„Enttäuschung“
Man sagt, man „entflust“ einen Pullover, also entfernt man Flusen. Man „entfeuchtet“ den Keller oder irgendetwas, also wird die Feuchtigkeit entfernt.
Und heute habe ich gelernt, dass man auch eine „Enttäuschung“ in diesem Sinn *positiv* verstehen kann, weil nämlich eine ‚Täuschung‘ entfernt wird. So hatte ich noch nie gedacht.
Und das sagt auch Wikipedia, habe das extra nachgelesen:
„Eine Enttäuschung bezeichnet das Gefühl, einem sei eine Hoffnung zerstört oder auch unerwartet ein Kummer bereitet worden. Das zugrundeliegende Verb enttäuschen wurde im 19. Jahrhundert als erfolgreiches Ersatzwort für die aus der französischen Sprache entlehnten Fremdwörter „detrompieren“ (détromper) und „desabusieren“ (désabuser) gebildet. Es hatte zunächst die positive Bedeutung „aus einer Täuschung herausreißen“, „eines Besseren belehren“. Der negativen Bedeutung von „täuschen“ folgend, entwickelte sich der negative Sinngehalt als „einer Erwartung nicht entsprechen“.“
Das zählt nicht richtig, das ist nur aus Speicherungsgründen hier, damit ich mir das für den Fall des Falles merken kann.
So gesehen. Da bin ich jetzt bei der morgendlichen Blog-Lektüre gleich ein bisschen wissender geworden. Danke dafür.
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ich habe noch zwei schöne „ent“- Wörter gefunden:
entfuseln – soll heißen, die Fuselöle aus dem Schnaps entfernen
entamten- soll heißen, aus dem Amt entfernen
Auch ein großes Danke für die Anregung, sich mal wieder mit der Sprache zu beschäftigen.
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