Ein Baum von einem Mann
Es ist ja oft stürmisch hier oben, es regnet auch reichlich. Matschig der Boden, kalt der Wind im Rücken. Meine Sorge gilt dabei trotz dieser Widrigkeiten des Öfteren meinen Schuhen. Ich mag es einfach nicht, wenn der Schlamm die Sohle am Rand hochkriecht. Gehe ich mit der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, am Wasser entlang, so sage ich das nicht, dann muss ich eben putzen. Wäre ich allein, würde ich an manchen derartig schlammigen Stellen umkehren und einen anderen Weg wählen.
Hach, das wollte ich gar nicht erzählen.
Vorgestern war´s auch so, matschig, kalt, windig und nass. Die bekannte Viererkette. Von Weitem sah ich schon, dass ein großer Baum umgestürzt war, er lag quer über dem Weg, der an den Schrebergärten vorbeiführt. Man konnte mit eingezogenem Kopf noch gerade unter dem Stamm durchgehen. Jedenfalls stand neben dem quer liegenden Stamm ein Goliath von Mann, riesig groß und breit, neben ihm eine kleine, sehr zierliche Frau. Mehr Gegensatz geht kaum.
Jedenfalls rief ich spaßeshalber mit ernster Stimme: „Unfassbar! Was haben Sie denn hier angestellt?“
Er mit Unschuldsmiene: „Entschuldigung, ich musste niesen!“
