicht.“

Cristiano Ronaldo hat einen Körperfettanteil von 7% und besteht zu 50% aus Muskelmasse. Schon ein durchschnittlicher Bundesligaprofi kommt auf 10% Fettanteil.

Es macht Arbeit, mit Mitte 60 in diese Bereiche vorzustoßen. Richtig, richtig viel Arbeit. Zu viel Arbeit. Zwei Frauen in beeindruckendem optischen Zustand ermunterten mich aber, in dieser Richtung weiterzuarbeiten.

Die Frage ist aber leider „Wozu?“

Bei denen „lohnt sich das“ ziemlich offensichtlich. Aber bei mir? Die haben davon nichts und ich will auch nicht mehr Fotos von mir als ich schon nicht habe.

CR7 macht meines Wissens auch nichts anderes. Da kann man auf anderen Gebieten recht schnell unterhalb des Durchschnitts liegen.

Alles geht nämlich nicht und „Fünftens“ war jetzt echt zu lang.

–

Sechstens ist es mir mittlerweile relativ gleichgültig, was Menschen oder sogar Frauen über mich denken. Die denken ja sowieso, was sie wollen, also kann ich denen doch weitere „Möglichkeitsräume“ öffnen, wenn sie darin gern wohnen.

Frauen mögen große, ebenerdige Wohnungen, gern auch mit begehbarem Kleiderschrank. Ja, das ist ein Vorurteil, aber mein Raum im Schrank ist recht …. nun ja, …. „begrenzt“:

Ich lebe in einer Art Belagerungszustand durch Blusen, Kleider, High-Waist und Kostüme. Meine Sportbekleidung lebt schon länger in einem Kofferraum einer alten Passat-Limousine.

Ich brauche die ja auch nicht oft. Die Limousine schon. Die hat noch eine richtige Gangschaltung.

Ach, waren wir schon bei „Sechstens“?

Ich kann mich nicht mehr so gut konzentrieren wie bei den WM-Titeln 1974 und 1990.

Mit 20 kann man sich als Mann mit Frauen zwischen 18 und 25 Jahren gut unterhalten beziehungsweise austauschen. Ältere nervten damals ja gern mal, besonders in der Verwandtschaft oder auch schon vorher in der Schule.

45 Jahre später geht das mit dem Austausch mit Menschen zwischen 18 und knapp 90, also erweitert sich der menschlich männliche Horizont deutlich.

Der Anteil der „Nervigen“ wird aber nicht kleiner.

Manchmal gehöre ich ja selbst auch schon dazu. „Schon länger“, meint die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte.

Wie Männer denken, weiß ich selbst, denke ich zumindest. Da gibt es viel weniger Geheimnisse als Frauen glauben. Ich kenne kaum „nervige“ Frauen, aber bei Männern fallen mir sofort einige Kandidaten ein. Das war aber früher auch nicht anders.

Und Du bist es ja nicht, Mann!

Die habe ich doch schon alle blockiert.

–

Siebtens und das ist eigentlich das einzige, was mich wirklich richtig stört:

Man denkt häufiger darüber nach, wo das nächste Badezimmer ist.

Ansonsten ist „Alter“ relativ harmlos.

Also, wenn die Gesundheit halbwegs mitmacht.

–

Das Schlimmste am alten Mann für andere?

Mit zunehmendem Alter habe ich immer weniger „Lust“ und „Geduld“, mich mit Kleinkram zu beschäftigen oder darüber zu diskutieren.

Oder auf Fragen zu antworten, die ich gar nicht beantworten kann. Fragen, die sind ein Problem für viele Männer.

Und sie sind zeitintensiv. Die wird aber knapper, die Zeit. Wie bei einer großen Sanduhr! Und wenn Du dem Sand beim Rieseln zusieht, ist das an sich recht entspannend. Musst Du aber beim Zusehen Fragen beantworten, rieselt der Sand ja weiter.

Und das ist das, was noch mehr nervt als die Fragen.

Dieses angedeutete „Problem“ ist meiner Meinung nach eher „problema“ wie im Italienischen.

Martin, warum musst Du die junge Frau ansprechen und nach etwas fragen? Du hast doch Google Maps!

(Sie sah aus als wisse sie alles! Und sie wusste es!)

Was wollen wir essen?

(Egal, einfach etwas wünschen, mache ich! Aber möglichst mit Fleisch! Muss ja nicht viel sein!)

Warum schaltest Du mit einer Automatik auf einer Landstraße hin und her?

(Mein Gott, wegen der Kurven!)

Wofür brauchst Du jetzt noch ein Paar alte Lautsprecher?

(Für die Musik! Die klingen alle verschieden, nicht wie diese „Warum“-Fragen!)

Warum hast Du drei Plattenspieler?

(Reibrad-, Riemen- und Direktantrieb!)

Wann räumst Du die Zeitschriften weg?

(Bitte, ich mache das doch, aber bitte nicht jeden Monat erinnern!)

Willst Du parken oder warum fährst Du so langsam?

(Ich hatte einen Traum!)

Warum liegen da so viele Bücher auf der Treppe im Stapel?

(Das ist meine Liegenschaft!)

Warum fährst Du immer mit dieser uralten Karre? Die kann doch weg!

(CD-Player! Gangschaltung!)

Warum putzt Du ständig im Bad?

(Weil ich dann nie „lange“ putzen muss! Ich putze aus purer Faulheit!)

Weshalb war die Spülmaschine nicht ganz voll als Du die gestartet hast?

(Sie wollte eben so schnell loslegen! Wie ein Rennpferd!)

Warum parkst Du immer so weit weg?

(Wer fährt, parkt wo er will!)

-Einschub-

Ginge es nach mir, so könnte auf den 10 Parkplätzen direkt vor jedem Supermarkt ein Wellness-Bereich für gestresste Kunden entstehen, mit Parkanlage und Bänken.

Ich parke da niemals.

Da haut man mit der Tür an den Wagen nebenan oder der bei mir. Ständig laufen Menschen vorbei und man muss aufpassen, dass der Einkaufswagen nicht gegen einen AMG-Mercedes rollt.

Da parkt aber die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte. Dicht am Eingang. Wäre diese Schiebetür breiter, sie würde bis zum Gemüseregal reinfahren. Dann ist die Linkskurve relativ knapp und eng.

Ich nehme einen Fußweg von 15 Sekunden in Kauf.

„Ja, zurück sind es auch 15 Sekunden“.

(Falls das trotz Warnung eine Frau liest und gedanklich korrigiert.)

-Einschub Ende-

Warum benutzt Du beim Aufhängen keine Wäscheklammern für die T-Shirts?

(Drei Teile statt einem Teil, nein!)

Warum fährst Du jetzt links?

(Weil ich auch mal etwas Anderes sehen will!)

Geht es nicht kürzer?

(Vielleicht, ich mache das aber nach meinem „Ampel“-Gefühl! Das ging auch kürzer!)

Warum hast Du dem Hund schon Futter gegeben?

(Weil der Hase in der Natur auch nicht pünktlich um Zwei kommt!)

Warum hast Du schon wieder 5CDs für insgesamt 3€ eingekauft?

(Weil ich drei davon noch nicht hatte!)

Warum kaufst Du lieber 6 Jeans für je 5€ auf dem Flohmarkt statt einer richtig guten für 80€?

(50€ Differenz! Logisch! Und ein 6:1 im ersten Satz! Ich weiß gar nicht, was eine neue Jeans kosten würde, sorry!)

–

Ich habe mit anderen Männern gesprochen. Ich spreche nicht oft mit Männern, normalerweise. Die meisten wissen mehr als ich, das kann ich nicht so gut ertragen.

Alle wussten nach einem einzigen Beispiel, was ich meine.

Alle.

Auch der aus der 40-jährigen Männerbeziehung.

Jeder kennt „es“.

Ist „normal“.

Aber eben auch nicht „super“.

Wenn beide diese „Warum?“-Typen sind, wird es schnell „kriegerisch“.

Es kann auch mit einem Mord enden wie im TV. Andererseits kann man auch Schuhe putzen. Ich putze Schuhe.

Wenn nur einer der „Warum?“-Typ ist, kann es auch böse enden..

Es dauert nur länger bis die Kommissarin kommt. 🙂

Warum leben Männer durchschnittlich viele Jahre weniger lang als Frauen? Bekommt man für solche Fragen Zeit „gutgeschrieben“?

Ist das so?

–
Motto des Tages:

„Ich diskutiere nicht. Ich denke vorher nach.“

  • Karl Lagerfeld

„Danke, Karl.“

–
„peace, tranquility and good will“