

Was würdet Ihr tun?
Leute, ich weiß nicht mehr weiter.
Zu viele Fragen.
„Mein Gott, wie faul und bequem kann man sein?“
Oder
„Dir passieren auch Sachen, wie kann das sein?“
Zur ersten Frage
Manchmal brauche ich einfach Fleisch. Und der Rinderbraten war im Angebot. Also habe ich davon zweieinhalb Pfund gekauft.
Das sind 1250 Gramm.
Ich schreibe das für alle unter 30.
Der Fleischer ist nämlich ziemlich jung, der verkauft erst seit vier Wochen an der Theke. Und ich gebe es zu, ich nenne das Gewicht absichtlich so wie früher.
Warum soll ich mich plötzlich umstellen?
Das ist wie mit „um Dreiviertelfünf“, das mache ich auch aus reiner Lust am Nervigsein für andere Menschen.
Könnte man denken.
Es ist wirklich nur Gewohnheit!
Dann habe ich gefragt, ob ich den Braten in einer abgedeckten Schale noch einen Tag im Kühlschrank aufbewahren kann. Ich wollte diese vierstündige „low-temperature“-Aktion auf den nächsten Tag verschieben.
„Klar!“ hat er gesagt, „besser als in der Plastiktüte.“
Leider hatte ich einen Tag später noch weniger Lust auf diese Aktion mit dem Rinderbraten, Hunger hatte ich auch nicht.
Vor allem nicht auf 1250 Gramm.
Das meiste esse ich ja selbst, hier im Haushalt ist so eine Philosophie eingefallen, die bislang an mir vorüberzog wie eine Regenwolke.
„Wir wollen nicht mehr so viel Fleisch essen.“
Die Lösung war einfach:
Ich habe einen Sauerbraten angesetzt.
Der Rinderbraten muss dann drei Tage in der Rotweinbeize mit den Gewürzen liegen.
Heute ist erst der zweite Tag.
Ich habe schon überlegt, ob eine viertägige Lagerung auch noch tolerabel ist.
Leider mag ich Sauerbraten gar nicht so gern wie einen Rinderbraten in der Version ohne das Baden vorher.
Gut, einen Teil könnte man einfrieren, einen anderen verschenken.
So teuer war der ja nicht.
Das war zu „wie faul kann man sein?“
–
Zur zweiten Frage
„Wie kann das sein? Warum passieren Dir solche Dinge?“
Ja, das frage ich mich auch manchmal.
Ich stelle Euch eine einfache Gegenfrage:
„Was würdet Ihr tun, wenn Euer Ehering in einen Gulli gefallen ist?“
Eben! Das kann nämlich jedem passieren!
Daran können Ehen schneller scheitern als an Zahnpastatuben!
Mir ist leider das Mundstück meiner kleinen Lieblingspfeife in einen solchen geraten. Ein glatter „Durchschuss“ durch eines der vier Zentimeter im Durchmesser messenden Löcher am Rand!
Es liegt auf einer Abdeckung in ca 25cm Tiefe unter dem Betondeckel, ein echtes Malheur.
Und da liegt es immer noch.
Der Normanne hätte die Kraft, den Deckel herauszuheben, aber er hat gerade schlechte Laune und dann frage ich ihn lieber nicht.
Zuerst habe ich es mit einer Grillzange versucht, aber diese Plastikgriffe vorn waren zu breit.
Leider ist mir dabei einer der beiden zerbrochen, das werde ich meiner Frau, der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, nicht sagen.
Ich versuche erstmal, die gleiche Zange neu zu beschaffen. Ein paar Gebrauchsspuren kann man mit einem Messer und Sandpapier gut nachstellen, denke ich.
Ich halte viel von „Präzision“.
Jetzt habe ich von der Metallzange beide „Plastiklöffel“ vorn ganz abgeschlagen. Dann ist die Zange schmaler und passt durch das Loch vom Gullideckel.
Es ist beim Putzen der Pfeife passiert, der Hund schnüffelte und ich blieb an dieser absolut falschen Stelle stehen.
Ohne Hund wäre das unmöglich.
Das war gestern, am 13ten.
Logisch.
Leider ist die Zange jetzt zu kurz.
Nun habe ich vorn mit „Ducktape“ oder „Elefantenband“ eine Konstruktion erstellt, um die Zange zu verlängern.
„Ducktape“, das ist dieses silberne Gewebeband, das so gut klebt.
Vorn habe ich daraus einen Kontaktpunkt gebaut und angeklebt, mit der Klebefläche nach außen.
Ich kann den Kontakt zum Mundstück im Gulli herstellen, aber nur so, dass ich es halten kann, quer passt es nicht durch das Loch vom Gullideckel.
Wenn ich es am Rand erwische, ist die Klebekontaktfläche zu gering, die Gravitation ist der Klebkraft des Ducktapekontaktpunktes dann überlegen.
Ich werde meine praktisch veranlagte Frau fragen müssen, was ich machen soll. Leider sieht sie dann die kaputte Grillzange.
Da muss ich jetzt „durch“.
Es ist entwürdigend, morgens um 6:30 liegend auf einem Gullideckel von Nachbarn mit Hund gefragt zu werden:
„Was machst Du da?“
–

🙂
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By the way:
„The term “duck tape” today refers to a specific brand of duct tape. Duck Brand® duct tape takes its name from the original name of duct tape.“
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„peace, tranquility and good will„
Sie hat es „geschafft“.
Mit der Zange nach Anbauarbeiten zur Zangenverlängerung.
Eine „Zangenwiedergeburt“!
Danke, Du beste Ehefrau von allen, die ich je hatte.
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