Modefragen und -antworten

*Modefragen und -antworten*

Es ist natürlich wie das Tragen von Eulen nach Athen, wenn ich jetzt von männlicher Seite ein paar „Ratschläge“ für Frauen in Modefragen gebe.

„Ratschläge sind auch … Schläge“, sagt man ja, aber ihr haltet das schon aus. 😉

Die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, hat zum Beispiel sehr schönes, aber auch feines Haar. Seit 25 Jahren erlebe ich Fön, manchmal Wickler und immer Haarspray. Das Haarspray setzt sich im Bad ab und klebt. Muss nicht sein. Auch nicht optisch.

Jedenfalls genügen ein nordischer seitlicher Windstoß oder 5 Tropfen Regen von oben und das Fönwerk ist „hin“ wie sie sagt. Ich hingegen meine, dass das Lockere besser aussieht als das gedrechselte Werk auf dem Kopf.

Eine Frau, die direkt vom Frisör kommt, sieht für mich oft nicht so gut aus wie auf dem Weg dorthin. Es geht jetzt nicht um den Schnitt sondern um das Fönwerk.

Das erste, was *ich* tue, wenn ich vom Frisör komme ist …. die Haare nochmal waschen.

Zurück zur Natur. 🙂

„Getüdel“ ist generell nicht das, was ich gern sehe.

„Kleidungstechnisch“ sind halbhohe Stiefel mit kleinem Absatz, Jeans und T-Shirt kaum schlagbar.

Und bitte, bitte zieht einen Gürtel in die Jeans, die derzeitige Mode, keinen zu tragen, lässt Euch auf ein wesentliches Accessoire verzichten.

Jeans ohne Gürtel, das ist wie ein Auto ohne Räder.

Abendkleider, Brautkleider, Ballkleider, das gemahnt zwar an Kostümfilme und Märchenfee, aber ein „Kleines Schwarzes“ passt zu deutlich mehr Gelegenheiten und es sieht auch noch besser aus als alles aus Baisermasse.

Und bitte nicht so viel Schminke, ihr seht doch sowieso gut aus, da habt ihr es nicht nötig, eine Malerwerkstatt aufzubauen. Die größte Sünde sind schwarze Balken über den Augen. Die überlassen wir den Fotos von Verdächtigen.

Ich könnte jetzt ziemlich viele Frauen nennen, die meistens perfekt aussehen, aber das lasse ich mal lieber. Ich könnte nämlich eine vergessen und dann ist die voll sauer. Das Risiko ist mir zu groß.

Kurz:

„Weniger ist oft mehr“, auch in Modefragen.

Das „Weniger“ verstehen die Männer jetzt wieder absichtlich falsch. 🙂

Am Wochenende hatte es mich zufällig und trotz meiner vielen Jahre zu einer Studentenparty in der entfernten Stadt verschlagen, da konnte man die angemessene Wahl von Kleidung gut beobachten.

Preiswert, schlicht, … aber mit Stil.
Und Stil ist keine Frage des Preises.

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https://maddin61.wordpress.com/

Time Out Of Time

*Time Out Of Time*
Wir, das ist eine Runde von lesenden Menschen und wir waren dieses Mal bei ihr, bei F-Punkt.
Ich war vorher noch nie bei F-Punkt.
F-Punkt schafft es, in derselben Zeit dreimal so viele Silben unterzubringen wie ein schnell sprechender Mann, der ein Fußballspiel kommentiert, das mit unzähligen Pässen schnell abläuft.
F-Punkt würde in derselben Zeit jeweils das Geburtsdatum des Spielers am Ball nennen sowie die Vornamen der Spielerfrauen.
Vermutlich würde sie während der Ball in der Luft ist, auch noch die Spielerfrauenfrisuren beschreiben.
„Spielerfrau“ ist ein richtig blödes Wort.
„Modelmann“ meint ja auch nicht den Mann eines weiblichen Models. Und Muttis Mann wird von keinem „Kanzlerinmann“ genannt.
… das würde man auch zu leicht mit „Kanzlerin, … Mann!“ verwechseln.
Das „F“ habe ich auch nur wegen ihrer Haare genommen. Ich finde Haare generell wichtiger als Geburtsdaten.
Sie spricht in vollständigen Sätzen und mit mehr Gehalt als ein Fußballreporter. Also mehr Inhalt, nicht mehr Geld, nicht, dass ihr das jetzt falsch versteht.
Ich hatte den Text der Leserunde nämlich nicht gelesen.
Aber manchmal reicht es ja, wenn man etwas „wirklich ehrlich eigentlich wollte“.
Also, man könnte jetzt vermuten, dass jemand, der so schnell spricht, es irgendwie eilig hat oder möglichst schnell alles gesagt haben will.
Das ist ja insbesondere bei Anwesenheit von Männern wichtig, weil die gern an den falschen Stellen die richtigen Zwischenfragen stellen.
Aber wenn ein Fluss schnell fließt und viel gehaltvolle Masse transportiert, starten auch Männer selten verbale Ruderboote am Ufer.
Ich tauche nicht mal einen Fuß ins Nass, ich warte auf die Trockenzeit.
Jedenfalls war jetzt für mich besonders überraschend, dass in der ganzen Wohnung von F-Punkt alle Uhren verschiedene Uhrzeiten anzeigten.
Die auf dem Esstisch stand auf kurz vor 12, die an der Wand hatte irgendeine Sommerzeit und die in der Küche wusste gar nicht mehr, was das ist, eine „Uhrzeit“.
Es fehlte eigentlich nur noch eine Uhr ohne Zeiger.
Sie könnte auch überall farbige Kreise aufhängen und in Großbuchstaben „UHR“ draufschreiben, das würde mich weniger irritieren.

Fahrt mal mit einem Auto bei dem der Tachometer im Stand 200 anzeigt und bei tatsächlichen 50km/h in der Stadt 150!

Da würdet ihr auch sofort drei Packungen Taschentücher vor die Anzeige im Cockpit legen.
Männer verstehen Beispiele mit Autos oft besser, für Frauen hätte ich das gar nicht schreiben müssen.
Aber als Gast kann man nicht um Handtücher bitten und die ganzen fehlgeleiteten Uhren zuhängen.
Außerdem hat sich die Wohnung ja nicht bewegt wie ein Auto, das ist schon richtig.
Aber auch an festem Ort sind verschiedene Anzeigen stehender Uhren gewöhnungsbedürftig.
Mancher wünscht sich das ewige Leben, aber mich machen schon stehende Uhren verrückt.
Mich selbst machte es ja schon wahnsinnig, wenn ich versuchte, das mit der Sommerzeit zu boykottieren indem ich meine Uhren nicht umstellte.
Das ist gar nicht so einfach, weil man das ab und zu vergisst und ich musste das Experiment nach einigen Wochen abbrechen.
Zu anstrengend.
Ohne Armbanduhr zu leben, fand ich 30 Jahre lang gar nicht schwierig.
Die erste, die ich trug, brauchte ich nämlich erst als Lehrer in der Schule wegen des 45-Minuten-Taktes. Man hat ohne Uhr am Arm ein deutlich besseres Zeitgefühl, glaube ich. Aber sekundengenau wie die Schulklingel ist mein Gefühl nicht.
Mit der Verwendung eines Navigationsgerätes ist mein Orientierungssinn auch quasi temporär amputiert.
Das ist fast dasselbe.
Mehr Technik heißt oft … weniger Gefühl und Orientierung.
Wenn man eine Uhr benutzen muss, dann ist das wie der Verlust der zeitlichen Unschuld.
Nach der ersten Woche Unterricht wusste ich, dass das ohne nicht geht. Aber so eine Eieruhr ist auch blöd. Dann klingelt es nämlich zweimal, einmal für die Eier und einmal von der Schule.
Uhren, die sind ein Ärgernis, obwohl die aus organisatorischen Gründen praktisch sind.
Aber Winnetou hatte auch keine Armbanduhr und der war immer pünktlich. Jesus auch, jedenfalls steht nirgendwo, dass der oft zu spät kam. Aber andererseits haben die auf den ja vor seiner Geburt schon genug gewartet.
Die Zeit mag eine göttliche Gabe sein, wenn es denn einen gibt, aber Uhren, …. die wurden in der Hölle gemacht.
„F-Punkt hat mehr Uhren als Zeit“, habe ich zuerst gedacht.
Aber wenn die alle stehen, dann ist an sich noch Zeit, denn „Als Gott die Zeit schuf, machte er genug davon“.

Barbie

*Barbie*
Nein, sie ist keine Barbie, aber sie hat vor einigen Wochen etwas Bemerkenswertes gesagt, und sie ist nicht die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte.

„Sonntag ist wie Beerdigung“, hat sie gesagt.

Das hatte ich nicht verstanden.

Daran musste ich gerade denken obwohl erst Samstag ist, weil mir wieder ein Auto mit meinen Initialen im Kennzeichen entgegenkam.

Ich glaube ja nicht an Horoskope und Zeichen von oben, aber in meinen jungen Jahren glaubte ich an Weissagungen von Autokennzeichen.

Wenn also meinen Initialen eine zweistellige Zahl folgte, dann nahm ich diese Zahl als Vorhersage des Alters, das ich mal erreichen würde.

Das ist jetzt doch etwas wie Beerdigung am Sonntag, fällt mir gerade auf. Morbide sind beide Gedanken. Jedenfalls bin ich damit nicht ganz allein, mit dem Morbiden.

Mittlerweile liegen die meisten Kennzeichen schon hinter meinem erreichten Alter und dann ist das wie eine kleine Erfolgsbilanz. Und wenn Ihr Euch zufällig ein Kennzeichen mit meinen Initialen aussucht, dann weiß ich gar nicht, ob ich Euch bitten würde, so eine relativ hohe zweistellige Zahl wie die ’99‘ zu nehmen.

61 fände ich allerdings auch gerade blöd.

Darüber wollte ich nicht schreiben.
Der mit dem Kennzeichen hätte wirklich eine andere Strecke nehmen können!

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Also es ist so, dass man manchmal etwas preiswert sieht, was zum Beispiel von 19,99€ auf 5€ reduziert ist. Leider kaufe ich das dann oft, weil ich „gefühlt“ hinterher 15€ mehr in der Tasche habe.

Aber erstens sind es real 5€ weniger als vorher und zweitens wusste ich vorher oft gar nicht, dass ich das Produkt im Wert von 19,99€ überhaupt brauchte.

Sicher bin ich der einzige Mensch in Europa, dem das so geht, bitte nicht lachen. Aber ihr lacht ja gar nicht, denn es ist Euch doch auch schon passiert!

Ich hoffe nämlich auf Absolution.

Ich habe mir nämlich bei Karstadt für nur 5€ „Summer“ gekauft. Vielleicht war mir kalt und ich brauchte etwas Sommerliches?

„Summer“, das ist nämlich eine Barbie im rosa Kleidchen und die macht sich gerade gut im Heckfenster der spießigen Limousine. Besser als eine Klorolle ist sie allemal. Und auch schlanker. Eine Rolle Toilettenpapier ist ja optisch ein wenig adipös. Toilettenpapier mit Taille würde ich hübscher finden, aber mich fragt ja keiner nach meinen Vorlieben.

Ehrlich gesagt hatte ich mir so eine Barbie noch nie *richtig* angesehen. Besonders gesund sieht die nicht aus. Es ist unfassbar, wie dürr diese Ärmchen sind, fast wie Streichhölzer für den Kamin. Dagegen ist eine Rolle Toilettenpapier figürlich gesünder, also wenn nur noch ein paar Blätter auf der Rolle sind.

Und eigentlich wollte ich den Oberarmumfang von „Summer“ messen, aber jetzt fällt eben mir ein, dass ich schon eine Barbie hatte. Die habe ich nämlich einmal bei einer Abiturentlassungsfeier bekommen.

Da hatten die Schüler den Ball aufgezogen wie eine Verleihung der Oscars in den USA und vielen Lehrer wurden dann ‚Oscars‘ überreicht. Das waren golden angesprühte Barbiepuppen auf schwarzen Halbkugeln aus Styropor, eine sehr nette Idee.

Auf den Sockeln stand dann, hier nur in der männlichen Form genannt:

„Der Engagierteste“
„Der Hektischste“
„Der Faulste“
„Der Lustigste“
„Der Lauteste“
„Der Nervigste“
„Der Unpünktlichste“
„Der Verplanteste“
„Der Liebste“
„Der Härteste“

Kurze Geschichten erklärten die Preisvergabe auf amüsante Weise.

Am besten fährt man als Lehrer dabei, wenn man gar keinen Preis bekommt, ebenso, wenn man in der Schülerzeitung nicht erwähnt wird.

Ein negativer Preis führt zu Gelächter im Kollegium und peinlich ist es auch, wenn man vor 500 Gästen auf der Bühne zum Beispiel eine Trophäe als „Der Faulste“ bekommt.

Aber wenn man einen *positiven* Preis bekommt, dann ist das „in the long run“ noch schlimmer, glaube ich.

Das Motto ist immer:
„Schüler kommen und gehen, Kollegen bleiben.“

Und ich messe den Oberarmumfang von „Summer“ doch noch, versprochen. Dann könnt ihr ja mal mit Eurem Oberarm und dem Größenverhältnis vergleichen.

Da ist es schon gut, dass „Ken“ nicht für 5€ im Angebot war.

Oder, …. Jungs? 🙂

Wir vergleichen uns ja auch so gern.

„Wer Jogging-Hosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

*“Wer Jogging-Hosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“*

Das ist natürlich ein Satz für die Ewigkeit.

Karl Lagerfeld.

Wenn jemand eine Definition für „Unterhaltung“ haben wollen würde, ich würde vielleicht nur mit seinem Namen antworten.

Und kürzlich habe ich mir bei Aldi von der Resterampe eine wunderbare schwarze Jogging-Hose gekauft.

„5€ kann man in einen Kontrollverlust schon mal investieren“, habe ich gedacht.

In der Regel können Verluste an Kontrolle ganz schön ins Geld gehen, aber dieser fließende, dünne schwarze Stoff, der umspielt die Knie so leicht, so locker, das man sich wirklich so fühlt als bräuchte man nicht mehr Kontrolle unter dieser Hose.

Natürlich würde ich damit nicht mit dem Hund rausgehen, nicht mal morgens um 5. Aber heimlich ist das recht schön.
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Unser ‚alter‘ Bürgermeister sieht immer gut aus und für seine Körpergröße mache ich ihn auch nicht verantwortlich. Der hat bestimmt keine weichen Jogging-Hosen obwohl ihm die schwarzen Hosen und der schwarze, weite Mantel unter dem langen, gelockten, grauen Haar, das das solariumgebräunte, markante Gesicht umspielt, … gut stehen.

Das waren echt viele Adjektive, zugegeben.

Der geht immer durch die Fußgängerzone und wir grüßen uns, ich glaube, dass das so ist, weil mein Hund schwarz ist und ich auch, also von den Klamotten her, und weil ich diese sonore Stimme so gern höre.

„Guten Morgen“, sagt der nämlich noch.

Außerdem wird der gar nicht so oft gegrüßt, wie man denken könnte. Der freut sich nämlich irgendwie, wenn er gegrüßt wird. Als Bürgermeister kann man auch nicht als Erster grüßen, das wäre ja schon morgens Vollstress.

So früh ist der gar nicht auf dem Weg ins Rathaus, der geht da erst hin, wenn ich schon dreieinhalb Stunden wach bin.

Aber vielleicht joggt der ja am Morgen im Park der Stadt oder er geht vorher ins Sonnenstudio. Karl geht bestimmt nicht in Sonnenstudios. Sonnenstudio, das ist auch irgendwie „80er“. Karl nimmt ja immer sein Kissen mit ins Flugzeug und der würde ‚halt‘ nicht wissen, wohin mit dem Kissen auf der Sonnenbank. Und deshalb geht der da nicht hin.

Vielleicht auch wegen der anderen Leute. Der ist ja so reinlich, dass er seine Unterwäsche immer nur einmal trägt und dann wegwirft.

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Viel öfter als der Bürgermeister wird „Ali“ gegrüßt. Ali fegt und reinigt seit vermutlich mehr als 20 Jahren die Fußgängerzone und ist hier ungefähr so bekannt wie Willy Brandt, Günter Grass und Thomas Mann zusammen.

Und Ali wird noch bekannter, weil die anderen ja gar nicht mehr leben.

Ali heißt auch gar nicht „Ali“, aber alle nennen ihn so. Ich habe ihn mal gefragt, ob er wirklich so heißt, aber er hat gesagt, dass ich ruhig „Ali“ sagen kann, weil er das gewohnt ist. Und deshalb habe ich seinen richtigen Namen wieder vergessen.

Und Ali kann eben auch nicht zuerst grüßen, sonst kommt der keine Platte weiter.

Und den habe ich noch nie mit schlechter Laune erlebt. Nicht mal bei Regen.

Und hier regnet es ziemlich oft.

Das Gestern für das Morgen

*Das Gestern für das Morgen*

Überall kann man ja lesen, dass Nokia jetzt dieses unverwüstliche Handy wieder auflegt. Büschen bunt, büschen rund, büschen Kamera und der Akku soll wieder für einen 10 Tage-Trip in die Toskana reichen.

Nix mehr mit Internet und smartem Checken der Emails und sozialen Netzwerken, nur Telefon und SMS tippen mit dieser Tastatur bei der jeder Knopf vierfach belegt ist.
Und das wird bestimmt gekauft, macht sich ja gut im Bioladen, dann ist man ein halber Netzaussteiger. Vielleicht haben die das Smartphone dann in der anderen Jackentasche und lesen die Emails im Bad, keine Ahnung.

Aber „slow electronics“ in den Fingern.
Es gibt ja auch wieder deutlich mehr Vinyl, aber ich kenne auch welche, die die Scheiben im „Originalzustand“ belassen und nicht mal das Cellophan aufreißen. Das wird dann wegen der „Werterhaltung“ gemacht. Vinyl in begrenzten Auflagen ist nämlich deutlich preisstabiler als jede CD.
Man könnte sich dann für das Hören das Vinyl auch *doppelt* kaufen, …. aber es gibt ja durchaus Plattenkäufer, die zwar Vinyl erwerben, aber gar keinen Plattenspieler besitzen. Das geben die zwar ungern zu, aber ich habe das mit eigenen Augen schon gesehen. 30 neue Vinyls für 600€, aber keinen Plattenspieler. Man habe sich „noch nicht entscheiden“ können.

Ich liebe das und das beruhigt auch, wenn das Gefühl vom Gestern im Regal still ruht.

Ob man das dann „slow music“ nennt, weiß ich nicht, ich kaufe mir ja bei fast gleichem Preis auch das Vinyl, allerdings nur, wenn die eine CD beilegen, die kosten ja eigentlich nur ein paar Cent.

Mit „slow food“ ging das alles los.

Allerdings sind das selten entspannte Menschen, die alles „slow“ wollen, finde ich. Ich nehme die eher als angespannt und „Alles-richtig-machen-woller“ wahr, aber meine altersmüden Augen sind da vielleicht verblendet.

Das ist mir alles zu viel aus dem Katalog, dieses „slow“.

Dabei bin ich gar nicht der „fast“-Typ.

Ich trinke kein To-Go und habe zum Probieren bei McDonalds vor circa 20 Jahren ein einziges Mal von einem Burger abgebissen. Das war vor dem Zug auf dem Weg nach Sylt. Weiß ich genau.

Furchtbar.

Und „gestunken“ hat das in diesem Fast-Food-Laden, meine Fresse.

Ich gehe da manchmal trotzdem rein, aber nur auf die Toiletten.

Da ist mir „slow“ nämlich zu langsam.