
Quickie – Der Espresso
Ja, am Morgen, vor dem Frühstück in Jogginghose, da muss es ein Espresso sein. Der Hund liegt -noch müde- draußen daneben auf seiner Bank und schläft.
Nachdem ich ihn etwas weggedrückt habe, reicht der Platz sogar für uns beide.
Der stählt für die Widrigkeiten des Tages. Also der Espresso. Ja, der Hund auch.
Rote Ampeln zum Beispiel, eine typische „Widrigkeit“.
Ich trinke einen ‚doppio‘ mit „zucchero doppio doppio“.
Aber aus einer Tasse, es bleibt also einer.
Wenn ich dann -das Geschäft des Tages- Instagram, Facebook oder Threads öffne, schlagen mir die roten Ampeln in Worten entgegen.
„Welches ist das schlechteste Live-Konzert, das Du je gesehen hast?“
„Sei ehrlich, was war Dein unzuverlässigtes Auto?“
„Die übelste Platte aller Zeiten, sei ehrlich!“
„Die Rechnung im Restaurant beträgt 79,20€. Wieviel Trinkgeld gibst Du?“
„Der schlechteste Kanzler aller Zeiten ist? Sei ehrlich!“
Es ist zum Haareraufen, wenn man diesen Quatsch mitmachen würde, aber auf so etwas gibt es durchaus mehrere Hundert Kommentare.
Natürlich beharken die sich dann auch noch gegenseitig. Irre.
Wie eine Schlägerei am Morgen mit Wortkeulen.
Zu Themen zum Gähnen.
„Sei ehrlich“, da rollen sich meine Fußnägel schon hoch. Es ist doch klar, dass gelogen wird.
Wäre man immer ehrlich, das Leben könnte kürzer sein. Vor allem, wenn man ehrlich zu einem 130kg Hünen mit einem Baseballschläger in der Nordkurve von Schalke 04 ist.
Also richtig ehrlich.
Niemand fragt nach der besten Platte aus den 70ern.
Oder der aller Zeiten.
„Blood On The Tracks“
Klar soweit?
Das Negative bekommt mehr Reaktionen und Klicks. Und es verschlechtert die „Stimmung“.
Und politisch läuft das auch so, rumjammern, negativ posten und Klicks sammeln.
Das machen die auf der linken Seite mit lächerlichen Aktionen im Bundestag auch, nur damit sie mit einem albernen Video ein Posting absetzen können.
Armselig.
Auf der anderen Seite -sorry- haben wir in Blau ja eine Sicht auf Menschen, denen man jeden Mist zutraut, aber keinen Schulabschluss.
Trump, auch ein blauer Vogel, hat die Preise für Medikamente um „200 bis 300%“ gesenkt, wie er prahlte.
Der würde nicht einmal Mathenatik der 7ten Klasse überleben, der „Prahlhans“, wie man früher sagte.
Aber mancher ist so blöd, dass er gar nicht merkt, wie peinlich das eigentlich ist.
Und trotzdem glauben das „Menschen“?
So, jetzt war das leider der „Depresso“ am Morgen, aber Ihr könnt ja noch einen Espresso hinterherschieben.
Es gibt auch ansonsten ganz normale, nette Menschen, denen rote Ampeln im Leben immer auffallen, aber kaum die Grünen.
Jede Kleinigkeit wird thematisiert, das muss wirklich schwer zu leben sein, so ein Leben im Rotlicht.
So und jetzt habt Ihr einen Text gelesen, der das Negative beklagt, aber auch nichts Positives beigetragen hat.
Das meine ich. 🙂
Guten Morgen allerseits.
–
„peace, tranquility and good will“
„Preissenkung um 200 bis 300 %“. Göttlich! Würdig eines jeden AfD-Wählers. Oder auch Abgeordneten.
Zum Social-Media-Geschrei: O ja, lustig bis peinlich. Ich behandelte das mal in einem Blogbeitrag, den ich jetzt nicht so schnell finde, auch egal, weil Thema ja weithin präsent.
Der Berliner „Tagesspiegel“ sperrte damals die Kommentar-Funktion, weil sich die Schreiber zankten wie Kesselflicker, mit fortschreitender Eskalation Lichtjahre vom eigentlichen Thema entfernt.
Es war so ziemlich zum Kaputtlachen.
Da heute die AfD-Wähler mit ihren zwei bis drei IQ-Punkten die Facebook-Kommentare dominieren, ist das Lachen vorbei.
Es bleibt die Hoffnung, dass sie (nebst ihrer AfD-Sekte) bald verschwinden. Schönes Wochenende von Tarzan.
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