
*…. The Men*
Ja, da habe ich kürzlich gestanden, dass ich wenig verstehe, wenn viele Menschen durcheinander reden. Und Syske hat mir daraufhin geschrieben, dass ihr das auch immer so geht.
Nun kennen wir uns einige Jahre und trafen uns eigentlich immer in lauter, musikalischer Umgebung mit hundert anderen Leuten in einem Saal.
Ob wir uns immer so gut verstanden haben, weil wir uns nicht ….. ‚verstanden‘ haben? 🙂
„Man weiß es ja nicht!“
Nun schreiben wir uns nur noch und wir erzählen mehr als früher, kein Wunder, denn beim Schreiben und Lesen ist es so ruhig, dass man fast jedes Wort versteht. Vielleicht habe ich das früher nur nicht gehört.
Ansonsten verstehe ich ja nicht viel. Früher, also ganz früher, vor meiner eigenen Zeit, da wurden die besten Abiturienten nämlich Lehrer und die aus dem ‚Mittelbau‘, die wurden Ärzte. Und irgendwie fuhren damit die meisten nicht gerade schlecht. Jedenfalls gab es gebildete Lehrer und Mediziner, denen man vertrauen konnte und die auch menschlich zu schätzen waren.
Ist es heute eigentlich besser, wenn nur Einser-Abiturienten Mediziner werden? Ich habe da Zweifel, aber, zugegeben, ich habe ja immer Zweifel. Nun wollen sie in Niedersachsen 10% der Studienplätze in Medizin an diejenigen vergeben, die sich nach dem Studium verpflichten, 10 Jahre ‚auf dem Land‘ zu arbeiten. Da will nämlich keiner hin, auch in den Osten nicht, da suchen die händeringend Ärzte.
Ich habe tolle Ärzte. Und ich kenne welche, die klagen, dass sie viel Arbeit haben, zu Recht, aber auch manche, die klagen, dass sie oft an Patienten kaum noch etwas verdienen können. Ob das so ist, weiß ich auch nicht. Aber ich kenne keinen Arzt, der nach einigen Jahren Berufspraxis keinen BMW fährt oder zur Miete wohnt. Die haben alle ein Haus. Meine Sicht ist stark eingeschränkt, daran muss es liegen. Ich verstehe eben wenig und manchmal gar nichts.
Es geht hier nämlich um das „Verstehen“.
Und falls ihr darauf wartet, dass es hier doch noch um „Die Männer“ geht:
„The Men“ sind auf Deutsch gelesen nur „Themen“. Das war mir nie aufgefallen, aber bei den „Tagesthemen“ ist mir das gestern ins Auge gehüpft. Zusätzlich geht es da ja auch meistens um „Männer“.
„Die meisten Probleme sind männlich“, möchte man rufen. Ob die meisten guten Lösungen „weiblich“ sind, das könnt Ihr Euch ja mal überlegen.
Woman – Wo Man(n) ?
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