2 an 1 Tag – Probleme mit Kaffee und Tabak

2 an 1 Tag – Probleme mit Kaffee und Tabak

Ja, „aunts & uncles“, die stellen Ledertaschen her, so eine konnte ich nämlich davor retten, bei einer ‚Tante‘ oder einem ‚Onkel‘ zu landen.

Ja, ich mag Taschen, es ist meine dritte Leder-Taschen-Erwerbung innerhalb eines Jahres, gebraucht natürlich und sehr gut eingepflegt, alle innen rein.

Die erste aus der Bucht hatte ein Querformat -eine „Liebeskind“ aus Berlin- , die zweite vom Flohmarkt ein Hochformat -10€- , klar, dass ein Mann dann auch eine quadratische braucht, für 20€ fast geschenkt.

So eine Sammlung muss „vollständig“ sein.

Frauen kaufen ja nach Farben und Praxistauglichkeit, ich folge Geometrien und Körperformen!

Ein dünnes Ledermäppchen ohne Griff und Gurt habe ich schon lange, so ein Ding, was echte Chefs tragen und die damit lediglich ein Tablet, die FAZ und den letzten“kicker“ transportieren. Oder ein „Herrenmagazin“, man weiß es ja nicht. Die FAZ abonnieren sie nur, lesen aber eher den „kicker“.

Das ist ein Vorurteil.

Die FAZ hat ein besseres Image als der „kicker“. Sogar, wenn sie ungelesen in der Papiermülltonne landet.

Leider bin ich kein Chef.

Aber ich sehe gern so aus, zumindest „taschenmäßig“.

–

Habt Ihr auch Probleme mit Taschen, die man an einem Gurt über der Schulter trägt?

Diagonal getragen?

Nein, das ist verboten.

„Sicher, aber uncool“ sagte Thomas Hayo mal zu mir, im Traum. Man sollte manchen Menschen verbieten, in fremden Träumen zu erscheinen.

Hayo darf das, der kennt viele und er ist ein „Auskenner“.

Also, Tasche mit Gurt -sorry, Männer drängeln sich oft dazwischen- wenn man links eine Pfeife trägt und rechts einen heißen Kaffee im Steingutbecher -randvoll- , genau dann rutscht rechts manchmal der Schultergurt mit der Tasche herunter und man hat keine Chance:

Der halbe Kaffee landet auf dem Trottoir, das lässt sich kaum ausbalancieren oder stabilisieren.

Einmal monatlich passiert mir das.

Man weiß nicht vorher, an welchem Tag es geschieht.

In meinem Alter einen Rucksack tragen? Ich bitte Euch, da kann man ja gleich an einem Stock gehen.

Bei jungen Menschen ist ein Rucksack kleidsam. Im Alter wirkt man wie auf dem Weg in die Berge des Teutoburger Waldes.

Darüber wird nicht diskutiert, ja, isso.

–

Habt ihr schon einmal 100g Pfeifentabak in einem sauberen Automobil und in einer übervollen Ledertasche verteilt?

Das ist eine echte Sauerei, wenn man den Deckel nicht richtig zugedrückt hat.

Das war heute.

Mit zwei Saugern musste gearbeitet werden, ca 70g „Scorpio“ konnte ich vorher retten, mit den Fingern sammelnd.

Klar, ein paar Teppichflusen könnten geschmacklich ein „Fail“ werden, aber das warten wir ab.

–

Und der zweite Kaffeeunfall in dieser Woche ereignete sich in einer Physiotherapeutischen Praxis.

Während ich im Bad die Zähne vorbereitete, -keine Nachfragen jetzt- hörte ich ein Geräusch im Wartebereich nebenan.

Leise nur, einem Klatschen ähnlich.

Da waren die „Tanten und Onkel“ vom Stuhl gekippt und 2mal 200ml Latte Espresso bzw Latte Cappuccino hatten sich auf dem Vinyl breitgemacht.

Kalt. Von Rewe.

Die Becher sind rot und blau.

Der blaue ist besser. War.

400ml sind das.

Die machen richtig „Fläche“.

Ein unfassbarer See in hellem und etwas dunkleren Beige war es, der mich 5min der Behandlungszeit kosteten.

Die Farben mischten sich nur leicht.

Ich werde „Kaffee“ keinen Transportrisiken mehr aussetzen.

Merkwürdig ist, dass mich das alles nicht mehr richtig aufregt.

Schade.

–

Der Eiffelturm im Nebel ist von KT.

Ich durfte das stehlen.

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„peace, tranquility and good will“

2 an 1 Tag – „Keine Arme, keine Schokolade“

2 an 1 Tag – „Keine Arme, keine Schokolade“

Zur Zeit sind mir durch Unglücke beziehungsweise Unfälle zwei Chauffeur-Jobs zugefallen.

Leider finde ich keine Chauffeur-Mütze in schwarz mit diesem glänzenden Schirm. Die für Karneval gedachten erfüllen meine Qualitätsansprüche nicht.

Zum Glück werden beide wieder gesund, „jeden Tag ein wenig besser“, das ist auch 6 Wochen später eine sehr gute Nachricht!

Vor zwei Wochen hat sich dann zusätzlich die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, beide Arme gebrochen, rechts gesichert und operiert, links trägt sie eine Orthese.

„Das ist falsch, eine ‚Orthese‘ muss am rechten Arm getragen werden! Orthographie, orthodox, orthogonal, alles hat mit ‚recht‘ zu tun! Man könnte ‚Heterothese‘ sagen!“

„Nicht lustig“, sagt sie, ist ja auch nicht so gaaanz richtig.

Viel kann sie nicht machen, ich applizierte zunächst auch das Deodorant. Wobei es ihr in der Hüfte nicht recht war, aber woher soll ein Mann wissen, wo er orthorollen soll?

Es war ein Hundespaziergangsglatteissturz. Man kann auch Glatteishundespaziergangssturz sagen oder Hundeglatteisspaziergangssturz.

Ich glaube nicht, dass man das im Englischen kürzer hinbekommt.

Deepl schlägt hier „dog ice walk fall“ vor.

Vier Worte.

Viel länger.

Um ihr eine Freude zu machen, wollte ich meiner Gattin ein T-Shirt, schwarz mit weißer Schrift drucken lassen:

„Keine Arme, keine Schokolade“

Aber die Dame im Geschäft, die beim letzten Mal lange mit ihrer Mutter telefonierte, als ich einen anderen Wunsch hatte, riet mir ab:

„Wann soll sie das denn tragen? Wenn, dann bitte in Spiegelschrift, dann kann sie es im Bad lesen!“

20,99€

Habe dann ein Buch gekauft für 14,00€:

„Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wichtig uns der Ernst des Lebens sein sollte“ von Axel Hacke.

Auch nicht lustig, aber es vertreibt die Zeit.

–

Ich selbst bin ‚übervorsichtig‘ geworden, ich halte mich auf den zahlreichen Treppen jetzt sogar am Handlauf fest.

Einen 60cm langen Schuhanzieher nutze ich auch. Ich könnte umfallen beim Ankleiden.

Der Begriff ist falsch, es muss ‚Schuhanziehhilfe‘ heißen, ein Anrufbeantworter ist auch eigentlich ein ‚Anrufentgegennehmer‘.

Und ein ‚Bürgersteig‘ ist auch für Frauen da.

Mich regt das alles auf.

Es gehört heute dazu, sich über Kleinkram mehr aufzuregen als über Wichtiges.

Glatte und glitschige Stellen im Verkehr meide ich auch.

Zu Fuß.

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„peace, tranquility and good will“

Vom wahren Leben keine Ahnung

Vom wahren Leben keine Ahnung


Manchmal ist es sinnvoll, sich vor einen Spiegel zu stellen und darüber nachzudenken, ob man noch „mitreden“ kann oder ob man hoffnungslos „verloren“ in alten Zeiten lebt.

Es war 2001.

Damals setzten wir zu dritt in einem Automobil mit Hilfe einer Fähre auf einem Wasser zu einer Insel über.

„Zu-in-mit-auf-zu-über“.

Dass mir so etwas noch gelingt!

Welche Insel das Ziel war, das weiß ich nicht mehr.

Juist? Nein, da gibt es keine Autos.

Sylt? Nein, da fährt man mit einem Autozug.

Föhr? Amrum? Egal.


Es war ein roter VW Passat mit 107PS und einem Heckspoiler. Mit Wurzelholzlenkrad. Das war das Beste am ganzen Auto, das Original klebte bei Hitze, das hat ‚VW‘ gleich eingesehen als er klebrige Finger am Lenkrad bekam, der Meister.

An der Hose abgewischt, ich sehe ihn heute noch. Als er so abrieb, hatte ich gewonnen. Man brauchte früher nicht viele Worte.

Aber Hosen.

Mit „Kassette“, der lebte bis 2007.

Ein Begleiter.

Der Passat, nicht der Meister.


Hach, das Thema, sorry. Fähre.

Jedenfalls war am Anleger so ein „Restaurant“ zur Schnellverpflegung. Man sagt das auf Englisch so ähnlich.

Meine Frau, die schon damals die beste Ehefrau von allen war, die ich je hatte, wollte dort einen „Burger“ kaufen und essen, ich wollte keinen.

Im Auto haben das ganz kleine Kind und ich gewartet. Ich kann den Geruch von Fritteusen nicht ausstehen.

Das sind Geräte mit heißem Fett, keine weiblich gelesenen Menschen. Trotzdem sind deren Pronomen „she/her“.

Und dann habe ich von dem Ihren abgebissen -nein, nicht vom Pronomen- , es war sehr weich, es zerfiel zu einer Art Matsche im Mund, nein, es hat mir nicht so gut gefallen. Es war das einzige Mal in meinem Leben, dass ich von so einem kommerziellen Weichteil abgebissen habe.

„Biss“ heute sozusagen.

Den Erfolg solcher Ketten verstehe ich nicht.

Provokant nachgefragt:

Basiert der auf „Geschmack“ oder auf „Geschwindigkeit“?

–

„Bad Bunny“ ist jetzt mein bester Freund.

Großartig.

So schnell ist noch nie jemand mein Freund geworden. Ich dachte bei Namensnennungen an ‚Bugs Bunny‘ und hatte keinen Schimmer von seiner Musik.

„Bugs Bunny“ hat nichts mit dem Playboy zu tun, das war eine Comicfigur, die sich im TV bewegen konnte. Also nicht richtig, es waren nur viele gezeichnete Bilder nacheinander, wie bei einem „Daumenkino“.

Das hat nichts mit Betten zu tun. Der Finger.

Hach, ja, auch das versteht ja niemand mehr, der seinen Daumen auf Bildschirmen bewegt.

Im Radio habe ich den männlichen „BB“ auch nicht bewusst wahrgenommen, ich höre ja noch Musik von „Compact Discs“.

Für die Jüngeren:
Das sind kleine Plastikscheiben mit circa 12cm Durchmesser, metallisch bedampft, mit einem Loch in der Mitte. Also wie ein kleiner Crepe, sehr dünn. Manchmal kann man auch hindurchsehen, ganz wie bei der französischen Süßspeise.

Aber da war kein „Grand Marnier“ drauf, da ist Musik drauf, in Form von „Strichen“ und „Punkten“, man kann auch „hoch“ und „tief“ sagen, egal. Man sieht das nicht, das ist sehr klein.

„Grand Marnier“, der hat nichts mit Skat oder den guten Manieren zu tun, der ist flüssig und sehr aromatisch. Ein Getränk.

Heute holen die meisten die Musik aus der Luft oder dem „Äther“. Die wird „geströmt“ ohne sie herunterzuladen.

Es strömt, es fließt, es flattert.

Bei Haaren „flattert“ dieses Schdrieming.

Auch damit kenne ich mich gar nicht aus, mit langen Haaren schon besser. Aber dafür hatte ich auch schon mehr Zeit als ihr.

Ich habe noch nie mein Telefon mit diesem „BlueToo“ zum Musizieren benutzt.

Wozu auch?

Gegen Lebensende stellt sich oft eine Frage:

Habe ich viel verpasst?


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„peace, tranquility and good will“

Quickie – „Voll, Du, fühle ich -irgendwie- Du, total“

Quickie – „Voll, Du, fühle ich -irgendwie- Du, total“

Es fragte heute ein junger, blonder, muskulöser Herr auf Instagram:

„Wie isst du dein magerquark?“ (Sic!)

Dafür gibt es ‚Blumen‘ als Antwort in der Art von:

„Mit ein Löffel.“

„Mit den Akkusativ.“

„Mit meine Frau.“

Ach, was soll man machen?

Wenn man weiß, dass man nicht die allerhellste Kerze auf der Torte ist -zumindest dafür sollte es geistig reichen-, muss man sich dann öffentlich so zeigen, also so „lesen“ lassen?

Also mit Muskeln und die Grammatik?

„Du, kommen Muskeln heute besser wie Grammatik?“ möchte man fragen.

Also nur unter uns, angenommen, ich würde weiblich gelesen und ich wäre jung und ich lade den Herrn von Insta zu mir nach Hause ein und er streckt etwas später den hübschen Blond-Kopf aus dem Badezimmer und fragt:

„Hast Du ein Zahnbürste?“

Geht das gut aus?

„Fühlst Du’s?“

„Voll?“ oder „Total?“

Diese hochmoderne Zweiergesprächssprache, die ist sehr gefühlvoll, so wie eine warme, flauschige Fleece-Decke in Beige an einem kalten Morgen zu zweit auf einem weichen Sofa, wenn man zu zweit die Füße nackt unter derselben Decke wärmt während im Kamin zwei Buchenholzscheite glimmen und ein gelockter, kleiner Hund auf der Seite liegend im leichten Schlaf hell klingend atmet und eine Bienenwachskerze ihren Duft im ganzen, kleinen Raum verströmt.

Ahhhh. Jaaaaa.

„Irgendwie schön, Du.“

So schön kann eine Unterhaltung sein.

Kuschelig, nicht wahr?

„Voll, Du, fühle ich -irgendwie- Du, total“

Und das Gute ist, dass die noch miteinander sprechen. Ohne Internet. Ganz wie früher.

„Verstehst Du?“

„Voll.“

Was ist daran-eigentlich- so schlimm, wenn es sich doch voll gut anfühlt und zwar richtig total?

Die sind nicht „lost“. Überhaupt nicht.

Geht das gut aus? Immer.

Es gibt kein Risiko unter ein Decke.

Danke.
Geschafft.
Glückwunsch.

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„peace, tranquility and good will“

6 Missverständnisse

6 Missverständnisse

An sich ist das Leben doch voll von Missverständnissen unter Menschen.

Und damit das so bleibt, haben wir hier für den Anfang ein kleines Sammelsurium.

Eins

Kürzlich saß der 17jährige Autofan mit mir an Kurvendiskussionen. Das ist Mathematik. Der versteht an sich alles, man muss nur Beispiele mit Automobilen finden oder sich ausdenken.

Als ich im Aufstehen zum Schluss sagte:

„Mann, wo ist mein Anorak?“, da war er sehr beeindruckt, er fragte schnell nach:

„Du? Einen Amarok? Wie geil ist das denn?“

Nun, so einen Straßenpanzer würde ich nicht mal geschenkt wollen, vielleicht in Kanadas Norden oder auf Grönland, aber nicht in einer Stadt. Aber auch dort verbraucht der zuviel.

Zwei

Irgendwo bei ‚Threads‘, das nutze ich täglich für 10min für eine parallel durchgeführte Kieferübung, kam der Begriff „body count“ vor, dann nochmal.

Ich verstand gar nichts.

Da ist ja alles überschwemmt von russischen Bots, die negativ posten und den Rechtsradikalen Vorschub leisten, sehr nervig, dieser Blödsinn.

Man erkennt sie relativ leicht.

Dann habe ich bei „body count“ lieber nicht nachgefragt, ich dachte nämlich, es ginge um Längen, Gewichte und BMI-Daten.

Aber Miss Wiki hat es mir dann erklärt:

  • Body Count (Krieg), die Zahl getöteter Feinde im Krieg
  • Body Count (Band), eine US-amerikanische Crossover-Band
  • Body Count (Album), ein Musikalbum der gleichnamigen Band
  • Body Count, umgangssprachlich die Anzahl der Sexualpartner

Nun, ich überlege mir, ob ich nicht lieber für 10 Minuten zum Frühstücksfernsehen wechseln sollte.

Drei

Es ging irgendwo um „Poesie“ und der OT beklagte, dass die Menschen nicht mehr viel von ‚Poesie‘ verstehen, so sinngemäß.

Jedenfalls hatte ich dazu etwas geschrieben.

Was genau, das hatte ich -natürlich- schnell vergessen.

Danielle zitierte etwas später jedoch meine Aussage

„Frauen sind -im Schritt- poetischer ….“

Da bin ich gleich nervös geworden und habe mich für den Fauxpas entschuldigt und die Rechtschreibkorrektur verantwortlich gemacht.

„Im Schnitt“ sollte das natürlich heißen, auch wenn diese Aussage -zu Recht- angreifbar ist.

Aber die Danielle hatte den Fehler mit voller Absicht ins Zitat gezaubert, ich hatte gar keinen „Schritt“ erwähnt.

Das war also ein Missverständnis der geplanten Art.

Dieser weibliche ‚Schlingel‘, was habe ich geschmunzelt. 🙂

Vier

„Survival of the Fittest“ bedeutet auf Deutsch
das Überleben der am besten Angepassten, nicht der Stärksten.

Dieser Übersetzungsfehler, dass die „Stärksten überleben“, ist relativ häufig anzutreffen.

„Geprägt von Herbert Spencer und von Darwin genutzt, beschreibt es, dass Individuen, die durch vorteilhafte Merkmale besser an ihre Umwelt angepasst sind, häufiger überleben und mehr Nachkommen produzieren.“

Auf Deutsch:

Der ’starke‘ Löwe wird nicht so lange überleben wie die zarte Mücke.

Gern darf das auch politisch gelesen werden.

Fünf

Manchmal, so wurde es von Dunning und Kruger untersucht, missversteht der Mensch sogar sich selbst.

Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt -knapp beschrieben- eine kognitive Verzerrung inkompetenter Menschen bei der Einschätzung ihrer eigenen Fähigkeiten, kurz sie halten sich -laut der Studie- für intelligenter als sie tatsächlich sind.

In der Graphik wird das dargestellt.

Nach rechts zunehmende „Kompetenz“, nach oben das „Selbstvertrauen“ in Abhängigkeit von der jeweiligen Kompetenz.

Der „Mount Stupid“ mit hohem Selbstbewusstsein aber geringen Kompetenzen eignet sich gut als Schlagwort in Diskussionen.

„Gern erkläre ich es Dir nochmal, damit Du eine Chance hast, von Deinem ‚Mount Stupid‘ abzusteigen.“

Danach kann man dann den „Effekt“ erklären, also, wenn man sich gern selbst darstellt.

Jedenfalls behaupteten D&K nach Untersuchungen an Probanden zu Textverständnis, zum Schachspiel und zum Autofahren, dass Unwissenheit oft zu größerem Selbstbewusstsein führt als tatsächlichen Wissen.

Sie, die Probanden, überschätzten eigene Fähigkeiten, erkannten höhere bei anderen nicht und schätzten das Maß ihrer Inkompetenz nicht korrekt ein.

Das „Imposter-Phänomen“ beschreibt den Effekt am anderen „Ende“ der Skala, dass nämlich gerade besonders kompetente Personen an ihre eigene Kompetenz nicht glauben und denken, sie hätten den eigenen Erfolg ‚eigentlich‘ gar nicht verdient.

Und bevor ihr jetzt darüber nachdenkt, muss ein Missverständnis ausgeräumt werden:

Der Dunning-Kruger-Effekt (1999) ist gar nicht nachweisbar, er zeigt lediglich auf, dass nahezu alle Menschen sich selbst für kompetenter und klüger halten als der Durchschnitt einer Bevölkerung.

Kurz: Dunning und Kruger waren vielleicht selbst Opfer ihres angeblichen „Effektes“.

Amüsant.

Die Graphik eignet sich gut zum Üben für Schüler, wenn eine Graphik interpretiert werden soll, inhaltlich ist sie leider Unsinn.

Aber so ist mir der „Dunning-Kruger-Effekt“ in die Quere gekommen, er geistert seit 27 Jahren durch die Welt und das Internet.

Sechs

Beliebte Missverständnisse gibt es auch bei kleineren Streitpunkten im Privaten.

A

„Sie räumt die Spülmaschine immer falsch ein, dazu lässt sie sie nur halb gefüllt laufen!“

So klagt der Ehemann.

B

„Meine Mann kennt beim Herd nur 9 und 0, alles kocht über, Nudeln, Kartoffeln, alles!“

So klagt die Ehefrau.

Er vergisst, dass sie sich um die Spülmaschine und sauberes Geschirr kümmert, kritisiert aber das „Wie“.

Sie vergisst dabei, dass ihr Mann kocht, und kritisiert nur das „Wie“.

Ein Missverständnis.

Mit 100%iger Sicherheit wird alles beim Anderen dann falsch, wenn man selbst gar nichts „tut“. 🙂

„Wer nix macht, macht keine Fehler“, sagt man ja gern.

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„peace, tranquility and good will“

GRAS – Goleman, Rapoport, Axelrod, Sliwka – „Tit for Tat“ – #2

GRAS – Goleman, Rapoport, Axelrod, Sliwka – „Tit for Tat“ – #2



Fortsetzung, ohne #1 wird #2 nix. 🙂

Wenn man jetzt seine „Emotionale Intelligenz“ entwickelt hat und auch noch „gewaltfrei“ mit Worten umzugehen gelernt hat, was macht man dann, wenn man sich wehren muss, wenn Verteidigung gefragt ist, wenn man sich nicht in sein Schicksal ergeben kann oder will?

Oder wenn man grob und unsportlich verletzt wird oder gar erpresst wird?


Dass Daniel Goleman nicht „Goodman“ hieß, ist schade, denn das wäre „Programm“ gewesen. 🙂

Niemand kann immer „good“ sein, das ist nicht einmal erstrebenswert, finde ich.


Wie wehrt man sich also sinnvoll und angemessen, damit man nicht ausgenutzt oder beherrscht wird?


Persönlich?
Ich glaube, dass ich relativ viel mit Humor „nehmen“ kann ohne „böse“ zu werden. Aber wenn ein „Maß“ voll ist, dann neige ich leider zur Konsequenz und zur Härte bis mein Gegenüber Nachgiebigkeit zeigt oder ich jegliches Interesse begrabe. Jemand, der mich lange nur mit einem Lächeln kennt, fällt leicht aus allen Wolken, wenn er/sie nicht aufgepasst hat.

Das ist so nicht leicht abzustellen, das ist -leider- eine Persönlichkeitsfrage und vielleicht mein Grundfehler.


Die Ideen von *Anatol Rapoport* geben einen guten Hinweis, wie man das besser macht.

Anatol ist fast 97 Jahre alt geworden, die Zeit brauchte er auch, weil er sich mit so vielen unterschiedlichen Themen in seinem langen Leben beschäftigt hat.

Aus Russland 11jährig 1922 in die USA emigriert und -ohne korrekte Reihenfolge- Psychologe, Musiker, Mathematiker und Biologe gewesen ist er. Und er untersuchte spieltheoretische Fragen fachübergreifend und lieferte Beiträge zur Konflikt- und Friedensforschung.

Kurz: Er hätte heute viel zu tun, seine Erkenntnisse zu verbreiten.

Im WWII war er als Soldat für die Air Force in Alaska und Indien.


Genug vom Hintergrund, zu einem seiner Ergebnisse zu „Zusammenarbeit und Konflikt“.

Er beschäftigte sich -gemeinsam mit anderen- mit spieltheoretischen Fragen wie dem Gefangenendilemma.

(„Als Gefangenendilemma wird ein Gedankenexperiment …. bezeichnet, aus dem ein mathematisches Spiel der Spieltheorie hervorgegangen ist. Es beschreibt eine Situation, in der sich zwei Handelnde („Spieler“) unabhängig und ohne Rücksprache zwischen zwei Verhaltensweisen entscheiden müssen, wobei der Erfolg oder ‚Ertrag‘ für den Einzelnen von der Entscheidung des jeweils anderen stark beeinflusst wird.“)

Bem: Das ‚interierte“ G-Dilemma besteht in dessen Wiederholung im „Spiel“.


Seine erfolgreichste Strategie nannte er „Tit for Tat“.

„Es zeigte sich, dass Strategien einer *bedingten Kooperation*, insbesondere ‚Tit for Tat‘, von den Probanden häufig gewählt wurden. In den gegen Ende der 1970er Jahre von *Robert Axelrod* initiierten Computerturnieren zur Evolution von Kooperation im iterierten Gefangenendilemma war diese von Rapoport eingereichte ‚Tit-for-Tat‘-Strategie sämtlichen anderen Strategien, die am Wettbewerb teilnahmen, überlegen.“


So und wie „funktioniert“ nun diese „Tit for Tat“-Strategie?

-Auf Deutsch könnte man sie mit „Schubser für Schubser“ übersetzen, „Auge um Auge“ wäre zu brutal, also in dessen Bedeutung-


Ein Spieler, der die Tit-for-Tat-Strategie anwendet, beginnt die Interaktion mit einem kooperativen („freundlichen“) Spielzug.

Danach macht ein Tit-for-Tat-Spieler jeweils den letzten Zug des anderen Spielers nach.


„Verhalte Dich zum Gegenspieler so, wie der Gegenspieler sich Dir gegenüber verhalten hat“ kann man auch sagen.

Zu Beginn verhält sich der ‚Tit for Tat‘-Spieler also immer freundlich und kooperativ.

Bei ‚Fehlverhalten‘ des Gegenspielers gibt es eine beschränkte Vergeltung, die das Verhalten des Gegners „spiegelt“, danach kehrt der „Tit for Tat“-Spieler sofort wieder zur Kooperation zurück.

Er straft also sofort, auch hart, bietet aber umgehend wieder einen freundlichen Umgang durch erneute Zusammenarbeit an.

Bis zur nächsten „Bully“-Aktion des Gegenübers, klar.


Ganz wichtig:
Wenn zwei „Tit-for-Tat“-Spieler aufeinander treffen, so kooperieren sie immer, zum gegenseitigen, gemeinsamen Nutzen.

Die Strategie ist grundsätzlich „freundlich“ im Umgang, lässt sich aber nicht „die Butter vom Brot nehmen“.

Auch mit mehreren Mitspielern war „Tit for Tat“ stets die erfolgreichste Strategie.

Laut *Robert Axelrod* (der mit den Simulationen ist jetzt 83) zeichnet sich „Tit for Tat“ aus durch:

Klarheit

Nachsichtigkeit

Nettigkeit

Provozierbarkeit


Kurz:
Sie schlägt lediglich zurück, sie lässt sich provozieren, aber sie ist an keiner Stelle nachtragend oder von sich ausgehend „unfair“.


Und eben hat sie wieder „Tschüß“ gesagt, in der Halbzeitpause.

Ihr „Tschüß“ ist nämlich das Beste am Wetter im ZDF. Man kann es nicht oft genug sagen.

Tschüß.

–

… natürlich ist das hier nur ein Schluck Wasser vom See des „Tit for Tat“.

Es lohnt sich, die Uferlinie zu erkunden.


„Das wichtigste Prinzip besteht darin, nicht jedes unfreundliche Verhalten gleich zu bestrafen. Es müssen Vermutungen darüber angestellt werden, ob ein Missverständnis vorliegt, sei es auf der Seite des Gegners oder auf der eigenen. Die zusätzliche Nachsichtigkeit erlaubt den Gegnern zwar ein Wenig unfreundliches Verhalten, hat aber zur Folge, dass das Vertrauen, was bisher in diesen Gegner gesetzt wurde, gemindert wird. Unfreundlichkeit des Gegners schadet ihm weiterhin selbst.“

–
„peace, tranquility and …. tit for tat“ 🙂

GRAS – Goleman, Rapoport, Axelrod, Sliwka – „EQ“ – #1

GRAS – Goleman, Rapoport, Axelrod, Sliwka – „EQ“ – #1

„Je mehr die Machbarkeit wächst umso größer muss unsere Verantwortung werden.“

Das ist viele Jahrzehnte alt und Horst Jonas hat damit auch heute Recht.

„Wenn alle Häuser eine Satelliten-Schüssel und einen Internet-Anschluss hätten, dann gäbe es keine Ideologien mehr.“

Das würde Sliwka heute nicht mehr so formulieren, denn Ideologien leben davon, Menschen Informationen vorzuenthalten und das funktioniert in Diktaturen auch heute noch.

Leider.

(Hintergrund: Angeregt durch einen Vortrag Sliwkas vor circa 20 Jahren habe ich mich etwas mit „EQ“ -hier- und „Tit for Tat“ -im zweiten Teil- beschäftigt. Leider findet man seine Bücher nicht einmal in der Bibliothek. Schade.)

Der Titel, ja, das ist eine „Viererkette“, die heute leider zu oft nicht auf dem Spielfeld der Gegenwart steht.

Die „Würde“ wird heute -meiner Meinung nach- immer öfter bedroht, im Internet, im Alltag, in der Politik.

Und das soll keine Jammerei sein, auch wenn es so klingt. Es ist eine Beobachtung.

Was könnte man dagegen tun?

Bildung, Menschenbildung ist notwendiger denn je, gerade in Zeiten der abnehmenden realen Kontakte im Zwischenmenschlichen.

Der Begriff der „Emotionalen Intelligenz“ ist ja seit Daniel Goleman bekannt, hier sind fünf Kriterien, die er so -oder ähnlich- formuliert hat und die den „EQ“ ausmachen:

A

Der Mensch soll seine eigenen Gefühle erkennen und benennen können.

Habe ich einen schlechten Tag, bin unruhig und genervt, dann muss mir das selbst ja als Erstem bewusst sein.

B

Mit den eigenen Gefühlen „umgehen“ können, sie nicht am anderen „auslassen“, den man verletzt indem man ihm einen Teil seiner Würde nimmt.

Dafür eignet sich heute ein Boxsack, denn wir arbeiten weniger körperlich und werden Emotionen schwerer „los“.

Ein Boxsack verzeiht viele Schläge, ein Mensch keinen.

C

Gefühle/Emotionen einsetzen können, um ein Ziel zu erreichen.

Beispiel: Bei guter Stimmung kann man etwas für das Arbeitsklima tun, bei aggressiver Grundstimmung bietet sich eher ein Besuch im Finanzamt an.

D

Gefühle und Empfindungen anderer erkennen können, wahrnehmen oder „erfühlen“.

Also merken, wie es einem anderen gerade geht, ist der verhalten, schlecht gelaunt oder etwa traurig?

Es gibt Menschen, die das nicht wahrnehmen oder nicht unterscheiden können und alles mit „der war komisch“ bewerten

Oder, als Grenzfall:

„Hey, wie geht es Dir?“

„Total schlecht!“

„Freut mich zu hören! Du, ich muss weiter, einen schönen Tag!“

…. das ist nur die Spitze des Eisberges, da hört jemand nicht zu und ist schon beim eigenen nächsten Gedanken.

E

Mit den Gefühlen anderer in positiver Weise umgehen können.

Das ist eine hohe Anforderung, weil man damit auch einem Aggressiven milde und verständnisvoll begegnen müsste.

Ziemlich schwierig, aber als Ziel keine schlechte Idee, die das menschliche Beziehungsgeflecht verbessern könnte.

–

Wenn man sich selbst -im Geheimen- nur für jeden der Bereiche von A bis E eine Schulnote geben würde, dann hielte man sich selbst den Spiegel vor.

Aber das kann auch nicht jeder, zugegeben.

Gibt man sich selbst in einem der Bereiche eine „schlechte“ Note, so wäre das ein Schritt zur Selbsterkenntnis.

Und so könnte man die „Würde“ pflegen.

Aber kann man das „unterrichten“?

Hinzu kommt, dass die, die von A bis E eine 5er Reihe haben müssten, sich mit derartigen Betrachtungen gar nicht beschäftigen und dazu auch keine Bereitschaft zeigen.

„Tschüß“ sagt die vom Wetter im ZDF.

Tschüß.

–
„peace, tranquility and EQ“ 🙂

Auf der Suche nach der verlorenen Mutter

Auf der Suche nach der verlorenen Mutter

Es war ein schwieriger Tag, ein Problem jagte das nächste.

Schon lange wollte ich einen Text darüber schreiben, was -meiner Ansicht nach- wichtig ist im „Leben“.

Und darüber, wenn man sich verhalten kann, wenn ein Mensch die Spielregeln verletzt.

Also, „högscht“ anspruchsvoll, wie Jogi Löw sagen würde.

Dann schreibt man nämlich gar nicht, wenn man so denkt. Ich denke schon lange so und schreibe nur duldsamen Kleinkram.

Morgens Schneematsch und Eis von der Nacht, damit habe ich mich zuerst beschäftigt.

Als alles draußen „rein“ und rutschsicher war, fing es wieder an zu schneien.

„Dann lieber zurück und die 9 Stockwerke saugen“ habe ich mir gesagt.

9 halbe nur.

Dabei habe ich eine kleine Mutter eingesaugt, auf Ebene 4.

Die 8 Stück waren mir zusammen mit den zugehörigen 8 Spikes eines Lautsprecherpaares unter das Bett gefallen. Von den 16 Kleinteilen hatte ich 15 gefunden.

Und beim Saugen hatte ich diese kleine Sau noch kurz gesehen, aber zu spät, sie verkroch sich rasant im Staubbeutel.

Typisch Mutter.

Dann habe ich erstmal ein Post-It auf den Sauger geklebt.

„Beutel nicht wegwerfen!“

Erst der Schnee, dann der Sauger, zum Kotzen.

„Also erstmal mit der Wäsche weitermachen“ war mein nächster Gedanke, der Hund wollte nicht raus, der wollte nur zu den Nachbarn.

Im Keller war dann Wasser von der Decke auf die Schuhkartons der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, getropft.

Sie wollte das Wasser draußen abdrehen, das ging wegen Frostes nicht, daher hatte sie eine Konservendose kunstvoll unter die Leitung gehängt, dahinein sollte es tropfen.

Aber so eine Dose ist eben irgendwann voll.

Ich wusste davon nicht, ich sehe nur in Kirchen nach oben und hoffe, dass es dann schneller endet.

Nach der Entsorgung der wachsweichen Kartons und einem Stoßgebet für 4 wertige Schuhpaare hat mich die Waschmaschine wie ein bösartiger Zyklop angesehen.

Als das dann alles fast fertig war, habe ich den Staubbeutel aufgeschnitten, eine echte Sauerei so etwas, aber Mutti war dann „schlussendlich“ in der letzten Ecke.

Einschub:
„Schlussendlich“, das sagt meine Physio jedes Mal, ich warte immer darauf. Am letzten Freitag hat sie es erst gesagt als sie schon die Türklinke in der schlanken Hand hatte. Da hatte ich schon gedacht, das Wort sei kaputt.

Ich hatte die blöde Mutter erstmal auf Ebene 3 auf den Tisch gelegt.

Stufen muss man geplant angehen, sonst schmerzen die Knie am Abend.

Sitzt man beispielsweise auf Ebene 9 unter dem Dach und es klingelt, betet man für eine Wohnung mit nur einer Ebene.

Oder für einen Fahrstuhl.

Wenn dann unten der Postbote steht und fragt „Können Sie das für Nummer 23 annehmen?“, dann weiß man, was schlimmer als ein „bad hair day“ ist.

Danach habe ich erstmal meine 3 Liter Smoothie zubereitet, Bananen, Birnen, Dosenmandarinen, Zitrone und etwas Feigenmarmelade heute.

Das mit den Mandarinen aus der Dose und den Marmeladenfeigen sage ich meiner Frau gar nicht.

Ist besser so.

Dann wollte ich endlich die Mutter zu den anderen bringen.

Aber die war weg.

Einfach weg, die Sau.

Nicht auf dem Tisch, nicht auf dem Boden, nicht im Bad. Und der Hund war ja nebenan.

Wehrsam können Muttern sein!

Zum Schluss war sie dann im Biomüll mit den Bananenschalen und dem Birnenmatsch.

Trotzdem, es gibt hier schlechtere Tage.

Und den Text, den ich ich eigentlich schreiben wollte, den verschiebe ich auf den Frühling.

„Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ hätte man auch sagen können, aber damit war einer schneller.

Leider.

–
„peace, tranquility and good will“

Loblied auf die Dummheit

Loblied auf die Dummheit

„Es gibt auch ein Grundrecht auf Dummheit“, das hat der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog gesagt.

Sicher, dumme Menschen sind anstrengend, lästig und belastend.

Die Frage ist vielleicht ebenso „dumm“:

Geht es auch ganz ohne die Dummen?

Brauchen wir -sorry- die Idioten?

Dazu ein abstruses Gedankenexperiment:
Angenommen alle Menschen auf dieser Welt wären wie der Dalai Lama, verständnisvoll, gewaltfrei in der Sprache, von hoher Moral und ausnahmslos gut gelaunt mit einem Lächeln auf den Lippen, weise und klug.

Wäre man selbst dann -egal mit welchen Eigenschaften- nicht immer das kleinste Licht auf der Torte? Der einzige, der es nicht schafft, liebevoll durch die Welt zu segeln?

Früher haben sich Schüler manchmal beklagt, ja, auch über mich, aber das ist relativ harmlos, wenn man selbst betroffen ist und kritisiert wird.

Schwieriger wird es, wenn die Deine Kollegen kritisieren, das kann dann zur Lästerei führen, das geht gar nicht.

Also gab es eine Regel, dass das berichtet werden darf, wenn es viele belastet, aber nur ohne Nennung des Namens und ohne das Fach, das der/diejenige unterrichtet.

Oft habe ich dann gesagt, weil ich mir nicht anders zu helfen wusste:

„Leute, bedenkt bitte etwas Wesentliches. Im Leben werdet Ihr zu allen Zeiten, an allen Orten immer mit einem Idioten, einem Dummen oder einem Selbstgerechten zu tun haben. Schule ist einer der ersten Plätze, an dem Ihr damit konfrontiert werdet und daran wachsen könnt. Wehrt Euch klug, aber bloß nicht verzweifeln. Die kommen und gehen, aber es werden immer andere sein, denen ihr zeitweise nicht ausweichen könnt. Idioten sind nämlich echt wichtig.“

Man stelle sich vor, die Dummen würden sich alle ihrer eigenen Dummheit bewusst und würden nun darunter leiden.

Das ist ja nur in Grenzen zu korrigieren!

Wie viele Kliniken würde man zusätzlich benötigen, um den Dummen ihre klugen Sorgen zu nehmen? Was das kostet!

Es spart viel Geld, wenn Dumme nicht leiden.

Und ausnahmsweise der Blick auf Wahlen:

AfD-Wähler mögen im Allgemeinen das Schlichte, die scheinbar einfache Lösung. Das klingt gut, ist es aber nicht. Es ist unklug, einfache Lösungen nur deshalb für richtig zu halten, weil man sie versteht.

Das heißt nicht, dass es tatsächlich eine Lösung ist.

Viele wollen auch nur „dagegen“ sein und protestieren, aber solche Vögel deshalb zu wählen, ist -leider- nicht klug.

Es ist -leider- dumm.

Wir hatten das ja schon.

Die Amerikaner haben sich eine einfache Lösung vorgestellt indem sie eine bekannte Comic-Figur zum Präsidenten wählten.

Der denkt aber nicht weiter in die Zukunft als bis zu seiner eigenen Haartolle und auch bis zu seinem Kontostand.

Zu mehr reicht es leider nicht.

Das war doch vorher bekannt!

Da kann man nur auf die Biologie hoffen und dass die beim nächsten Mal nicht eine noch schlimmere Gestalt wie diesen Vance oder Hegseth wählen.

Bitte, beide haben doch weder Moral noch Gehirn!

Dass die Russen aufwachen, daran glaube ich -leider- nicht mehr.

Wer sich für Gewalt begeistert und Krieg befürwortet und sehr schlichten Lügen glaubt, ist leider verloren.

Eine Opposition braucht Einigkeit und führende, lenkende Personen. Die sind aber fast alle ermordet worden oder sie sind geflohen.

Leider.

Sie werden für mehr als 100 Jahre daran erinnert werden.

Ein verlorenes Land, „Obervolta mit Atomraketen“ wie Helmut Schmidt einst bemerkte.

Ich kenne nur Gas, Öl und Waffen aus Russland.

Und gezuckerte Kondensmilch.

Und Wodka.

Davon brauchen die viel. Sehr viel.

Denn das ‚größte Land der Welt‘ hat keine Zukunft.

Womit denn auch?

Roman, komm‘, noch einen Satz:

„Die ganze Dunkelheit der Welt reicht nicht aus, das Licht einer einzigen Kerze zu löschen.“

–
„peace, tranquility and good will“