Der Führerschein

Der Onkel II und die Fahrerlaubnis

Valentinstag.

Ja, unser Sohn wurde 17 heute.

84kg Muskelmasse pur.

Schultern, neben denen die von James Bond aussehen wie eine Wäscheklammer.

4500kcal täglich verschwinden täglich in diesem Lächeln. Nach Plan, er nennt das ‚Massephase‘. Kauft man 1500kg Fleisch für zwei Tage und vier Personen, so ist die Hälfte am ersten Tag hinter einem breiten Grinsen verschwunden.

Das ist beeindruckend, aber kostenintensiv. Fleisch kann man nicht downloaden.

Massephase.

Das mit dem Führerschein hatte „Vaddern“ so geregelt:

Bei Kosten von ca 1500€ zahlt Daddy die Hälfte, der Rest wird angespart mit dem kleinen Rest vom Konfirmationsgeld sowie den stetig fließenden Geldgeschenken der Anverwandten. Einen Job mit dem Austragen von Zeitungen oder dem Verkauf von Äpfeln auf dem lokalen Wochenmarkt am Samstagmorgen hätte ich auch befürwortet.

Man muss nicht alles in jungen Jahren geschenkt bekommen. Die Freunde …. nun, die bekommen das ’so‘, was meine Ideen nicht unbedingt leichter vermittelbar macht. Selbst der mit dem kleinsten IQ bekommt ja einen 2200€ Rechner. Der meine muss mit einem 400€ Laptop leben.

Das Leben ist eben … hart. 🙂

Leider wurden nach Weihnachten spontan angesparte 350€ in eine PS4 und zwei Spiele investiert. Daneben steht jetzt …. die ‚uralte‘ PS3.

Das ist natürlich … nicht mein Problem, verringert aber die Aussicht auf eine Fahrerlaubnis zügig.

Sparen muss man schon etwas, meine ich, wenn man Ziele hat.

Das war die Lage im Hintergrund. 🙂

Zurück zum Sonntag, dem 17. Geburtstag am Valentinstag.

Und der große Paragraphen-Onkel kommt auch und schenkt ein Spielzeugauto mit 50€ im Cockpit.

Hübsch. Ein wenig Geschenkpapier ist schön, aber der Fahrtwind hat es uU weggeweht. Mir schwante Böses als ich den Mini Cooper glänzen sah.

Und dann Kaffee und Kuchen mit der Sippe des Onkels. Die Kleine hat mich nach 45 Minuten leise gefragt, ob sie ‚hoch‘ gehen kann, weil „mich fragt ja sowieso keiner was, Papa“, … so flüsterte sie noch.

„Klar, ich ruf Dich, wenn jemand etwas von Dir will“, zische ich leise verständnisvoll aber pädagogisch wertlos.

Die Themen paddeln weiter an der Oberfläche.

Ein paar Wissenfragen wie bei Jauch, aber Onkel erklärt die Antworten ja selbst damit wir alle etwas lernen. Antworten oder darauf einzugehen brächte nur Nachfragen. Ich streng mich auch nicht gern an, zugegeben. Jedenfalls nicht bei Quarkkuchen mit Grieß. Wunderbar, gern mit einer fetten Schicht Puderzucker. Da guckt mein Sohn so herrlich streng. Schon deshalb lasse ich es rieseln wie Schnee.

Mühsam unterdrücke ich ein Gähnen.

Dann der Onkel zu meinem Riesen als ich den restlichen Puderzucker vom Löffel lutsche:

„Ja, wann machst Du denn den Führerschein? Deshalb habe ich Dir ja das Auto mitgebracht. Ich würde eine neue Fahrschule nehmen. Die sind oft günstiger. In der Burgstraße ist gerade eine neue.“

84kg …. hören sich das kommentarlos an. Klug.

Das geht ein paar Minuten so. Dass das ja heute nicht billig ist …. und so. Und ich sag nix, aber wundern kann man sich auch still. Schließlich hat der halbe Tisch wichtige Anregungen wo und wann.

Dann aber wieder Onkel:
„Wie viel Geld hast Du denn jetzt gespart?'“

Mein ‚Digga‘ sagt:

„Sag‘ ich nicht.“

Und er schaut mich an und ich sehe ein wenig Verzweiflung, aber auch Wehrsamkeit dahinter.

Das provoziert Nachfragen, …. warum er das nicht sagt und so …. pipapo. Er rutschte schon etwas im Stuhl. Er mag das nicht. Ich auch nicht. Andererseits kann er den Onkel nicht einfach hochheben wie mich bis ich flehe: „Lass mich runter!“

Dann musste Vaddern doch aus dem sprichwörtlichen Quark kommen:

„Meine Lieben. Ihr sprecht hier über eine Party, die ihr nicht *bezahlt*. Im Spaß gesagt: Scheine auf den Tisch und Ihr könnt über alles sprechen. Sogar über den Führerschein.“

Onkel:
„Ja, aber *er* sagt ja nicht, wie viel Geld er *hat*!“

„Super finde ich das! Das geht Dich auch gar nichts an.“

Klar, die Veranstaltung war etwas kürzer als sonst.

Bin ja mit meinen Ansichten der einzige aus einer anderen Sippe.

Außer meinen Kindern. 🙂

Und Onkelchen wollte ja vermutlich Unterstützung anbieten. Aber *so* ist das nicht so ganz nach meinem Geschmack, schon die Themenwahl und ….. dann die …. ‚Fragetechnik‘.

Vielleicht kann man telefonisch mit dem alten Vater die Lage vorab sondieren? Oder mit der Schwester, der besten Ehefrau von allen?

Oder ist das …. doof, das zu erwarten?

–

Am nächsten Tag bringe ich dann die 10jährige Kurze mit dem Auto heim. Da steht Onkels Auto wieder vor unserer Tür.

Und vom Rücksitz kommt knapp und trocken:

*Ach, Du Scheiße, … er ist wieder da.*

Tja.
M.

Weihnachten #1

Natürlich sind die Zeiten unruhig, trotzdem bitte ich um einen Rat aus philosophischer bzw. lebenserfahrener Sicht.

_

Vorgeschichte :

Weihnachten 2014

Unser Sohn Henri war damals noch 15 und stand vor dem Realschulabschluß, den man jetzt irgendwie anders nennt.

Das folgende Geschenk machte vor knapp einem Jahr sein Patenonkel ihm zum Fest.

Er erhielt die „Buddenbrooks“ von Thomas Mann mit folgendem Text:

„Lieber Henri,
dieses Buch ist wie Fernsehen im Kopf – ohne Werbepausen. Die Personen haben reale Vorbilder. Deine Urgroßmutter hat mir das in Kopie beiliegende, von ihrem Großvater verfasste Verzeichnis abgeschrieben.

Die Lektüre des Buches lohnt sich doppelt:
Bei richtiger Beantwortung folgender Fragen bis spätestens 23.12.2015 gibt es 50€ in bar!
Dein Onkel ….., Weihnachten 2014“

… es folgen die drei Fragen zum Text … die hier unerheblich sind.

Sein Onkel ist Rechtsanwalt und 50 Jahre alt.

Das erleichtert die Situation kaum. 😉

Fortsetzung der Geschichte:

Im Sommer hat Henri beim Realschulabschluss sieben seiner Noten verbessert und besucht jetzt die Oberstufe.

Als Belohnung für seinen Abschluss stellte sein Onkel ihn vor die Wahl:

„50€ in bar sofort … oder Verdoppelung des Betrages von 50€ auf 100€ für die Beantwortung der Fragen zu den Buddenbrooks.“

Henri, der zu diesem Zeitpunkt die Lektüre der 759 Seiten noch *nicht* begonnen hatte, entschied sich für den höheren Betrag.

Ich selbst habe die Buddenbrooks vor knapp 40 Jahren gelesen, allerdings nicht ganz, wie ich gestehe, vielleicht zur Hälfte.

Es gab damals auch anderes im Leben. So ähnlich geht es unserem Sohn mit dem Geschenk auch, ich verstehe ihn.

In den Herbstferien hat er 200 Seiten gelesen, aber er konnte noch *keine* der drei Fragen zum Text beantworten.

Als Hilfe hatte ich ihm meine 22CDs mit der von dem herausragenden Gert Westphal gelesenen Fassung geliehen.

Ab Seite 100 hat er den Text mit den Augen verfolgt während dazu Gert laut las.

Dies ist seinem Onkel bekannt, aber er war von dem gewählten Verfahren *nicht* erfreut.

Nach 200 Seiten ließ die Motivation unseres Sohnes trotzdem deutlich nach.

Daraufhin habe ich Henri „beraten“ und wir sind das ganze Buch diagonal durchgegangen und er konnte dabei *alle* gestellten Fragen innerhalb von 15 Minuten beantworten ohne das Buch zu lesen. 🙂

Trotzdem hat er seitdem von Zeit zu Zeit weiter gelesen, bis zum heutigen Tag hat er ungefähr 350 Seiten geschafft. Auch mit Hilfe dieser bislang 350 Seiten wäre noch *keine* der gestellten Fragen zu beantworten gewesen.
–

Und morgen ist der 23.12. und er muss die Antworten abgeben, um die 100€ zu bekommen.

Meine Frau macht sich große Sorgen.

Sie fürchtet eine stundenlange Diskussion über das Zustandekommen der Antworten.

Man müsse zugeben, wie die Antworten zustande gekommen seien, so ihre Ansicht. Ihr Bruder dürfe dann entscheiden, ob er die 100€ zahle oder einen geringeren Betrag.

Sie hält das Verfahren, das Henri und ich wählten, für unfair und er habe keinerlei Recht die 100€ von ihrem Bruder zu beanspruchen.

Ich selbst habe dazu eine andere Einstellung:

Henri hat die Fragen beantwortet, nur das war gefordert. Sein Onkel ist selbst dafür verantwortlich, wenn er Fragen stellt, die man beantworten kann, ohne den Text wirklich vollständig zu lesen.

Etwas lang.

Frage:
Was sollen wir tun?

Frohes Fest
Martin

Zeit der Trennung

*Zeit der Trennung*

Eigentlich fing alles mit Diana und Charles an. Das war auch nie die große Liebe und dass es zwischen Europa und UK so richtig ‚rund‘ lief, das hätte auch früher keiner gesagt.

Kürzlich die Erfindung eines Briten:
Eine *Trennwand* für die Rücksitz-Bank im Auto, damit das Kind unbehelligt vom Nachbarkind im Internet surfen und spielen kann. Auch das Problem des „Dein Apfel liegt auf meinem Sitz“ entfällt so auf elegante Weise.

Dass der Erfinder Brite ist, kann Zufall sein, muss aber nicht, …. beschäftigte sich ganz Großbritannien doch lange Zeit mit Fragen von „Trennung“. Und sie haben es gemacht!

Himmel, das ist doch kein Land von der Größe Rußlands, Chinas oder den USA!

…. nicht mehr.

Musikalisch Weltmacht, „Empire“ in Noten sozusagen: Die Stones, die Beatles und Robbie Williams!

Aber …. sonst?

Fußballerisch zwar mit kleinen Erfolgen, aber ansonsten kurz vor’m Entwicklungsland, wenn man mal alle sogenannten Ausländer in der Premier League subtrahiert.

„Empire“ in Not … sozusagen. 🙂

(Vielleicht hätten die auch anders abgestimmt , wenn England, Irland, Wales und Nordirland in der Vorrunde gescheitert wären. Ist das so abwegig?)

Es bleiben Königshaus, Teatime, Shakespeare, Kate …. und der Linksverkehr.

Typisch, dass sich keiner vom Linksverkehr trennen mag. Ist ja auch blöd, wenn man die Schilder alle umdrehen muss. Aber vielleicht ändert Guardiola das ja auch.

Engländer lernen von Spaniern, ein Treppenwitz der Weltgeschichte!

Überhaupt scheint „Trennung“ zum Mainstream zu werden. Und es begann dort, wo alles endet, beim …. Müll. Dort trennten wir zuerst. Dass das meiste später wieder zusammengeschüttet wird, zeigt wiederum, wie sinnlos Trennung auf Zeit sein kann.

Selbst im Fußball soll sich heute jeder schnellstens wieder vom Ball trennen, „one touch“-Staffetten sind das Maß aller spielerischen Pep-Dinge. Da hat der Brite ja gerade professionelle Trennung importiert.
Hach, Pep hatten wir ja schon. Trennen wir uns vom Pep-Gedanken.

Die Frage ist, ob die Zeit der „Individualisierung“ gerade von der Zeit der „Separatisten“ abgelöst wird, wobei der Begriff hier über das Politische hinausweist.

Kurz:
Ich trenne mich abrupt vom weiteren Nachdenken über’s „Trennen“. Das ist so schön … bequem.

…. ich wünsche mir nur eine Trennung:

„Bob und Frank, auuuuseinaaander! Soooofort!“
M.

–

Für Novizen:
Bob Dylan möge bitte aufhören, die „Sinatra“-Songs des American Songbook zu singen.

Gott trällert auch keine Schlager im Bad.

Mathematik I

Wenn man viel mit Oberstufenschülern und Studenten gearbeitet hat, erlebt man das ganze Leben.

Das gilt auch für jeweils angesagte Moden und weibliche Schüler.

Im Sommer bei großer Hitze in engen Räumen kann das auch ablenken und die notwendige Konzentration auf Lehrerseite einschränken.

So erinnere ich mich speziell an eine in der ersten Reihe, die trotz leichtester Bekleidung ständig sagte „… ist mir heiß“.

Keineswegs provokativ oder nervig aber ablenkend, aber durch die verbale Begleitung zusätzlich offen … sichtlich.

Der habe ich dann ein T-Shirt zum Überlegen gereicht, damit man sich auf die Fragen zum Chi-Quadrat-Test konzentrieren kann.

Kein Problem, die nahm das ebenso locker wie das T-Shirt. Und die war wirklich gut, in Mathematik.

Vor der sommerlichen Prüfung hatte ich dann trotzdem etwas Sorge wie sie zur Mündlichen erscheint. Also habe ich sie wenige Tage vor den Termin bei der Themenabsprache noch gebeten:

„Tu‘ Dir und mir einen Gefallen und hör‘ mir jetzt genau zu: Wenn Du über den C-Punkt (Bem: „Cournotscher Punkt“) sprichst, dann will ich den bei Dir nicht sehen können.“

Es kam nur ein etwas langgezogenes „Okaaaay“.

Sicher war ich nicht, aber deutlicher wollte ich auch nicht.

Jedenfalls lief die Prüfung flüssig.
Sie im hochgeschlossenen, knielangen, schwarzen Kleid, sogar mit kurzem Arm.

Bei der Abschlussfeier habe ich dann nur noch lächelnd gesagt:

„Danke für ….“

„Na, ich hatte das ja auch verstanden.“

Kurze Pause für ein Grinsen.

„… auch das, was sie noch gesagt haben.“

Regeln

Regeln

Heute in der Frühe beim großen Cappuccino auf der Bank vor dem Café meinte die Yoga-Lehrerin:

„Wenn wir uns alle mal einen ganzen Tag an alle Regeln halten würden, dann würden die da oben sich ganz schön umgucken.“

Also vorschriftsmäßig parken, nicht schneller fahren als erlaubt, nicht rauchen und keinen Alkohol trinken.

Welche Einnahmen da verloren gehen! Wenn wir das einen Monat *alle* durchhalten, dann gibt es bestimmt an Stelle eines Lobes eine Steuererhöhung.

Schon beim „Bund“ war mir das vor Ewigkeiten aufgefallen, dass die Übererfüllung von Regeln zum Problem werden kann. Erstens habe ich natürlich nicht mit den blöden Platzpatronen herumgeballert. Das verdreckt die Waffe ganz furchtbar und man hat eine Stunde damit zu tun, den Lauf zu reinigen. Benutzt man die gar nicht und tut nur so, dann braucht man nur etwas Waffenöl und alles ist frisch und rein. Außerdem kann man 60 Minuten seinen Gedanken nachhängen oder dummes Zeug reden.

Selbstverständlich habe ich zweitens diese klitzekleinen matten Metallstreifen auf der Schulter auf Hochglanz poliert und drittens die schwarzen Halbschuhe mit Nylons so zum Glänzen gebracht, dass einer mich dann „Gefreiter DeLuxe“ nannte. Es war ja wenig zu tun außer Regeln einzuhalten. So ein Oberst sah dann manchmal aus wie, nun ja, ein „Untergebener“. Die taten mir richtig Leid mit ihren matten Abzeichen und diesen stumpfen Schuhen.

Als Kind hatte ich auf dem Fahrrad auch Tage, da habe ich an roten Ampeln gehalten, wenn die Straße völlig frei war. Da fühlt man sich richtig gut, verballert aber auch Lebenszeit.

Andererseits ist neben dem Erfüllen von Regeln natürlich das Brechen derselben ebenso schön wie das Einhalten.

Das Brechen von Regeln verlängert das Leben unglaublich. Man darf es nur nicht übertreiben. Und rechtlich halbwegs sauber sollte es auch sein.

Claudia …. so nenne ich sie heimlich, weil sie aussieht wie die tolle Michelsen …. meinte dann zwei Stunden später, dass sie „gar keine Lust mehr hat, wegzugehen oder etwas Neues zu tun“.

Das klingt nach Sicherheit, aber auch nach Regelhaftigkeit.

Aber die achtstündige Fahrt in den Bayerischen Wald kam mir zum Beispiel  früher tierisch lang vor, die Rückfahrt dagegen sehr kurz. Klar, da kennt man alles schon. Und wenn das Leben abläuft wie die Rückfahrt von Bayern an die Küste, dann geht es schnell vorbei. Man sollte sowieso niemals denselben Weg zurückfahren, da spielen 50 oder 100 Kilometer Umweg doch gar keine Rolle, wenn man *Neues* entdecken kann für nur 5 bis 10€ Mehrkosten nach einem Urlaub, der vierstellig ist.

Im Alltäglichen kann man zum Beispiel jeden Tag eine andere Zeitung lesen. Zuletzt hatte ich ja monatelang eine deutsche Wochenzeitung im Briefkasten. Die hatten meine vier Wochen Leseprobe irgendwie auf fast 40 Wochen erhöht. Da wird die Zeitungsmeinung ja schon zu meiner eigenen!

Andersherum ist es jedoch noch schlimmer: Wenn man *das* liest, was die eigene Meinung abbildet und bestätigt. Jedenfalls bekam ich als Student immer bittere Sätze von taz-Lesern, wenn ich eine kostenfreie Springer-WELT unter dem Arm trug.

(Ärgerlich ist wieder, dass es aktuell schwierig ist, sich über eine ausbleibende Zustellung zu beschweren, wenn man kein Abonnent ist.)

Obwohl ich Bestätigung natürlich nicht grundsätzlich übel finde. Aber mehr im Privaten.

Auch dieses ewig lange morgentliche Herumliegen im Bett am Wochenende bringt selten neue Erfahrungen hervor.

Verschenkte Zeit!

Andererseits trinke ich im Stammcafe immer dasselbe, die fragen gar nicht erst. Und ich gehe immer in dasselbe Café,  weil sie eben nicht fragen. Das ist zum Beispiel eine sehr gute Regel. Blöd ist, dass die im Sommer drei Wochen schließen. Mit so einer Regel wird das Leben echt beschwerlich, wenn man die regelmäßigen Besuche nicht machen kann. Da sieht man mal, wie schwer eine Umstellung ist, wenn man das nicht beizeiten übt.

Im Gegensatz dazu sollte man morgens täglich die Plätze am Frühstückstisch auswürfeln.

Mein Sohn krümelt bis in meinem Teller. Vielleicht landet der dann mal auf der anderen Spielfeldseite. Und meine Frau an meiner Seite würde mir die „wieder Nutella im Mundwinkel“-Hinweise ersparen, wenn sie mir nicht wie Boateng gegenübersitzt und mir über die Mundwinkel grätscht.

Aber wenn das mit dem Nutella am Kinn einer in der Fußgängerzone Stunden später bemerkt, ist das auch nervig.

–

Hach, ich wollte wirklich nur ausprobieren, ob das hier auch vom Handy geht und jetzt scheint das ganz schön viel Text geworden zu sein.

Lob für eine Markise

Lob für eine Markise

Die Zeit des 50sten Geburtstages der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, ist eine höchst ergiebige. Konzentrierte und logistisch ausgefeilte Organisation hat ihre Vorteile, aber auch ihren Preis.

Der Preis sind Geschichten des Alltags, reihenweise.

Sie wünschte sich jetzt doch eine Markise für den Garten. Wir hatten das Thema eigentlich schon seit 20 Jahren, aber sie konnte sich nie so recht im Kostenrahmen bis 1000€ für ein Design entscheiden.

So kauften wir Sonnenschirm um Sonnenschirm, was den Winden des Nordens geschuldet ist und auch meiner Frau.

Sie stellt Schirme gegen eine tiefstehende Sonne gern wie den Schild des Averners, was bei Wind keine gute Idee ist. Steht ein Schirm horizontal wie der Schild auf dem Majestix immer steht, passiert meist nichts.

Vielleicht waren es vier oder fünf verbrauchte oder zerstörte Sonnenschützer, ich weiß es nicht. Aber ich mag keine neuen Füße mehr in den Boden einbetonieren.

Die meiner Frau, aber nein, auf solche Gedanken käme ich nicht.

„Markisen kann man nicht neigen“, dachte ich still und stimmte ihrem Wunsch zu.

Die elektrische Markise mit Fernsteuerung war im Angebot für 390€ oder so, so genau habe ich nicht zugehört. Ich war beim Kauf auch nicht anwesend. Meine Frau teilte mir mir, dass sie sich mit ihrem markisenerfahrenen Bruder, dem Anwalt, bei Bauhaus verabredet hat.

Ich sollte dann zwar auch mitkommen dürfen, aber ich fürchtete die endlos langen Gespräche über Vorteile von Beige bzw Grau.

„… die brauchen bestimmt eine Stunde dafür“, habe ich gedacht.

Vermutlich hätte ich das in 10 Minuten erledigt und hinterher drei Milchkaffee getrunken und vier John Player geraucht.

Dass ich in derselben Zeit trotz meines faulen Images auch etwas schaffe, sehen viele nicht.

Die brauchten gar nicht so lange. Um 15:30 hatten sie die Strecke von 1,5km in Angriff genommen und schon um 19:10 waren sie erfolgreich zurück.

Stolz wirkten sie nicht, eher ausgelaugt, vermutlich hatten sie auf Kaffee gänzlich verzichtet. Sie kaufen anders ein als ich.

Vielleicht sogar besser. Durchdachter. Natürlich kostet das Denken Lebenszeit.

Dann wollten sie gleich die Löcher in die Wand bohren, muss ja einen Tag aushärten so eine Dichtmasse.

Und es war nur noch eine Woche bis zur Geburtstagsfeier mit dem ersten Markisenauftritt.

Daher fängt man dann auch *kurz* vor Beginn des Spieles *Deutschland vs Italien* mit dem Bohrhammer an.

Aber *ohne* mich, denn das war das ‚Spiel des Jahres‘, das vorweggenommene Endspiel schon vorher und …. danach war es das Spiel des bisherigen 21. Jahrhunderts.

Wunderbar, dieses Zittern in meinen Beinen. Das bekommt man nicht oft.

Ich bin auch froh, dass ich beim Public Viewing die Vorberichte mitbekam, während es an *meinem* Haus hämmerte. Er tut das gern für seine Schwester, er schenkt ihr den Anbau der Markise zum Ehrentag.

Wenn ich das gemacht hätte, nun, das wäre also für ihn gar nicht so gut gewesen.

Natürlich mussten sie nach drei Löchern aufhören, weil er *es* auch sehen wollte. In der Nacht schlief meine Frau bei offenen Fenstern nicht gut, die Musik einer anderen Feier störte sie beim Tiefschlaf.

Am Sonntagmorgen bohrten die emsigen Geschwister dann die restlichen Löcher ohne mich, weil ich das am Montag machen wollte, wenn nicht alle im Garten müde frühstücken und die Elfmeter der vergangenen Nacht analysieren.

„Jahaaa, da liegt schon eine Anzeige gegen *uns* im Briefkasten“, rufe ich fröhlich am Nachmittag mit einem weißen Blatt Papier in der Hand.

„Wirklich??????“, wird meine Frau gleich wieder hektisch.

Sie bekommt so ein natürliches Rouge auf ihren Wangen schneller als man zunächst denkt.

Nein, natürlich nicht und „witzig war das auch nicht“ von mir, sondern „richtig ….. blöd“.

Das sagt sie so …. im Schreck.

Aber sie hängt am Sonntag noch, die „Marki“. Der große Bruder spielt mit der Fernbedienung und erfreut sich am Klang der Motoren.

Beim Geburtstag dann wieder meine schwarze Stunde als Nachklang:

„Hach, die hat der C. angebaut? Ja, das ist ja toll. Ein wirklich patenter Mann. Was der alles *kann*.“

Seine Mutti wiederholt es dreimal, der Freund zweimal, meine Frau mehrfach. Bei der Party einige Tage später wird das Handwerkliche von der Familie auch noch vier bis achtmal erwähnt und thematisiert.

Er hat das wirklich gut gemacht mit seiner Schwester, meiner Frau, der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte. Lob wirkt ja auch stärkend.

Ich habe damit auch nicht gespart.

Fragende Blicke auf mich während der Party-Hymnen auf die Markiseninstallation kommentierte ich mit:

„Ich? Ich habe das Spiel des *Jahrhunderts* gesehen, komplett, mit Vorberichten!“

Aber richtig toll war wieder meine Kurze mit dem Pferdeschwanz und dem Hund im schlanken Arm.

Bei der Party flüsterte sie zwischen den Fanfaren in mein Ohr:

„Papa, wie viele Markisen hat er eigentlich bei uns angebracht?“

Und sie hat so wundervoll gegrinst bei „wie viele“.

Das bleibt, auch wenn meines einst endet.
M.

Punktlandungen

Punktlandungen
oder
Menschen, die ins Flugzeug einsteigen wollen, bevor es gelandet ist

Gestern hatte meine Tochter etwas auf dem Weg zur Freundin vergessen und lief eilig die Treppe hoch in ihr Zimmer. Ich, gerade beim Ausräumen der Spülmaschine, störe mich nicht an schnellen behenden Schritten …. aber an unnötiger Eile.

Vor allem, wenn sie beim Schließen der sogenannten ‚Zwischentür‘ den schwarzen, für Hektik unempfindlichen Hund einklemmt.

Es ist ja nichts passiert.

Es wäre aber *noch* weniger passiert, wenn sie langsamer ginge und …. schlösse. Dann wäre sie eine Minute später bei der Freundin mit den schwarzen Locken gewesen. Die steht ja nicht an einer Landstraße in Negernbötel im Regen, sondern sie sitzt wartend in ihrem Zimmer und postet bei Instagram.

Ja, ich lege schon Wert auf Pünktlichkeit, vor allem bei mir selbst. Die der anderen ist mir relativ gleichgültig, solange ich an sicherem Ort meinen divergierenden Gedanken nachhängen kann.
Kommt jemand zu einem Termin, beruflicher wie privater Art, 30 Minuten zu spät, so bin ich ehrlich gesagt dankbar für die geschenkte freie Zeit, die an Zeitlosigkeit grenzt.

Schwieriger wird es dann, wenn andere „überpünktlich“ sind. Das ist für mich eine wahre Belastung, die in keinem Verhältnis zu einer Unpünktlichkeit steht. 5 Minuten zu früh zum Kaffee zu erscheinen bringt meiner Verabredung mehr Höllenpunkte ein als 45 Minuten Lässlichkeit.

Ich hoffe jedenfalls, dass der Teufel sich solche Notizen macht.

Eben wollte ich mir noch das neue Oberarm-Tattoo der Yoga-Lehrerin beim Morgenkaffee ansehen, da kam sie mir um 8:21 schon eilig vom Cafè entgegen, die Locken wehen im Wind, der Coffee-To-Go schwankt bedenklich, das Lächeln freundlich und offen wie immer, aber schon leicht …. getrieben.

„Ich habe einen Termin, die steht schon vor der Tür und hat angerufen!“, sagt sie im Gehen.

Schade, der Wochenbeginn mit einigen Minuten verbalem Yoga wäre ein guter Start gewesen.

„Aber das ist vermutlich um 8:30, oder? Und Du brauchst ja nur 3 Minuten bis ins Studio“, sage ich beruhigend als wir auf gleicher Höhe sind.

„Ja, aber sie hat doch schon angerufen, wo ich bleibe!“

…. und schon sah ich ihr nach.

Eben, das meine ich.

Das mit dem Blick auf ihre Rückseite hätte ich später sonst auch gemacht, aber dafür hätte der Hund nicht 5 Minuten länger schnüffeln dürfen als sonst. Und die überpünktliche Dame …. die hat die anderen 5 Minuten gefressen.

Es waren meine 10 Minuten.

Der Hund hat ja keine Uhr, der Glückliche; die Unbekannte schon. Vermutlich war das mit der ‚Suche nach der inneren Mitte‘ so dringend, dass sie erstmal die der Lehrerin verschieben musste.

Und meine auch noch!

Und das liegt an allem, nur nicht an der mit der jeansfarbenen Malerei. Man sagt vermutlich ‚Stecherei‘, aber das lassen wir mal beiseite.

Noch schwieriger ist das ja mit Verwandtschaft bei privaten Einladungen.

Die landen nie punktgenau, aber sie wollen es immer, weil sie den Wert der Pünktlichkeit hoch schätzen, … vor allem … bei anderen.

(… das ist so anerzogen in den 50ern. Das war vor 66 Jahren. Mache „Erziehung“ darf man auch vergessen. „Immer erster Mann an der Spritze“, „Morgenstund‘ hat Gold im Mund“, … oft erzog man damals mit Sprichworten)

Bei sich selbst schätzen sie pünktliches Erscheinen sogar so, dass sie 15 bis 20 Minuten zu früh kommen, wenn wir einladen. Wenn ich dann ohne Schuhe und mit dem nassen Handtuch über dem Arm die Treppe herabschreite, bin ich stets zu spät …. obwohl ich eigentlich noch 4 Minuten zu früh bin.

Unangenehm …. und auf Socken fühlt man sich ja auch stets etwas nackt.

„Hach, Du bist ja auch da“, …
… klingt es mir dann mit leichten Mollanteilen entgegen.

„Sie meinen es ja nicht so“, sagt dann gern später die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte.

Wären es Freunde, dann würde ich mit feuchtem Haar und Bademantel gern zur Tür gehen, aber nicht, wenn davor staubfreie Anzüge oder güldne Ketten warten und …. erwarten, dass ich schon fertig bin. Ich bin ja pünktlich fertig, sogar der Kaffee. Aber eben wirklich pünktlich und nicht vor der Zeit.

Irgendwann betonen sie dann die eigene gute Erziehung, meist erst beim zweiten Stück Kuchen.

Also insgesamt nicht wirklich ‚oft‘, aber doch ungefähr so oft wie der Minutenzeiger an der ‚6‘ vorbeikommt.

Und ich mache mich gern zuletzt bereit, weil ich manchmal noch die Auffahrt fegen muss. Damit alles reinlich ist. Für meine eigene Reinlichkeit brauche ich beim Duschen 8 Minuten (… „mit Haare“, … für weibliche Leser)

Ja, fegen. Deshalb plane ich, die Schuhe immer erst anzuziehen, wenn ich den verwandten BMW Diesel nageln höre. Aber meine Pläne ….

…. und „Staub auf schwarzen Schuhen“, das ist jetzt ein anderes Thema. Damit gehe ich nicht so locker um wie mit den Fragen der Zeit.
M.

Ochsen III

Ochsen III

…. und das ist auch gut so!

Mittwochs und freitags führen mich meine Füße immer am Ruderclub vorbei. Und heute dachte ich noch an den anderen Martin (siehe „Ochsen II, das sollte man *vorher* gelesen haben) als ich noch 200 Schritte zum Club vor mir hatte.

Und er war *da* und wies Jugendliche mit ihren Booten ein. Er stand an der Stelle an der die „Schranke“, das alte Ruderboot, noch vor zwei Tagen stand. Im Trainingsanzug von Adidas, aber wie er selbst … ein älteres Modell.

Und er sah mich und er strahlte mit seinen schönen Zähnen.

Als ich noch 5 Schritte zu ihm hatte, sprach er sogar:

„Wenn Sie hier öfter vorbeikommen, können Sie auch anfangen, hier zu rudern!“

Kein Siegerspruch … ein Friedenswort.

„Martin, ich heiße auch Martin.
Es war wunderbar mit Ihnen am Sonntag“, antwortete ich.

Kurzes Händeschütteln, zwei lachende Männer.
Männer brauchen nicht so viele Worte.
… und ab.

Danke, …. Martin, mein neuer Freund.

Ochsen II

Ochsen II

Kürzlich beschloss ich eine Begebenheit zweier menschlicher „Ochsen“ am Steuer mit den Worten:

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich zwei *Frauen* 10 Minuten lang wie zwei Ochsen gegenüberstehen. Jedenfalls nicht ohne Worte.“

Nun, ich muss den Zeitraum von 10 Minuten nach eigenem Erleben auf 43 Minuten erhöhen.

Und das kam so:
Nach einer langen Nacht bringe ich dem Caterer 14 Kisten zurück, viel Geschirr vom leckeren Fingerfood. Der Caterer versorgt auch die Frauen und Männer des Ruderclubs, der Eigentümer des Restaurants ist. Früher gab es dort Bratwurst und Buletten, nun auch edles Fingerfood in vielen Variationen im feinen Ambiente mit Blick auf den Kanal und aktive Ruderer. Die Stühle sind noch dieselben, aber die Hussen sind weiß und rein.

Leider ist der Parkplatz wegen Brückenbauarbeiten nicht zugänglich, also riskiere ich das verbotene Parken auf dem Clubgelände, weil der Weg mit 14 Kisten siebenmal zu gehen ist. Schließlich stehen die Restaurantfahrzeuge auch immer dort. Nur heute steht dort keines.

Ich stehe dort keinem im Weg auf meinem Eckenplatz am Rand für 5min. 🙂

Aber nach den ersten zwei Kisten versperrt mir ein altes, 10m langes Ruderboot den Weg.

Gefangen im Verbot. Erwischt.

Nach 14 Kisten dasselbe Bild, ich rauche eine Zigarette neben dem leeren Kombi und schaue *ihm* zu. Er schraubt am alten Boot. Er ist knapp 60 und hat sicher viele Rennen gewonnen. Breite Schultern, braungebrannt, Brille, die Schulter leicht nach vorn fallend wie es viele Ruderer zeigen. Man erkennt sie fast wie ehemalige Balletttänzerinnen an der Haltung.

Und er sagt nichts, sieht mich rauchen und dann am Handy tippen, ich schreibe an *genau* diesem Text und ich habe Zeit.

Er wirkt wie ein Wartender. Er wartet auf meine Frage. Aber natürlich sage ich nichts, ich habe ja schon verloren und, er und ich, *wir* wissen das sehr gut … im Stillen. Da braucht es keine Worte. Die Diskussion mit Siegertypen ist auch meist länglich und anstrengend.

Im Leben habe ich gelernt, dass Warten klug sein kann. Ein Sieger wie er, er wird nicht Platz machen, um mich zu befreien. Er hat gewonnen, aber er will den Triumph jetzt kosten. Noch ein Mal. Vielleicht ist sein letzter 2 Jahrzehnte alt, und sein Hunger ist noch groß. Gut sieht er immer noch aus. Ein cooler Mann mit seinem Boot in der Sonne.

Ein paar Ruderdamen kommen an mir vorbei und fragen, ob das ‚mein Volvo ist‘, ich sitze ja daneben mit offener Tür.

„Nein, der …. gehört meiner Frau.“

Das fand ich schon mal nicht blöd von mir, denn sie gehen weiter. ‚Martin‘, mein Duellpartner und Namensvetter, schraubt. Zwischendurch sitzt er neben dem Boot und spielt mit dem Werkzeug.
Irgendwie mag ich ihn jetzt, er ist konzentriert und er weiß, was er will. Ich mag Menschen, die Ziele haben.

„Was machst Du denn mit dem Boot, Martin? Das kommt doch eh weg, das hat seit Jahren keiner benutzt“, sagt der ExWeltmeister mit den Locken, den ich vom Sehen kenne, stets mit dem Lächeln des olympisches Goldes zwischen den sympathischen Lippen.

Dann fragen die nächsten Damen:

„Martin, wir kommen hier mit den Ruderblättern schlecht durch. Kannst Du das Boot nicht 2 Meter weiter rüberschieben?“

Nein, kann er nicht, dann käme ich ja auch raus, weg vom Hof seines Clubs.

Aber er spricht mit den anderen auch kein Wort. Sein Lächeln ist schmaler geworden. Er sieht auch gar nicht mehr so braun aus.

Dann, drei Zigaretten später und 43 Minuten später, spricht er mich an:

„Wollen Sie …. raus?“

Drei Worte in 43 Minuten.

Ich nicke und lächle.

Er schiebt das Boot innerhalb von 10 Sekunden ein Stück zur Seite, vom Wasser kommen jetzt vier junge breite Männer mit ihren Ruderblättern.

Ich starte den Diesel, lege den Rückwärtsgang ein und rolle vom Hof. Er schaut nicht als ich an ihm vorbeirolle.

Im CD-Player läuft „You Can’t Always Get What You Want“ von den Stones.

Heute nur ‚Platz‘ für Martin.

….. für welchen?

„Man weiß es ja nicht“, ..

… würde meine kluge Tochter sagen.