Auf die Nerven

Auf die Nerven

Ja, manchmal geht man anderen Menschen richtig „auf den Sack“, wahrlich.

Ich bin in dieser Hinsicht ein gutes Beispiel, zugegeben.

Sind denn andere anders?

Gestern haben wir an einer Straßenecke einen Rotwein gekauft, von Francesco, einem alten, italienischen Bauern, fast so alt wie Franziskus, Gott hab‘ ihn selig.

Er hat einen 504er Peugeot. Weiß. Früher.

Der war so nett, er hat uns seine 2023er Weine gezeigt, die er noch selbst gekeltert hat und den Roten hat er empfohlen, für nur 4€.

Das Etikett mit seinem Foto und seiner Enkelin ist wunderbar.

Das Lächeln von der ist echt schön.

Aber den Wein kann man nur zum Entfernen des Kalkes am Wasserhahn benutzen, der schmeckt nach Essig.

Und jetzt geht mir Francescos Freundlichkeit im Nachhinein so auf den Sack, dass ich schon überlege, ihn auf ein Glas einzuladen. Nicht zu klein, sein Glas, meines schon.

„Ich muss ja noch fahren“.

Das kleine Luder.

Soll ich mich beschweren?

Nein, doch nicht bei 4€, da lade ich ihn viel lieber ein, unter der Sonne Italiens!

Ich bin eben voll nett.

Ich nehme die angebrochene Flasche mit und dann proste ich ihm zu, immer wieder, so der Plan.

„Du bist fies“ sagt meine Frau.

Der Francesco wird mir länger im Gedächtnis bleiben als sein Rotwein, der in der Küche steht.

An sich macht der das gar nicht so falsch, der lächelnde Alte. Also besser als Rex Gildo allemal, denn nachhaltig ist sein Essigstand schon.

Hossa!

–

Meine Frau, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, kann das auch, das Nachhaltige.

Und zwar oft.

„Du, wo ist eigentlich die Schuhcreme?“ rufe ich laut aus dem Keller in die Küche.

Dann ruft sie laut von oben zurück „Bei den anderen!“

Das macht die extrem oft.

„Hast Du meine Schwämme gesehen?“

„Bei den anderen!“

So schafft sie es, dass ich nachdenke statt zu fragen. Ich frage nie nochmal, ich suche weiter. Darauf zielt sie ab.

Jedes Mal!

Ich möchte diese Technik Frauen anraten, deren Männer unter einer leichten Desorientierung leiden oder die zu viele Fragen stellen.

Sie hat das Verfahren von der Gattin ihres Ex-Präsidenten kopiert, also ein Copyright hat nur die selige andere Gattin auf den Text.

Drei Worte können wie drei liebevolle Ohrfeigen sein.

Also der netteren Art.

„Bei den anderen!“

Sie rächt sich so auch für meine absichtlichen Fehler.

Zum Beispiel erzähle ich gern, wie schön „Senil“ in Andalusien ist. Da haben die die Häuser im Tal unter Felsvorsprünge gebaut.

Wenn man hinten im Haus das Bad hat, dann lehnt sich die Toilette direkt an eine rauhe Felswand.

Klar, Bilder hängen da nie gerade.

„Setenil!“ korrigiert sie mich dann sofort und nachdrücklich.

Jedes Mal!

Oder:

Ich schnalle mich im Auto seit 27 Jahren immer hinter der ersten Kurve an, immer.

Das sind 200m vom Haus.

Natürlich piept das blöde Ding dann schon.

Und jedes Mal, wirklich immer, sagt meine Frau kurz vor der Kurve:

„Schnall Dich bitte an!“

Seit 27 Jahren. Tausende Male. Es nervt. Tierisch.

Warum wartet sie nicht? Es sind 5 Sekunden! Dann muss sie mich nicht erinnern.

Ich sage immer, wirklich immer:

„Ja, nach der ersten Kurve!“

Es ist ein Ritual.

Niemals würde ich mich früher anschnallen. Nicht einmal allein im Auto. Ich höre sie trotzdem.

–

Heute wollen wir zum Markt in „Demenzano“.

Oder so ähnlich.

Sie wird mich korrigieren, auch die kommenden Jahre.

Jedes Mal!

Ich wollte nur kurz schreiben, wie „Ehe“ geht.

„Du, wo sind meine Socken?“

„Bei den anderen!“

–
„peace, tranquility and good will“

„Mein Wille geschehe“

„Mein Wille geschehe“


…. ja, wir kennen das.

Ich lese gerade das Buch mit diesem Titel.

Schwarzer Humor included.

Passend, dass es von Pastor Bernd Schwarze ist. Sein Witz hat die Farbe einer Soutane. Und Rockmusik liebt er auch. Schwarz.

Großartig.

Und bei CNN findet gerade die Trauerfeier für Papst Franziskus statt. Also auch in Rom, klar.

Gestern twitterte der größte ‚Dealmaker aller Zeiten‘ noch „Melania and I will be going to the funeral of Pope Francis, in Rome. We look forward to being there!“

Er freut sich darauf, ich mich auf seines ebenso. Gerecht soll es doch zugehen bei der Freude. Er mag sich einen goldenen Sarg und goldene Schuhe wünschen, es wird ihm nicht helfen.

Papst, Rom, Konklave, Schuhe.

Die religiösen Grenzbereiche suche ich nicht, aber ich habe das Gefühl, dass die hinter mir her sind.

Irgendwann holen sie ja jeden ein, die Frage ist nur wann. Man will das nicht wissen. Das Wissen darum, wann endgültige Dinge geschehen, kann sehr grausam sein.

Der Mensch sollte nicht zu viel wissen wollen.

Allerdings gibt es Phänomene, die ich gern noch verstehen möchte. Zum Beispiel das mit den „Werbern“ für die Zeugen Jehovas.

Zwei junge Männer, weiße Hemden, dazu Krawatten, Hosen mit Bügelfalte und kleine Rucksäcke in schwarz oder dunkelblau auf dem Rücken. Ihre Uniform.

Besser erkennbar als Polizisten.

Wenn die an meiner Tür klingeln, es tun nur die Neulinge, dann wird es schwierig.

„Mon dieu! Bitte klingeln Sie hier nicht nochmal, notieren Sie sich das. Ich bin mitten im Gebet gewesen. Nur wegen Ihnen muss ich jetzt neu anfangen! Wie soll ich das meinem Gott erklären? Wie Sie Ihrem? Salve!“

Das geht schnell.

Man könnte selbst dem Tod ähnlich begegnen.

„Ich bin hier nicht angetreten, um mir überall Freunde zu suchen“.

–

In der Stadt hingegen an den Jehova-Ständen stehen eher die Älteren, auch Frauen, aber mindestens zwei Personen sind es stets.

In letzter Zeit sind sie oft zu dritt, meistens ist eine auffallend junge Frau dabei, die man noch auf die Türdrückerliste setzen könnte, also auf die für die Mobilwerbung, vom Fitnesszustand her.

Das sind oft unterschiedliche, ich schaue mir Person Nummer 3 immer sehr genau an. An guten Tagen spreche ich die auch an, damit ich mehr Zeit für das optische Studium habe. Kajal, Ohrring, Ringe, ich muss das prüfen können.

Es wäre unhöflich, drei Meter entfernt eine 25jährige Zeugin Jehovas anzustarren. Ich muss näher rankommen, das geht im Gespräch besser und meine Augen sind kein Jahreswagen mehr.

Ihre Brillen sind beispielsweise, „gefühlt“, von 1985, deutlich älter als die Augen hinter dem Glas.

Die sind recht konservativ gekleidet und wirklich immer ungeschminkt.

Doch sind da durchaus attraktive Frauen dabei. Ich traue mich nicht, eine Typberatung vorzuschlagen, aber die könnten viel mehr Kunden für ihr Unternehmen akquirieren, wenn sie morgens weniger Zeit ins Gebet aber mehr davon vor dem Spiegel investieren würden.

–

Meine Frau nennt mich wegen dieser Betrachtungen einen „Macho“.

Das halte ich für falsch.

Ich sehe nur gern Schönes. Das ist doch kein Fehler, oder? Anderes sehe ich gar nicht, das geschieht mir auffallend oft.

„Hast Du den Mann gesehen? Den mit dem grünen Anzug und dem gelben Hemd?“
fragt mich die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, in der Spitaler Straße.

„Einen Mann? Nein. Ich schaue mir Männer selten an und diese Farben schon gar nicht.“


„Ach, und wenn es eine Frau gewesen wäre?“

„Dann kommt es darauf an, was trotz der Farben drin ist.“

Leider scheine ich es doch zu sein.

Aber ich kann mir doch jetzt nicht jeden Mann ansehen, um ihr Urteil zu entkräften! Das wäre doch nur „Show“, unehrlich, gespielt.

Dann verpasse ich zahlreiche schöne Frauen in geschmackvollen Outfits. Wozu hat Gott sie erschaffen? Nur für ihr eigenes Wohlbefinden und den Spiegel? Nein.

Meine Betonung liegt auf „geschmackvoll“.

Hier im Norden Italiens arbeitet nämlich in der „Bella Vista Bar“ eine junge Dame in zu kurzem, weitem Rock. Der ist bei mir nicht unter „geschmackvoll“ einzusortieren.

Ich nenne die Bar nur „Bella Vista Porno“.

Das findet meine Frau unfair und stellt sich auf die Seite der Kurzberockten. Frauen halten gern zusammen. Man sieht da Dinge, die ich nicht mehr zu sehen bereit bin.

Niemals würde ich es wagen, dort einen „Sex-On-The-Beach“ zu bestellen.

Mein Gott, man weiß es doch nicht.

–

Bei den Zeugen Jehovas wiederum sehe ich zu wenig von dem, zu dem ich bereit wäre.

Und jetzt stelle ich mir Fragen.

„Dürfen gepiercte, tätowierte, schöne oder dezent geschminkte Frauen da gar nicht ‚mitmachen‘ bei den ‚Jehovas‘?“

„Verbietet der Glaube an bestimmten Stellen das Sich-Aufhübschen, auch wenn es nur dazu dient, sich als Frau noch wohler in der eigenen Haut zu fühlen?“

„Gehen nur immer dieselben Frauen zu den Zeugen Jehovas oder legen sie bei Aufnahme moderne Designerkleidung ab und wechseln zu langen, dunkelblauen Röcken im Oma-Stil?“

„Wollen die Frauen die Ernsthaftigkeit ihres Glaubens dokumentieren indem sie für innere Werte stehen, äußere aber sehr offensichtlich ablehnen?“


„Liebt Gott nur Rüschenblusen, Maxi-Röcke und Altersheim-Beige?“

„Machen Sie sich vor Gott klein und unauffällig oder wollen Sie schon im Leben äußerlich Einkehr halten und abkehren vom Wahn des Äußeren?“

Ich kritisiere ja diese bearbeiteten Influencer-Bilder im Netz auch, aber das ist eine andere Liga.

Hier geht es um die Realität.

Ja, jeder darf wie er mag. Aber weshalb mögen die denn alle dasselbe? Verstehe ich nicht.

„Da kommt eine Frau, eindeutig eine Prostituierte, zu Jesus. Sie weint. Ihre Tränen fallen auf seine Füße und sie salbt sie dann auch noch mit einem sündteuren Öl. Die Umstehenden sind empört. Aber Jesus hört sie an. Er nimmt sie, wie sie ist.“


Selten, dass ich „Gott“ und „Sünderin“ googele, zugegeben.

Eben, Kajal geht doch. Auch. Selbst, wenn es „Sünde“ wäre.

–

Und nun ein Schwenk zum modernen Automobil.

Ihr schafft das noch.

Auf dem Bild seht Ihr zwei blaue Autos.

Ich dachte gleich, hach, ein Volvo V60 und sein SUV-Bruder dahinter, der XC60. „Ein anderes Blau“ wie im Lied vom Maurenbrecher.

Leider stellte er sich als BMW X3 heraus. Auch ein Ford Focus sieht von der Seite sehr ähnlich aus.

Kaum unterscheidbar sind die heute.

Gibt es weltweit nur noch einen Designer?

Was will ich damit sagen?

Ist Gott auch so ein „Designer“ und will seine weiblichen Jünger einheitlich und bieder ohne Schmuck und Schminke?

Alle …. gleich, zumindest modisch?

Der ist anders, Freunde. 🙂

Und dass dieser Vogel sich erfrecht, sich im strahlend blauen Anzug auf dem Petersplatz inmitten vom Schwarz zu sitzen, es braucht keine weiteren Worte. Hier bitte kein „Anders“. Vergib ihm nicht!

–

Übrigens tragen die Männer in den weißen Hemden jetzt manchmal keine schwarzen Lederschuhe mehr sondern Sneakers.

Das ist ein Fortschritt.

Vor allem, weil das schwarze Leder in der Vergangenheit oft nicht geputzt und gepflegt erschien.

Achtet mal darauf.

Leute, Jeans gehen auch.

Auch beim Rausschmiss.

Ich bin weniger abhängig von Äußerlichkeiten als ihr denkt.

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„peace, tranquility and good will“


–

Hier noch, ergänzend und passend zum Tag, die Geschichte nach Lukas:

–Eine Sünderin salbt Jesus–

„Jesus ging in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch.

Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlrie­chendem Öl und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.

Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er:

‚Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müsste er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren lässt; er wüsste, dass sie eine Sünderin ist.‘

Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: ‚Simon, ich möchte dir etwas sagen.‘

Er erwiderte: ‚Sprich, Meister!‘

Jesus sagte: ‚Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben?‘

Simon antwortete: ‚Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat.‘

Jesus sagte zu ihm: ‚Du hast recht.‘

Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon:
‚Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir (zur Begrüßung) keinen Kuss gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküsst. Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt.‘

Deshalb sage ich dir:
‚Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie (mir) so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.‘

Dann sagte er zu ihr:
‚Deine Sünden sind dir vergeben.‘

Da dachten die anderen Gäste:
‚Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?‘

Er aber sagte zu der Frau:
‚Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!'“

(Lk 7,36-50)

–

Also, etwas Schmuck, ein wenig Kajal und ein kleines Upgrade beim Dress, alles wird Euch vergeben werden. 🙂
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Ein Ostersonntag mit Allegra in Düsseldorf


Ein Ostersonntag mit Allegra in Düsseldorf


Ostern steht nicht immer unter einem gutem Stern.

„O-Stern!“

Ja, so könnte man es auch aussprechen und die Bedeutung wandelt sich deutlich.

In der Stadt begegnete mir heute Corinne, nein, sie ist nicht Französin, aber sie hat durchaus etwas Charme von einer Pariserin, nicht nur äußerlich, wenn ich das so ausdrücken darf.

Aber sie war zu Ostern nur nach Husum gereist, kurz, Husum wurde für einige Tage französisch. Das ist nicht politisch gemeint, man könnte sonst denken, dass die Franzosen Husum kaufen wollen. Ist ja gerade modern.

Grönemeyer hat in den 80ern „Kaufen macht so viel Spaß“ gesungen. Sehr aktuell.

Leider ist Corinne in Husum gestürzt, aber zum Glück unverletzt geblieben. Sie fiel sozusagen auf ihren verlängerten Rücken.

Sie wurde von ihrem iPhone sanft abgebremst, das erlitt eine 1 zu 2 Teilung.

Also ein Drittel zu zwei Drittel, quer über das Display.

Nicht nur der Papst starb zu Ostern, auch das iPhone von Corinne. Ein „P“ im Namen hatte dieses Jahr und dieser Tage kein gutes Karma.

Auferstehung, nun ja, nicht immer strahlen die Sterne schon über Ostern.

Das iPhone, das ist sicher, kehrt nie zurück. Beim Papst muss man nur warten können.

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Mir erging es am Ostersonntag wesentlich besser, aber „besser“ ist noch nicht „gut“.

Eine „unerhörte Begebenheit“!

Manchmal bin ich auch einfach blöde.

Ich wollte kurz zu Allegra nach Düsseldorf, mit dem schwarzen Vierbeiner, Miss Moneypenny. Das Tier braucht noch mehr Pausen als ich, das senkt dann die Durchschnittsgeschwindigkeit. Nicht so schlimm, die 1000km waren trotzdem entspannt zu schaffen, es war ja keine Eile.

Am Rasthof „Grundbergsee“ an der A1 gibt einen umzäunten Bereich am See, ideal, um dem kleinen Tier, ich sage auch manchmal „Uschi“ zu ihr, kurz Auslauf zu gönnen.

Es ist egal, wie man ihn, den weiblichen Hund, ruft. „Mucki“, das geht auch, entscheidend ist nur das „i“ am Ende.

Am Ende trank er noch, dann bugsierte ich ihn auf den Rücksitz, ließ die vorderen Fenster 6cm offen stehen und hatte auch noch eine „Erledigung“ vor.

Ich glaube, ich warf die viel zu warme Lederjacke noch in den Kofferraum. Leider mit dem Autoschlüssel. Und irgendwie war dann der Hund glücklich auf seiner flauschigen Badematte, das Auto aber zu. Nervös fingerte ich durch alle Taschen: Kein Schlüssel.

Das ist eben Ostern.

Natürlich denkt man dann nach, vor allem zuerst darüber, wie ich das am Ende der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, berichten kann ohne dass sie „Siehste!“ ruft.

Auf dem Beifahrersitz hinter Glas lag meine Schultertasche, ich wusste, dass darin mein zweiter Schlüsselbund in der Hardcore-Hausmeister-Version schlummert.

Daran hängt nämlich ein VW-Zweitschlüssel. Die HHV-Version passt aber nicht in meine Hose. Also schon, aber nicht, wenn ich schon ‚drin‘ bin in der Jeans.

Leider, ich bin zu muskulös, nein, gelogen, aber mein Arm passte trotzdem nicht durch den 6cm Fenster-Schlitz.

Also musste ich eine Person mit schlankeren Armen „auftun“. Kind oder junge Frau, beides wäre gegangen.

Zuerst bat ich ein älteres Ehepaar mit einem passenden Enkel auf dem Rücksitz um Hilfe.

„Rufen Sie den ADAC, uns ist das suspekt!“

Nein, *ich* war suspekt, Sonnenbrille, Pfeife, Armschmuck, da kann man schon so denken.

Die waren aus Celle. Die hätten mich gern in Zelle gesehen, was weiß ich.

Celle mochte ich wegen der Sybille jedenfalls schon mal mehr.

Sie heißt gar nicht Sybille, aber Corinne heißt auch nicht Corinne. Merken beide auch so, wer gemeint ist.

–

Dann kam ein Ehepaar vorbei, er groß und stattlich, sie genau „richtig“, perfekte Arme sozusagen.

Ich hatte nur Augen für Arme, Arme, Arme.

Es gibt recht viele voluminöse Unterarme, darüber hatte ich noch nie nachgedacht.

Sicherheitshalber fragte ich den Mann, ob ich seine Frau ausleihen darf, um meine Probleme zu lösen. Ja, ich habe das präzisiert.

Er war einverstanden und sie schaffte es!

Aus Münster waren die, klasse.

Sie überreichte mir den Schultergurt im Passat-Innenraum und ich konnte mit den Händen den Bund herausfriemeln. Die Tasche musste ich wieder loslassen. Zu dick.

Ein Fehler, denn da waren gar keine Schlüssel dran, das war der „Restbund“ mit irgendwelchem Zeug.

Dass es den überhaupt gibt, weiß meine Frau nicht.

„Überflüssig!“ würde sie zu Recht rufen.

Also, kurz, ein Paar aus Homburg war dann dran, er zwei Meter hoch, sie auch genau richtig:

1.65m, tolle, schlanke Arme.

Schade, dass er nur dem Angeln zustimmte.

Sie hatte zuerst gesagt, dass er Mechaniker ist und „alles kann“.

Aber nur sie konnte es. Und sie grinste ihn an, weil er eben doch nicht „alles kann“.

Echt, „Arme“ waren mir noch nie so wichtig wie in diesen Minuten.

Und ich konnte danach wieder alles. Der andere Schlüssel grinste mir frech im Kofferraum entgegen.

Miststück.

Der ADAC hätte länger gebraucht.

–

Und dann weiter an den Rhein.

Allegra, ein Traum, sage ich Euch.

Ich hänge ein Foto dran, keine Schönheit, auch ihr Zwilling nicht.

Die heißen beide Allegra. Der Vater heißt Joachim.

Aber gemeinsam sind die beiden eine „Wucht“, die Schwestern.

Die wohnen jetzt am Wasser im Norden.

Ja, lang.

Aber Ostern ist auch lang.

Zu lang.

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„peace, tranquility and good will“

Frohe Ostern

Frohe Ostern

Ja, es ging nicht gut los, heute am Gründonnerstag.

Normalerweise beginnt mein Tag mit einem Espresso und braunem Zucker.

Also eigentlich sind es vier kleine aber ich trinke die einfach aus einer Cappuccino-Tasse.

Dann bleibt es ein Espresso. Ist wichtig für die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte.

Wenn ihr mit ihr sprecht:

„Ja, Martin hat heute bei seinem Espresso …….“

Heute aber gelüstete es mich, sehr ungewöhnlich, aber die Zeiten sind es auch, nach einem altdeutschen Filterkaffee.

Heiß.

Schnell die Milch hinein, weil die Pfeife schon drängelte und dann mein erstaunter Blick auf diese Krümelei in hellem Braun.

Frische Milch, 3-Punkt-8, mindestens haltbar bis April 26!

Ich fülle die wegen des nervigen, nicht abnehmbaren Plastik-Drehverschlusses immer in eine altdeutsche, braune Glasflasche um.

Mit abnehmbaren Metalldeckel.

„Die kann doch nicht innerhalb von 30 Kofferraumminuten ‚gekippt‘ sein!“ dachte ich.

Sofort ist dann das Filterkaffeethema quasi „überreizt“, habe gleich meinen Freund aus dem normalen Tagesablauf herausgeholt, die hand- und herdbetriebene Espressokanne.

Diese vollautomatische Maschine habe ich in 8 Monaten noch nicht berührt, nur entstaubt habe ich sie.

Ich denke, ich müsste die Anleitung lesen. Das lehne ich ab und meine Frau, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, lehnte bislang eine Fortbildung aus zeitlichen Gründen ab. Ist ok.

Habe ja die verchromte Kanne.

Also der Espresso, spät eingewechselt, aber topfit.

Dann noch einen Testschluck aus der Milchbuddel.

Bäh, säuerlich, ganz, ganz übel, wenn man mit Vollmilch rechnet. Dickflüssig, sauer.

Ich probiere ja, um herauszufinden, ob etwas verdorben ist. Man sollte sich nicht von aufgedruckten Terminen erpressen lassen.

Profis übermalen diese Daten mit einem schwarzen Edding.

Leider, ich merkte es erst eine Sekunde später:

Buttermilch.

Richtig, die wollte ich mit den Zimtos am Ostersonntag zum Altar führen.

Erstmal „Ehe auf Zeit“ bei Buttermilch.

„Mal sehen, wie es läuft mit Zimtos unter Buttermilch.“

Die falsche Flasche erwischt.

Dieses Umfüllen in alte Glasflaschen ist heikel. Warum habe ich die nicht mit Frau Edding bezeichnet wie ich es bei „General Aloe-Vera“ in den Glasreinger-Sprühflaschen tue?

–

Und dann ist da noch mein neuer Freund.

Roland.

Echt, Leute, so viele Männer kenne ich nicht, aber der Roland, der ist schnell zu einem wahren Freund geworden. Der spricht nicht über Autos oder Fußball, auch nicht über Frauen.

Toll, dass es noch solche „Typen“ gibt.

Diese Themen sind doch ausgelutscht.

Natürlich nicht die Frauen, sorry, ich schrieb deutlich, das „Sprechen über“ ist gemeint.

Der kommt oft mit mir mit, der Roland.

Etwas sensibel, ja, der sitzt im Passat hinten, ich frage nicht, wenn jemand da sitzen will, solange der zuhören kann.

Roland, der kann das.

Redet nicht dazwischen, strahlt Ruhe aus. Bei dem wird mir regelrecht warm ums Herz.

Raucht nicht, ist ok.

Man kann nicht alles haben.

Und er saß stumm vor einer Haustür. Leichtes Übergewicht. Viel Haar.

Nehmen stark behaarte Männer eigentlich Shampoo für den ganzen Körper?

„Hey, auf einen Kaffee? Kommst Du mit?“, so lief es ab.

Kein Fat-Calling. Wahrlich nicht.

Der sagte nix, der stand auf, also gefühlt, und kam einfach mit.

Lässig, als Typ.

Der hat eine Ruhe ausgestrahlt, irre.

Er saß neben mir, den restlichen Vormittag lang.

Man kann sagen „ich habe den Roland aufgepickt“.

Mein neuer Freund.

Packe ein Foto mit rein.

Ach so: Frohe Ostern!

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„peace, tranquility and good will“

Zwei Männer, zwei Kartons und eine Limousine

Zwei Männer, zwei Kartons und eine Limousine

Maddin:

Du, ich habe einen VW Passat als Limousine von 2008.

Gerald Bernd Traugott/ChatGBT:

Das klingt nach einem soliden Fahrzeug! Der VW Passat von 2008 ist bekannt für seinen Komfort und seine Zuverlässigkeit. Hast du spezielle Fragen zu deinem Auto oder benötigst du Informationen zu Wartung, Reparaturen oder etwas anderem? Ich helfe dir gerne weiter!

Maddin:

Ja, warte doch bitte auf meine Frage. Das ist mir bekannt, ich fahre ja damit. Du nicht.

Also, meine Frage und …. unterbrich‘ mich nicht gleich, weil Du hier den Auskenner spielen willst:

Passen zwei große Kartons mit den Maßen 120cm mal 40cm mal 50cm in den Passat hinein, wenn zwei Personen vorn sitzen? Die Rücksitzlehne ist klappbar.

Gerald Bernd Traugott/ChatGBT:

Um zu beurteilen, ob die zwei großen Kartons in deinen VW Passat passen, müssen wir die Abmessungen des Kofferraums und die Möglichkeit, die Rücksitzlehne umzulegen, berücksichtigen.

Der Kofferraum des VW Passat von 2008 hat in der Regel ein Volumen von etwa 500 bis 600 Litern, und wenn die Rücksitzlehne umgeklappt ist, kann der Platz erheblich erweitert werden.

Die Maße der Kartons sind 120 cm x 40 cm x 50 cm.

Wenn die Rücksitzlehne umgeklappt ist, sollte der Zugang zum Innenraum des Fahrzeugs ausreichend sein, um die Kartons hineinzubekommen. Die Länge von 120 cm könnte jedoch eine Herausforderung darstellen, da der Kofferraum und der umgeklappte Bereich möglicherweise nicht genug Platz bieten, um die Kartons in voller Länge zu lagern, insbesondere wenn zwei Personen vorne sitzen.

Es wäre am besten, die genauen Maße des Kofferraums und den Platz hinter den Vordersitzen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Kartons passen. Wenn du die Möglichkeit hast, die Kartons vor Ort zu testen, wäre das die sicherste Methode, um herauszufinden, ob sie hineinpassen.

Maddin:

Danke, sehr, sehr hilfreich!

Vor allem Dein Tipp, es auszuprobieren, ist toll. Darauf bin ich nicht gekommen. Kannst Du mir zwei Kartons mit den genannten Maßen kostenfrei zusenden?

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„peace, tranquility and good will“

Goodbye Yellow Brick Road

Goodbye Yellow Brick Road

Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, ist „not amused“.

Hier wird auf schmaler Straße in verkehrsberuhigter Zone oft viel zu schnell gefahren. Wir hatten schon Frontalzusammenstöße. 🙂

Im Auftrag des Normannen, der hier als ‚Blockwart‘ fungiert, soll am Straßenrand gefundenes „Fahr- und Wackelzeug“ für verlangsamten Verkehr sorgen.

Farbbudget 8.95€ plus Espresso.

Was kostet eine Blitzeranlage?

–

Das abgebildete Mobiltelefon mit Gebrauchsspuren gehört Thomas Müller. Danke, TM.

–
„peace, tranquility and good will„

Das Alter

Das Alter

Eigentlich wollte ich schon immer älter sein. Und deshalb mache ich mich bei Nachfragen auch einfach „älter“.

Ich sage beispielsweise:

„Im übernächsten Jahr bin ich im 68sten.“

Das hatten wir schon mal, ist mir aber gerade total egal. Diese Einstellung ist eine Alterserscheinung im Positiven, dieses „Mir-doch-egal“.

Natürlich hört niemand zu, die hören nur „68“ und machen mir nette Komplimente, wie jung ich doch wirke.

„Logisch, ich bin ja auch erst 64“ denke ich dann. Aber wenn ich „60d“ sage, was insbesondere Frauen teilweise tun, denken alle „so sieht er auch aus“.

Kurz: Davon hat man nichts.

Jung kann man nicht bleiben, das ist klar. Aber jung zu wirken ist schlicht eine Frage der genannten Zahl.

Einfach, oder?

„Macht Euch älter, dann wirkt Ihr jünger!“ möchte man rufen.

„Jugend„, die wird doch erst geschätzt, wenn sie vorüber ist. Als junger Mensch fehlt der Vergleich mit einem, der zwei Tage braucht, um eine lange Party zu verarbeiten.

„Die Jugend ist verschwendet an die jungen Leute„, schrieb Nestroy einst.

–

An sich wollte ich schon früh mindestens 10 Jahre älter sein.

The Beatles, The Rolling Stones, die 60er!

Welche Gemeinheit, mir das zu nehmen und mir im Alter von 20 bis 30 die grausamen 80er ans Bein zu binden!

Gut, wenn Ihr damals 15 gewesen seid, dann findet Ihr Mode und Musik der 80er vermutlich toll.

Beides war aber furchtbar!

Ihr mögt dann Eure Jugendzeit und die Erinnerungen daran, nichts anderes.

Heute 80 oder gar 90 Jahre alt?

Diese noch Älteren haben manchmal viel zu erzählen, was sie alles geschafft haben, wie sie sich hocharbeiteten und wie sie sich, natürlich durch größte Sparsamkeit, immer mehr leisten konnten.

„Wir hatten ja nichts!“ ist ein recht beliebter Satz.

„Nach dem Krieg hatten wir eine feuchte Wohnung!“

„Wir kamen in einem Viehwaggon aus dem Osten!“

„Ich kam mit meiner Mutter mit einem Schiff über die Ostsee. Da schwammen Leichen. Es war entsetzlich!“

Ja, das würde sich niemand für seine Vergangenheit und seine Erinnerungen wünschen. Auch ich nicht, das muss schrecklich gewesen sein und begleitet heute alte Menschen das ganze Leben.

(Auch viele der heutigen Flüchtlinge übrigens!)

„Danach ging es aufwärts!“

Ja, richtig, es ging seit den 50ern fast immer aufwärts. 80 bis 90jährige können davon im Detail berichten.

Dass sie vom Aufstieg stolz sprechen können, nötigt mir Bewunderung ab, aber auch ein wenig „Neid“. Das mag vielen heute 60jährigen so gehen.

„Aufgewachsen im Überfluss seid Ihr! Ihr solltet es einmal besser haben als wir!“

Danke!

Es gibt aber immer ein „Aber“.

Wenn man das tagtäglich hört oder auch nur 10mal im Jahr, dann ist das auch etwas frustrierend, denn wohin sollten heute 60jährige denn streben, wenn sie schon als Kind „alles“ hatten?

Da kann man sich bei berichteten Aufstiegssiegen auch als Versager im Kleinen fühlen.

Klar, übertrieben, es ist auch nur „gefühlt“ so.

Kurz: Für uns ging es eben einfach weiter.

– Einschub-Start

Hinzu kommt, hier denke ich an einen Einzelfall, wenn man die Armut der frühen Jahre im hohen Alter stets herausstellt.

„Den Käfer, den mussten wir uns vom Munde absparen! Oh Gott, wie sollen wir das bezahlen, habe ich gedacht als er damit ankam!“

Dass das Auto schnell bis zur Mercedes-S-Klasse gut 10 Jahre später wuchs, habe ich nie gehört, die Käfer-Geschichte jedoch mindestens zwanzigmal.

Und man kann die 12 Zylinder eines 65jährigen für drei Personen heute nicht kritisieren, wenn man als deutlich älterer Mensch zu zweit Zeiten mit 18 Zylindern vor der Haustür genoss.

– Einschub Ende

Aber wir 60jährigen verlieren dennoch den „Lebenserfolgsvergleich“, weil wir das „Pech“ haben, keine Not nach einem Krieg erlebt zu haben.

Haben wir heute 60jährigen „Boomer“ weniger gearbeitet, haben wir weniger geleistet? Nur weil wir nicht am absoluten Nullpunkt starten mussten?

Nein!

Ich habe selten Zuckerrüben gegessen.

Ältere können die nicht ertragen, weil sie die früher immer essen mussten. Oder Graupen! Wie Fischeier! Das Einzige, was mein „Alter“ ungern aß.

Aber er wäre jetzt auch schon fast 120. Der hatte gleich zwei Weltkriege erlebt und sagte kein einziges Wort darüber. Silvester machte er nicht einen Schritt nach draußen. Erinnerungen.

Und die 20jährigen von heute?

Wie mögen Sie die Erfolgsgeschichten der ganz Alten hören? Was mögen sie empfinden?

Corona, Krieg in Europa, Klimakrise, China, Russland, Trump und die ganzen leicht ungebildeten „Rechten“.

Die Aussichten sind nicht so rosig.

Es sieht nicht nach möglichen Aufstieg aus, eher nach ein paar Schritten abwärts.

Eine „Erfolgsgeschichte“ liegt weit hinter dem Horizont, unsichtbar verborgen.

Doch die Jungen machen das schon, davon bin ich fest überzeugt.

In China wollen junge Frauen oft weder heiraten noch Kinder, die Zahl der Hochzeiten sinkt gnadenlos.

Finanzkrise!

Keinen Bock auf „Heimchen am Herd“.

Die Partei dort wird sich ohne Erfolg abmühen. Die Zähne werden sie sich an den selbstwussten Frauen ausbeißen.

Und Urlaub werden die Chinesen auch noch entdecken und erkennen, dass Arbeit nicht alles im Leben ist.

Die Frauen dort und anderswo, sie sind die Fahne der Hoffnung.

Ersetzt alle Rechten, alle Demagogen, alle Diktatoren und alle mächtigen Wirtschaftsmilliardäre mit Einfluss durch junge Frauen und die Welt wird viel besser sein als sie heute ist.

Sahra und Alice bitte wegtreten. Danke.

Lustig oder amüsant ist nicht alles.

Basta.

–

Verdammt, habe ich das schon mal geschrieben?

Wenn „ja“:

So ist „Alter“, Leute.

–

„Vielleicht vielleichter“ heißt das nächste Album von Manfred Maurenbrecher, dem besten und größten deutschen Songwriter seit mehr als 40 Jahren.

Ein Alter mit jungem Geist!

Es gibt sie nämlich noch, die guten Nachrichten.

„Manchmal spielen die Größten in den kleinsten Theatern!“

Wer sagt denn das?

Ich sage es!

Sorry, Udo.
Sorry, Peter.
Sorry, Herbert.
Sorry, Heinz-Rudolf.
Sorry, Marius.
Sorry, Roland.
Sorry, Nena.
Sorry, Andrea.
Sorry, Helene.

Und vielleicht wird alles viel leichter als gedacht.

Termine

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Das Foto von „Jim Morrison“ ist von gestern. Danke, Steffi! 🙂

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„peace, tranquility and good will„

Der TÜV und wie man „durchkommt“

Der TÜV und wie man „durchkommt“

Kürzlich sprach ich mit einer alten Bekannten, also ich meine, dass ich sie seit mehr als 20 Jahren kenne.

„Alte Freundin“ geht nicht, die ist ja sehr jung, also im Vergleich mit mir. Sie ist im Kopf und im Gefühlsleben überhaupt nicht ‚alt‘, sondern jung und offen für Ideen und Gedanken.

„Groß“ ist sie.

Jedenfalls fasste ich den Mut, sie zu fragen, was der Grund für ihre Scheidung war.

Und sie sagte:

„Ich kann das sehr genau sagen: Es war der Moment mit dem Mozzarella.“

„Also der Auslöser war …. Käse?“

„Jein. Er hatte gefragt, ob der wohl noch gut ist, nachdem er drei Tage offen in der Salzlake im Kühlschrank lag. Ich meinte dann, dass der noch gut sein müsse und dass er ihn einfach probieren soll. Ja, und dann hat er gemeint, der ‚könne doch nicht mehr gut sein‘. Und ich bemerkte, dass er mich dann gar nicht fragen soll. – Ständig diese Diskussionen über Kleinkram! Nervig. In diesem Moment habe ich beschlossen, dass ich das nicht mehr will. Es war also die Mozzarella-Frage, der letzte Tropfen.“

Also TÜV hat er bei ihr nicht mehr bekommen, jetzt allerdings, „danach“ verstehen sie sich besser als zuvor.

Klar, die haben ja auch keinen gemeinsamen Kühlschrank mehr.

Der Kleinkram entfällt.

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An sich sollten so manche bekannten Leute auch zum TÜV müssen, nicht alle, aber einige.

Am schlimmsten: Herrschsüchtige.

Putler: Kein TÜV, arbeitet bald auf einem Hof in Sibirien, darf er, ohne fließendes Wasser.

Lielischkies hat in einem Buch eine Szene aus Russlands Osten treffend beschrieben, der kennt Russland nämlich ziemlich gut, der Udo.

Der war Gast auf einem Bauernhof in Sibirien, es war harter Frost. Nette Menschen bewirteten ihn reichlich, mit Wurst und Wodka.

Gastfreundlichkeit ersetzt Hotels dort.

Dann wollte er in die ‚Kachelabteilung‘, ins Bad.

Der Gastgeber führte ihn zu einem kleinen Hügel hinter dem Haus, da waren Stufen drin.

Ins Eis geschlagen.

Im Frühling, wenn es taut, stinkt der Hügel.

Russland endet eben nicht in St. Petersburg oder Moskau, das ist recht groß.

Helmut I nannte es einmal „Obervolta mit Atomraketen“.

Dort, im Osten, sollte Wladi seine weiteren Jahre verbringen. Mit einem kleinen Hügel und dem Blick über sein ehemaliges „Reich“.

Trumpel, Laughrov, Muskel, Fat Boy Kim, Erdogans, Ohrbann, Le Ping oder wie der heißt, ohne TÜV, sie würden alle durch kluge Frauen ersetzt.

Davon gibt es ziemlich viele.

Aber eben auch Sahra und Alice, leider beide auch ohne TÜV.

Sahra hätte dann bald einen Job in der Krankenpflege. Alice fegt in der Fußgängerzone, es sind ja beides Jobs, die Respekt verdienen und für andere hilfreich sind.

Aber wer führt die TÜV-Testung durch?

Christoph Maria Precht?

Gemeinsam mit Waldemar Lanz?

Die trauen sich doch alles zu.

Mut haben die, aber eben auch viel zu viel Reichweite für das, was eigentlich ihr Metier ist.

Man stelle sich beide mit einem Haarkranz und 40kg schwerer vor, also nicht akkurat gescheitelt mit Stiefeln wie der Eine und nicht mit 3-Tage-Bart und langem Haar wie der Andere.

Ihre Wirkung beruht auch auf Oberflächlichem!

Ich behaupte, sie wären beide kaum bekannt, sähen sie anders aus.

„Linkin‘ Park“ bekommen auch mit der Sängerin bei mir „TÜV“, das Duo „Lanzin‘ Precht“ nicht.

Sorry, Jungs.

Beide nehmen sich bald zurück, der Eine bedient einen Kopierer an der Universität, der andere verlegt jetzt Kabel beim ZDF.

Auch dies gute Jobs. Aber ohne Massenbeeinflussung und Selbstüberschätzung.

Sanna Marin wäre eine gute Testerin. Zu der gehen alle Männer aus freien Stücken! Und dann bekommen die keinen Aufkleber mehr in ihren Ausweis.

Danke, Sanna.

„Precht ’n‘ Lanz“ bewerten gern, man darf das auch bei ihnen. Es ist ein Akt der Gerechtigkeit, ebenfalls oberflächlich wie sie selbst zu bleiben.

Einschub:
Loddar Matthäus leckt sich gerade nach jedem Satz über die Lippen. Mundtrockenheit. Sehe gerade Fußball. „Porca Miseria“, was ist mit Italien los? Wehe, jetzt werden die Deutschen wieder Protzweltmeister.

Italien spielt grausam schwach. Pomadig. 3:0 für Deutschland. Diese Ecke, eine Höchststrafe.

Kann bitte, bitte ein anderer als LM kommentieren? Herr Netzer, übernehmen Sie!

Lothar hat auch schon bei diversen Frauen keinen TÜV mehr bekommen.

Ich zähle nicht mehr mit.

Also bei „mehreren“, nicht ‚diversen‘, sorry, habe nicht aufgepasst. Man muss heute vorsichtiger mit der Sprache umgehen.

Tut mir leid.

Das schrieb ich als es 3:0 stand.

Dann spielte Italien auf zum Tanz bis zum 3:3.

Tolles Spiel.

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Aber an sich wollte ich über meinem VW schreiben, ich hatte kurz nach der ‚Scheidung‘ am Anfang „die Zeit verloren“ wie Edward Norton im Film „Zwielicht“.

Er ist jetzt erwachsen, 18 ist er, 6mal um die Erde gelaufen, der hat schon viel erlebt.

Der Passat, nicht Edward.

Ein großartiger Darsteller!

Sein „Pete Seeger“ in „Complete Unknown“ allein! Und viele andere mehr.

Leider hatte der Passat knapp über der Mittellinie auf der Frontscheibe einen Steinschlag abbekommen, das war meine 700€-Sorge.

Der Rest ist in Bestform. Der bremst besser als ein Neuwagen, ich kann das mit Messwerten belegen. Das große Kind hat bestes Material verbaut.

Danke, mein Großer!

Auch mein Werkstatt-Meister hatte schon die neue Scheibe eingeplant, aber noch nicht bestellt.

„Kein gutes Karma“, sagte er, der große Schweiger.

Der Normanne meinte: „Mach‘ ihn total dreckig, dann sieht das der Prüfer vielleicht nicht!“

Eine Nachbarin regte an, ich könne ja das alte Garmin-Navi exakt vor den Sprung pappen.

Alles das würde mich als Prüfer noch wachsamer und kritischer machen.

Ich habe exakt das Gegenteil all dessen gemacht.

Habe ‚Old Passat‘ in Bestform gebracht, innen Ordnung, die Scheibe innen und außen perfekt wie einen Spiegel geputzt, das Navi abgebaut und demonstrativ auf das Armaturenbrett gelegt, den Verbandkasten auf den Beifahrersitz gelegt, drei Warnwesten dazu, ordentlich zusammengelegt.

Auf Kante.

Und fünf Corona-Masken, in Folie verpackt. Muss ja für zwei Jahre reichen.

Alles vorbereitet.

Ein kompletter Overkill, das war der Plan.

„Ich ergebe mich“, die verschlüsselte Botschaft an den TÜV-Ingenieur.

Wisst Ihr, wie es über Jahre einen Prüfer nervt, wenn er Verbandkästen und Warnwesten suchen muss? Unter fremden Decken im Kofferraum? Jeden Tag 5mal? 1000mal im Jahr?

Eben!

Mein „Meister“ rief Stunden später an:

„Ist fertig, Frontscheibe ging durch!“

Der Tag hatte anders begonnen.

Das erzähle ich dann ein anderes Mal.

Übrigens:

Der Verbandkasten war seit 2018 „abgelaufen“.

Seit 7 Jahren.

Er hat ihn nicht mal umgedreht, um sich das Datum anzusehen. Normalerweise wird das im Bericht vermerkt. Da steht aber nur „Schaden in der Frontscheibe, nicht im Sichtfeld des Fahrers“.

2 Jahre TÜV.

„Hallo Europe! This is Germany calling! Here are the results of the German jury.“

Zwei Tage später starteten wir die nächsten 2000km in vier Tagen.

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„peace, tranquility and good will„