Ja, das kam mir gestern entgegen als ich mit der qualmenden Pfeife und dem schwarzen, schnüffelnden Hund an den blühenden Schrebergärten entlang schlenderte.
Er trug eine schwarze, sportliche Kappe, helle Laufschuhe, ein verwaschenes, weites T-Shirt mit einer Vergangenheit in Orange oder so und eine schwarze, kurze Sporthose, die Farbe der Socken war mir egal.
Er ging, wie man eben so geht, wenn man geht. Das weite Shirt kaschierte seinen runden Bauch recht gut, der graue Bart und das kurze, graue Haar standen ihm ausgezeichnet, trotz der gerundeten, nicht geröteten Wangen. Sicher jünger als ich, der sportlich gekleidete, ältere Herr.
Kein Lächeln, ein echter Mann mit Weisungsbefugnis!
„Danke! Ich fange an, wenn ich Ihr Gewicht erreicht habe.“
Ja, kann man machen, muss ich aber auch nicht, weil mir das die Gemütlichkeit eines sonnigen, warmen Morgens stehlen würde.
Man könnte, aber man muss nicht.
Also lächle ich still vor mich hin und schaue seinen langsamen Schritten hinterher. Der Hund pinkelt gerade ins Grün, der weiß, wie er meine Verspannungen der inneren Art weiter löst.
Den ‚Normannen‘ traf ich 200m weiter.
„Und warum hast Du dem nicht gleich eins auf die Fresse gehauen?“ grinste er mich an.
„Weil ich nicht Deine Oberarme habe, Du Normanne.“
Er hat nämlich schon alle Sportarten betrieben, außer Eiskunstlauf und Rhythmischer Sportgymnastik.
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Einige Wochen früher nahm ich gerade einen Hundehaufen aus dem Gras, mit zwei ineinander gesteckten, fast durchsichtigen, roten Hundebeuteln aus dem städtischen Spender. Mir ist mal einer gerissen, deshalb nutze ich die nur noch in Form kleiner, flexibler Zwei-Raum-Wohnungen. Naja, eher ist das ein Einzimmerapartment mit doppelten Wänden.
Ein zweistrahliges Flugzeug ist sicherer als eines mit nur einer Turbine. Früher wurden Transatlantikflüge nur mit vierstrahligen Maschinen durchgeführt. Eine Frage stochastischer Betrachtungen. Vier Tüten sind übertrieben, trotz der weiter erhöhten Sicherheit bei der Entsorgung.
Aber ich trage die ja auch nicht über ein großes Wasser. Und die Tüten sind auch nicht von Boeing.
Müssen diese Beutel wirklich durchsichtig sein? Schwarz wie in Hamburg, das hat mehr Stil und weniger „Einsicht“. Travemünde hat auch die schwarzen.
Ich bevorrate mich dort gern.
„Das ist ja ‚entwürdigend‘, was sie da tun! Unfassbar, Hundescheiße aufsammeln! Ich würde am Sinn meines Lebens zweifeln!“
Klar, auch ein Mann, der einfach mal etwas loswerden wollte. Vielleicht darf er zuhause nicht. Frauen haben keine solchen Sprüche für mich, eigentlich schade, weil ich bei denen mehr Energien im Gespräch aufwenden würde.
„Wie ‚entwürdigend‘ finden Sie es denn, in so einen feinen, frischen, weichen Haufen zu treten?“
Klar, kann man machen.
Man könnte, aber man muss nicht.
„Ach was, geht es Ihnen denn jetzt besser?“ grinste ich nur zurück, dann war er schnell weg.
Eine Ansprache ist nett, aber so ergeben sich keine längeren Gespräche, schade, also manchmal.
Wenn der Papst mich so ansprechen würde, dann würde ich ihn vermutlich um seinen Mantel bitten, um das würdevolle Naturhäufchen zu bedecken.
Olaf hat ja nur die alte Aktentasche. Ob der einen Hund hat? Oder der Papst? Ob die „das“ auch wegmachen?
Oder lassen die wegmachen?
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Und die von den Zeugen Jehovas haben eine neue Taktik, optisch manchmal reizvoll, inhaltlich aber auf dem Niveau von Hundebeuteln, sorry, so etwas flutscht mir manchmal raus.
Die setzen neuerdings offenbar verstärkt junge, schlanke, attraktive aber ungeschminkte Frauen ein.
Ich weiß nicht, ob denen ein Make-Up verboten ist, aber ich frage danach nicht. Die wollen ja mich upgraden und ich nicht die.
Die wollen und ich würde nur.
Jedenfalls stehen sie in der Stadt nur so rum, das provoziert mich mehr als die ganzen Männersprüche, es sind ja auch Frauen, trotz ‚Wachtturm‘.
„Wahrheit“, die suchen ja immer nach der ‚Wahrheit‘, jedenfalls steht das auf den Merkblättern auf denen man den eigenen Namen und die Anschrift eintragen kann. Die sind einzeln in Folie eingeschweißt, die Merkblätter, fast wie Blumen vom Floristen.
„Ach, das ist ja schön“, sprach ich die dunkle Schöne ohne Upgrade an.
Sie stand neben zwei jungen Männern, beide auch ungeschminkt, mit den üblichen Rucksäcken, den Hemden mit kurzem Arm und den Krawatten zur gepflegten Hose und den geputzten Lederschuhen. Das können die ganz gut, aber irgendwie erkenne ich diese ‚Trupps‘ schon von hinten. Neuerdings tragen die auch diese Turnschuhe für draußen, manchmal. Meistens sind die Rucksäcke von gleicher Bauart.
Eine schlichte Wahrheit.
„Die ‚Wahrheit‘, suchen wir die nicht alle? Haben Sie sie denn gefunden?“ fragte ich die Dunkle.
„Ja, das haben wir“, formten ihre vollen Lippen in Worte, was mein Hirn nicht glaubte.
„Dann müssen Sie ja ein sehr unglücklicher Mensch sein!“, lächelte ich zurück.
„Nein, Gott hat sie mir gezeigt!“
Die war gar nicht verwirrt, ein sehr schlechtes Zeichen, keine Zweifel, das ist echt übel. Wenn man so gar nicht zweifelt, dann ist man ganz sicher auf Holz unterwegs.
„Na, dann grüßen Sie ihn mal, er soll mich bitte nicht erleuchten, ich will das alles gar nicht wissen!“
„Schade.“
So ein langes Gespräch mit Jehova hatte ich noch nie. Die sah wirklich gut aus, auch ohne schon.
Schade.
Ein wenig Mascara und ich hätte noch etwas gefragt, vielleicht ja beim nächsten Mal in der Fußgängerzone. Mit den Rucksackmännern rede ich nicht.
Das „kleine Kind“ ist nach sieben langen Monaten zurück aus Mittel- und Südamerika!
Costa Rica, Ecuador, Nicaragua, Guatemala, Panama, El Salvador, Peru, Ceylon, Bolivien, Argentinien …. und auf dem Rückweg kurz nur Spanien mit Madrid und Barcelona.
Irgendein Land oder zwei habe ich bestimmt vergessen.
„Wenn Du aus Bayern nach Barcelona kommst, ist das bestimmt supertoll, aber wenn Du aus Südamerika kommst, dann ist Barcelona leider superscheiße. Die Menschen dort, die lächeln nämlich nicht.“
Alles allein organisiert, alle drei Tage im Schnitt ein neues Hostel, alle vier Sprachen genutzt, die sie spricht, 10 Flüge, unzählige Busse, Hikes bis in 5000m Höhe, ich weiß gar nicht, wie sie das alles schaffte. Klasse!
Und wir sind so stolz auf sie wie auf den Großen, der die kleinen Entdeckungen ebenso liebt wie sie die großen.
Zweimal habe ich sogar mit ihr telefoniert, das zweite Telefonat war das wichtigere, das kürzere. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, es könnte etwas passiert sein, weil wir sonst nur schrieben und Herzchen sandten. Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, telefonierte jede Woche 60 Minuten. Ich kann das nicht, ich bin der Mann der wenigen Worte. Jedenfalls am Telefon.
Es war eigentlich nur eine kurze Frage beim zweiten Telefonat:
„Papa, es ist ganz wichtig! Ist die neue Platte von Billie Eilish schon angekommen? Ist das Vinyl farbig?„
Ja, sie ist. Und es ist rot. 🙂
Habe natürlich nicht ausgepackt, das tut man nicht, es steht aber draußen drauf.
Sie hört ja Musik nur von Vinyl. Sie will auch keinen CD-Spieler von meinen haben obwohl die Auswahl an CDs ein Stockwerk höher durchaus gut ist.
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Und heute war ich dann bei IKEA, ein paar Plastikblumen für das Auto kaufen, einen kleinen Bilderrahmen für ein schönes Bild, das ich geschenkt bekam, eine Plastikkiste und ein Kissen, nein, nicht damit die Autoputz-Utensilien in der Kiste weich liegen.
Ich bin dann noch die 400m zum Elektronik-Fachmarkt gefahren, der Motor war ja noch warm und es regnete, eine beliebte Ausrede auch, wenn man hätte drinnen gehen können. Ich gehe keine weiten Strecken unter Dächern, ich umfahre solche Beschränkungen. Tunnel sind da in einer anderen Liga, nur selten ziehe ich den Pass über den Berg vor.
Dieser Medien-Markt, ich liebe den ja nicht, aber ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, einmal jährlich den Schrumpfungsprozess der CD-Abteilung in Augenschein zu nehmen.
Die sieht mittlerweile trist aus, keine CD von Dylan zu finden, nein, ich habe die alle mehrfach, nicht von Reiz, mehr finde ich im Heim.
Aber in der Grabbelkiste zwischen Wolfgang Petry, diversen nichtssagenden Samplern und Tim Benzko, der schon das Schicksal vom Wolfgang teilt, plötzlich Billie, Billie Eilish!
Für 7,99€!
Eine ältere CD, ich bin bei ihr kein Fachmann.
Großartig, die durfte mit, Eminem auch, man braucht eine CD von Eminem aus historischen Gründen, auch wenn ich seine Texte nicht mag. Für 4,99€ sowieso.
Dazu zwei Vinyl-Scheiben für je 5€ in farbigem Vinyl, vielleicht kann das kleine Kind sie dekorativ an der Wand platzieren oder sie hört sie sogar, so ein Blindkauf ist manchmal ein Ausweg aus den Dilemmata der Schrumpfabteilung.
An der Kasse habe ich Pech, ich muss zu der mit dem Dutt und der Brille, lieber wäre ich zu dem dunklen, jungen Mann mit dem Vollbart und dem Lächeln darin gegangen, es waren keine anderen da, sonst hätte ich eine dritte Wahl gehabt.
Nicht immer sind Frauen die beste Wahl.
Der Dutt lächelte so gar nicht, etwas starr der Blick, vielleicht hatte sie schlecht geträumt. Ich habe auch solche Tage, aber ich trage auch keinen Dutt, der das noch betont.
Meine vier Produkte summiert der Dutt an der elektronischen Kasse auf 32,98€. Ich stutze kurz und sage:
„Entschuldigen Sie bitte, aber das sind exakt 10€ zuviel“ und weise auf die Preisschilder hin. Sie summiert erneut, gleiches Ergebnis: 32,98€.
„Ja, hier bei der Eilish-CD steht ja UVP des Lieferanten 7,99€, unser Preis sind 17,99€.“
„Ach. Und wenn ich bei Ihnen nicht aufpasse, dann ziehen Sie mir ungefragt 10€ mehr ab? Ein Kühlschrank, der mit 799€ ausgezeichnet ist, kann mich auch 1799€ kosten? Das ist ja erstaunlich! Die CD bleibt hier, schade, aber ich möchte das fast als ‚Betrugsversuch‘ bewerten.“
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Das hat mich schon geärgert, draußen auf dem Parkplatz, also wollte ich den Geschäftsführer telefonisch sprechen. Die Zentrale in Köln teilte mir mit, der Rückruf könne zwei Stunden dauern nachdem ich den Fall beschrieben hatte. Eine Aufzeichnung des Gespräches lehnte ich natürlich vorher ab.
„Ihren Namen, bitte.“
„Franz Kafka. Also gut, ich gebe Ihnen 15min für den Rückruf. Danach schreibe ich eine kleine Kolumne über Ihre Preisauszeichung und das Verhalten ihrer Mitarbeiterin an der Kasse Ihres Marktes.“
Kein Rückruf in 15min, super, die Kolumne hatte ich damit gesichert. Schön.
Ja, nicht nett, ich zwinge mich richtiggehend zu solchen Sätzen. Ich warte keine zwei Stunden mit einem auf laut gestellten Mobiltelefon, das verlängert ja meinen Ärger, der braucht viel schnellere Ventile.
Also trotzdem noch schnell zurück in den Markt, ohne Jacke, ich ziehe den verbalen Revolver ohne Jacke einfach schneller. Auch mit dem Kassenbon und den stornierten 17,99€ in der Hand. Ich picke mir zügig den Vollbart heraus.
Der Dutt?
Ich spreche nicht zweimal mit demselben Dutt.
Sein Lächeln wurde schnell schmal, „ja, ich kann Sie absolut verstehen, wir haben mit der Marktleitung über diese Fälle gesprochen. Ich selbst weise Käufer an der Kasse auf ‚unseren abweichenden Preis‘ hin.“
„Schön, aber das unterblieb in meinem Fall“, sagte ich mit stummen Blick zum Dutt.
„Ich will Ihnen nicht sagen, wie ich das nenne, aber Sie sollten sich die Mühe machen, Ihre Waren auch mit Ihren tatsächlichen Preisen auszuzeichnen! Sie persönlich können ja nichts dafür!“
Der letzte Satz ist so eine Art ‚Klassiker‘ von mir.
„Verständlich, dass Sie das sagen, aber das dürfen wir nicht. Wir dürfen die UVP des Lieferanten nicht überkleben.“
„Ach, warum das denn nicht? Weil der Lieferant nicht will, dass Sie einen Zehner pro CD draufschlagen um mehr Gewinn zu machen? Ich könnte ja Ihren Lieferanten kontaktieren mit der CD plus UVP-Aufdruck und dem Kassenbon über 17,99€. Was halten Sie denn davon?“
Manchmal mache ich argumentativ gleich das ganze Magazin leer, hier ließ ich die letzte Patrone noch ungenutzt.
„Moment, ich telefoniere kurz.“
Nach dem Telefonat eine „Kulanzregelung“, nur für mich ‚ganz persönlich‘, sehr nett, ich wollte doch gleich zu ihm.
Also 7,99€ für Billie Eilish, ich wollte die doch nur, damit das kleine Kind im alten Auto auch Billie hören kann. Sie hat die alte Platte ja auch nur auf farbigem Vinyl.
In Gold.
Mir ist das eigentlich egal, ich finde Billie auch auf dem Gebrauchtmarkt, aber so einen Umgang mit Kunden mag ich leider gar nicht. Den 10er investiere ich viel lieber in Kaffee und Kuchen mit dem kleinen Kind als ihn dem Giermarkt zuzuwerfen.
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Ceylon gehörte nicht zu ihren Zielen, gut, dass Ihr aufpasst. Das muss man nämlich immer öfter. Schade.
In Andalusien wird es immer wärmer, wenn man vom Atlantik in Cadiz, der ältesten Stadt Europas, in Richtung Sevilla zur „Feria“ fährt.
Eine Rast an Raststätten oder Pausen auf Parkplätzen mag ich nicht, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, möchte meist schnell ankommen.
Aber der Fahrer darf die Pausen gestalten, ich bin da sehr flexibel. Auch wenn meine Frau fährt. In Spanien fuhr nur ich, mit einem Schuh. Wegen der Automatik des Citroen. Ein häßliches Teil, aber genug von Autos.
Also besuchen wir kleine Orte, die nicht im Reiseführer aufgelistet sind, sie unterscheiden sich oft wenig von den Gepriesenen.
Einen Parkplatz neben dem Marktplatz und ein Café mit farbigen Schirmen fanden wir schnell. Der Kaffee wunderbar, der Kuchen süß, meine Frau schön, die Männer zahlreich.
Am offenen Fenster des Cafés stehen drei alte Männer, also nicht so richtig alt, noch fit und gut anzusehen, jünger als ich. Der eine mit langem, lockeren, schwarz-grauem Haar, ein „Frauentyp“ in seiner Jugend, sicher. Heute vielleicht auch noch. Ein „Typ“ wandelt sich wenig mit den Jahren, wenn das Haar voll bleibt.
Meines ist auch noch voll.
Jedenfalls plötzlich wenige klackende Schritte von hinten. Ein Tänzer, meiner Gattin war es sofort klar, die Locken, die Schritte, ein Spanier mit Musik in den Füßen!
Natürlich sprach er meine Frau an, es ist seine Natur, ich fühlte mich wie die Vase auf dem kleinen Tisch des Cafés. Ein angenehmes Gefühl, meine Frau berichtet vom Ziel, der „Feria“ in Sevilla.
Und dann tanzt er mit ihr, wir filmen, machen Fotos mit den drei Spaniern, ich bin nicht im Bild, die Spanier haben die Blondine lieber für sich, ich nehme sie trotzdem wieder mit, so mein Plan.
Als ich kurz die Kachelabteilung im Café besuchen will, bedeute ich den zwei Spanierm ohne Locken mit zwei Fingern, sie mögen den Gelockten und meine Frau im Auge behalten. Spanien ist ein schnelles Land, es war nur ein Spaß.
Während ich weg war, wundert sich der Tänzer über meine Abwesenheit, er fragt meine schöne Frau sorgenvoll:
„Problema?“
Drei kleine Gläser Wein als Dank nahmen den drei Herren die Sorge, sie hätten Verbotenes getan.
Ein letztes Lächeln der besten Ehefrau von allen und weiter geht es zur „Feria“.
Mir geht es auf Autobahnen so, wenn ich mit 120km/h dahinrolle und nur zum Überholen Lücken suche und kurz auf das Gaspedal treten muss. Der Vorteil des gemütlichen Rollens, auch von Zeit zu Zeit mit 100km/h, besteht in erster Linie in der Wahrnehmung der Kennzeichen der Überholenden.
Die sind unterhaltsam.
Für fast jede Buchstabenkombination „im Mittelfeld“ eines Kennzeichens versuche ich, Initialen von Musikern, Gruppen, Schauspielern, Schriftstellern, Fußballspielern oder anderen Prominenten zu finden.
Das klappt nicht immer, denn Menschen, die freiwillig ein Q in ihren Kennzeichen dulden, sind keine Freunde von mir.
AQ Anthony Quinn, ein Glücksfall
QT Quentin Tarantino, viel Blut, aber hier Glück, dass es ihn gibt
QQ …. ich verachte den Fahrer, gestern sogar einer mit der 88 im Schlepptau.
NY Neil Young
TS Thomas Struuunz
MM Manfred Maurenbrecher, Marilyn geht auch an hellen Tagen
MP Max Planck, Military Police
JB Jackson Browne oder Jane Birkin
WO Wolfgang Overath
GC George Clooney
LW Lucinda Williams
LZ Led Zeppelin, Linda Zervakis, ok, erlaubt
AP Andrea Pirlo
NV Nevada, das geht, wenn man niemanden privat mit diesen Initialen kennt, ich habe da Glück, also Abkürzungen von US-Bundesstaaten sind auch erlaubt, ich bin da gar nicht so penibel
VM Van Morrison, Van The Man
RS Rolling Stones
CC Charlie Chaplin
PP Pablo Picasso
BS Bernd Schuster, der „Blonde Engel“
AE Albert Einstein, der gute Albert und jeder weiß, wie kurz die Arbeit war für die er den Nobelpreis bekam
BC Belinda Carlisle, Courtney Barnett geht hier nicht, so sind die Regeln, „Before Christ“ ist grenzwertig, B-BC aber ein tolles Kennzeichen für Anglophile
NP Natalie Prass, die letzte Platte war nicht so toll
XA Xabi Alonso, toll dass seine Eltern so einen brauchbaren Vornamen wählten
RR Robbie Robertson
LC Laetitia Casta
KL Karl Lagerfeld, auch Verstorbene leben so weiter
AS Andrea Schroeder, lange ohne Veröffentlichung, „Void“ war die letzte?
AC Anna Calvi
ED Evan Dando, wobei B-ED auch nett war
B-TO Bachman Turner Overdrive, eine Ausnahmeregelung, man muss die manchmal kreieren
FS Friedrich Schiller, „For Sale“ ist doof
OS Oh Sch****, so banal, „vergessen“, wie Olaf
AM Mutti oder Alison Moyet
LH Levon Helm
EB Emanuelle Beart
HB Humphrey Bogart
AH Albert Hammond, nicht der andere, die Kombination ist erlaubt, wundert mich etwas, genauso wie, dass „IS“ so oft vergeben wird. Unsympathisch. Sollte verboten werden, der Mist.
SE Steve Earle
SW Steve Winwood, nicht diese deutsche Frau, bitte!
HW Onkel Herbert
EJ Elton John
FM Fleetwood Mac, Freddy Mercury, Friedrich Merz
DL Diane Lane, ich hoffe immer auf DL
JC Johnny Cash, „Jesus Christus“ geht auch durch, da gleiche Liga
FK Franz Kafka
GN Gianna Nannini
SZ Strack-Zimmermann, geht ausnahmsweise
PJ Pearl Jam
LS Leutheusser-Schnarrenberger, siehe oben unter SZ
PM, HF, HK, TF, SR, HG, HS, TG geschenkt, lächerlich, deutsche „Stars“ bitte nur im Verzweiflungsfall. M-MW geht zum Glück nur in München, ich mag den nicht so.
VT, PF, HR Vicco Torriani ist hilfreich, ist aber kein Deutscher gewesen, Peter Frankenfeld schon, auch Hans Rosenthal. Tote sollten erlaubt sein, eine posthume Ehre sozusagen, Peter Frampton, ok, ein anderer Peter.
EH Emmylou Harris, die haben wir immer, steht aber für die Vornamen unserer Kinder
BD klar, vorgestern, am seinem 83sten fuhren die wohl noch langsamer als ich oder sie hörten seine Platten zu Hause, kein BD seit Tagen, frustrierend bei 1000km.
E, B, A, N, Q, Y, M, L, R einzelne Buchstaben, da nimmt man Gruppen Eagles, Beatles, Animals, Nirvana, Queen, Yes ….. oder Eigenamen wie Michelangelo, Liberace oder Ronaldo, nein nicht CR7, der andere.
Motorräder zählen nicht, ich erwarte Proteste des Normannen, normal.
Es gibt mehr Regeln als ich dachte, weil ich Zweiräder zwar nicht spielen lasse, aber nie bewusst über das Regelwerk nachgedacht habe.
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Gut, einige Beispiele seht Ihr ja. Die sind aber aus der Innenstadt Berlins, man sieht es an der Perspektive, ich bücke mich ungern. Ein Mobilgerät im Auto zu nutzen, ist Russisches Roulette.
Jede fehlende Lösung bringt einen Minuspunkt, bei 10 ist das Spiel erstmal vorbei. Neustart sozusagen später. YY oder QQ sind Gemeinheiten, XX ist ja „The XX“.
Es ist ja nur ein lockeres Spiel aber ich wende damit bei Erfolg auch Schaden von meiner Familie ab, gute Resultate haben schon heftige Regenschauer gestoppt, es ist eine Glaubensfrage, ja.
Bei Regen spiele ich nicht.
Draußen war das früher auch blöd, man wird ja nass. Auch auf dem Rad. Und jetzt soll ich den Regen mit einem Spiel belohnen? Ohne mich.
Manchmal spiele ich auch nur zwischen zwei Rastplätzen. Aber bloß nicht die zehn Minuspunkte kassieren. Man kann auch vorher das Verkehrsleitsystem konsultieren. Ist aber auch nicht ganz fair. In Brandenburg kann man nämlich „ohne“ schnell am Arsch sein, in Mecklenburg-Vorpommern auch, da liegen viele Kilometer zwischen Rastplätzen, andererseits sind nicht alle Autobahnen so voll wie kurz vor Berlin.
Sorry, echte Zocker sprechen so.
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Wenn auf der linken Spur sehr schnell gefahren wird, dann kann das schwierig werden, man darf kein Fahrzeug auslassen, das ist Mogelei.
Braucht man eine Pause, hilft ein Sprung auf die linke Spur mit einer Beschleunigung zur Entspannung, bei 8 Minuspunkten mache ich das. Es wird nur mit schnelleren Fahrzeugen „gespielt“, nie mit welchen auf der rechten Spur.
Daher fährt man natürlich nicht so schnell, wenn man spielt. Porsche-Fahrer müssen sich eben andere Spiele ausdenken. Und ich bin leider deshalb gegen ein generelles Tempolimit.
Was soll ich dann machen?
Auf dem Lidl-Parkplatz spielen?
Außerdem lernt man gut, Spiegelbilder im Rückspiegel zu lesen. Man weiß ja nie, wann man das mal braucht.
Es gibt ja nur 676 Zwei-Buchstaben-Kombinationen plus die 26 Einzel-Dinger, also 702 insgesamt. Man kann natürlich alle aufschreiben und sich vorbereiten, so viel Arbeit ist es nicht und man trainiert so sein Hirn. Aber irgendwie auch wieder langweilig, so eine Paukphase.
Dann kann man alle und es gibt ein günstiges Bahnticket, ganz blöd.
Nicht alle 702 gibt es in der Realität, es gibt Kombinationen, die nicht vergeben werden, aber teilweise ist das abhängig von den verschiedenen Verwaltungen.
Welche Kombinationen in den sogenannten „Erkennungsnummern“ verboten sind, kann man hier nachlesen, das ist etwas kompliziert:
Bundespolizei mit BP ist öde, die lasse ich weg. Behördenfahrzeuge zählen nicht, auch nur deutsche Kennzeichen.
BP, da nehme ich „British Petrol“ oder Bernie Paul, Frauen tendieren zu Brad Pitt.
Als Mann denkt man selten an Brad Pitt.
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Für Frau Knarr von der Zulassungstelle. Die kennt sich nämlich aus, die Frau Knarr.Das Foto zeigt sie nicht, das hatte ich nur gespeichert um zu zeigen wie ein „guter“ Pony aussieht. Einer, der 3 Zentimeter über den Brauen endet, ist auch toll, aber nur bei kurzen Haaren, nicht als „Pony“.
Gestern spät in der Nacht fiel ein heftiger Regen in Berlin-Friedrichshain. Ein „Hain“, das ist, nebenbei bemerkt, eigentlich eine Ansammlung von Bäumen. Bäume gibt es dort beim Theater ‚Zebrano‘ nur am Straßenrand, aber keine Mülleimer.
Und keine freien Parkplätze.
Frankie, mein Berliner Original, Rob, Otti und Ed und ich hatten ein wundervolles Konzert von Manfred Maurenbrecher erlebt. Er ehrte mit seinen Versionen des Dylan-Kanons unseren Helden, der auch einer der seinen ist. Schon mit 15 hat er dessen Texte stilsicher und kreativ ins Deutsche begonnen zu übersetzen.
Mit 15!
Ist Dylan der Mount Everest, so ist Maurenbrecher die Zugspitze.
Und was er spielte und wie er spielte, allein am Klavier mit teils energischen Tritten aufs Pedal, das gereichte nicht nur Bob zur Ehre zu seinem 83sten, sondern, so erlebten wir Zeugen es, auch ihm selbst. Ihm, einem der wenigen echten „Künstler“? Nie angepasst und immer wieder neu.
„Der ‚Junge‘ kann malen“, mit Worten!
Er ist nämlich ‚jung‘ trotz seiner nahen 75 im nächsten Jahr. Was wird er „dann“ spielen?
Der „Deutsche Dylan“.
Wer übersetzt „Shelter“ mit „Schlupfloch“?
Wer „Desolation“ mit „Invaliden“?
Es gibt Udo, eine „Type“ auch ohne Lieder, es gibt Herbert, der 70000 Menschen in Wallung singen kann und es gibt Marius, dessen Studioproduktionen oft teuren amerikanischen Ansprüchen genügen. „Warm“ wird mir bei Ihnen nicht. Das ist keine Kritik, es ist eine Feststellung.
Denn er, MM, ist der …. höchste deutsche Berg!
Die beiden Murmeln in Black & White hatte er seit 40 Jahren verdient, so lange höre ich seine Lieder. Bei Männern weiß ich oft nicht, wie sie auf das Geschenk für 20 Cent reagieren. Sie schauen verwirrt. Meist.
Bei Frauen weiß ich wie sie reagieren, sie lächeln, so oder so.
„Hört seine Lieder!“, möchte man rufen!
Kein Showtalent wie Udo, kein lauter Performer wie Herbie, kein Klangperfektionist wie Marius, aber …. er ist immer „echt“ wie auch seine Geschichten zwischen den Liedern oder in seinen Büchern.
Wie oft ich ihn live sah, weiß ich nicht. Udo sah ich nach Corona live und steckte mich an, große Unterhaltung, Udo, nicht Corona. MMW und Herbie sah ich nie live, das ist mir zu viel „You Too“.
Mir sind 70 viel lieber als 70000.
Beim Fußball sehe ich das anders, aber mehr „große Spiele“ sah ich im Leben in Spanien und Italien, viele waren es nicht hier bei uns. Warum? Weil es anders ist.
Ich liebte die Feria in Sevilla, aber niemals würde ich das Oktoberfest besuchen, ich mag Verkleidungen, aber Karneval muss ohne mich auskommen. Besonders in Düsseldorf, Köln und Mainz. Das sind mir leider zu viele Deutsche auf einmal.
Wer hat gesagt, der Deutsche sei einzeln ein wunderbares Wesen, aber in der Masse schrecklich? Ich weiß es nicht mehr, aber mein Gefühl spricht zu mir ähnlich. 40000 Italiener in „Firenze“ sind wunderbar, 40000 in Hamburg, nein, ich möchte nicht #40001 sein. Ist es so einfach?
Oder spielen mir gedanklich Großveranstaltungen der Vergangenheit, die ich gar nicht erlebte, Streiche? Oder will ich nicht einer unter vielen sein? In Florenz bin ich ja einer unter 40000 anderen, in Hamburg nur ein Massenelement. Große Demonstrationen mied ich lebenslang. Bei „Wir gegen Rechts“ musste ich nach jeweils 15 Minuten „raus“ aus dem Fluss der Masse, nur am Rande gehen, das ging länger.
Eine Mimose ist „er“.
War es Canetti?
In Deutschland sah ich den HSV circa 1975 im Nebel mit 1:0 gewinnen, in der Zeitung las ich, wer das Tor schoß. Peter Hidien. Den HSV sah ich in den 80ern gegen Inter Mailand mit „Rummenigge“ und hielt es in der Kurve heimlich mit Inter. Das darf meine Nachbarin nie erfahren. Bayern gegen Stuttgart 3:0 im letzten Jahr, danach ging es bergab, ich kann nichts dafür.
Und sähe der Manfred aus wie Brad oder George, vielleicht hätte er dann mehr Zuhörer als die anderen. Manchmal entscheiden Kleinigkeiten in einer oberflächlichen Welt.
Oder der Glaube, dass das, was alle hören oder sehen, auch das Beste ist. Glaubt Ihr das? Ist das so beim Fernsehen? Bei der BILD? Im Kino?
–
Und in der schwarzen, nassen Nacht nach dem Konzert unter der roten Markise beim „Tiger“-Bier, da sagte eine junge Frau mit einer breiten, blonden Strähne im Haar am Nebentisch zu ihren Freundinnen zu laut:
„Es gibt keine Seemänner mehr!“
Das beschäftigte mich noch als wir 20 Minuten später den Aufbruch im Regen wagten.
„Was hast Du damit gemeint?“, fragte ich sie, „dass es keine Sehmänner mehr gibt, die Du gern ansiehst oder keine echten Seemänner von Schiffen mehr?“
„Ich meinte die von den Schiffen! Man sagt, dass jedes Mal ein Seemann stirbt, wenn man eine Zigarette an einer Kerze anzündet!“
„Und Du hast sie alle umgebracht?“
„Nein! Man sagt das, weil die Seemänner früher an Land Streichhölzer verkauften und nichts verdienten, wenn man Kerzen benutzte!“
Ich kannte weder das Eine noch das Andere, die Erklärung. Ich habe ihr sicherheitshalber meine Streichhölzer geschenkt, zum Schutz der allerletzten Seemänner. Eine Pfeife kann man auch mit einem Feuerzeug anzünden.
Ich bringe nämlich keine Seemänner mehr um die Ecke.
Aber der Glaube.
–
Auf dem Weg nach Hamburg fotografierte ich zwei blinkende Harleys für meinen Nachbarn neben ihren Fahrern, eine „Low Rider“ und eine „Sportster“!
Ich verstehe davon gar nichts, aber das stand ja drauf. Bei der zweiten hing eine kleine Glocke unter der Gabel. Die schützt vor bösen Geistern, die zum Beispiel den glänzenden Tank zerkratzen. Aber man darf die Glocke nicht kaufen, man muss sie als Geschenk erhalten, sonst wirkt ihr Zauber nicht.
Genauer ist das hier:
„Dadurch werden die bösen Geister der Straße im inneren des Glöckchens eingefangen, wo sie das stetige Klingeln wahnsinnig macht und sie dadurch ihren Halt verlieren und zu Boden fallen.“
Aber der Glaube.
„Einige haben einen Engel am Motorrad oder am Schlüssel. Es soll bedeuten, dass Du nicht schneller fährst als dein Schutzengel fliegen kann“, schrieb mein Nachbar, der Normanne.
Der Glaube.
–
Manchmal, da glaubt man etwas, was gar nicht stimmt.
Zum Beispiel beim Arzt, da hat jetzt eine „Patientenhelferin“, die eine falsche Berufsbezeichnung als „Arzthelferin“ führt, trotzdem meine Murmeln bekommen. Eine Arztpremiere.
Ihr Name klingt als wäre sie aus Albanien, aber das stimmt sicher nicht. Jedenfalls hat sie mir einen unterhaltsamen Lungenfunktionstest beschert. Schließlich habe ich 30 Jahre lang „wenige“ Zigaretten täglich geraucht, dann aber viele Jahre gar nicht mehr. Mein Test unter ihrer ‚Anfeuerung‘ wie von Jürgen Klopp war ziemlich gut. Ich will ja, dass die einen schönen Erfolg hat, meine Lungen-Trainerin.
An sich wäre sie auch eine gute Ärztin, aber sie ’sieht sich da nicht‘. Schade.
Nach dem Test gestand ich ihr, als sie „Nichtraucher? Raucher?“ fragte, dass ich seit 6 Wochen manchmal gemütlich und heimlich eine Pfeife rauche, mein Geheimnis, aber dass sie bitte „Nichtraucher“ ankreuzen solle.
Ich mache das ja heimlich damit ich nicht diskutieren muss mit der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte.
Sie gestand, nun fast privat, ihre alten ‚Rauchsünden‘, also die, nicht meine Frau. So alt konnten sie nicht sein, die Sünden, denn mit 7 hatte sie noch nicht geraucht.
Sie lächelte stumm und machte ihr Kreuz. Für mich. Die war wirklich sympathisch. Ich will den Test im nächsten Jahr wiederholen lassen.
Auch wegen der Pfeife.
Dann ruft mich nach kurzer Wartezeit mein Arzt zu sich, der beste seines Fachs. Der ‚Maurenbrecher‘ unter den Internisten! Der Name wäre für einen Arzt von Nachteil, vor allem für Chirurgen.
Seine erste bohrende Frage kam direkt, still und sachlich, ohne jede Maske, wie von Clint im Film. Ein Zigarillo dazu wäre perfekt gewesen.
„Seit wann rauchen Sie wieder, Herr Bruno?“
Ich hatte schon vorher den Eindruck, dass er nicht raucht.
Auf dem Weg zum Volvo draußen kam ich dann an „ihr“ vorbei und gab ihr meinen bösen Blick, der fiel mir ein wenig schwer, zugegeben.
„Sie sind eine Petze!“
Ich gewann ein strahlendes Lächeln.
„Es ist mein Job!“
Und weil ich Menschen mag, die ihre Arbeit sehr gut machen, gab ich ihr Monate später zwei Murmeln. Zum Schluss war mir ihre Arbeitseinstellung wichtiger als unsere qualmenden Geheimnisse.
Denn der Glaube ….
….. an eine ‚Beziehung‘ zwischen zwei Unbekannten hat schon so manchen Mann zu Fall gebracht.
–
Das Foto von MM, der Bob hält, ist vom Ron. Der ist kein Berliner, er ist ein Buch. Und er sieht aus wie ein Referendar. Herzlichen Glückwunsch zum 53sten.
Ich habe leider eine „Autophase“, die geht wieder vorbei, denn alles geht bei mir vorbei.
Außer Bob Dylan.
Es kann auch meine Rückkehr zu Zeiten von vor 50 Jahren sein als ich mir zum Geburtstag ein Abonnement von „auto, motor und sport“ gewünscht habe. Das schreibt man heute auch noch klein, obwohl die Autos immer größer werden.
Ich hatte einmal ganz üble Geräusche bei meinem alten Volvo V70, es war das einzige Mal in 10 Jahren. Jedenfalls bat ich einen erfahrenen Mechaniker einer Vertragswerkstatt, sich das kurz anzuhören.
„Jo, das ist ein Zylinder, der läuft nur auf vier Töpfen, das kann teuer werden beim Diesel. Echt selten solche Defekte beim Diesel.“
Da hatte der völlig Recht, das ist selten.
Trotzdem habe ich auf der Hacke kehrt gemacht nachdem ich einen schönen Tag gewünscht hatte, bedankt hatte ich mich auch und angekündigt, dass ich bald wiederkomme.
Manchmal bin ich echt zu nett.
Dass der alte V70 ’nur‘ auf vier Zylindern läuft, das ist nämlich relativ normal, der hat nämlich nur vier und nicht fünf wie der noch ältere V70 und wie der Mechaniker fälschlicherweise dachte.
Muss er wissen. Vier sind nicht fünf.Und wenn einer von vier ausfällt, dann höre das sogar ich, ich hatte ja auch VWs.
Ein „Teiletauscher“, kein Mechaniker.
Es war dann ’nur‘ die verschlissene Kupplung, hat mein ‚Schrauber‘ super gemacht. Der hat nur gegrinst als ich dem vom „defekten fünften Zylinder“ erzählt habe.
„Klar! Als ob ein defekter Zylinder so klingt. Taub, oder was war der?“
Jetzt hat der alte Passat 222.222km auf der Uhr, eine schöne Zahl. 2en kann man schreiben wie kleine Schwäne, ich liebe 2en.
Die Kupplung „kommt etwas spät“, aber ist noch ganz ok so weit. Schaltet sich noch perfekt, die „handgerissene“ Passat-Limousine. Ein kleiner 1.4TSI brabbelt unter der Haube.
Damit das so bleibt, wollte ich im Urlaub in der kleinen Stadt an der Nordseeküste Preise für eine neue Kupplung bei VW erfragen, erst zur Reparatur im Sommer oder Herbst oder so, ich brauche da kein Auto, jedenfalls nicht für alle Tage.
Da ist man eben „Herr Bruno“ nach zwei Minuten und nicht „Herr Nummer“ wie in meiner Stadt. Im kleinen Ort ist das nicht billiger, aber ich gehe auch lieber zu Konzerten mit 70 Zuhörern als zu denen mit 70000 Leuten. „Leute“, das ist wunderbar ‚genderneutral‘, aber auch ein wenig volkstümlich. So wie der Norden.
Die waren sehr freundlich in der kleinen Stadt bei VW, besonders der Meister aus der Werkstatt, der wusste viele Details, klasse, der Mann. Auch zum „Steuerkettenproblem“ beim 1.4TSI. Alles harmlos, zu wenig Öl lässt es rasseln, da fehlt zunächst der Öldruck. Ein paar Sekunden mit der Rassel braucht es, bis das Öl da ankommt, wo es kurz Geräusche macht. Zu wenig Öl und es rasselt noch länger.
Logisch, wusste ich aber nicht.
Kupplung ‚ohne‘ Originalteile bei VW 1800€. Mit Massenschwungrad circa 3600€, meinte der von der Verwaltung am anderen Schreibtisch.
„Meistens muss das nicht ersetzt werden, die sind normalerweise noch top.“
3600€ ist das ganze Auto nicht Wert, aber der sieht besser aus als mancher, der noch in den Kindergarten geht. Meiner hat die Pubertät schon hinter sich. Bei Autos beginnen die Probleme immer „nach“ der Pubertät.
Zum Vergleich dann noch zu der ‚Hinterhofwerkstatt‘ im kleinen Urlaubsort. Die Werkstatt war bei meinem ersten Urlaub 1992 mit meiner späteren Frau auch schon dort! Da war ich noch nie, ich fuhr ja BMW Diesel und Volvo Diesel.
Die hatten Allergien gegen Werkstätten.
Der Eingang ist schmal, das Büro klein mit zwei Schreibtischen. Am linken Schreibtisch sitzt ein grauer Mann am Telefon, Typ kleiner SUV, er sagt nichts, er hört nur zu, bestimmt seine Frau oder seine Mutter, die mindestens 80 sein muss. Er malt Kreise.
Ich sage „Moin“, er nach dem Luftholen auch, aber er malt weiter seine runden Figuren. Er hört 3 Minuten weiter zu, dann sagt er kurz „Tschüß“ und legt auf. Das Telefon ist ein graues aus den 80ern.
„Und?“
Das ist Nordsee-Deutsch und bedeutet:
„Ja, entschuldigen Sie bitte, womit kann ich Ihnen helfen?“
„Ich habe einen Passat 3c von 2008 mit dem 1,4er TSI und irgendwann ist die Kupplung fällig. Ich bin hier immer im Urlaub und wollte fragen, was das bei Ihnen kosten würde.“
„Fahrzeugschein?“
Immerhin das dritte Wort, wir waren fast schon Blutsbrüder.
„Den habe ich nicht mit.“
„Dann nich.“
„Dann komme ich heute am Nachnittag mit einem Scan wieder.“
„Yo, Tschüß.“
Nach Kaffee und Kuchen stehe ich wieder da, dieses Mal mit Hund.
„Moin, darf der mit rein?“
„Warum nich?“
„Hier ist der Fahrzeugschein auf meinem Handy.“
„Gib her.“
Es dauert knapp vier Minuten, er rechnet und summiert neben den Kreisen auf dem Block. Es gibt Menschen, bei denen ich weiß, wann ich meine Klappe halten muss.
„880„
„Super, also unter 1000?“
„880„
„Ich überlege noch, ob sich das im Sommer lohnt, der ist ja 16 Jahre alt, der Passat.“
„Seh‘ mir alles an. Vorher„
„Und wenn das Massenschwungrad auch neu muss, was würde es dann kosten?“
„Hatter nich, nur Diesel„
„Ach, das wusste ich nicht! Wegen des höheren Drehmoments?“
„Auch„
Das wusste der bei VW nicht, der Mann für die Kostenschätzung. Schwach. Ganz schwach. Der „macht“ aber nur VW und Audi. Der vom Hinterhof „macht“ alle Autos.
„Hinterhof“, alte, kleine Werkstatt, er grau, dicke Brille, alles alt, aber sauber und ordentlich. Und mit „Ahnung“.
„Ahnung“, die ist wichtiger als große Fensterfronten.
‚Werkstatt‘ also wie das Gespräch, kein überflüssiger Euro, kein überflüssiges Wort. Geschäftlich knapp, aber nicht unfreundlich. Er will mich ja nicht heiraten.
„Wir sehen uns im Sommer oder im Herbst, mein Bruder“, das habe ich nicht gesagt, aber so was ähnliches.
„Tschüß„
24 Wörter hat er gesagt, keines war überflüssig. Wenn er 30 gebraucht hätte, dann nennen die ihn an der Küste eine „Quasselstrippe“.
Könnt Ihr nachzählen, habe ich schon nach seinem „Fahrzeugschein?“ im Gespräch gemacht.
24 bei zwei Besuchen.
12 im Durchschnitt.
Hätte ich den Passat gleich stehen lassen, hätte er schon 26 gebraucht:
„Schlüssel?“
„Donnerstag!“
Das eine „Tschüß“ war für das Telefon, das zählt nicht. Nur falls hier einer ist wie ich.
Doch, es gibt viele Gründe, auf ein Land „stolz“ zu sein. Ob nun „Stolz“ der schönste Begriff für ein Gefühl ist, darüber kann man trefflich streiten.
„Die WELT“ titelte heute so, beim Bäcker.
So ein richtig echtes, warmes „Wohlfühlgefühl“, das kennen wir vielleicht gar nicht, es gibt auch genug Gründe, warum wir das nicht haben oder nicht haben sollten.
Zuviel Selbstbewusstsein ist auch nicht gut, das sieht man gerade bei Bayern München.
Wir sind kritisch, das ist nicht so schlecht. Ist man aber wiederum zu kritisch, mit nahezu allem, dann will man ein Land gar nicht wirklich „verbessern“, dann will man es vielleicht „haben“, „anders haben“ oder für „andere“ anders haben oder für sich selbst.
Oder man meint, von „Unruhe“ zu profitieren, das glauben unter Umständen die ganz großen Egoisten auf den Seitenbahnen auf Links- und Rechtsaußen. Solange man meint, aus „Unruhe“ Profit zu schlagen, hat man nicht das geringste Interesse an „Verbesserung“.
Was ist ein Motiv für „Unruhe“?
Das klingt verschwurbelt, so soll es auch! 🙂
–
Ehem, was wollte ich gerade?
Ah, die Milch.
Früher, also in den 60ern, da gab es verschiedene Händler, die mit unterschiedlich großen Transportfahrzeugen regelmäßig einmal wöchentlich in unserer Straße hielten:
Es gab den „Gemüsemann“, den „Eiermann“, den „Fischmann“ und den „Eismann“, also den mit dem Speiseeis, nicht den anderen. Bei Stammkundinnen hielten die auch direkt vor dem Haus der Damen.
Eine klare, einfache Struktur: Männer verkaufen Nahrungsmittel, Frauen kaufen für ihre Familien ein.
Fast wie früher, als der Jäger von der Jagd zurückkam. Heute jagt er das Geld. Weniger „blutig“ ist das manchmal auch nicht, trotz fleischloser Ernährung. Fleisch isst man ja heute mit schlechtem Gewissen, manchmal. Mir tun die Tiere leid, besonders für ihre Lebensbedingungen und die grausamen Transporte. Aber ich tue mir selbst auch leid, wenn da nur Gemüse neben diesen „Pommes“ liegt. Oder neben einem Ei, gerührt und nicht geschüttelt.
Da fühle ich mich wie im Kloster.
Sündenfrei, aber auch lustlos. Natürlich kann man auf Erlösung hoffen, was aber, wenn es die gar nicht gibt? Die Wahrscheinlichkeit für „Erlösung“ ist gering, der mögliche Gewinn jedoch „unendlich“, nur deshalb lohnt sich, vielleicht, der Gang ins Kloster. Die Vermeidung des Klosters „rechnet“ sich vor allem dann, wenn man im Kloster vergeblich auf Erlösung hofft. Das weiß aber keiner.
Ach, und es gab den „Milchmann“, der die „Vorzugsmilch“ brachte und in Glasflaschen vor die Tür stellte, wenn jemand nicht zu Hause war, aber eine feste Liefermenge abgesprochen hatte. Dann wurde eben in der folgenden Woche bezahlt. Die leeren Flaschen stellte man vor die Tür, dies stand bei Abwesenheit auch für die gewünschte Menge bei der Nachlieferung. Die Flaschen waren dick und schwer, ein großartiges Behältnis von hoher Qualität und Stabilität.
Mit der naturbelassenen Milch konnte man auch Sauermilch herstellen!
Später gab es die Milch im Supermarkt in Plastikschläuchen, eine wabbelige Angelegenheit, die ein Kunststoffbehältnis zur Aufbewahrung des geöffneten „Schlauchs“ erforderte.
Alternativ konnte man die Vollmilch auch in eine Glasflasche umfüllen. Also musste die Milch dann schon einmal „umziehen“, im weitesten Sinne. Zwei Behälter statt einem, das produzierte erstmals Abfall bei der Milch und erhöhte das Volumen des abzuspülenden Materials.
Man konnte sich nach Angabe des Milchmannes auf diese Schläuche „setzen“ ohne ein Platzen befürchten zu müssen. Dies hat meine Mutter, kritisch wie sie war, ausprobiert, auf dem Fußboden der Küche, ein echter Stresstest für einen „Milchschlauch“.
Ich glaube, eine „Platzwunde“ des Schlauches wäre der bestmögliche Ausgang des Experimentes für sie gewesen. Sie hatte die Stabilität angezweifelt und hätte große Freude an einer Bestätigung gehabt.
Menschen lieben es, wenn sie Recht behalten.
Zu dieser Zeit hätte man viele Aktien von Tetrapak kaufen sollen, wenn es die damals schon gab. Tetrapak war der Sohn des Schlauches, zunächst mit einer Faltverpackung, die man nach dem Öffnen senkrecht verwahren musste.
Vor Jahren stellte Tetrapak dann auf Schraubverschlüsse um, die den „unpraktischen“ Faltmechanismus ersetzten. Nun konnten Milchverpackungen wieder im Kühlschrank schlafen wie früher die Glasflaschen. Zunächst hatten die aber auch nur weiße, lose Plastikkappen, zugegeben.
Seit Kurzem lässt sich die Verschlusskappe nicht mehr komplett entfernen, vermutlich eine neue Vorschrift für die Herstellung.
Menschen, die das studiert haben, sind immer in der Lage, die mit der Packung verbundenen Kappen gerade aufzusetzen und zuzudrehen, die Verbindung zwischen Behältnis und Kappe ist etwas zu kurz geraten, wenn man sich damit nicht eingehend beschäftigt, dann hat man „Probleme“.
Meine Frau, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, kann das. Aber ich mache das Frühstück und räume auch wieder ab.
Menschen, die die Umwelt versauen, werfen solche Milchtüten ins Gebüsch. Aber die sind faul und sie haben kein Gewissen. Die sind auch zu faul, Behältnis und eine lose Kappe einzeln, also zweimal zu werfen, die drehen auch zu und werfen einmalig, vermute ich. Der Aufwand des Werfens ist nämlich höher als der für das Zudrehen.
Menschen neigen in diesen Fall aus Faulheit zur Optimierung ihres Bewegungsverhaltens.
Ich schüttele Milchbehältnisse und Saftflaschen vor dem Öffnen, es ist so ein sportliches Ritual bei mir.
Unnötig, sicher.
Fast jedes Mal muss ich danach den Boden wischen oder einen nassen Teller auf dem gedeckten Tisch reinigen oder ersetzen, es macht mich verrückt. Ich selbst habe „Tetrapak“ nämlich nicht studiert, ich bin nur ein ungeschickter Anwender neuer Technologien.
Wenn ich dann wieder wischen muss, dann rufe ich leider:
„Verdammter Scheiß!“
Meine Frau sagt dann immer nur:
„Tja.“
Übrigens folgt die Formgestaltung bei Tetrapak mathematischen Gesetzmäßigkeiten recht gut. Bei Berücksichtigung aller Falze ist die gewählte Lösung dennoch nicht ganz optimal, wenn man den Materialverbrauch optimieren möchte. Man kann das von Schülern in der Oberstufe berechnen lassen.
Jetzt kaufe ich nur noch Bio-Milch, die wie vor 60 Jahren nicht homogenisiert ist, das Fett setzt sich oben ab. Die Flasche ist eine Pfandflasche aus dunklem Glas, die schwer und schön auf dem Tisch ruht.
Leider holt die niemand ab, man fährt sie zurück zum Supermarkt, am besten mit einem elektrisch angetriebenen Automobil, so jedenfalls eine Empfehlung, wenn man auf Benzin und Diesel verzichten will. Ich zweifle an, dass diese elektrische Lösung einen Vorteil für die Natur beinhaltet. Der „Milchmann“ böte sie in Zusammenarbeit mit dem „Gemüsemann“, dem „Eiermann“ und dem „Fischmann“.
Ich verstehe die Milchpreise nicht, ich trinke wenig Milch, ich würde auch einen Euro mehr pro Liter zahlen, damit Bauern, die uns ernähren, davon leben können. Ich mag keine Milch, die so tut als sei sie echte Milch.
Und dass es an der Ostsee Milch gibt, die in Bayern gemolken wird, das verstehe ich auch nicht. Es kann aber sein, dass die nördliche Milch hier nicht ausreicht, weil es so viele Nordmilchtrinker in Bayern gibt.
Ich würde übrigens gern Milch aus Argentinien probieren, die, die Maradona als Kind für den Kakao nahm.
Ja, das findet Ihr jetzt irre, vielleicht ist es das ja auch, ein wenig. Ich habe nämlich innerhalb von 7 Tagen zwei tolle, gebrauchte Autos gekauft. Das habe ich nur für die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, gemacht. Ich hatte ja 10 Jahre kein Auto mehr gekauft, ich brauche nämlich solche Konstanten im Leben, meine Frau und die Autos.
Zuerst haben wir dem Großen den großen, munteren, alten Volvo geschenkt. Dafür hat er mir den alten Passat zurückgegeben, ok, ich musste die Alufelgen drei Tage lang putzen, aber der Große hatte die ja auch dreieinhalbmal um die Erde gerollt, die Felgen. Es gibt so viel Dreck auf der Welt, da müsste sowieso mal gründlich geputzt werden, nicht nur die Leichtmetallfelgen!
Da müsst Ihr alle etwas helfen, aber nicht mit Backofenspray, sondern mit Worten, aber nicht in Blau bitte. Blau ist nämlich schon der neue, gebrauchte, kleinere Volvo für meine Frau.
Das reicht an „Blau“. Ich mag „Blau“ nicht, das ist mir zu „kalt“.
Für „Himmel“ mache ich eine Ausnahme, für jedes „Blau“.
Und gestern wollten mir gleich drei Menschen ihre Autos verkaufen. Drei! Und ich hatte die gar nicht gefragt, die haben es in meinen Augen gesehen, was mich im Innersten antreibt!
Weiß, Silber und Schwarz. Meine „Farben“!
Es fing alles bei Edeka an. Die hatten den Mülleimer wegen der Blumen woanders hingestellt und ich stand mit meinem Taschentuch da, wo der vertragsgemäß hingehört. Aber der stand plötzlich neben dem Pausentisch meiner liebsten Bäckereifachverkäuferin. Das macht mich wahnsinnig, wenn die umbauen. Zumindest ankündigen könnten die das, so wie bei Baustellen!
1
Und die nette „BFV“ sagt sitzend zu mir draußen vor dem Supermarkt, in dem Dorf vor der Stadt, mit ihrer elegant gehaltenen Zigarette, als ich mich über den neuen Parkplatz des Eimers beschwere:
„Wollen Sie ein Weißbrot kaufen? 6€!“
Und dann zeigte sie auf einen riesigen, weißen BMW, ihren BMW. Sie sagte gar nicht 6€, sie nannte eine fünfstellige Zahl, egal.
Und danach sagte sie gleich:
„Für Sie auch für 5€!“
Die ist clever mit diesem Rabatt für mich, so ganz privat, was? Kurz habe ich schon überlegt, ob ich das mache, schon wegen ihr, aber ich wollte kein Weißbrot mit 1000g, ich wollte lieber ein Weizenbrötchen als Auto und auch nicht für 5€, sondern eher für 1,20€.
Die ist aber die 5€ wert, die von der Bäckerei.
Aber ich schaffe kein ganzes weißes Brot von BMW, auch wenn das super aussah. Von außen konnte ich sehen, wie der innen aussah, perfekt, das Brot. Aber leider fehlte das Wischwassser, das sah man in der Anzeige.
Ich kaufe prinzipiell keine Autos, die unter Flüssigkeitsmangel leiden. Schade.
Und ihr Weißbrot, das kostete bei den Kleinanzeigen für alle auch nur 5,20€. Die ist verdammt clever, die kann nicht nur „Brötchen“!
2
Dann wollte ich nur nochmal kurz die Felgen vom Passat in den Ecken wischen, für 2€ mit dem Hochdruckreiniger bei der Shell nach der nächsten Kur mit Backofenspray, ja, das muss sein, ich putze meine Lederschuhe ja auch jeden Tag.
Bei dieser Shell läuft der Hochdruckreiniger doppelt so lange wie an anderen Orten.
Dann stand an der Tankstelle ein 25 Jahre altes Cabriolet von Opel und ein älterer schlanker Herr stand daneben, die Karosse hat Bertone damals gezeichnet, gute Arbeit, aber eben für Opel.
Kein Schuhkarton wie das T-Roc-Cabriolet.
„Schönes Auto!“, rief ich rüber.
„Wollen Sie den kaufen?“
Mann, ey, der zweite in 15 Minuten. Nee, der war innen staubig und die Felgen, nein, für die hätte ich einen Monat gebraucht, die Zeit habe ich einfach nicht. Dem Herrn habe ich gesagt, der bringt kein Geld mehr, er soll TÜV neu machen lassen und für 200€ das Ding grundreinigen lassen und weiter seinen Spaß ohne Dach haben.
Für 300€ kann man nicht mehr Spaß haben, jedenfalls nicht für zwei Jahre, auch nicht für eine Nacht. Das wollte der sich überlegen.
Dieses billige „Brötchen“ war schon zu hart und trocken für mich.
3
Dann rolle ich schon los, das Fenster offen, ganz langsam, so auf diese ganz coole Art, ihr wisst schon. Wenn Du glänzende Felgen hast, dann bist Du auch mit einem 16 Jahre alten Passat der „König der Welt“.
Zumindest bei Shell.
Und dann stand da ein kleines, rundliches, schwarzes, wunderschönes Auto und wartete auf einen Duschplatz. Der war gar nicht staubig. Und daneben stand ein noch coolerer Typ in einem Blaumann und mit einer Marlboro. Entspannt.
„Der ist so schön!“, rief ich aus dem langsam rollenden, alten Passat.
„Können Sie kaufen!“
Nee, ey, das ist doch unfassbar, oder? Und das Problem ist, dass man beim dritten Mal nicht „Nein“ sagen darf, das ist so eine Regel bei mir. Bei dem Herrn und diesem Auto schon gar nicht! Hätte er einen Boss-Anzug getragen, nein, ich wäre nicht ausgestiegen.
So ein Auto und der Mann in Blau, das war sofort interessant. Trotz des „Blau“.
Der Wagen ist das „Kleine Schwarze“ von Chanel auf Rädern, ein „Beetle“, den habe ich dann gekauft. Eigentlich schon neben den Staubsaugern!
Du gehst eben an Penelope Cruz nicht vorbei ohne „Hola“ zu sagen, ich jedenfalls nicht. Und das war auch Penelope auf Rädern! Dieser Glanz von Haar und Lack! Dunkel, geheimnisvoll.
Das steht meiner Frau auch so gut.
220PS, nicht so wichtig.
Ich habe nur meine Frau damit fahren lassen, ich kann meine Frau mit Worten nicht überzeugen, das muss ‚ohne‘ gehen. Außen Blech-Cruz, innen noch sie, besser geht es kaum. Ich bin nämlich kein Cruise.
Den ’neuen‘ Volvo bin ich in sechs Tagen nur für 30cm gefahren, meine Frau hatte etwas zu weit vom Bordstein geparkt. 15cm. Habe ich korrigiert, das war’s. So versessen auf „neue“ Autos bin ich nicht, dass ich damit gleich fahren muss.
„Vorfreude ist die schönste Freude!“
Die kann man total einfach ausdehnen. Einfach verzichten, das geht super. Das schaffe ich beim Sprechen nicht, ein altes Dilemma.
Und der Mann mit dem grauen Vollbart im Blaumann, der ist der größte Käfer- und Beetle-Fan auf der ganzen Welt! Er hat alle Modelle, Bücher und Kataloge gesammelt!
Alle!
Ich habe Bob Dylan, aber er hat alles von den traumhaft schönen, runden, ‚weiblichen‘ Autos mit Charakter! Wahnsinn, er liebt diese Autos seit seinem ersten „Brezelfenster-Käfer“.
Wir beide sind im Himmel aus derselben Schublade gezogen worden!
Und jetzt hat er seine beiden wunderschönen „Beetle“ verkauft, aus freien Stücken! Seinen Weißen ohne Dach und den Schwarzen mit Dach von seiner Frau. Die acht Felgen waren alle perfekt. Ich kenne mich damit aus.
Und wisst Ihr, für wen er das gemacht hat?
Für seine Frau, seine ‚Penelope‘.
Sie legt jetzt ihr Handy jeden Tag abends um 19:00 vor ‚heute‘ in seine Vitrine zu dem weißen Beetle-Cabriolet.
Arjen ist ein Stiller in meinen Kreisen, generell mag ich ruhige Menschen, ich wünsche mir oft, ich könnte von Ihnen ein wenig mitnehmen. Das gelingt mir nicht so recht, aber einen Versuch ist es allemal Wert, bei Arjen erst recht.
Arjen, der Name erinnert an den genialen Niederländer, aber mein Arjen lebt in Belgien. Warum er „Arjen“ heißt, das müsste ich ihn mal fragen, wir fragen ja oft zu wenig. Bekommt man keine Antworten, wo ist da das Problem?
Eine mathematische Frage ohne Lösung, das ist ein „Problem“, alles andere sollte lösbar sein. Heute ist die Zeit der Probleme, nicht der Lösungen, niemandem hilft das.
Er, Arjen, entschuldigt sich manchmal für sein Deutsch, das aber nahezu ohne Fehler ist. Das unterscheidet ihn vom anderen Arjen, der gern selbst schoss, auch wenn Franck besser stand und er sich nicht dafür entschuldigte.
Ein kleiner Fehler. Aber jeder hat sie, die kleinen.
Stürmer müssen auch Egoisten sein, denkt so mancher. Nein! Falsch! Harry ist kein Egoist, das macht gerade seine „Klasse“ aus. Den nähme ich sofort in mein Team, Lewandowski dagegen niemals. Never. Der will seine Tore wie CR7, Harry will aber gewinnen, das ist nicht dasselbe, nur manchmal enden beide Einstellungen mit demselben Ergebnis.
Und Arjen, ich mag seinen Namen, deshalb schreibe ich ihn immer wieder, hat mir ein großes Kompliment gemacht, er schrieb mir, dass er sich, eigentlich ungewöhnlich für einen Mann, überhaupt nicht für Automobile interessiert und nach meinen letzten „Geschichten“ erstmals sein verborgenes Interesse nach dem Lesen entdeckte.
Ohne Auto!
Das wollte ich gar nicht, es widerspricht dem Zeitgeist, aber ich habe mich ehrlich gefreut! Das Verstoßen gegen diesen manchmal unheiligen Geist kann richtig das Herz öffnen! Zugegeben, es schließt auch das Hirn, aber manchmal wünsche ich mir sogar das.
In einem Reihensechszylinder!
Und deshalb schreibe ich, an sich nur deshalb, wieder über Autos, nur für den stillen Arjen!
Ich versuche für Euch Frauen etwas über Moden, Farben und Design einzubauen, versprochen! Nur kurz, aber das waren Röcke auch mal. Kürze ist nicht zu unterschätzen. Also versuche ich, auch Euch ein wenig „bei der Stange“ zu halten, wie man sagt.
Was kaufen, welche Typen, wenn man, wie ich, ausschließlich gebrauchte Autos kauft?
Nehmen wir einen Volvo, es gab den großen Kombi, den V70, und das gleiche Fahrzeug als Limousine, den S80. Den V70 kaufen Familien, den S80 kaum, das ist ein Auto für eine ältere Generation, die mit Limousinen aufwuchs oder für jemanden, der weder einen BMW noch einen Mercedes vor seiner Tür haben will.
Das Image ist ein anderes. Die Qualität ist fast die gleiche, hoffentlich holen die Deutschen das einmal ein.
Ein Kombi hatte früher den „Geruch“ eines Handwerkerautos, in den 60ern. Das ist lange vorbei. Kombis von BMW, Mercedes und Audi sind eher für Golffreunde gemacht, nicht als Lastesel. Golfsportfreunde, klar, nicht Freunde des VW, Ihr versteht mich.
Ein V70 wird selten besser gepflegt als ein S80, also, wenn es „egal“ ist, weil Du nur ein gutes Auto brauchst, aber nicht viel Stauraum, dann suche nach der Limousine, sie ist immer preiswerter als der gesuchte „Kombi“, technisch aber fast identisch und von gleicher Qualität.
Am besten ist es, wenn Du die Farbe hasst, dann geht es anderen auch so und es wird nochmals billiger. Innen sieht man die Farbe nicht, aber das nur nebenbei. Alle Farben fahren gleich.
Chinesen lieben Limousinen immer noch, sie haben etwas von Staatskarossen und symbolisieren dort vermutlich den sozialen Aufstieg vom „Kleinwagen“. Kein Mann von Bedeutung in Politik oder Wirtschaft lässt sich in einem Kombi chauffieren. Auch keine Frau, aber denen ist das egal, wie das Auto hinten aufhört. Die sind nicht besessen von einem Status, kurz, die brauchen das nicht. Das schreibe ich für Frauen, ich könnte anders, mache ich nicht, meine Frau liest manchmal mit.
Angie ließ sich einige Zeit in einem VW-Transporter von Ort zu Ort fahren, ausgeschlossen bei Olaf, Friedrich, Christian und auch bei dieser Sahra. Die teure Limousine ist ihr zweites Kostüm in gedeckteren Farbtönen. Die fährt keinen Trabant. Sie denkt noch in einem, vielleicht. Aber sie spricht von der Feuerwehrleiter, im teuren Kostüm in schöner Farbgebung. Als Mann würde sie weniger auffallen, Anzüge in denselben Farben haben ein Geschmäckle. Aber schick wäre das7, die Franca könnte dem Christian mal so etwas kaufen, passend zum Porsche. Hübsch, auch für Plakate.
Für die Passat von VW gilt dasselbe, wenn Du eine rote oder braune Limousine des Modells hast, wirst Du die kaum los.
Also solltest Du gezielt nach unbeliebter Farbe und Form suchen, wenn Du preiswert, aber „hochwertig“ kaufen willst. Das ist nur ein Beispiel, ein VW ist neu teuer, aber „hochwertig“ sind VWs schon lange nicht mehr, ich weise darauf immer wieder hin, weil sich diese Vorstellung immer noch „hält“, es ist ein Fakt aus der Vergangenheit in unseren Gehirnen.
„Er läuft und läuft und läuft und läuft ….“
Das ist für die Ewigkeit, aber die Vergangenheit endet immer früher als man denkt. Bei Opel ist es andersherum, keiner will die, aber sie sind keineswegs schlechter als ein Produkt von VW.
Ein zweiter Fakt beim Erwerb ist die Frage der Versicherung, also „was kostet die?“
Hier ist die VW-Limousine gleicher Bauart wesentlich billiger abzusichern als der Variant. Das liegt daran, dass beispielsweise Handelsvertreter vielleicht 40000km jährlich in diesen Kombis zurücklegen und entsprechend viele Unfälle produzieren, das äußert sich in der sogenannten „Typ-Klasse“ der Versicherer. Zusätzlich gibt man eine jährliche Fahrleistung vorab an, aber der Typ ist viel entscheidender.
Ein Volvo ist billiger zu versichern als ein Passat. Ein 200PS-Volvo kostet in der Versicherung weniger als ein Passat mit der halben Leistung.
Die Gründe? Da kommt Ihr doch selbst drauf.
Ja, das Risiko ist geringer, das sichern die Mathematiker dem Typ entsprechend ab. Den Volvo fahren andere Menschen und Berufsbilder, für Vertreter ist der zu teuer, die Massenrabatte der deutschen Hersteller könnten auch eine Rolle spielen.
Ein Golf ist wiederum noch teurer als ein Passat zu versichern, logisch, junge Leute fahren eher Golf, junge Leute bauen mehr Bumse. Sagt man „Bumse“? Oder ist das irgendwie anrüchig?
Brauchst Du nicht viel Platz und willst sparen, so denke also wie ein Chinese und fahre große Limousinen. Ja, schwerer zu parken, aber oft billiger als kleinere Autos. Die verbrauchen etwas mehr, fahre also langsamer und mit niedriger Drehzahl, dann holst Du das am Ende wieder raus. Dann geht auch weniger kaputt, der Gotteskreis, das Gegenteil des Teufelskreises.
Bei eher „sportlichen Modellen“ wie BMW oder Audi, die auch von Jungen so gern gewählt werden, bin ich unsicher, da könnte das anders ausgehen als bei VW und Volvo, ihr müsst darauf achten, wer diese Modelle bewegt. Das sind andere als bei VW und Volvo. Ein Vorurteil von mir?
Vielleicht, entscheidend ist „aufm Platz“!
Einen Sportwagen würde ich niemals haben wollen, jedenfalls in unserer Welt nicht, man wird zu einem anderen in einem Sportwagen, zumindest wird von anderen so gedacht. Bist Du auch noch alt, ist das Klischee perfekt.
In Sportwagen gehören junge Menschen, Frauen stehen sie super. Das ist wie ein riesiger Schuh, wenn das Dach offen ist. Frauen denken zu selten daran, dass ein Cabrio ein toller Schuh für den ganzen Körper sein kann. Und die Männer werden sie in diesem „Schuh“ lieben.
Dann geht es um Motor und Getriebe, nein, nicht um Diesel, Benzin oder Elektro, es geht mir nur um Zuverlässigkeit und Erfahrungswerte, nichts anderes, auch die PS-Daten treten hinter diesen Gesichtspunkten zurück. Unwichtig, fahren tun sie alle, die Frage ist, wie lange.
Also frage ich zunächst die Taxifahrer, habe ich schon mal erwähnt, egal, die wissen genau, welche Autos welche Macken haben und nerven.
„Tesla„:
„Um Gottes Willen nicht! Teuer ohne Ende, unzuverlässig!“
Und wenn jemand von Hamburg nach Dortmund will, dann müssen die Tesla-Taxi-Fahrer den Ritt ablehnen obwohl das das beste „Geschäft“ wäre. Und dazu die Ladezeit, die Suche nach der perfekten Säule.
„VW„: Nein, ich schone den VfL Wolfsburg hier. Kein weiterer Kommentar. Ist nur VW.
„Volvo V70„, früher, wird schon lange nicht mehr gebaut:
„Auf keinen Fall einen mit Automatik, nimm‘ den mit der Handschaltung, die Automatik kommt aus den USA, die ist nervös in der Stadt, die schaltet immer hin und her.“
Das ist abhängig vom Baujahr, nicht jedes Jahr hat die US-Automatik, das sind wieder Details, es gibt immer Details, im Leben entscheiden oft Details.
„Motor? Am besten den alten 2,4 Liter 5-Zylinder-Diesel, den alten, nicht den neueren! Den kriegst Du nicht kaputt, keine Chance!“
Es gibt Volvo-Werkstätten mit vielen jungen Mitarbeitern, die fahren in der deutlichen Mehrheit alle diese ’schwedischen‘ Autos mit diesen uralten Motoren, die laufen auch 700000km ohne Probleme oder mehr. Leicht zu warten sind die auch noch. Deshalb sind die kaum zu finden, die wandern von einem zum anderen, die sind kaum auf dem Markt. Autos, die sehr leicht zu finden sind, können gar nicht gut sein. Die wollen ja alle verkaufen, offenbar.
Das ist wie mit dieser orangefarbenen CD von Norah Jones, die steht überall in Grabbelkisten, keiner erbarmt sich ihrer. Ich habe schon drei aus Versehen mitgenommen. Es ist eine Schwäche wegen des schönen Covers mit ihrem Foto. Sie sah ja besser aus als ihre Musik klingt, das ist ein wichtiger Faktor. Hast Du wenig optische Qualitäten, machst aber sehr gute Musik mit intelligenten Texten, dann wird Dich der erzielte Erfolg nie verlassen, auch wenn Du älter wirst. Bei jungen schönen Frauen mit austauschbaren Klängen wird das nichts, wenn sie älter werden, das ist der Lauf der Welt.
Zu Recht.
Heute haben Autos weniger Hubraum als früher, aber mehr Leistung. Norah, nein, keine Vergleiche. Unfair. Die alte Regel gilt aber immer noch, dass Hubraum durch nichts zu ersetzen ist. Ein Sechszylinder mit 3 Litern Hubraum, das waren noch Zeiten, fantastisch waren die, die schnurrten wie Katzen, brauchten wenig Drehzahl, hatten aber manchmal weniger PS als Autos von heute mit dem halben Hubraum.
Als Benziner heute nicht zu bezahlen, der Verbrauch ist viel zu hoch, aber ein 25 Jahre alter, großer Diesel, den bewegst Du auch mit 7-8 Litern. Und der Motor, der geht zu Deinen Lebenszeiten nicht kaputt. Ob die viel „schmutziger“ sind? Vielleicht.
Ich hatte mal einen W124 als Cabrio mit 6 Zylindern, so eine Sänfte, der tut auch nur wie „Sport“, verbrauchte zu viel, habe ich nach einem Garagenjahr verkauft, an dem habe ich in der Summe Geld verdient, alle wollen die Dinger haben, vielleicht zum Verkaufen an den nächsten. Der Wert steigt immer weiter.
Die zweiten sechs alten Diesel-Zylinder mit ebenfalls 3 Litern waren viel, viel besser, BMW konnte Motoren bauen, wunderbar. Der war schon 6mal um die Erde gefahren, nie war etwas kaputt.
„Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch mehr Hubraum“.
Fast so gut wie ein Volvo.
Einen Dreizylinder musst Du mit höherer Drehzahl fahren, sonst verhungert der, er hält nicht so lange, und er verbraucht sogar mehr als der 25jährige Alte mit doppelt so vielen Zylindern. Aber billig herstellen kann man die natürlich, die Dreizylinder aus dem Baukasten. Einer braucht nach 80000km einen neuen Zahnriemen, ein Volvo nach 180000. Das ist immer teuer. Oder einen mit einer Steuerkette kaufen, aber es lohnt auch nicht, darauf zu beharren.
Wenn ihr so einen 3-Zylinder habt und zufrieden seid, das ist dann diese eine Ausnahme, immer dieselbe, Dein Auto ist super. Komme gerade nicht auf den Hersteller, es ist aber Deiner!
„Be assured“
Dreizylinder laufen bei mir leider unter „Scherzartikel“, hochgezüchtet auf 120PS, was soll das? Bei 60PS würde ich das sogar noch akzeptieren, aber nicht beim Doppelten. Überzüchtet wie die Rassehunde, ungesund für das Tier und für den Motor. Ich verstehe davon nicht viel, ich will nur „normal“ fahren.
Mofas mit vier Rädern sind das, sorry.
Ach, Autos, ja, hässliche, aber gute, das ist immer eine kluge Wahl. Design wird überschätzt, auch das beste nutzt sich im Auge ab. Nur Mercedes und Jaguar bewahren ihren Charme, aber diese Zeit ist auch längst vorbei. Ein Kleid von Chanel wird nie „alt“, ein Kostüm auch nicht, man muss nur aufpassen, dass das nicht „schrumpft“ mit den Jahren. Mode schrumpft nämlich bei Männern und bei Frauen sehr oft. Es muss das Material sein, welches, das weiß ich nicht.
Ein 911er wird auch nie alt und Porsche kopiert das Original eigentlich seit 60 Jahren, immer behutsam in Schritten, aber der erste ist trotzdem das Schönste, genau wie der Golf I, auch wenn der etwas in die Jahre gekommen ist, formtechnisch. Heute etwas hausbacken, trotzdem wirkt der noch „gelungen“ und „harmonisch“ wie ein Streichquartett. Und er ist mit Sinn klein und nicht unnötig „fett“. Den bekommst Du in jede Lücke, außer in die Zahnlücke von Fülle.
Ich erdulde andere Ansichten.
Ach, die Jungs mit den Details:
Das sind echte „Auskenner“, die Jungs in der Werkstatt. Der Verkäufer kennt solche Details nicht, der kann auch kaum wissen, welche Elektronik oft Defekte hat, das ist nicht sein Metier.
Also immer die echten Profis in der Werkstatt fragen, die freuen sich unheimlich, wenn die auch mal eine Kaufberatung machen dürfen, die wissen unfassbar viel. Vor allem über die älteren Autos. Die schweigen auch nicht zu den Problemen von Neufahrzeugen, Klasse haben die immer, die Jungs und Männer, nicht immer die Neuwagen.
Vergesst Testberichte, alles oberflächlich da und vermutlich zahlen die Hersteller so oder so ein wenig, vielleicht mit einem weiteren Testfahrzeug für den Dauertest. Ob der Kofferraum praktisch ist, das seht ihr selbst, wichtig ist eher wie Ihr darin sitzt, nicht der kleine oder große Tester.
Und ob der noch Knöpfe hat oder schwachsinnig über den Bildschirm bedient wird wie die Elon Musk-Produkte, das ist wichtig. Wenn Du bei Regen erstmal durch das Menü wanderst, ist Regen das kleinere Problem.
„Ich war früher bei Audi, ja, viel Spielerei, die benutzt man kaum. Ich kannte nicht mal alles bei meinem eigenen A4. Spielen kannst Du am PC. Und billiges Plastik bei den Sicherheitssystemen. Klar, funktioniert, aber das Geld steckt im Spielkram. Überflüssig im Alltag.“
Ein Elektrofahrzeug würde heute niemals eine Frau oder ein Mann kaufen, die oder der in einer Wekstatt arbeitet, die wissen genau, warum sie das „noch“ nicht in Erwägung ziehen. Wir tun das für unser Gewissen, man kann das zu Fuß oder mit dem Rad aber definitiv am besten. Ich fahre leider einen Diesel, auch beim nächsten Mal noch.
In einem mir bekannten großen, anderen Autohaus haben die nur eine einzige Ladesäule, die fahren ihre Elektromobile und die der Kunden durch die ganze Stadt zum Laden, das klappt irgendwie bei der Verwaltung nicht. Nicht beim Autohaus, die wollen, bekommen aber nichts, seit Jahren.
Das erschwert auch den Verkauf.
Und wisst Ihr, wie ihr bei der Versicherung in der Haftpflicht extrem billig wegkommt?
Die Lösung?
Kauft Euch einen Ferrari!
Der kostet am wenigsten!
…. allerdings macht Euch eine Vollkasko-Versicherung dann arm.
Einfach ohne fahren!
Das ist die zweite Lösung!
Mein Mann von der Versicherung ist eine der Quellen meines Wissens, der ist ein Wunder an Details, so muss „Anwalt“, das könnte der auch. Bislang habe ich kein Auto kaputt gemacht, ich will noch in die Schadenfreiheitsklasse SF35 kommen, das mag er auch, im Sinne seines Arbeitgebers.
Gegen einen Sturz in SF17 oder so nach einem „Bums“ bin ich natürlich versichert, kostet 10€ im Monat. Bei zweimal „Pech“ stürzt Du ins Bodenlose und zahlst Dich dumm und dämlich. So warst Du vorher auch, wenn Du das nicht absicherst. Bei SF7 ist das Quatsch, da machst Du einen neuen Vertrag mit SF4, das ist kein großer Unterschied, bei SF35 ist das Roulette.
Ich liebe Roulette, aber ich verliere ungern.
Und der war ein großartiger Kopfballspieler, Mittelstürmer! Ich muss ihn demnächst wegen einer Unfallversicherung konsultieren, da plane ich dann lieber zwei Stunden ein, er hoffentlich auch. „Unfall“, das dauert 10 Minuten, das muss schnell gehen, wegen meiner Fußballfragen!
Er hat auch weibliche Kunden, das ist eine Mischkalkulation bei der Beratung, ich hole mein Geld eigentlich durch Informationen wieder rein. Jede andere Versicherung wäre teurer! Wenn er zu einem anderen Verein wechselt, dann lasse ich mich auch auf die Transferliste setzen.
Das hat er mir noch an der Haustür geschenkt, ohne jeden Vertrag:
„Papa, Du, warum fahren wir eigentlich keinen Porsche?“
„Du, mein Sohn, es ist immer amüsant, wenn das Problem nach der Lösung fragt!“
Vorgestern saß ich mit einem Milchcafe vor meinem „Broad-Street-Cafe“. Gegenüber das Restaurant, die Außentische waren voll besetzt, die Kellner liefen hin und her, sie hatten viel zu tun, da draußen.
Ein schwarzer BMW Z8 mit offenem Dach rollte auf den Parkstreifen auf meiner Seite.
Er hupte.
Er bedeutete einem Kellner, zu ihm über die Straße zu kommen. „Ach“, dachte ich, „mich hätte er auch nach dem Weg fragen können.“
So etwas ist viel schneller gedacht als geschrieben.
Der Z8 war ja nur 4 Meter von mir entfernt. Der Kellner kam in 15 Schritten über die Straße.Ich konnte sehr gut hören als der Kellner neben der Fahrertür stand und sich ihm lächelnd zuwandte.