Chai Latte Coffee

 

*Chai Latte Coffee*

Gestern saß einer vom Theater neben mir und fragte im Café nach einem „Chai Latte“, den es aber nicht gab.

„Ja, das habe ich früher im Winter auch gern getrunken!“, nuschelte ich ihm zu.

„Und dann ….“, antwortete er, „… noch einem Espresso rein, dann ist das weniger süß!“

Die Kombination konnte ich mir nur schwer vorstellen, aber „Geschmack“ ist auf der Zunge leichter zu bewerten als auf Schallwellen.

Jedenfalls musste ich mich heute wieder „pieken“ lassen, und weil ich davor etwas „Manschetten“ hatte, bin ich noch schnell in ein anderes Café gegangen, um mir mit dem dortigen „Chai Latte“ Mut anzutrinken.

Sie war die Auszubildende mit einem Berg von Haaren, die irgendwo noch einen kleinen Gruß von Bob Marley beherbergten. So ein Nest am Hinterkopf eben.

„Halt!“, rief die ältere, erfahrene Kollegin mit dem strengen Kurzhaarschnitt, „…. keinen Kaffee dazu, nur der Sirup und Milchschaum!“

„No Woman No Cry“, dachte ich, … der Kaffee war schon drin und ich erinnerte mich an den ‚Schauspieler von gestern‘, …. das klingt jetzt dämlich, aber wie soll ich’s sonst schreiben?

„Ich nehme den gern so, mit dem Espresso, eine sehr gute Idee!“, gebot ich Bob Marley’s schönster Schwester Einhalt. „Auf einer geteerten Strasse kann man den richtigen Weg nicht finden“, schob ich noch nach, aber sie kannte den Satz von Bob vermutlich nicht.

Und nachdem sie etwas befreit lächelte und sich der Kurzhaarschnitt mit einigen Krümeln die Zeit vertrieb, hat ‚CLC‘ mir richtig dolle Mut gemacht. Sie auch.

„Danach“ habe ich dann den Sohn von ihrem ersten Versuch mit meiner Augenklappe getrunken. Leider fühlt man sich damit weniger wie Jack Sparrow als im Fasching. Da wusste sie schon, was mir guttut. Den trinke ich jetzt bei der nächsten „Depotspritze“ auch.

„Nochmal so wie vorhin?“

Das darf Marley’s Urenkelin im Café gern sagen, aber bitte nicht die im hellen Grün.

bobmarley

 

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