Gewohnheiten

Gewohnheiten

Ja, richtig, wenn ein Automobil eine Getriebeautomatik hat, dann fahre ich nur mit einem Schuh. Ich habe nämlich einmal nach den ersten 200 Metern in Andalusien vor einem Kreisverkehr die Kupplung durchgetreten.

Da war aber gar keine, sondern das breite Bremspedal. Viel zu breit, das Ding.

So ein Franzose bremst wie ein Vampir vor einer Knoblauchzehe.

Oder eine Rückfahrkamera im Auto: Ich sehe nach hinten beim Einparken! Da fahre ich doch hin! Ich würde nie auf das Bild einer Kamera schauen, ich kann mich nämlich noch umdrehen!

Könnt Ihr Euch leicht „umstellen“?

Oder bei Lidl, da konnte ich einmal die Eier nicht finden. Und als ich die stellvertretende Filialleiterin ansprach, weil die Eier nicht am gewohnten Ort standen, da beschied sie mir, dass das drei Jahre her ist, dass Eier dort standen, wo ich sie suchte.

Also die Eier, nicht die junge Frau.

Und jetzt hatte „mein Rewe-Markt“ fünf Wochen lang geschlossen, weil da alles erneuert worden ist. Wirklich alles.

Die Regale sind jetzt schwarz, die Fliesen neu, die Decke leuchtet in einem Weiß, das noch weißer ist als das Weiß der Augen von Miley Cyrus!

Mein Normanne, der hat sich nach einem „Ja, schön“ gleich kritisch geäußert, weil er meinte, dass man jetzt den „Weg nicht mehr abkürzen kann“ und bis zur Fleischtheke am Ende durchgehen muss, wenn „man zum Carlsberg-Bier will“.

Man kann aber nach 15 Metern vor den Brötchen links abbiegen und kommt schnell zur Kasse und zu den Getränken.

Das ist wie bei IKEA, aber man muss so ein „Auskenner“ wie ich sein.

Jedenfalls finde ich da jetzt gar nichts mehr ohne menschliche Hilfe.

Und das obwohl dort Ordnung herrscht.

Aber eben eine neue, nicht meine.

Ich war schon dreimal da und schaffe nur die Grundversorgung ohne Fragen zu stellen.

Und auf der Liste standen jetzt „Becks Gold“, „Haferkekse mit Schoko“, „Waffeln“ und „Corny Hafer-Müsli-Riegel Schoko“. Und „Äpfel“.

Das kleine Kind will nämlich in Dänemark urlauben.

„Äpfel“ kann ich.

Der Rest war den dänischen Bierpreisen und der dortigen Zuckersteuer geschuldet und man findet alle anderen obigen Produkte in unterschiedlichen Regalen.

Auch die Mitarbeiter kennen sich noch nicht aus.

Also, wenn ich zum Beispiel „Hirschhornsalz“ suche, dann frage ich natürlich eine Kundin, die über 70 ist. Bei „Haferkeksen“ frage ich die, die so alt sind wie das kleine Kind.

Die wissen nämlich sehr viel.

Und eine in Rot und eine in Blond haben mir alles gezeigt. Die haben mich sogar zum Zielgebiet geführt!

Ein Vorteil des Alters.

Und die wollten „auch in eine Geschichte“.

Jetzt sind die drin. Demnächst frage ich die nach dem Vegan-Regal und wo ich laktosefreie H-Milch mit wenig Fett bekomme.

Und ich wette: Die wissen auch das.

Und es gibt vier Kassen an denen man sich selbst abkassiert. Nur mit dem Bon geht das Tor zum Ausgang auf. Der wird gescannt, macht man auch allein. Ich habe den nach der Zahlung sofort weggeworfen, ja, beim ersten Mal. Danach nicht mehr.

Eine Kassiererin ist als Hilfe und zum Aufpassen immer da. Die Ältere neulich ohne Stuhl seit 3 Stunden. Ich frage ja alles.

Gestern war die dunkle junge Frau dort, auf einem Hochstuhl, „wenigstens etwas“, dachte ich. Sah gut aus. Auch mit dem Stuhl.

Aber die saß da seit 15:00 und die schließen um 22:00.

Sie hatte gerade 5 Stunden und 30 Minuten geschafft. Für den Rest habe ich ihr zwei Murmeln gegeben.

Das geht nicht, da muss man mal wechseln!

Ich habe schon bei 4 mal 45 Minuten Aufsicht geheult! Es gibt nichts in einer Schule, was schlimmer ist als „Klausuraufsicht“ über 4 Stunden.

Deshalb sagen die dann „Bitte zügig beim Klingeln abgeben! Bitte, Sie auch!“

Dann müssen die nämlich mal irgendwo hin. Dringend.

–
„peace, tranquility and good will“

2 Gedanken zu “Gewohnheiten”

  1. Ja, Läden der „Nahversorgung“ sind nach Umbau schwer zu durchschauen. Und sobald ich was begriffen habe, z.B. Margarine, steht sie in der nächsten Woche woanders.
    Beim automatischen Griff dahin habe ich plötzlich ein schweres Gurkenglas in der Hand. So was merkt man dann grad noch. Hatte aber auch schon Pfirsiche statt der üblich gewollten Tomaten an der Kasse.
    Macht nix, beides ist gesund. Und eben rot.

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    • Eine Nachbarin hat einen grünen, blühenden Garten, der schönste von allen. Sie trägt auch viel Grün. Deshalb fragte ich sie, ob das Grün das Pflanzenwachstum beschleunigt.

      Sie sagte: „Sicher. Nur bei den Tomaten nicht. Für die ziehe ich mich aus. Die werden Rot!“

      Sie hat ihre Tricks.

      Wenn Du Pfirsiche mit Tomaten verwechselst:

      1 Fühlt man den Unterschied nicht?
      2 Gehst Du nackt Tomaten kaufen?

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