Das ist keine einfache Situation, aber meine Entscheidung „steht“.
Es geht hier um Fußball.
An sich könnt Ihr hier auch sofort wegklicken, es geht nur um das Runde, das ins Eckige muss.
Fast.
–
Beim Besuch Helmut Kohls bei Willy Brandt in Unkel 1992 -als Brandt bereits sehr schwer krank war-, bestand der bettlägrige Brandt darauf, Anzug, Hemd und Krawatte zu tragen.
„Herr Brandt, für mich müssen Sie doch nicht ….“ sagte Kohl.
„Wenn mein Bundeskanzler kommt, werde ich mich ja wohl ordentlich anziehen!“
„Mein“ Bundeskanzler.
Damals hatten die Stil.
„Herren“ waren das.
Und „Freunde“ waren die beiden nicht, zu keiner Zeit.
Über Jahrzehnte nicht.
Aber „mein Bundeskanzler“.
–
„Stil“, den kann ich nicht bieten.
St. Pauli, Wolfsburg und Heidenheim belegen vor den abschließenden Spielen die letzten drei Plätze in der Bundesliga-Saison 2025/2026.
Nur ein Club hat die Chance, in zwei Spielen gegen den Dritten der 2. Liga weiterhin ‚erstklassig‘ zu bleiben.
Das „Endspiel“ um den Relegationsplatz findet in dieser Woche statt.
Natürlich bin ich hier auf der Seite vom FC St. Pauli. Man könnte im Sinne Enid Blytons sagen, dass ich einer der „Fünf Freunde“ bin.
Und ich spiele nicht, aber „mit“.
Mit einem Zauber.
Warum?
„Wolfsburg“ hieß vorher „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“, ein Propaganda-Name, unsympathisch.
Danach leihte man den Namen des Schlosses in der Nähe aus.
Man nennt den VfL auch die „Wölfe“.
–
Heidenheims Name geht laut einer Theorie darauf zurück, dass die vordringenden Franken und Alamannen die früheren, nicht-christlichen römischen Erbauer als „Heiden“ bezeichneten.
Das neu entstandene Dorf an den antiken Ruinen wurde folglich als „Heim bei den Heidenbauten“ benannt.
Kurz: „Heidenheim“
Möglich, aber nicht gesichert.
Genau wie der Verbleib in der Bundesliga.
–
„St. Pauli„
Der Name leitet sich von der örtlichen St.-Pauli-Kirche ab.
Diese Kirche wurde wiederum nach dem Apostel Paulus benannt.
„Paulus“ bedeutet „klein“ und „demütig“.
Sympathisch.
Das Einzige, was mich stört am FC St. Pauli, sind deren meist -entschuldigt- kackbraune Trikots.
Regenbogenfarben, so ist St. Pauli!
Bitte ändern!
Da tobt das Leben, der Hafen, Konzerte, Touristen, Kriminelle, Regen, sogar Bob Dylan genoß 2003 St. Pauli auf seinem Fahrrad.
Nicht Wolfsburg, nicht Heidenheim.
Was spricht nun gegen die „Wölfe“ und die „Heidenheimer“?
Wolfsburg:
Schon wegen meiner Erfahrungen mit einem VW Sharan vor 20 Jahren kann ich den VfL Wolfsburg -leider- nicht unterstützen.
Ich finde die Mannschaft toll, deren Meisterschaft „kürzlich“ auch.
Wunderbar.
Aber dieses VW-Logo auf der Brust, das erinnert mich an die Abgase im Innenraum des Sharan und den „Konstruktionsfehler“ für dessen Korrektur ich dann zahlen musste.
Sorry, VfL.
Maxi Arnold ist ein toller Spieler, seit Jahren ist er das. Ich würde ihn mit zur WM nehmen.
Es ist aber möglich -ich will nicht unken-, dass Nagelsmann -ich schätze ihn- auch einmal VW fuhr.
Mein Passat hat ja schon das dritte Getriebe. Das letzte ist nicht von VW, das hält seit 180000km.
Auch gute Erfahrungen habe ich mit VW, aber die schlechten haften.
Fast wie im Leben.
Leider. Manchmal.
Der Sharan war „2. Liga“.
Das war ja „ein gutes Auto“ -wie der Meister sagte- also ist es in der 2. Liga bestimmt auch „gut“ für den VfL Wolfsburg.
Heidenheim:
Dort ist es wirklich schön, ‚in Ulm und um Ulm herum‘, geschichtlich zudem höchst reizvoll.
Baden-Württemberg, aber unweit des Freistaates nebenan. An sich „gutes Karma“, könnte man denken.
Seit 1300 vor Chr. ist die Gegend Heidenheims schon besiedelt.
Das ist also 3326 Jahre her.
Für jedes Jahr hat das heutige Stadion dort exakt 4,5 Sitzplätze.
Und es liegt in 555m Höhe über Normalnull.
Es ist das höchstgelegene Stadion der Bundesliga!
Horst Blankenburg (*1947) spielte mit Cruyff, Neeskens und Krol für Ajax Amsterdam und gewann dreimal den Europacup der Landesmeister.
Später spielte er auch für den HSV.
Hennes Weisweiler nannte ihn den „besten Libero Deutschlands“.
Aber da war ja noch ein „Kaiser“, den hätte der Hennes -klug wie er war- im Mittelfeld aufgeboten.
Ich auch.
Und Horst Blankenburg stammt aus Heidenheim.
Außerdem wurde 1974 „Großkuchen“ von Heidenheim eingemeindet.
Ich liebe Kuchen.
Und Heidenheim.
Jetzt kommt das große Aber:
In der Zeit der Hexenverfolgungen 1607-1632 wurden in 25 Jahren zehn Frauen -überwiegend auf dem Scheiterhaufen- als „Hexen“ nach Prozessen umgebracht.
In Heidenheim.
Kürzlich.
Ich schätze Frauen sehr.
Sogar die Dunklen, die mich einst verhexten.
Sorry, Heidenheim.
Auch in der 2. Liga ist es schön.
–
…. ja, auch Hamburg ist keineswegs frei von Schuld, ging jedoch angeblich -die Aktenlage ist unklar- „moderater“ vor, so zumindest die gängige, heutige Sicht auf grausame Praktiken in der Zeit von 1500 bis 1700.
Von Mitte des 15. Jhd bis Mitte des 17. Jhd wurden neben 30 Frauen als Hexen auch 7 Männer als Hexer verurteilt.
So war Hamburg.
…. und Braunschweig, Wolfenbüttel und die Wolfsburger Gegend? Sprechen wir nicht darüber. Es muss schrecklich gewesen sein.
Schlimmer als „Sharan“.
Kurz:
„Dreck am Stecken“ bei Zauberei und Hexenwerk haben sie alle.
–
St. Pauli?
Was spricht gegen St. Pauli?
Nichts.
Am Millerntor hat Prince gespielt! In den 80ern. Das lauteste Konzert, das Hamburg je erlebte.
Man hörte Prince noch in Winterhude. 8700 Meter entfernt.
So ist St. Pauli, zügellos.
Fantastisch.
–
Zuletzt habe ich den HSV durch den 3:2-Sieg über Freiburg in der 1. Liga gehalten.
Durch „Voodoo„.
Ihr solltet das mehr so betrachten wie Kinder „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler lesen.
Ich bin nur „Der kleine Hexer“.
Aber erfolgreich in diesem „Business“:
Vorher hatte ich den SC Freiburg gegen Braga ins Europa-Cup-Finale gebracht.
Ich schwächte kurzfristig Braga durch einen geheimnisvollen Zauber.
Ist eine männliche Hexe ein Hexer?
Und ich tat das, obwohl ich in Freiburg an einem dieser pittoresken, kleinen Kanäle in der Innenstadt Anfang der 80er fürchterlich auf die Fresse fiel.
Wenn das passiert, muss man eigentlich eine Freiburgerin ehelichen. Ich fand bislang nur Alexandra Maria Lara als gebürtige Freiburgerin. Leider scheint sie sich in einen anderen Stolperer verliebt zu haben.
Ein ganz großer Freund Freiburgs bin ich geblieben.
–
…. aber eben auch Hamburgs.
Und jetzt möchte ich beide Clubs aus der schönsten Großstadt Deutschlands in Liga 1 „halten“.
Der FC St. Pauli soll die Chance in den Relegationsspielen bekommen.
Es ist angerichtet.
Alles.
Voodoo.
Mir fehlen eigentlich noch langbeinige Puppen, deren Beine ich für Wölfe und Heiden verknoten wollte.
Zunächst hatte ich auch Tieropfer angedacht, aber das macht mir zu viel Blut und schmutzt ungemein.
–
Bitte?
Hat da jemand „unfair“ gerufen?
Nein, das ist es nicht!
Ich bin sicher, dass in Wolfsburg -von VW gesponsort- ebenfalls gehext wird.
Und Heidenheim?
Ja, das Stadion mag nah am Himmel gebaut sein, aber gerade in kleineren Orten wird viel ‚unter vorgehaltener Hand‘ gesagt, und da wird sicher auch Negatives gewünscht!
–
Natürlich unterstütze ich auf Wunsch auch in anderen schwierigen Fällen, kostenfrei im Fall von Schwiegermüttern und bei Schwierigkeiten mit schwierigen Lehrkräften in schwierigen ‚Schulfällen‘.
Gestern kam ich auf dem Weg in die beste Bücherei der Welt wieder an meiner alten Schule vorbei.
Ich ging auf der anderen Straßenseite, da wo früher die Bäckerei Harries war, in der ich im Chemieunterricht öfter die leeren Coca Cola-Flaschen von Herrn Dr. Neumann zurückgab und ihm dann neue mitbrachte.
Das Geld nahm ich aus seinem „Kabuff“ hinter dem Chemie-Raum aus einer Schale neben dem Aschenbecher, wenn ich das Leergut einsammelte.
Er trank recht viel Coca Cola.
Und er rauchte Gauloise ohne Filter, diese dicken aus der damals hellblauen, weichen Packung.
Diese festen Kisten später waren ja furchtbar, die blieben immer gleich groß, selbst bei einer einzigen Restzigarette.
–
Ach, ja, sorry, …. Erinnerungen … , jedenfalls saßen da drei SchülerInnen und tippten auf einem Tablet.
Auf genau den beiden Stufen vor dem Kino, auf denen ich selbst die Hausaufgaben von Sabine in Deutsch abschrieb!
Oder von Andrea in Religion.
Gute Schriften hatten beide. Ideal.
Natürlich waren leichte Variationen sinnvoll, ich will nicht von einem Upgrade sprechen, das wäre vermessen, eher eine minimal männliche Prägung sollte ein Text beim Abschreiben mitbekommen.
Blöd war trotzdem, wenn Sabine oder Andrea vorlasen, dann löste das eine gewisse Nervosität bei mir aus.
Und dann habe ich die gestern gefragt, ob sie auch gerade „Deutsch“ abschreiben.
Aber die verneinten mit einem „Nein, wir machen das selbst!“
„Mein Gott“, sprach ich, „die Jugend von heute! Wir hatten einfach mehr drauf! Effektiv waren wir, schnell und lebenstauglich! „
Eine hatte einen Mathezettel, also auf fossilem Papier, neben den Sneakers geparkt.
Da war in drei Zeilen oben je ein kleiner formaler Fehler drin, leider sehe ich das sofort.
Ich sagte aber nur „Ah, Skalare in der Analytischen! 12te Klasse?“
„Genau!“ grinste die.
Sie hatte aber Gleichheitszeichen an Stelle von „Element von“ verwendet, da will ich nicht sofort den Ex-Lehrer raushängen lassen.
Vielleicht an einem anderen Tag.
–
Heute fiel mir dann ein, dass bald Sommer ist, also das, was man hier so nennt.
Manchmal schaut er ja kurz rein, der Sommer.
Und wieder kam ich an dieser Litfaßsäule vorbei, mit der ich als Schüler kollidierte als ich einer Dunkelhaarigen auf der anderen Straßenseite nachsah.
Heute weiß ich, wo die steht.
Da strömten die SchülerInnen alle gerade in Richtung Innenstadt raus aus dem alten Gebäude mit der Mauer, auf der Tonio Kröger einst saß wie ich später und die heute auch.
Aber nur in den Pausen, nach der Schule wollte man „weg“.
Immer.
Und die fragte ich dann, ob es dieses Jahr wieder ein Musical in der Aula gibt. Im letzten Jahr hatte ich das zweimal gesehen, also mit den beiden Besetzungen.
Wir hatten keine Musicals.
Wir hatten Markow-Ketten und haben römische Grabsteine entziffert.
In Latein.
„Welches denn? Das Große war schon! Das Kleine ist im Juni!“
„Letztes Jahr war die ganze Aula voll, das war groß!“
„Mann, nein, Du (sic!), das Große ist das von der Oberstufe, das Kleine ist von der Mittelstufe!“
Eine andere sagte dazwischen: „Du (sic!) warst letztes Jahr beim Kleinen, ich habe Dich gesehen, Du hast mit Leroy gesprochen, der war der Zauberer! Ich war auch dabei.“
„Beim zweiten Mal war aber Lena der Zauberer!“ musste ich angeben.
„Voll.“
Die wussten die Termine nicht, ich soll Anfang Juni fragen und die Karten vorher kaufen, weil das sonst ausverkauft ist.
Man kann ihn unterschiedlich nutzen, zum Lesen, also eher sinnbefreit in diesem Fall.
Er hat weder Ziel noch echten „Gehalt“, also wie alle anderen hier.
Man kann ihn auch -beispielsweise- einem zu selbstbewussten Mann diktieren, wenn man intensiven Streit auf elegante Art und Weise anderweitig nicht so hinbekommt.
Dann habt Ihr mal „Lehrerfeeling“ beim Fehlerzählen.
Vermutlich habe ich selbst auch Fehler gemacht. Das wäre schön.
„Upgrades“ wären mir willkommen, aber nur leichte Hürden aufstellen, bitte, es soll ja demoralisieren, möglichst ohne Fremdwörter wie ….. „demoralisieren“ oder gar „Hormus“.
Also, „here we go“:
Unser Betrieb in Mayen bildet Lehrlinge aus, das macht unser „Zwölfender“, der Gerd aus Hamburg-Wandsbek, er ist noch nicht berentet.
Zur Zeit lernen nur Geert aus Eindhoven und Gerit aus Peenemünde bei uns.
Durch Mayen in Rheinland-Pfalz fließt ja nicht der große Main sondern nur die beschauliche Nette, aber Wassernähe hilft allgemein ungemein, „auch dem Seelenleben“, sagt unsere Kauffrau Gerrit.
Geert hat heute mit einem Rechen die Blätter auf der Grünfläche zusammenharken müssen, auch auf Gerds Betreiben hin, denn Geert war des Öfteren morgens zu spät.
Davon wäre die Pädagogin und Hochschullehrerin Walter-Laager aus der Schweiz nicht so begeistert. Andererseits ist so eine Maßnahme auch nicht gleich ein Grund für Belehrung oder gar Häme.
Gerit hat derweil die Belege im Lager sortieren sollen. Das sollte sich rächen, weil sie nicht zusätzlich nach Datumsangaben abheftete, sondern nur nach Firmennamen vorging.
Diese Masse an Belegen, auch über Bremsbeläge, hatten wir gar nicht im Blick.
Von dieser „Ordnung“ war Gerd im Nachhinein nicht sehr angetan als er aus dem länglichen Außenlager mit den ganzen Bremsbelägen zurückkam.
Wir liefern ja weltweit, meist via Schifffahrt in Richtung Asien beziehungsweise Afrika.
Nebenbei: Wir haben mehrere Lager, die kaufmännische Verwaltung -und dort speziell Gerrit- spricht von „Lägern“, was für Geert und Gerit zunächst sehr ungewohnt war.
Besonders umfangreich war der „Packen“ an Rechnungen von „Léger“, einer Firma in Leger, dem Ortsteil von Lenggries.
Die gehört einem Nachkommen von Fernand Léger, dem französischen Maler, der Mitte der Fünfziger bereits verschied. Der liebte nicht nur Keramik und Graphik, sondern auch seinen Citroën.
Leider konnte er keinen „DS“ mehr bewegen, der oder die hätte ihm wohl gefallen.
Man nannte den „DS“ ja „die Göttin“.
Es ist „das“ Auto, „der“ DS, aber „die“ Göttin.
So ein Citroën war schon vor 70 Jahren divers!
Gerit wird nie Gerds Göttin werden.
Bei Geert schaut Gerd leider oft nicht so genau hin, der ist nämlich auch kein Gott der Lehre.
Unser Gert aus Negernbötel bei Bad Segeberg, der jetzt Geselle ist, hat sich damals anstelliger gezeigt und schneller angepasst.
Besonders rein war der Rasen nämlich später nicht. Und den Behälter hat Geert zum Schluss auch nicht geleert.
Gerd war außer sich.
– Lutz hat meine Zeichensetzung vor „sondern“ zweimal korrigieren müssen.
Das wird jetzt lang, immerhin hat ein Mensch eine Körperoberfläche von schätzungsweise 1,5 bis 2 Quadratmetern, abhängig von Körpergröße und Umfang.
Menschen sind sozusagen zwischen Liechtenstein und Russland anzusiedeln, rein flächenmäßig.
Jedenfalls habe ich nach dem Winter immer an der rechten Hand teilweise aufgerissene Fingerkuppen, der Nagel des Mittelfingers hebt auch leicht ab. Das ist eine recht schmerzhafte Angelegenheit, wenn man irgendwo anstößt und erklärt fürchterliche Foltertechniken nachhaltig.
Meine Apothekerin hatte mir deshalb bereits eine Fußcreme verkauft, sie nannte das einen „off-label-use“.
Die hat „Ahnung“.
Der Fettgehalt für Füße ist höher als für Hände. Eine höchst schmierige Angelegenheit.
Nervig, wenn man dann an der Stereoanlage Fettflecken hat.
Die Hautärztin meinte, ich solle das genauso weitermachen.
Beide -Apothekerin und Ärztin- fragten, warum meine Hand so übel aussieht und ich erklärte, dass ich Autos reinigen muss und das Haus sauber halte. Meine Pfeife putze ich mit preiswertem Whiskey, und Isopropylalkohol nehme ich für das Mundstück.
Kalk entferne ich mit Zitronensäure aus einer 1-Liter-Flasche.
„Warum tragen Sie keine Handschuhe beim Putzen?“
Das haben beide gefragt.
Meine Abneigung gegen „Warum“-Fragen ist an sich weitläufig bekannt.
„Bitte, ich komme doch nicht zu Ihnen, um die Texte der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, nochmal zu hören! Helfen Sie mir, bitte!“
Die Ärztin sagte: „Hören Sie doch einfach auf Ihre Frau.“
Sie heißt Cheyenne Wankelmut-Stürmer.
Ja, die Zeiten sind so, mittlerweile werden Kevin und Charlene auch ‚Arzt‘.
Gewöhnungsbedürftig.
„CWS? Mensch, das kommt mir bekannt vor!“, sagte ich grübelnd.
„Ja, vom Papierhandtuchspender auf der Toilette!“
Das nennt man einen ‚Fauxpas‘.
Deshalb habe ich auch dem ‚computerbasierten Hautscreening‘ acht Wochen später zugestimmt, einfach, um sie zurückzugewinnen.
Ich war 5 Jahre lang nicht zu ihrem Kollegen gegangen. Die Wartezeit ist damals lang gewesen und es gab nur „Gala“ und „Petra“ im Wartezimmer. Keinen „Kicker“, keine „auto, motor und sport“.
Mein Hausarzt hat ‚alles‘, was ein Mann beim Warten braucht.
Alles.
Da bin ich oft und gern.
Blöderweise hatte ich ihr noch gesagt:
„Mit so einem Namen wird man nicht Arzt, damit geht man ins Finanzamt, denn niemand kann sich für Beschwerden Ihren Namen merken!“
Die ist noch jung, ich wollte ihr etwas ‚mitgeben‘, glaube ich, das versuchen alte Männer bei jungen Frauen, leider.
Ihre Unterschrift ist echt kurz.
Wie „Steno“.
Gute Ärzte haben immer grauenhafte Unterschriften. Dafür müssen die an der Uni einen Kurs belegen.
„Die Arztsignatur, ab 8. Semester, Seminarveranstaltung, Montag 8:00 c.t.“
Beim Hautscreening haben sie sich für alles gerächt:
Erst musste ich mich ausziehen und die junge Mitarbeiterin blieb trotzdem im Raum und bediente eine Kamera.
Dabei konnte ich -ohne Brille, klar- die farbigen Markierungen auf dem Boden nicht erkennen, die verschiedene Stehpositionen vorgaben und musste „runter“ in die Hocke zum Lesen.
Unpraktisch.
Dann wieder anziehen und draußen warten.
30 Sekunden.
Dann ging die nächste Tür auf.
Cheyenne Wankelmut-Stürmer.
Sie sagte: „Ich sehe mir das alles noch mit der Lupe an, legen Sie bitte alles ab.“
„Mann, schon wieder? Ich hätte doch auch in Unterhose rüberkommen können!“
„Herr Bruno, das hier ist kein Schwimmbad!“
–
Wenn Nick Woltemade mal heiratet und seine Zukünftige heißt „Stürmer“, soll er dann „Nick Stürmer-Woltemade“ nehmen oder „Nick Woltemade-Stürmer“?
Ich saß im Wartezimmer und versuchte, nicht ständig auf die Uhr zu schauen. Dieses typische Hautarzt-Licht – zu hell, zu weiß – ließ alles irgendwie noch nüchterner wirken. Neben mir blätterte jemand lustlos in einer zerlesenen Zeitschrift, irgendwo summte ein Gerät.
Als ich aufgerufen wurde, war da dieses kurze Zögern. Nicht aus Angst, eher aus diesem leichten Unbehagen vor etwas, das man zwar kennt, aber nie wirklich gewohnt wird.
Im Behandlungszimmer ging alles schnell. Freundlich, sachlich, routiniert. „Einmal bitte komplett freimachen“, sagte die Ärztin, als wäre es das Normalste der Welt. Und wahrscheinlich ist es das auch – für sie zumindest.
Ich stand einen Moment allein da, mit meinen Gedanken und diesem leisen Gefühl von Verletzlichkeit. Kleidung ist eben doch mehr als nur Stoff. Sie ist irgendwie auch Schutz, Rolle, Abstand.
Als ich dann auf der Liege saß, war es plötzlich weniger seltsam als gedacht. Die Untersuchung war gründlich, konzentriert, fast schon mechanisch. Kein Blick zu viel, keine unnötigen Worte. Einfach ein Job, der gemacht wird.
Beim zweiten Termin war es dann anders. Nicht leichter unbedingt, aber vertrauter. Ich wusste, was passiert, wie es abläuft. Dieses Ungewisse war weg, und damit auch ein Großteil der Anspannung.
Interessant eigentlich, wie schnell sich Grenzen verschieben können, wenn man merkt, dass sie respektiert werden.
Auf dem Weg nach draußen, wieder angezogen, wieder „ich selbst“, fühlte sich alles fast normal an. Als wäre das Ganze einfach nur ein weiterer Punkt auf einer Liste gewesen.
Und vielleicht war es das auch.
–
Nein, das habe ich nicht geschrieben, das ist eine sehr gut geschriebene Kurzgeschichte von Chat GPT.
„Schreibe mir eine Kurzgeschichte im Stil des Blogs von ‚maddin61‘ über das zweimalige komplette Ausziehen beim Hautarztbesuch“, das war die Aufgabe.
Wirklich hübsch. Leider an vielen Realitäten vorbei, aber man muss auch nicht in jedes Fenster schauen.
Boah, jetzt muss ich meine eigene Version auch schreiben, das wollte ich eigentlich gar nicht.
Nun gut, es ist egal, ob Ihr das lest, es hat nämlich nichts gebracht.
Der HSV hat zuhause gegen Eintracht Hoffenheim verloren.
VfB Hoffenheim?
Borussia Hoffenheim?
Egal.
TSG 1899 Hoffenheim!
Ich musste das heraussuchen.
Im örtlichen Dialekt nennt man den Stadtteil von Sinsheim kurz einfach „Hoffe„.
Hoffenheim wurde erstmals 773 als „Houaheim“ im Lorscher Codex erwähnt, Volker Kauder (*1949, CDU) stammt aus „Hoffe„, es gibt dort auch ein Schreibmaschinenmuseum, ja, und die TSG.
Sorry, das war’s.
1:2, ein eingewechselter Spieler soll -nach Aussage meines Nachbarpaares- das Siegtor für „1899“ erzielt haben.
Zugeben sollte ich, dass es mir in der Bundesliga relativ gleichgültig ist, wer welches Spiel gewinnt.
Wenn ich eines sehe, ist mir ein schönes Spiel lieber als eines, in dem sich ein Club aus dem Norden durchsetzt.
Das bleibt bitte unter uns.
Meine Nachbarn sehen jedes Heimspiel live im Stadion.
Und wenn der HSV verloren hat, dann verblasst deren Lächeln leider wie eine Erinnerung an das HSV-Gründungsjahr 1887 oder gar wie in der unsäglichen Zeit des HSV in der zweiten Liga.
Eine Großstadt, die schönste in Deutschland, und dann das …… das war grausam.
Und jetzt kommt mir nicht mit „es ist doch nur ein Spiel“!
Man stelle sich Real Madrid, Paris St. Germain oder Arsenal London in der zweiten Liga vor!
Das ist nämlich vergleichbar.
München gehört ja zu einem Freistaat, mit dem FC Bayern müsst Ihr nicht um die Ecke kommen.
–
Und weil ich kürzlich mit einem alten Voodoo-Priester aus Mittelamerika sprach, empfahl er mir eine „Maßnahme“ zur Schwächung des Gegners des HSV.
Leider fand ich am Straßenrand zu diesen Zwecken nur ein niedliches, weiches Schwein, das ich -gezwungenermaßen- nach einer Dusche nutzen musste.
Also ich duschte das Schwein, nicht mich.
Ich habe einfach nichts, was typisch für Hoffenheim ist, ich liebe aber Hoffenheim und deren Ballspiel im Besonderen.
Übrigens hat der Autohof Sinsheim sehr saubere, gepflegte Duschen für LKW-Fahrer, preiswert zudem.
Mit Fön.
Aber ich schätze eben auch das herzliche Lachen von Nachbarn nach siegreichen Spielen im Volksparkstadion, das war sozusagen meine Zwickmühle.
Keine Ahnung, wie das Stadion in Hamburg zur Zeit heißt.
Als Peter Hidien in den 70er Jahren im Nebel das 1:0 gegen Bayern München schoß, war ich im Stadion. Das Tor sah ich mir später im Aktuellen Sportstudio mit Harry Valerien an.
Der Nebel in der Realität war echt dicht.
Es war mein vorvorletzter Besuch dort. Danach kamen nämlich noch Bruce Springsteen und Taylor Swift. Zu Roland Kaiser habe ich es nicht geschafft.
Die „Maßnahme“ vom Samstag für den HSV -Ihr seht ja das Bild- fand ich zunächst „unsportlich und unfair“, aber der Voodoo-Mann mit großer Lebenserfahrung antwortete süffisant:
„Warum? Das machen die anderen doch auch!“
–
Einschub:
Erinnert sei an dieser Stelle an das WM-Halbfinale von 2014.
Brasilien vs Deutschland im Maracana.
Früher passten dort 200.000 ZuschauerInnen hinein, sagt man.
Brasilien spielte ohne seinen ansonsten sehr häufig „Bodenkontakt“ suchenden Star Neymar.
Er hatte „Rücken“.
Trotzdem fürchtete man die Deutschen so, dass ein Voodoo-Priester die deutschen Spieler verhexen sollte.
Er tat dies auch: Puppen wurden mit Fotos der Spieler markiert und die Beine der Puppen wurden verknotet.
Das sollte sich auf die deutschen Spieler übertragen, so der nachvollziehbare Grundgedanke der Hexerei.
Hauptopfer war Thomas Müller, der am meisten gefürchtete Spieler, trotz Özil, Klose, Kroos und Schweinsteiger.
Der Müller wurde im eigenen Land als „Stolper-Müller“ oder „Spargeltarzan“ verunglimpft. Der Brasilianer versteht leider deutlich mehr vom Fußball und drohenden Gefahren.
Das Ergebnis von 1:7 war ein Desaster, Müller machte das erste Tor, sogar trotz seiner „Knoten“ in den Beinen.
Es stellte sich heraus, dass der Voodoo-Priester -mit hellem Hut hier auch im Bild zu sehen- deutsche Vorfahren hatte, was dazu führte, dass seine Hexerei offenbar die Falschen traf.
Kurz: „Shit happens“
Ende Einschub.
–
Ähnlich lief es -leider- mit meinen Nachbarn nach dem Spiel:
„Mann, 11 Nadeln! Du musst doch an Auswechslungen denken! Die brachten denen den Sieg!“
„Und der Trainer? Was war mit dem Trainer? Vorher überlegen, wer wichtig ist! Bitte! Mehr Nadeln! Oder nimm‘ Nägel!“
Und wenn Ihr jetzt denkt, das wäre alles Quatsch, dann weise ich darauf hin, dass Voodoo teilweise eine anerkannte Religion ist, in Benin zum Beispiel. 90% der Haitianer bekennen sich -neben anderen Glaubensrichtungen- auch zum Voodoo-Kult.
Mit langen, ausschweifenden Erklärungen will ich nicht langweilen, mein Scheitern mit ersten Schritten im „Voodoo“ war hier lediglich kleineren Fehlern geschuldet.
Nicht immer muss ich Misserfolge verarbeiten:
„Viktor Orban“
Die Ungarn haben ihn abgewählt, richtig.
Endlich!
Aber wie schwach er am Vortag wirkte und seine letzte Rede -schwitzend und stockend- hielt, das solltet Ihr Euch ruhig einmal fragen.
Hexerei!
Mit einem Foto auf einer Puppe, am Freitag, zwei Tage vor dem Wahltermin.
Und mit Stecknadeln.
Tja.
Es gibt hier im Hause nämlich keine ungarischen Vorfahren.
–
Die Zwischenwahlen in den USA finden bald statt.
Mir fehlt eine blonde Puppe mit orangefarbenem Gesicht.
Giovanni di Lorenzo hat in einem Podcast die schönste Geschichte seit langer Zeit erzählt. Zumindest habe ich länger keine schönere gehört oder gelesen.
Man muss hier aufpassen:
Giovanni Di Lorenzo ist nämlich ein italienischer Fußballspieler. Giovanni di Lorenzo, das ist der bekannte Journalist.
Eigentlich hätte er das große „D“ verdient. Auf der anderen Seite rückt es ihn aber schnell in gewerkschaftliche Hemisphären. 🙂
Jedenfalls wurde er, GdL, als junger Journalist bei der ‚Süddeutschen‘ von einem Manager in Abständen auf einen Bürokaffee eingeladen.
Und der Manager sagte, hier sinngemäß aus der Erinnerung:
„Wissen Sie, wenn jemand gut ist und wünscht sich einen Kanarienvogel für sein Büro, dann kaufe ich dem zwei. Oder drei. Und wenn der das will, dann lasse ich sein Büro auch noch in Gelb streichen. Wenn der gut ist.“
Pour une raison ou une autre, j’ai dit cela à Ira, qui s’est légèrement indignée, car elle trouvait cela « négatif ».
Ce n’était pas du tout ce que je voulais dire.
« Gris » est en effet un vaste champ allant d’un blanc légèrement sale à l’anthracite, en passant par un noir presque pur qui scintille légèrement au soleil. Un blanc innocent et pur est tout aussi rare qu’un noir profond, d’un point de vue purement pratique.
Ces deux extrêmes n’existent peut-être pas du tout, ou alors très rarement, dans des situations exceptionnelles. Un simple hoquet le matin suffit à gâcher une matinée de bonheur absolu, et un chien qui remue la queue suffit à illuminer un instant de noirceur.
La vie est donc, dans le sens positif du terme, grise !
En fait, j’ai toujours deux billes, une noire et une blanche, dans la poche droite de mon pantalon. Avec la petite, on peut faire des petits jeux, par exemple pour savoir qui doit aller chercher la bouteille d’eau à la cave. On peut aussi jouer à la pétanque avec une pierre comme « cochonnet » ou voir qui peut faire rouler sa bille le plus près du mur. Elle veut toujours la noire. On peut aussi s’amuser tout seul avec. C’est généralement agréable d’avoir quelque chose de lisse et de doux entre les doigts. Les billes sont meilleures que les briquets pour ça.
De temps en temps, j’offre ces deux billes à des amis. Après une journée sans billes dans mon pantalon, je dois absolument m’en procurer deux nouvelles.
J’en offre parfois aussi à des artistes après un super concert ; bref, j’en ai toujours sur moi, notamment pour les offrir. Certains en sont tellement ravis qu’ils les gardent, ce qui me fait plaisir à mon tour et égaye encore un peu plus mon quotidien. Patti Smith en a par exemple, tout comme Frazey Ford, Lucinda Williams et Margo Timmins du groupe Cowboy Junkies. Et bien sûr, Andrea Schroeder et Hannah Aldridge. Désolée, Kacey, tu n’en as pas.
En revanche, elle a Antonia du « Lutopia Orchestra » ! Les comédiens et comédiennes de théâtre en ont aussi.
Hannah aurait mérité toute une poignée pour diverses raisons.
Cela irrite plutôt les hommes.
Jamais les femmes.
Manfred est une exception masculine : le briseur de barrières.
Jerry Leger aussi, mais lui a reçu les billes du « petit enfant ». Il ne faut pas sous-estimer l’importance de la jeunesse féminine dans les réactions masculines.
Jamais.
Quand on demande aux gens où ils se situent actuellement dans leur vie, entre le blanc et le noir, la plupart se placent au milieu, tantôt légèrement à droite, tantôt plus à gauche, c’est-à-dire vers le gris plus clair.
Peu importe où ils se « placent », ils ont toujours l’air sérieux et pensif.
Marc a dit : « Attends, je le ferai après la première bière, une blonde, s’il te plaît. »
C’est comme ça, les garçons.
Le noir et le blanc sont des extrêmes qui, pour moi, n’ont de sens qu’ensemble.
Après plusieurs jours de blancheur, la bille noire nous rappelle qu’elle existe toujours. Et quand tout est très sombre, ce petit espoir blanc est d’un grand réconfort.