Stormy Weather

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*Stormy Weather*

Irgendwie ist der Wurm drin und man könnte sich ärgern, wenn man so richtig Lust dazu hätte.

Vorgestern bin ich auf dem Rückweg von der Nordsee in einen einstündigen Standstau geraten, toll, wenn man eigentlich nur 3km auf der Autobahn gehabt hätte. Zuerst ist das ein Problem, wenn man eigentlich gerade pinkeln wollte, zweitens ist das eigentlich nett, weil ich sonst die 5er-Packung Pick-Up nicht im Handschuhfach entdeckt hätte und drittens ist das eigentlich gut, weil ich unter dem Beifahrersitz Jon Krakauers „In eisigen Höhen“ über eine Mount Everest-Besteigung sonst nicht gefunden hätte. Das ist eigentlich ein recht langer Satz, der aber zu einem Stau passt. Jedenfalls habe ich dann solange gegessen und gelesen bis der hinter mir gehupt hat.

Einen Tag später durfte ich die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, aus dem Venedig des Nordens abholen, weil die Bahn gegen den Sturm verloren hatte. Hach, das war eine wundervolle Fahrt mit vielen Straßen, die nur mit fast unsichtbarem Flatterband gesperrt waren. Meine schöne Gattin ’not amused‘.

Einen hübschen Wasserschaden hatte dann Giselle, das habe ich heute am Morgen beim ersten Kaffee erfahren. Sie trägt das mit stoischer Ruhe und einem Lächeln, das allerdings auch Hilfe von einem roten Lippenstift hatte.

„Ganz schön viel los heute beim Kaffee auf dieser vielbefahrenen Straße vor dem Cafe“ habe ich zwischendurch gedacht, weil Giselle von an Wänden fließendem Wasser berichtete.

Auf der Straße floss nix.

Dann rief mich noch irgendein Idiot auf dem Handy an, den ich nicht kannte. „Ich muss unbedingt die Handynummer aus der Heckscheibe nehmen“ kam mir noch in den Sinn. Die liegt nur für den Fall da, dass ich mal kurz auf einem privaten Parkplatz anhalten muss. „Bitte SMS schicken, kann nicht telefonieren“ habe ich sicherheitshalber zurückgeschrieben.

Beim zweiten Cappuccino mit Sabrina habe ich gar nicht mehr genauer zur Straße sehen können, weil sie wieder Spannendes zu erzählen hatte, ein Traum zum Nachdenken. „Richtig fett, der Innenstadtstau heute“ hat Sabrina gesagt. Zum Glück stand mein Auto nur 30 Schritte weiter. Der Parkplatz war etwas klein für die Limousine, aber vorn hatte ich noch Platz für den Daumen von Sigmar Gabriel gelassen, damit der hinter mir gut rausflutschen kann. Also nicht Sigmar sondern der mit der Karre hinter mir. Einem Mercedes muss man immer etwas mehr Platz lassen.

Was müssen diese Spinner auch alle mitten durch die kleine Stadt fahren! Jetzt stehen sie hier herum.

Dann mussten wir uns trennen, Sabrina zum Shoppen, ich zu den anderen unlösbaren Gleichungen.

Da hatten die mir doch ein Verkehrsschild vor den rechten Vorderreifen gestellt, einfach so, aber falsch herum, das war vorher nicht da. Aber manche Menschen sind auch manchmal genau da, wo man sie gerade nicht so gut braucht. Meistens Männer.

Im Auto habe ich dann noch eine SMS gelesen:

„Ihr Fahrzeug ist aus der Parklücke raus gerollt und stand quer auf der strasse. Wir haben es wieder zurück geschoben und etwas vor den Reifen gelegt.
Mfg akelbein möbelspedition“

Ich sage nie wieder Schlechtes über Männer.

 

Schutzlos

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*Schutzlos*

Zu Bob Dylan gehörte über Jahrzehnte die Gitarre. „Oben ohne“ war er höchst selten zu sehen. 1995 im März, da stand er „hands open and visible“ ohne das schützende Instrument in Prag auf der Bühne.

So eine Gitarre zwischen dem Künstler und dem Publikum, das kann für den Sänger sehr wichtig sein, vermute ich.

„Ohne ist wie nackt“.

Und Redner in der Politik haben meist ein Stehpult oder wie man das nennt, wenn sie sprechen. Nimmt man ihnen das, so wirken sie viel angreifbarer.

So etwas schafft Sicherheit, man kann sich im wahrsten Sinne des Wortes daran „festhalten“. Der Schulz fing in der Wahlarena immer an zu laufen, am liebsten hätte er sich ins Publikum gesetzt. Und vor der Sendung war seine wichtigste Frage:

„Bis wohin darf ich mich denn …. bewegen?“

Die Merkelsche Raute schafft auch Sicherheit, auch wenn sich ihre Fingerspitzen nur sanft berühren. Aber „Halt“ bedeutet auch das. Und wohin denn sonst mit den Händen? Eine Sonnenbrille cool in der Linken, das geht nur bei unsicheren Filmstars auf dem roten Teppich. Oder eben Handtasche für die Damen. Aber ‚Angie‘ mit Handtäschchen? Geht gar nicht. Der Macron würde mit Handtasche auch anders rüberkommen.

Und die Moderatoren der Tagesthemen und des heute-journals stehen heute oft in digitaler Kulisse und ich bedaure die, wenn sie so schutzlos vor Millionen Menschen stehend sprechen müssen und oft nicht wissen, was sie mit den beiden Händen tun sollen.

„Raute“ geht ja nicht, ist vergeben. Und „Hände falten“ wie zum Gebet passt auch nicht gut, ist sozusagen „gebraucht“.

Und so stehen sie dann und sind so froh, wenn sie auf irgendeine Wand zeigen können.

Gebt Marieta und Klaus ein Pult!

Und wenn ihr das alles abwegig findet, dann setzt Euch doch beim großen Familientreffen zusammen wie immer auf die Stühle, aber räumt vorher den Tisch in den Garten.

 

…. The Men

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*…. The Men*

Ja, da habe ich kürzlich gestanden, dass ich wenig verstehe, wenn viele Menschen durcheinander reden. Und Syske hat mir daraufhin geschrieben, dass ihr das auch immer so geht.

Nun kennen wir uns einige Jahre und trafen uns eigentlich immer in lauter, musikalischer Umgebung mit hundert anderen Leuten in einem Saal.

Ob wir uns immer so gut verstanden haben, weil wir uns nicht ….. ‚verstanden‘ haben? 🙂

„Man weiß es ja nicht!“

Nun schreiben wir uns nur noch und wir erzählen mehr als früher, kein Wunder, denn beim Schreiben und Lesen ist es so ruhig, dass man fast jedes Wort versteht. Vielleicht habe ich das früher nur nicht gehört.

Ansonsten verstehe ich ja nicht viel. Früher, also ganz früher, vor meiner eigenen Zeit, da wurden die besten Abiturienten nämlich Lehrer und die aus dem ‚Mittelbau‘, die wurden Ärzte. Und irgendwie fuhren damit die meisten nicht gerade schlecht. Jedenfalls gab es gebildete Lehrer und Mediziner, denen man vertrauen konnte und die auch menschlich zu schätzen waren.

Ist es heute eigentlich besser, wenn nur Einser-Abiturienten Mediziner werden? Ich habe da Zweifel, aber, zugegeben, ich habe ja immer Zweifel. Nun wollen sie in Niedersachsen 10% der Studienplätze in Medizin an diejenigen vergeben, die sich nach dem Studium verpflichten, 10 Jahre ‚auf dem Land‘ zu arbeiten. Da will nämlich keiner hin, auch in den Osten nicht, da suchen die händeringend Ärzte.

Ich habe tolle Ärzte. Und ich kenne welche, die klagen, dass sie viel Arbeit haben, zu Recht, aber auch manche, die klagen, dass sie oft an Patienten kaum noch etwas verdienen können. Ob das so ist, weiß ich auch nicht. Aber ich kenne keinen Arzt, der nach einigen Jahren Berufspraxis keinen BMW fährt oder zur Miete wohnt. Die haben alle ein Haus. Meine Sicht ist stark eingeschränkt, daran muss es liegen. Ich verstehe eben wenig und manchmal gar nichts.

Es geht hier nämlich um das „Verstehen“.

Und falls ihr darauf wartet, dass es hier doch noch um „Die Männer“ geht:

„The Men“ sind auf Deutsch gelesen nur „Themen“. Das war mir nie aufgefallen, aber bei den „Tagesthemen“ ist mir das gestern ins Auge gehüpft. Zusätzlich geht es da ja auch meistens um „Männer“.

„Die meisten Probleme sind männlich“, möchte man rufen. Ob die meisten guten Lösungen „weiblich“ sind, das könnt Ihr Euch ja mal überlegen.

 

 

 

Phasen

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*Phasen*

„Alles im Lot auf’m Boot und der Dampfer der guten Laune ist jederzeit bereit abzulegen.“

Das sagt zur Zeit keiner außer diesem Google-Assistant. Im Lot ist eigentlich fast nichts mehr und das liegt nicht nur daran, dass Tom Petty fehlt.

Wie bei Cohen, Bowie und so vielen anderen, ich kann in diesen Tagen keine Petty-Platte auflegen obwohl das so nahe läge. Frühestens in einer Woche, dann ist das schon etwas milder wie immer, wenn jemand plötzlich weg ist. Ich habe da so meine Phasen des Erinnerns ohne das Hören. Und den Tod überhört man ja sowieso gern.

 

Phasen hat auch Mikael, den treffe ich mindestens einmal pro Woche und er hat etwas Neues, er nuschelt so.

„Schlange da?“ sagt er zur Begrüßung, wenn ich zuerst da war.

„Eishockey“ nickt er, wenn man fragt, ob es ihm gut geht. Natürlich ist niemals „alles okay“. Das meint er nämlich.

Soramimi, so nennt man diese ‚Hörunfälle‘, das Wort musste ich googlen, aber der Mikael, der macht das mit Absicht, weil ich mal gesagt habe, dass ich nicht so gut höre, wenn alle durcheinander reden.

„The ants are my friends, they’re blowin‘ in the wind!“ so etwas zum Beispiel, das sind auch bekannte ‚Unfälle‘. ‚Mondegreens‘ heißen die, weil eine Dame bei „And laid him on the green“ mal „Lady Mondegreen“ gehört hat.

Ich bin gerade noch etwas in der Jackett-plus-Regenschirm-Phase. Es gab Phasen, da trug ich nur Schwarz, vielleicht ist gerade wieder die Zeit für Schwarz. Könnte aber auch sein, dass das nur an den fallenden Blättern liegt.

„Man weiß es ja nicht“, würde das kluge Kind wieder sagen.

 

 

 

 

Auf der falschen Seite

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*Auf der falschen Seite*

Ich mag meine Stimme auf Aufnahmen nicht, sie klingt so hell und gepresst, furchtbar.

„Klinge ich wirklich genau so?“, fragte ich früher gern. Ja, leider, ich kenne die ja nur von „innen“ und da klinge ich so …. sonor.

Auch Fotos von mir selbst mag ich nicht, der Typ kommt mir so fremd, so falsch vor. Andere finden das gar nicht so schlimm.

Aber ich kenne mich ja eher vom Spiegel, also kenne ich den seitenverkehrten Martin. Daran könnte das Fremdeln liegen. Die Foto hier sind ja auch alle „falsch“, denn so kennen oder kannten sich die abgebildeten Personen selbst aus dem Spiegel. Und so wie hier bekommen sie für mich sofort etwas ‚Unbekanntes‘ oder ‚Störendes‘.

Die sind, Ihr habt es gleich bemerkt, alle seitenverkehrt.

Einen ähnlichen Effekt gab es Ende der 70er oder Anfang der 80er Jahre als Jimmy Carter als US-Präsident die Seite seines Scheitels wechselte. Vielleicht findet ihr ja Fotos mit den verschiedenen Jimmy-Scheiteln. Da gab es viele Fragen, ob sich seine Politik auch ändere.

Wie ich darauf komme?

Sabrina war heute mit mir als „Model“ in der Frisör-Meister-Klasse. Und die coole Chefin mit dem Undercut sagte:

„Wenn man Mittelscheitel trägt, dann kann man das auch psychologisch sehen, da muss man keine Entscheidung treffen, ob links oder rechts. Ist da bei Ihnen etwas dran?“

Das stimmt bei Sabrina nicht, aber ich glaube, dass ich der Typ für einen Mittelscheitel wäre, wenn das nicht so bescheuert bei mir aussehen würde.

Rot, Gelb und Grün

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*Rot, Gelb und Grün*

Die drei Farben finden so schnell nicht mehr zusammen. Aber trotz des langweiligen Wahlkampfs, dessen grobes Ergebnis ja mit seinem Resultat aus der ‚Karibik‘ absehbar war, habe ich reihenweise politische Sendungen und sogenannte „Gespräch-Shows“ verfolgt. Teilweise auch ohne Ton, weil ich das Mienenspiel so liebe. Mit Ton war es ja manchmal kaum zu ertragen oder auch mal ein Minenspiel.

Jedenfalls kürzlich diese Runde ohne Ton, die regte mich schon auf. Dieser schlanke Typ, zu der strengen Frisur fehlte nur noch eine Uniform und er hätte aus den Vierzigern stammen können. Furchtbar. Dieser überhebliche Blick, der billige, schlecht sitzende Anzug viel zu weit, auch an den Schultern.

„Da will einer größer scheinen als er ist“, habe ich gedacht.

Und dass die *wieder* einen von den „Rechten“ eingeladen haben, das habe ich auch gedacht. „Muss das denn sein?“ Mich schüttelte es schon und ich spielte etwas mit diesem Telefon.

Dann kam beim nächsten Heben meines Blicks eine Einblendung am unteren Rand und ich habe gleich beschämt den Ton hochgedreht. Der Typ war nämlich von CNN.

Wie man sich doch täuschen kann. Darf man ja niemandem sagen, wenn einem die eigenen Vorurteile so vor die Augen gehauen werden.

Rot, Gelb und Grün, ach ja, das Thema.

Es geht gar nicht um Politik.

Meine kleine kluge Kurze hat mir neulich an der Ampel etwas Neues gezeigt. In der ganzen Innenstadt haben die Fußgängerampeln „unten“ nämlich eine weitere Taste.

„Du musst hier unten drücken, dann wird ganz schnell Grün!“

Und sie hatte Recht!

Zwei Sekunden und es wurde Grün!
Ich bin so stolz auf dieses Kind.

Die letzten Tage habe ich das auch versucht und obwohl ich oft bei Rot dem Hund ein „andiamo“ zurufe, wurde immer sehr schnell Grün, wenn ich unten fummelte und drückte.

Toll, was?
Ein Geheimnis!
Könnt Ihr ja auch mal versuchen.

Leider habe ich das jetzt gegooglet.
Ist nämlich gar nicht so. Das war irgend eine Fake-Nachricht, die sich wohl bei den Kindern herumgesprochen hat.

Und ich habe das nach vier erfolgreichen Versuchen geglaubt!

Die Menschen sind zu leicht … gläubig.

 

 

 

 

 

Das Unvermeidbare

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*Das Unvermeidbare*

 

….. ist das Älterwerden.

Gut, es gibt auch anderes, was schwer zu umgehen ist. Rote Ampeln zum Beispiel oder Jerome Boateng. Auch ‚Angie‘ gehört dazu. Momentan nennt sie keiner mehr „Angie“ oder „Mutti“, sie heißt wieder „Merkel“, was ich auch besser finde als Kosenamen.

Damen im höchst reifen Alter sammeln zum Beispiel recht oft Kuscheltiere. Vielleicht hatten sie als Kind nicht viele davon oder es fehlt ihnen an Wärme. Das kann ja jeder machen wie er mag.

Ich hätte gern den Mercedes und den Herd von früher zurück. Mit diesem kleinen Herd konnte man richtig kochen, Haferflockensuppe zum Beispiel oder Kakao in einem winzigen Topf! Noch besser war der Mercedes Benz 280SL, die Autobahnpolizei-Version.

Wenn man den links herunterdrückte, lenkte er nach rechts. Die Räder standen auch etwas schräg, wie das auch bei den echten Daimlern der Fall war. Schwer war er auch und ich meine, dass es ein dänisches Produkt war, nicht größer als die Modelle von Corgi oder von Dinky.

Die Lenkung war der Hit, vermutlich habe ich daher gelernt, dass man „vorn“ beim Rückwärtseinparken niemals den Vordermann streifen kann. Da muss man gar nicht hinsehen. Außerdem hatte der 280er ‚unten‘ einen roten Punkt. Drücke man den mit einem Kugelschreiber, fiel der in seine Einzelteile auseinander.

Fantastisch.

Den suche ich seit 40 Jahren.

Und weil es zu Fragen des „Früher“ und des „Alterns“ passt, wurde ich heute als ‚Meistermodell‘ für Frisöre gecastet, ich sei so „jung und schlank“ (Lüge!) und habe „noch so volles Haar ohne Geheimratsecken“. Das „Noch“ war natürlich ein Wermutstropfen aus der realen Welt, der durch eine dreifache „Kopfmassage“ getrocknet werden sollte. Habe den Termin auf Freitag gelegt.

Zum Glück war dann Sabrina noch auf einen Kaffee um die Ecke da. Und zum zweiten Mal in dieser Woche kippte mir ihr To-Go um und benetzte leicht ihre Jeans.

„Wirst Du jetzt tatterig?“, hat sie grinsend gesagt.

Mit Kopfmassage wäre das nicht passiert.

 

 

 

 

 

K.C. & The Sunshine Band

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*K.C. & The Sunshine Band*

Katrin und Cem, die sind „K.C. 2017“.

Die haben mir wahrlich am besten gefallen am Abend nach der Wahl. Schon das Gespräch mit Schäuble öffnete alle Schleusen, die sind sich doch „grün“, der Cem und der Euro-Wolfgang, auch wenn das jetzt einiges an taktischem Geplänkel gibt. Und habt ihr den Handkuss vom Kubicki für die Katrin gesehen? Das war „zart“ und sah nach Respekt aus. Ob die Katrin das mag, bezweifle ich jedoch. Diesen Wolf mag ich trotz seiner scharfen Zunge nicht.

„Shake, Shake, Shake“?

Nur „Mutti“ wird es jetzt nicht mehr so leicht haben, auch das steht seit gestern in ihren Zügen. Die Einsicht wird reifen, dass nur derjenigen die Nachwelt wahre Größe bescheinigt, die auch ihre eigene politische Endlichkeit begreift. Leider hat sie schon viele Talente zur Seite geschoben, das hat ja Tradition in ihrem Lager.

„Get Down Tonight!“

Und der …. zweite Trauerfall?

Er wird hoffentlich eine Wiederauferstehung aus der Opposition feiern. Aber mit verbrauchtem Personal und 20% in den alten Knochen wird das nichts. Wer bitte soll die Fraktion führen? Frau Nahles? Und der Vorsitzende gibt nach zahmen Monaten im Wahlkampf den „Schröder“ am Wahlabend?

„Groß“, Genossen, das geht anders.

So wirkte das doch stark wie gekränkte, männliche Eitelkeit, das hatten wir schon mal mit Russen-Gerd, der drei Frauen früher noch Currywurst-Gerd war.

Dass die Sahra und der Schulz noch nie miteinander gesprochen haben, das ist erstaunlich. Wir wollen die denn irgendwann einmal eine linke Mehrheit organisieren, wenn die nicht mal miteinander sprechen? Verstehe ich nicht. Der alte Wolfgang, der spricht mit dem Cem nämlich.

Und der Christian, der wird auch bald ein Deo brauchen, wenn die Arbeit anfängt. Ob man den und seine Ideen mag, sei mal dahingestellt, ein guter Rhetoriker ist er allemal. So viele davon gibt es nicht mehr. Mir fallen neben ihm auch nur vier Köpfe ein. Immerhin ist die Katja dabei.

 

Jamaika, das ist nicht das Schlechteste unter diesen Umständen. Eine Überraschung ist es nicht und anders geht’s ja auch nicht.

„That’s The Way (I Like It) ….“?

So weit ist’s erst, wenn die Blauen verschwunden sind.

 

 

 

 

„… And You Will Know Us By The Trail Of Dead“

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„… And You Will Know Us By The Trail Of Dead“

Das war mein Lieblingsname einer Band.

Wir, Chris und ich, haben sie einmal live in Kassel bei der ‚documenta‘ gesehen und danach mit den Jungs von ATKUBTTOD ein Bier auf dem Rasen getrunken.

Die Bühne auf dem Rasen war so hoch wie ein Lineal lang ist.

Meine Schüler, mit denen wir auf Kursfahrt waren, zeigten sich irritiert, „was für Leute“ ihr Mathe-Lehrer kennt.

Die Jungs von ‚TOD‘ (sic!) sahen alle so aus, dass man ihnen in einer dunklen Gasse nicht begegnen wollte.

Zu Beginn ihrer Karriere war ihr ‚Markenzeichen‘ die Zertrümmerung der Instrumente am Ende des Konzerts.

Irgendwas mit „Konstruktion“ und „Dekonstruktion“ war der Grund. 🙂

Die Bierflaschen tranken die aber normal. Und die Leeren kamen in den Pfandkasten.

Ohne ‚Dekonstruktion‘.

Leichter zu merken sind Namen wie „The Truth“ schon, zugegeben.

Aber die „Wahrheit“ ist keine einfache sondern meist eine eher komplizierte Sache.

Besonders im Politischen.

Einer Partei, die sich „Die Wahrheit“ nennt, würde ich schon mal keine Stimme geben.

Und den „Vereinfachern“ mit den schlichten Lösungen auch nicht.

Jetzt habe ich die Kapelle …

„The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die“

…. entdeckt und ich muss sagen, das hat auch etwas, vor allem viel Wahres.

Harter Schnitt.

„Männer sind Schweine oder zumindest die meisten.“

„Zuerst machen sie einer Frau Komplimente, lassen sie kaum allein und wenn sie ihre Beute haben, dann suchen Sie heimlich die nächste.“

Das ist von meiner jugendlichen Freundin Franziska.

Diese Einstellung ist für die Männer gar nicht so schlimm, aber vermutlich für Franziska.

Andererseits hat sie im Leben reihenweise Männer in der Stadt hinter sich hergezogen wie ein Pace-Car die Rennwagen in der Formel 1.

Das ist auch heute noch „The Truth“.

„Die Wahl ist sowieso entschieden, da haben wir gar nichts zu sagen. Da gibt es mächtige Leute, die das vorher entscheiden. Und bei Wahlen wird sowieso betrogen.“

„Bei 9/11 hat es keine Flugzeuge gegeben, die haben die Gebäude gesprengt, das ist bewiesen und es gab sogar Bilder dazu.“

„Unsere Presse und das Fernsehen sind gesteuert, die Wahrheit findet man da nicht.“

„Unsere Handys werden alle komplett überwacht.“

Da werden meistens elektronische Pferde geritten, obskure Videos von YouTube genannt oder mir suspekte Quellen.

Ich spreche auch gar nicht gern über diese Fragen, weil Franziska nämlich bei anderen Themen immer sehr gute Gedanken hat.

 

Die Frage bei solch kritischer Grundeinstellung ist immer, wem das nützt und wem es schadet.

Zunächst schadet das Franziska, glaube ich, und, wenn das weiter um sich greift, danach der Demokratie und dem freien Journalismus.

Das Stichwort von der „Lügenpresse“ kommt aktuell von Rechtsaußen, genau wie im 20. Jahrhundert.

Im 19. Jahrhundert kam dasselbe eher von Linksaußen.

Auf Deutsch:

Bislang kam es nicht aus der Mitte.

Und ich hoffe, dass das auch so bleibt.

So wie oben argumentiert Donald Trump, zieht belegbare wissenschaftliche Erkenntnisse in Zweifel, bewirft eine freie Presse mit verbalem Schmutz und wenn sich das speziell in diesen sozialen Medien so weiter verbreitet, dann können sich alle Despoten und Extremisten dieser Erde wahrlich die Hände reiben.

Zumindest nützt denen das am meisten, das Zweifeln am Leben in einer freien Welt.

Man muss ja auch nicht jeder Frau mit blauen Augen nachlaufen.

Viele tragen ja Kontaktlinsen.

„The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die“

Die vierte Frau

 

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*Die vierte Frau*

Ich bin alt.

In ‚meinem‘ Lidl-Supermarkt ist umgebaut worden, nichts außer dem Mineralwasser und den Brötchen steht da, wo es früher stand. Und wo es hingehört! Entweder ich irre wirr durch die Gänge oder ich stehe da, wo jahrelang die Milch stand und mich grinsen Lachse in Pappe an. Oder ich muss Diana fragen, wo was jetzt ist. Diana ist nämlich die Chefin und die weiß alles.

„Die Milch ist neben der Butter“, hat sie heute lächelnd gesagt. Da habe ich lieber nicht mehr nachgehakt, wo die Butter steht. Sonst versteckt sie sich nächste Woche im Lager und das wäre schade.

Die haben nämlich im Mai umgebaut. Solche „Umstellungen“ sind nicht so meine Sache.

Am Tag davor hatte ich mir einen schönen Abend mit Linda, Claudia und Diane gemacht. Da fühlte ich mich gar nicht so alt wie heute bei Diana.

Linda liest nämlich im Rathaus aus ihrer Autobiographie „Die Königin der bunten Tüten“. Es geht dabei aber nicht um die Tagesschau obwohl das heutzutage mit den bunten Tüten auch fast passen könnte. Allerdings habe ich nur die Karten bestellt. Hoffentlich ist da ein Foto von ihr drauf.

Claudia kenne ich sogar persönlich von einer Filmpremiere und ohne sie würde ich diese Zarah-Serie im ZDF nicht anrühren. Vermutlich erinnere ich mich an die Premiere etwas besser als sie. Andererseits habe ich ihr einen Pullover geschenkt. Gelb ist zwar nicht ihre bevorzugte Farbe, aber ihr war so kalt. Auf Claudia lasse ich ebenso wenig kommen wie auf Linda.

Diane lief parallel neben Claudia mit Richard Gere auf dem ‚Disney-Channel‘. Ohne Diane würde ich niemals diesen Kanal einschalten. Diane Lane ist sogar ohne Ton immer gut. Und der steht sogar ein Blümchenkleid und sie sieht immer noch selbstbewusst aus. Das kann man von mir nicht sagen.

Und dann sagte Diana am nächsten Tag, dass die Milch neben der Butter steht. Das war dann wieder ziemlich viel Realität.

Die vierte Frau macht einen Mann immer fertig.