…. die Tänzerin im Sturm

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*…. die Tänzerin im Sturm*

„Honey, I forgot to duck“, antwortete Schwergewichtler Jack Dempsey auf die Frage seiner Frau, warum er gegen Gene Tunney 1927 verloren habe.

Sich im normalen Leben ‚ducken‘ zu können, um einem Schlag auszuweichen, das ist eine wichtige Eigenschaft.

Sie, die Erste, hat in einer der größten Städte dieses Landes viel über Medienarbeit gelernt, aber ein Mann hat sie weit weg nach Süden ‚entführt‘. Dort bekam sie ein Job-Angebot eines deutschen Auto-Premium-Herstellers. Aufgabe wäre die ‚Betreuung‘ von Kunden aus dem besonders hochpreisigen Segment für ein Entgelt gewesen, das Ihren Fähigkeiten nicht entspricht. Der Personalchef kam auch immer wieder lediglich auf ihre optischen Qualifikationen zurück. Da hat sie sich sozusagen respektabel mit einem „Nein, danke“ weggeduckt.

Sie ist aber Fußballspielerin, schnell auf den Beinen und so einer Blutgrätsche auszuweichen, das hat sie vielleicht im Spiel gelernt. Das Wichtigste, was Fußball lehren kann, sind Teamgeist und wie man den Fouls im Leben begegnet.

Sie ist eine Tänzerin im Sturm!

Was ihr nun jedoch mehr als ein Job fehlt, das sind das Meer und der Norden.

„Die Menschen begreifen nicht, was sie hatten, bis es weg ist“, das hat Muhammad Ali einmal gesagt, aber er meinte damit nicht das große Wasser und auch nicht die heftigen Stürme.

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Sie, die Zweite, ist gewisser Weise auch eine Tochter der Küste, auch sie braucht das nahe Wasser. Sie hat den Mut gehabt, eine Arbeit, die sie in einer Leitungsfunktion gern und sehr gut machte, aufzugeben, um bei einem Autohaus anzuheuern und damit ihre gewohnten Wege zu verlassen.

Und nun ist sie wieder zurück im alten Berufsleben, eine Spur Bittermandel umspielte ihre Mundwinkel als sie das erzählte. Völlig zu Unrecht, diese bittere Mandel, sie hatte sogar den noch größeren Mut zu einem „Comeback“!

Auch sie ist eine Tänzerin im Sturm!

Und falls Ihr denkt, dass hier nur Zitate von Boxern vorkommen, weil man von denen fälschlicherweise „they never come back“ behauptet, dann seid ihr in der falschen Ecke des Ringes.

Sie boxt nämlich selbst!

„Du …. boxt? Das hast Du aber bislang ziemlich gut überstanden!“, ist mir ungeschickt herausgerutscht nachdem ein Teil meiner Fassung heimgekehrt war.

Menschen versetzen mich selten so in Erstaunen wie die Boxerin. Es war fast so als hätte Sahra Wagenknecht im ‚Sommerinterview‘ ihre Fotostrecke im Playboy angekündigt. Nun, „Nähe“ auf den Plakaten hätte damit eine zweite Dimension erhalten. Vielleicht sogar eine dritte.

„Haha, ich habe beim Training lieber mit Männern geboxt. Die boxen eher strategisch. Frauen sind viel fieser, die hauen nämlich einfach voll drauf.“

Das erschütterte mein Frauenbild, darüber denke ich seit gestern nach.

„In Russland gibt es ein Sprichwort: Ein guter Boxer hat so viele Fähigkeiten, die kann er nicht mal versaufen. Und ich saufe noch nicht einmal.“

Das hätte Vitali Klitschko auch über sie sagen können.

 

 

 

 

 

 

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