„An Weihnachten“- Weihnachten #3

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„An Weihnachten“

…. es heißt „an der Wand“, aber ‚zu Weihnachten‘. Das schreibe ich jedes Jahr …. aber es wird trotzdem schlimmer.

Jedenfalls haben wir kürzlich mit Sylvia aus Kalifornien über das „typische deutsche Weihnachtsfest“ gesprochen. In ihrer Wahrnehmung ist das komplett durchstrukturiert und folgt Traditionen, die sich durch eine deutsche ‚Strenge‘ auszeichnen. Es gab einen Spielfilm, der dieses Gefühl bei ihr verstärkte. Da wurde alles „zackig“ gemacht. Kompletter Unsinn! Amerikanische Weihnachtsbäume sehen viel unpassender aus. Jedenfalls die in Filmen, wie im Zirkus.

Heute bin ich über einen Artikel über Zwangsehen gestolpert, weil ich nämlich „Zwang-sehen“ gelesen habe. Und so ist Weihnachten zum Teil auch, mit leichtem Zwang überpudert.

Die besten Momente sind:
Wenn die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte bei der fünften Nachfrage ’so, gut‘ sagt, weil der Baum dann gerade steht, wenn man in der Kirche kein Wort versteht, wenn ich bei irgendeinem Lied das erste Mal „weihnachtliche Stimmung“ in der Kirche bekomme, wenn die Kinder mit der Glocke ins Wohnzimmer gerufen werden, wenn ich den Papiermüll in die Tonne gebracht habe, wenn Kinder sich über irgendein Kleinteil mehr freuen als über ein großes Geschenk und wenn am nächsten Tag auf dem Tisch die Gans mit einem elektrischen Messer zerlegt wird und meine Tochter sagt, es sei „wie bei Börne“.

Wenn etwas davon fehlt, fehlt was.
Passiert aber nie.

 

 

2 Gedanken zu “„An Weihnachten“- Weihnachten #3”

  1. Ja, es wird immer schlimmer mit dem „an“ Weihnachten. Presse, Funk und Fernsehen beherrschen die deutsche Sprache nicht mehr. Hoffentlich bleibt es ZU OSTERN noch beim ZU. Oder heißt es schon „an“ Ostern ????

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