Unsere SPD

Unsere SPD

Kürzlich hat ein Late-Night-Talker in den USA Melania Trump als „seine zukünftige Witwe“ bezeichnet.

Böse.

Darf man -wenn man kurz „böse“ sein will, die SPD als „zukünftige Splitterpartei“ bezeichnen?

An sich wird die ja wirklich dringend gebraucht, aber leider nicht so wie sie derzeit ist.

Zur Zeit ist sie nah an der „Todeszone“.

Da wird doch schon mit Holz gezimmert.

Wenn man wie „Aktentasche“-Scholz einen Wahlkampf unter dem Motto „Respekt“ führt, dann passt es nicht so gut, wenn man den Gegenkandidaten als „Fritze Merz“ abkanzelt.

Nicht, dass Merz jetzt mein „Bro“ wäre, aber gewisse Widersprüche stelle ich -leider- fest.

Jetzt soll ja der neue SPD-Schlager „Bezahlbarkeit“ werden, „Erschwinglichkeit“, beides eher Begriffe, die sperrig sind.

Aber auch nicht falsch.

Nun läuft das zum Teil aber unter dem Begriff „Affordability“. Das hat der alte und neue US-Präsident auch schon gemacht, der neue Bürgermeister in NYC führte damit seinen Wahlkampf sehr erfolgreich.

Ob das von einer Werbeagentur stammt, in der 22jährige bei Red Bull „griffige Slogans“ diskutieren?

„Man weiß es ja nicht“, sagte das kleine Kind bevor es zur Schule ging.

Ein kleiner Unterschied zu den USA und dem UK ist nämlich, dass dort Englisch gesprochen wird.

Ob die -ehemalige- Klientel der SPD sich von „Affordability“ angesprochen fühlen wird, das steht nämlich nicht in den Sternen, es entscheidet sich mit einem Bleistift in einer Wahlkabine.

Und dort könnte es sein, dass die Ex-SPDler dann bei Parteien ihr Kreuz machen, die weit entfernt links oder rechts sitzen und das „Deutsche“ betonen.

Das mit „Affordability“ ist -auf Deutsch- nämlich kein guter „Move“ :-).

„BB“ ist positiv besetzt, zumindest bei Männern.

Brigitte Bardot!

Jetzt tritt aber als neue „BB“ -Bärbel Bas- oft ins Rampenlicht.

Die wird heftig kritisiert, genauso wie Frau Reiche. Das sind aber die Frauen in Ministerämtern, während die Jungs -meiner Wahrnehmung nach- auch vergleichbar herumstümpern, dies jedoch weniger unter scharfen Giftpfeilen.

Weil es Männer sind?

Außer Pistorius, der allerletzten Hoffnung der SPD.

Ich muss mir immer wieder sagen, dass der nicht von der CDU ist, der spricht nämlich nicht sehr sozialdemokratisch, der spricht klar, deutlich, nachvollziehbar und verständlich.

Auch dann, wenn es weh tut.

Das mögen „die Leute“. Ihn auch. Deshalb.

Weh tut einem auch der Kanzler, der ist rhetorisch ein Top-Mann, auch teilweise sehr emotional -was nicht immer von Nachteil ist- , aber der ist kein Mann, den ich gern in meinem Team beim Fußball hätte.

Der würde mir immer zeigen, wohin der Ball soll. Aber schon ich habe eigenwillige Füße, die machen nicht, was andere sagen.

Und so ist das auch in der CDU, die haben auch links und rechts breite Beine, die schon scharren.

An sich ist der Friedrich ja typmäßig ein ganz anderer Mann als der Olaf, der zunächst Helme in die Ukraine schicken lassen wollte, zur ‚Verteidigung‘, als ‚Beitrag‘.

Ein kühler Kopf, wenig mitreißend, aber -leider- auch noch ein „Schisser“ bei Entscheidungen.

„Zeitenwende“ klang super, mutig, aber auch die wurde zunächst eher zu einem Querpass.

Olaf will ich auch nicht im Fußball-Team haben.

Der spielt mir zu oft zurück oder quer. Ich brauche Leute mit dem „Drive“ nach vorn und niemanden, der nach dem Spiel genau weiß, warum wir verloren haben, aber vorher keine einzige Grätsche an der Eckfahne einsetzte.

Friedrich kann echt nerven, aber der ist schon alt Kanzler geworden, der will gar nicht wiedergewählt werden. Das ist eine nicht zu unterschätzende „Chance“ für notwendige, bittere Entscheidungen.

Es bleibt abzuwarten, ob der Lange aus NRW oder der eher Stille aus dem hohen Norden, die ihn an der Seite der Grünen beerben werden, das wieder zurückdrehen, weil sie jung sind und auf eine Wiederwahl spekulieren.

Aber das werden die nicht. Mit den Grünen schon gar nicht. Die haben die „Zeichen der Zeit“ besser erkannt als die große, alte Dame SPD.

Die der nächsten Regierung werden die alten Fehler der SPD zuschieben, wenn die für eine Rolle als Oppositionspartei beim nächsten Wahlgang überhaupt mehr als 5% bekommen sollte.

Nun, so schlimm kommt es nicht.

Es kommt in Sachsen im Herbst vielleicht erstmal noch viel, viel schlimmer.

Und deshalb sollten die sich alle mal „am Riemen reißen“, sich breit machen im Mittelfeld und dem frechen, dummen Sturm der Blauen die Stirn bieten.

Gemeinsam.

Mit Offensivspiel.

Und ohne Wählerschelte.

Die geht nämlich hinten rein.

Wie in den USA und unter Umständen bald in Frankreich.

Was hülfe den Parteien im „Mittelfeld“?

  • Erste Idee

Erstmal vernünftige Arbeit in den Sozialen Medien!

Die Rechten und Linken haben das längst begriffen, dass man dort junge Wählerinnen findet und nicht bei „LIMM“, bei Lanz, Illner, Miosga und Maischberger.

Das sehen junge Leute schon lange nicht mehr.

Jede Provokation im Bundestag von links wie rechts wird mit tausendfach geklickten Videos von jungen Menschen gesehen. Dazu schnelles Sprechen und ein paar Tattoos, schon wird man in der Altersgruppe 18 bis 25 stärkste Partei.

Nein, die sind nicht „dumm“, die so wählen, die sehen nur das.

Da muss man mal anfangen, mit diesem „Internetz“, SPD. Leider brauchen die ja überwiegend schon ein Senoirenhandy mit großen Tasten.

In der CDU auch.

  • Zweite Idee

Junge, kluge Frauen gibt es viele, von Maja Göpel bis Florence Gaub. Von Sanna Marin über Kaja Kallas bis zu Arden in Neuseeland.

Aber nicht in den Parteien des Mittelfeldes, da bestimmt „oben“ die Männerwelt Ü50 die „Geschicke“ mit ihren Machtbasen in den Parteien.

Wo sind die Marins hier?

Die würden viel verändern, sehr viel. Man muss sie nur „finden“, „haben“ und vor allem „lassen“.

Zur Zeit ist die SPD an „Bräsigkeit“ kaum zu überbieten. Da hilft es auch nicht, ständig das Erbe von Brandt und Schmidt zu zitieren, danach kam nämlich nicht mehr viel.

Klingbeil, den spielen junge Leute in doppelter Geschwindigkeit ab, sonst schlafen die ein.

Und „Acker“ Schröder habe ich dabei nicht einmal erwähnt. Der peinlichste denkbare ExKanzler, der schadet der SPD und dem Land.

Er braucht das Russen-Geld.

Armselig.

–

…. und jetzt kommt mir bloß nicht beim „Frauenthema“ mit der Neu-Stalinistin Reichinek und Massenmörder-Putins ur-deutschen Mädchen in Blond rechts und ihrer dunklen Parallele beim BSW.

Furchtbare Gestalten. Beide.

Wobei die Blonde ja nur eine Steigbügelhalterin des anderen ist, dieses Nazis. Der Maler ist nur als bürgerliche, strunzdumme Fassade dabei.

Unfassbar.

„Tino, das verstehst Du nicht“, das ist ein Standardsatz bei ‚Blau‘, wenn er nachfragt.

Ich werde Hubert Heil ewig dankbar sein für das zarte Streicheln des Knies des Malers im TV und den Satz:

„Sie wissen doch gar nicht, was ein ‚Mythos‘ ist.“

–

Das habe ich eben alles im Auto schnell getippt, mit offener Fahrertür und gesenktem Kopf mit Blick auf dieses Mobilgerät.

Zwei Personen haben angehalten und gefragt, ob alles „ok“ sei.

Offenbar sah ich aus wie ein Toter am Steuer.

Ich bin aber nicht tot.

Bei der SPD ist es anders herum:

Die ist tot, aber niemand sieht es.

–
„peace, tranquility and good will“

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