„Ist man einmal bis zum Knie gekommen, so hat man nicht mehr weit.“

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*„Ist man einmal bis zum Knie gekommen, so hat man nicht mehr weit.“*

Der „Diderot-Effekt“ ist ein Begriff aus der Konsumforschung aus dem Jahr 1988.

Er hat seinen Ursprung in einem Essay von Denis Diderot aus dem Jahr 1772. Denis war nämlich Philosoph der Aufklärung und Schriftsteller. Er war noch viel, viel mehr, das führt aber zu weit. Ein Buch über ihn wäre schnell gefüllt.

Jemand hatte Diderot einen wunderbaren, wertvollen Morgenmantel geschenkt, woraufhin er sich von dem alten trennte und feststellen musste, dass die vorher von ihm als harmonisch wahrgenommene Einrichtung seines Hauses nicht zu dem neuen Mantel passte.

„Mein alter Hausrock und der ganze Plunder, mit dem ich mich eingerichtet hatte, wie gut passte eins zum anderen!“

Wikipedia sagt:
Der Diderot-Effekt „beschreibt, wie Menschen, nachdem sie einen Gegenstand gekauft haben, in den Zwang geraten können, weitere Käufe zu tätigen, um ein passendes Gesamtbild zu schaffen. Die Aufwertung eines Details, z. B. eines Kleidungsstücks führt zu einer Unzufriedenheit mit einem oder mehreren anderen Details und kann somit eine Konsum-Kettenreaktion auslösen.“

So mancher Verkäufer baut auf diesen Effekt, wenn man selbst keine plötzlichen ‚Mängel des Alten‘ wahrnimmt.

„Aber Ihr Gürtel geht zu der neuen Hose gar nicht!“

„Ja, Ihr grauer Schal ist sehr, sehr schön, aber zu diesem braunen Mantel suche ich Ihnen gern einen anderen heraus.“

Leider liest man eher selten über Denis‘ Verhältnis zu Frauen, das kommt oft nur im Nebensatz vor.

„Seine Frau, die Mutter seiner Kinder, war die Seele seines Hauses und Diderot tolerierte auch ihre strenge Gläubigkeit. Während der Zeit dieser Ehe führte er dazu weitere intime Beziehungen.“

Die Frage ist, ob *er* nun tolerant war oder doch eher *sie* oder …. beide auf verschiedene Weise. Oder ob das alles gelogen ist.

Über Frauen hat er, ehem, …. ‚bemerkenswerte‘ …. Sätze verfasst.

„Es gibt ein geheimes Band zwischen den Frauen; sie hassen einander, aber sie nehmen einander in Schutz.“

„Wer sie durchschaut, der hat in ihnen einen unerbittlichen Feind.“

„Eine häßliche Frau ist der beste Zaun um den Garten.“

Offenbar war er auch ein selbsternannter „Auskenner“:

„Ist man einmal bis zum Knie gekommen,
so hat man nicht mehr weit.“

Verständlich ist, dass der Diderot-Effekt das ist, was von ihm wohl am bekanntesten ist. Bis zum Knie musste man im 18. Jahrhundert weitere Wege gehen als heute, und dieser Satz hat daher einen höheren Bekanntheitsgrad verdient. 🙂

Mir fällt leider kein analoger Satz ein, den man einer Frau zuschreiben könnte. Schade.

„Mode“, das schreibe ich nur dazu, damit man Diderot auch unter diesem Stichwort findet. 😉
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https://maddin61.wordpress.com/

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