Wer hat Angst vor’m bösen Wolf?

*Wer hat Angst vor’m bösen Wolf?*

 

Jeder hat irgendeine Angst, das ist ja recht natürlich. Allerdings kommen mit der zunehmenden Digitalisierung offenbar noch Ängste dazu. Ich zum Beispiel habe die Angst, dass ich irgendetwas vergessen oder liegen lassen könnte. Meine Sonnenbrille ist zum Beispiel seit gestern „auf Trebe“. Vielleicht hat sie eine gleichaltrige Sonnenbrillin getroffen und ist mit ihr durchgebrannt. Wenn ihr so ein Pärchen seht, dass verliebt die Gläser aneinander drückt, dann schreibt doch bitte kurz.

Zum Beispiel fürchte ich auch, ich könnte vergessen, mich anzuziehen und nackt an der Stammtankstelle nach dem Portemonnaie suchen.

Mancher hat auch eine ausgeprägte Telefonphobie.
Das muss ziemlich belastend sein, wenn man beruflich gezwungen ist, jemanden anzurufen. Ich habe diese Phobie nicht, ich habe nur keine Lust zu telefonieren und suche jemanden, der das für mich macht.

Nun greift jedoch die „Nomophobie“ um sich. Schon vor 5 Jahren sollen 66% aller Briten darunter gelitten haben!

„Nomophobie“, das ist eine Abkürzung:
„No-Mobile-Phone-Phobia“, also „Kein-Mobiltelefon-Angst“.

Das ist die Angst, ohne Mobiltelefon unerreichbar für soziale und geschäftliche Kontakte zu sein.

Ich habe das bislang nicht, weil ich ja nur schreibe und nicht telefoniere und meine Geschäfte halten sich auch in Grenzen und brauchen keine schnellen Antworten. Doch habe ich dieses mobile Gerät vergessen und nichts zum Lesen dabei und treffe niemanden, dann ist das schon etwas blöd. Fast so blöd wie wenn man kein Geld dabei hat und die Schachtel Zigaretten leer ist.

Ich habe aber „Bloodophobie“.

Es ist nämlich so, dass ich „Blood On The Tracks“ immer irgendwo greifbar haben muss und daher vermutlich um die 20 bis 30 Stück davon habe. Manche sind doppelt oder vierfach vorhanden, aber es gibt auch Spezialfälle wie die Millenium-Edition, die japanischen im Paperback und so weiter. Das Rot des Covers ist überall etwas unterschiedlich und deshalb braucht man auch so viele.

Und, habt ihr „Nomophobie“?

 

–
„Time is a jet-plane, it moves too fast“

 

Ein Gedanke zu “Wer hat Angst vor’m bösen Wolf?”

  1. Nee, ich habe keine Nomophobie. Bin wahrscheinlich zu alt, um diesen Unsinn der „Immererreichbarkeit“ mitzumachen. Schon vor Jahren habe ich als Produktionsverantwortlicher in einem Chemiebetrieb bei meinen Kollegen eingeführt, daß sie mich von 22 – 6 Uhr nicht anzurufen haben. Hat geklappt.
    Ich kann mich aber an die Angst erinnern, als ich als Uniabsolvent zum ersten Mal im Betrieb telefonieren mußte. Ganz schlimm. Diese Phobie ging aber schnell wieder weg.
    Eine Phobie existiert aber auch heute noch: die „Schlüsselvergessenphobie“

    Like

Hinterlasse einen Kommentar