*Zeit der Trennung*
Eigentlich fing alles mit Diana und Charles an. Das war auch nie die große Liebe und dass es zwischen Europa und UK so richtig ‚rund‘ lief, das hätte auch früher keiner gesagt.
Kürzlich die Erfindung eines Briten:
Eine *Trennwand* für die Rücksitz-Bank im Auto, damit das Kind unbehelligt vom Nachbarkind im Internet surfen und spielen kann. Auch das Problem des „Dein Apfel liegt auf meinem Sitz“ entfällt so auf elegante Weise.
Dass der Erfinder Brite ist, kann Zufall sein, muss aber nicht, …. beschäftigte sich ganz Großbritannien doch lange Zeit mit Fragen von „Trennung“. Und sie haben es gemacht!
Himmel, das ist doch kein Land von der Größe Rußlands, Chinas oder den USA!
…. nicht mehr.
Musikalisch Weltmacht, „Empire“ in Noten sozusagen: Die Stones, die Beatles und Robbie Williams!
Aber …. sonst?
Fußballerisch zwar mit kleinen Erfolgen, aber ansonsten kurz vor’m Entwicklungsland, wenn man mal alle sogenannten Ausländer in der Premier League subtrahiert.
„Empire“ in Not … sozusagen. 🙂
(Vielleicht hätten die auch anders abgestimmt , wenn England, Irland, Wales und Nordirland in der Vorrunde gescheitert wären. Ist das so abwegig?)
Es bleiben Königshaus, Teatime, Shakespeare, Kate …. und der Linksverkehr.
Typisch, dass sich keiner vom Linksverkehr trennen mag. Ist ja auch blöd, wenn man die Schilder alle umdrehen muss. Aber vielleicht ändert Guardiola das ja auch.
Engländer lernen von Spaniern, ein Treppenwitz der Weltgeschichte!
Überhaupt scheint „Trennung“ zum Mainstream zu werden. Und es begann dort, wo alles endet, beim …. Müll. Dort trennten wir zuerst. Dass das meiste später wieder zusammengeschüttet wird, zeigt wiederum, wie sinnlos Trennung auf Zeit sein kann.
Selbst im Fußball soll sich heute jeder schnellstens wieder vom Ball trennen, „one touch“-Staffetten sind das Maß aller spielerischen Pep-Dinge. Da hat der Brite ja gerade professionelle Trennung importiert.
Hach, Pep hatten wir ja schon. Trennen wir uns vom Pep-Gedanken.
Die Frage ist, ob die Zeit der „Individualisierung“ gerade von der Zeit der „Separatisten“ abgelöst wird, wobei der Begriff hier über das Politische hinausweist.
Kurz:
Ich trenne mich abrupt vom weiteren Nachdenken über’s „Trennen“. Das ist so schön … bequem.
…. ich wünsche mir nur eine Trennung:
„Bob und Frank, auuuuseinaaander! Soooofort!“
M.
–
Für Novizen:
Bob Dylan möge bitte aufhören, die „Sinatra“-Songs des American Songbook zu singen.
Gott trällert auch keine Schlager im Bad.