








Das Alter
Eigentlich wollte ich schon immer älter sein. Und deshalb mache ich mich bei Nachfragen auch einfach „älter“.
Ich sage beispielsweise:
„Im übernächsten Jahr bin ich im 68sten.“
Das hatten wir schon mal, ist mir aber gerade total egal. Diese Einstellung ist eine Alterserscheinung im Positiven, dieses „Mir-doch-egal“.
Natürlich hört niemand zu, die hören nur „68“ und machen mir nette Komplimente, wie jung ich doch wirke.
„Logisch, ich bin ja auch erst 64“ denke ich dann. Aber wenn ich „60d“ sage, was insbesondere Frauen teilweise tun, denken alle „so sieht er auch aus“.
Kurz: Davon hat man nichts.
Jung kann man nicht bleiben, das ist klar. Aber jung zu wirken ist schlicht eine Frage der genannten Zahl.
Einfach, oder?
„Macht Euch älter, dann wirkt Ihr jünger!“ möchte man rufen.
„Jugend„, die wird doch erst geschätzt, wenn sie vorüber ist. Als junger Mensch fehlt der Vergleich mit einem, der zwei Tage braucht, um eine lange Party zu verarbeiten.
„Die Jugend ist verschwendet an die jungen Leute„, schrieb Nestroy einst.
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An sich wollte ich schon früh mindestens 10 Jahre älter sein.
The Beatles, The Rolling Stones, die 60er!
Welche Gemeinheit, mir das zu nehmen und mir im Alter von 20 bis 30 die grausamen 80er ans Bein zu binden!
Gut, wenn Ihr damals 15 gewesen seid, dann findet Ihr Mode und Musik der 80er vermutlich toll.
Beides war aber furchtbar!
Ihr mögt dann Eure Jugendzeit und die Erinnerungen daran, nichts anderes.
Heute 80 oder gar 90 Jahre alt?
Diese noch Älteren haben manchmal viel zu erzählen, was sie alles geschafft haben, wie sie sich hocharbeiteten und wie sie sich, natürlich durch größte Sparsamkeit, immer mehr leisten konnten.
„Wir hatten ja nichts!“ ist ein recht beliebter Satz.
„Nach dem Krieg hatten wir eine feuchte Wohnung!“
„Wir kamen in einem Viehwaggon aus dem Osten!“
„Ich kam mit meiner Mutter mit einem Schiff über die Ostsee. Da schwammen Leichen. Es war entsetzlich!“
Ja, das würde sich niemand für seine Vergangenheit und seine Erinnerungen wünschen. Auch ich nicht, das muss schrecklich gewesen sein und begleitet heute alte Menschen das ganze Leben.
(Auch viele der heutigen Flüchtlinge übrigens!)
„Danach ging es aufwärts!“
Ja, richtig, es ging seit den 50ern fast immer aufwärts. 80 bis 90jährige können davon im Detail berichten.
Dass sie vom Aufstieg stolz sprechen können, nötigt mir Bewunderung ab, aber auch ein wenig „Neid“. Das mag vielen heute 60jährigen so gehen.
„Aufgewachsen im Überfluss seid Ihr! Ihr solltet es einmal besser haben als wir!“
Danke!
Es gibt aber immer ein „Aber“.
Wenn man das tagtäglich hört oder auch nur 10mal im Jahr, dann ist das auch etwas frustrierend, denn wohin sollten heute 60jährige denn streben, wenn sie schon als Kind „alles“ hatten?
Da kann man sich bei berichteten Aufstiegssiegen auch als Versager im Kleinen fühlen.
Klar, übertrieben, es ist auch nur „gefühlt“ so.
Kurz: Für uns ging es eben einfach weiter.
– Einschub-Start
Hinzu kommt, hier denke ich an einen Einzelfall, wenn man die Armut der frühen Jahre im hohen Alter stets herausstellt.
„Den Käfer, den mussten wir uns vom Munde absparen! Oh Gott, wie sollen wir das bezahlen, habe ich gedacht als er damit ankam!“
Dass das Auto schnell bis zur Mercedes-S-Klasse gut 10 Jahre später wuchs, habe ich nie gehört, die Käfer-Geschichte jedoch mindestens zwanzigmal.
Und man kann die 12 Zylinder eines 65jährigen für drei Personen heute nicht kritisieren, wenn man als deutlich älterer Mensch zu zweit Zeiten mit 18 Zylindern vor der Haustür genoss.
– Einschub Ende
Aber wir 60jährigen verlieren dennoch den „Lebenserfolgsvergleich“, weil wir das „Pech“ haben, keine Not nach einem Krieg erlebt zu haben.
Haben wir heute 60jährigen „Boomer“ weniger gearbeitet, haben wir weniger geleistet? Nur weil wir nicht am absoluten Nullpunkt starten mussten?
Nein!
Ich habe selten Zuckerrüben gegessen.
Ältere können die nicht ertragen, weil sie die früher immer essen mussten. Oder Graupen! Wie Fischeier! Das Einzige, was mein „Alter“ ungern aß.
Aber er wäre jetzt auch schon fast 120. Der hatte gleich zwei Weltkriege erlebt und sagte kein einziges Wort darüber. Silvester machte er nicht einen Schritt nach draußen. Erinnerungen.
Und die 20jährigen von heute?
Wie mögen Sie die Erfolgsgeschichten der ganz Alten hören? Was mögen sie empfinden?
Corona, Krieg in Europa, Klimakrise, China, Russland, Trump und die ganzen leicht ungebildeten „Rechten“.
Die Aussichten sind nicht so rosig.
Es sieht nicht nach möglichen Aufstieg aus, eher nach ein paar Schritten abwärts.
Eine „Erfolgsgeschichte“ liegt weit hinter dem Horizont, unsichtbar verborgen.
Doch die Jungen machen das schon, davon bin ich fest überzeugt.
In China wollen junge Frauen oft weder heiraten noch Kinder, die Zahl der Hochzeiten sinkt gnadenlos.
Finanzkrise!
Keinen Bock auf „Heimchen am Herd“.
Die Partei dort wird sich ohne Erfolg abmühen. Die Zähne werden sie sich an den selbstwussten Frauen ausbeißen.
Und Urlaub werden die Chinesen auch noch entdecken und erkennen, dass Arbeit nicht alles im Leben ist.
Die Frauen dort und anderswo, sie sind die Fahne der Hoffnung.
Ersetzt alle Rechten, alle Demagogen, alle Diktatoren und alle mächtigen Wirtschaftsmilliardäre mit Einfluss durch junge Frauen und die Welt wird viel besser sein als sie heute ist.
Sahra und Alice bitte wegtreten. Danke.
Lustig oder amüsant ist nicht alles.
Basta.
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Verdammt, habe ich das schon mal geschrieben?
Wenn „ja“:
So ist „Alter“, Leute.

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„Vielleicht vielleichter“ heißt das nächste Album von Manfred Maurenbrecher, dem besten und größten deutschen Songwriter seit mehr als 40 Jahren.
Ein Alter mit jungem Geist!
Es gibt sie nämlich noch, die guten Nachrichten.
„Manchmal spielen die Größten in den kleinsten Theatern!“
Wer sagt denn das?
Ich sage es!
Sorry, Udo.
Sorry, Peter.
Sorry, Herbert.
Sorry, Heinz-Rudolf.
Sorry, Marius.
Sorry, Roland.
Sorry, Nena.
Sorry, Andrea.
Sorry, Helene.
Und vielleicht wird alles viel leichter als gedacht.
Termine
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Das Foto von „Jim Morrison“ ist von gestern. Danke, Steffi! 🙂
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„peace, tranquility and good will„
Auch toll. Bis auf den Schluss. Dieses „Frauen an die Macht“ Ding. Nee! Junge Frauen auch nicht. Denn alt werden die automatisch. Und Reichinnek an der Macht? Doppel Nee! An der Macht kleben beide Geschlechter. Und wirkliche Talente sind rar gesät. Ian Hunter singt in „Wirklich gute Leute gibt es immer, das kann ich dir schwörn. Nur leider nie da, wo sie hingehörn.“
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Heidi ist ein schlechtes Beispiel, die kommt gut an, weil sie Witz hat, laut ist und in den Sozialen Medien präsent ist. Letztlich hat die die Linke gerettet. Junge Leute haben mW bis zu 30% „links“ gewählt, also eigentlich die Heidi. Es wird ja alles personalisiert.
Aber die ist eine Marxistin. Eine Wagenknecht im freundlichen Gewand, man sollte schon mal hinter das Lächeln schauen und hinter die Tattoos. Natürlich ist Sahra viel schlimmer, dieselbe Rhetorik wie damals im FDJ-Blauhemd. Furchtbar.
Junge Frauen mit klugen Köpfen fehlen aber den anderen Parteien, die gibt es, aber sie schaffen es nicht in die erste Reihe. Das wäre aber wichtig, wie das Beispiel „Heidi“ zeigt.
Sanna Marin oder die Arden, …. Es gibt noch einige in den baltischen Ländern, diese weiblichen Typen meinte ich. Reichinek, ich bitte Dich! 🙂
Leider braucht es Jugend, um Jugend zu gewinnen.
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Hm. Schon traurig, dass man heute politisch keine drei Mann unter einen Hut kriegt. Und du und ich sind nur zwei.
Aber ich werde dich sicher nicht überzeugen können, dass Sahra eigentlich den Erfolg verdient hätte, den die Reichinek nun hat.
Kaum ist die Vernunft verjagt, gehts mit der Linken wieder aufwärts. Das sagt allerhand über die Menschheit. Die Sahra von heute mit FDJ Hemd in Bezug zu bringen, gelingt mir nicht. Die war in den 90ern als naive Stalinistin gestartet, dann studierte sie im Westen, heiratete einen vermögenden Bonzen und begriff ein bissel mehr von MW als ihre Leute. Also ist da ne kontinuierliche Entwicklung nachweisbar. Nach der Scheidung dann beim Saarland Napoleon zu landen , war dann sowas wie ne Konsequenz.
Leider hat sie keine populistischen Qualitäten und ein komplexeres Weltbild als sich per Tiktok Späßchen mitteilen ließe und sicher fehlts ihr an Humor. Aber nicht an analytischer Schärfe.
Tja. Da sind wir beide auf sehr verschiedenen Weiden am Grasen. Stimmts?
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„Vernunft“ ist ein schwieriger Begriff, wenn es um eine Demagogin geht. 🙂
Es fehlt ihr nicht nur am Humor, sie nutzt soziale Themen an sich nur für sich. Am besten hier das Interview bei Miosga vor einigen Monaten. Keine einzige soziale Einrichtung hat sie jemals besucht, die hatten das recherchiert. Und dann das rhetorische Ausweichen, sie habe „keine 5 Fotographen dabei“, nein, es wurde deutlich: Sie war nie da.
Dazu ihre Fehlquote im Bundestag, teure Kostüme großes Auto …. *wem* mit einem angeblich sozialen Gewissen würde man *das* durchgehen lassen?
Und „Russland ist eine Atommacht“, da spielt sie Putin, diesem Massenmörder in die blutige Hand.
Vor kaum einer öffentlichen Person im linken Spektrum habe ich weniger Respekt als vor dieser populistisch agierenden Person.
Und deren Weltbild ist nicht komplex, es ist sehr einseitig. Die Ukraine besucht sie auch nicht. Warum denn nicht?
Sorry, „we agee to disagree“. 🙂
My 2cts
M.
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Der politische Diskussionsbereich ist geschlossen, Frau W. von der nach ihr benannten Partei hat hier keinen Platz und bekommt keine weitere Bühne.
Wie im Bundestag.
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