Kochen ist wie Sex ….

*Kochen ist wie Sex ….*

… man muss es nicht gut können, um Spaß daran zu haben.
Das ist wieder ein richtig dämlicher Satz.

Da steckt wieder dieser Leistungsanspruch drin, der einem wirklich jede Freude rauben kann.

Nicht, dass ich jetzt gegen Leistung bin, wenn das angebracht ist, aber meistens wächst der Anspruch dort, wo ihn keiner braucht. In Mathematik braucht man den zum Beispiel.

Bei der Planung des nächsten 75sten Geburtstages jedoch nicht, sprach doch eine Frau, die ich gut kenne:

„Die Verwandten aus Hessen können sich die Reise nicht leisten. Aber wenn die kommen, dann machen die richtig gute Sachen. Aber Reinhard kommt ja nicht, der hat immer die besten Ideen, das ist schon mal gut für uns.“

Da bekomme ich Schüttelfrost.

Dieses ‚es muss besonders gut sein‘, das nervt. Und der Vergleich auch. Daran können Menschen richtig leiden, am Vergleichen.

Andererseits habe ich kürzlich auch eine kleine Rede für eine Verwandte gehalten, die war nicht gut geplant, war aber auch nicht nötig, weil ich das nicht vorhatte Und wenn die Assistentin mit dem schwarzen Haar mich nicht bei zwei Glimmstängeln gedrängelt hätte, ‚etwas‘ zu machen, dann hätte ich das auch gelassen.

Junge Frauen können alte Männer irgendwie ganz gut motivieren.

„Komm‘ ich helfe Dir auch …“.

Wer kann dann „Nö“ sagen?

Ich hatte lediglich vorbereitend bei Ebay einen 20 Jahre alten Playboy wegen des enthaltenen Heino-Interviews erstanden, und außer einigen Post-Its im Heft hatte ich nichts.

Damals stand Bill Clinton gerade vor der Wiederwahl. Ein gutes Thema.

Bill und so.

Das geht ja selten gut, wenn man sich nicht vorbereitet und nachdem ich die pinkfarbenen Gummihandschuhe angezogen hatte, konnte ich leider auch kaum noch im Playboy blättern.

Das hatte ich nicht ausprobiert. Schlecht.

Aber ich fasse keinen gebrauchten Playboy mit den Händen an, sorry. Da fehlte sogar das Poster in der Mitte und das für einen ganzen Euro! Das reißt ja keiner ohne Grund raus, auch vor 20 Jahren nicht.

Heino sprach damals auch schon in der dritten Person von sich, das ist sehr beeindruckend, mehr noch als der eigentliche Inhalt des Interviews.

„Heino kann es beim Sex auch richtig krachen lassen“ oder so, das zerstörte das Volksmusikerimage auf das Feinste.

Die anwesenden Herren um die 55 bis 65 konnten auch erst stiller zuhören nachdem ich ihnen einige Nacktbilder aus dem Heft gerissen hatte.

Männer sind manchmal leicht ruhig zu stellen und manchmal gar nicht.

Das war so dazwischen, weil die dann riefen:

„Gib‘ mal Dein Bild rüber.“

Männer bleiben ja irgendwie immer 16, bis ins Altersheim.

Die Damen aus diesem Heft kratzen heute auch an der 60er Marke, das habe ich wegen anwesender in sehr gutem Zustand befindlicher Damen aber erstmal verschwiegen.

Männer altern meist deutlich schlechter außer Rudi Cerne zum Beispiel.

Mein Gott, als hätten die Herren noch nie einen Playboy durchgeblättert. Könnten den doch auch abonnieren, der kostet heute kaum mehr als ein „Spiegel“, ist vom Druckbild her aber deutlich wertiger und erscheint nur monatlich.
Manch sparsame Gattin könnte man so sicher überzeugen. Oder nicht?

Jedenfalls liebt meine Verwandte Bata Illic, Heino und Udo Jürgens, Frank Sinatra auch und diesen Pople oder Büble oder Buble oder wie der gleich heißt.

Hübsch ist der, aber der macht eben auch nichts wirklich schmutzig. Nicht mal die Gedanken, schwach.

Und deshalb habe ich nur ganz vorsichtig ihre musikalischen Vorlieben veröffentlicht.

Richtig …. zart, fand ich.

Jedenfalls war das auch wieder daneben, vermute ich, habe ich doch den Kontakt jetzt offenbar erstmal verloren. 😉
Man sollte sich eben doch besser vorbereiten. Mehr Leistungsbereitschaft und so.

Andererseits werde ich öfter eingeladen, da freue ich mich wirklich jedes Mal ganz dolle. Aber mich lädt auch keiner ein zweites Mal ein!

Das macht mir mit fortschreitendem Alter immer mehr Sorgen. Ich selbst würde mich nicht mal zu einem ersten Mal einladen. Aber die meisten wissen das eben erst hinterher.

Eigentlich wollte ich allgemein über Leistungsansprüche und über Mathematik schreiben, das habe ich jetzt wegen Heino und den Nacktfotos total aus den Fingern verloren.

Schade.

Irgendwie beschleicht mich ein Drücken im Hinterkopf als ich hätte ich das alles schon mal erzählt. Aber das Suchen erzeugt auch so einen Leistungsdruck, kann ich gar nicht ‚mit umgehen‘.

Egal.

Es war eine von ‚Baywatch‘ auf dem Titel.
Vielleicht finde ich das Heft nochmal, aber mit dem Poster.

 

Ein Gedanke zu “Kochen ist wie Sex ….”

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