Strafzahlung im Restaurant

Strafzahlung im Restaurant

…. geschrieben nach NDR2-Radiobericht Mar 11, 2016 über ein japanisches Restaurant in Hamburg

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Da gibt es jetzt ein japanisches Restaurant, da zahlt man für Reste auf dem eigenen Teller 2€ extra.

Das kann als gute Idee betrachtet werden, damit der gierige Esser sich nicht den Teller vollhäuft, aber beim Essen an seinem gedanklichen Appetit scheitert.

Gierig. Empörend. Ich – Gesellschaft.

Zurück zur 2€ Strafzahlung

Weniger Müll, behutsamer Umgang, …. you know the drill …. doch gute Ideen sind manchmal nur gute Ideen solange sie …. Ideen bleiben.

Meine Vermutungen, wie das mit den 2€ ausgeht, weil ich ja stets vom Negativen ausgehe und das Schlimmste befürchte:

– Endlose Diskussionen mit der Kellnerin, ab wann ein Krümel als ‚Fehler‘ des Essers durchgeht oder aber als kostenpflichtiger „2€-Rest“ zu betrachten ist

(Nebenbei: Gibt es Größenvorgaben wie groß ein Krümel sein darf, bevor er als „Essensrest“ gilt? Als Kind würde ich das sofort fragen.)

– Sushi in den Blumentöpfen

– im Aquarium schwimmende anonyme Reisröllchen.

– Gäste, die anderen Gästen 1€ anbieten, wenn sie ihren Teller leeren.

– Wenn das Beispiel Schule macht, könnten sich später sogar professionelle „Aufesser“ finden, die gegen eine geringere Gebühr als die der restaurantinternen Strafzahlung Essensreste vertilgen. Eine neue Berufsgruppe sozusagen, die von Tisch zu Tisch geht und fragt: „Darf ich Ihren Teller leeren? Heute nur 60 Cent.“

– Weinende Kinder, die 2€ von ihrem Taschengeld zahlen sollen, wenn sie den Teller nicht geleert haben.

– Verzweifelte Senioren, die ihre halbleeren Teller mit die Kachelabteilung nehmen und dort im Behälter für Papierhandtücher entsorgen.

„… und es wird böse enden“

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Selbstkritisch nachgedacht, weil ich auch mal etwas zurückgehen lasse:

Nein, ich nehme nicht viel auf meinen Teller, ich esse nicht viel.

Ich werde davon fett.

Aber wenn ich etwas liegen lasse, dann hat es mir in der Regel nicht ….. geschmeckt.

Ist es dann richtig, gerade für das Essen, was einem nicht schmeckt, doppelt zu zahlen?

…. und einen Schritt weiter gedacht.

🙂

Wie wäre dasselbe Prinzip denn bei Büchern?

Das Buch kostet 19.90€ und man muss dazu online nach dem Lesen 30 Fragen beantworten. Kann man mehr als 3 nicht korrekt beantworten, gehen der Verlag und Autor davon aus, dass das Buch sinnlos beschafft wurde und es wird eine Strafzahlung von 5€ fällig, die automatisch abgebucht wird. 🙂

…. man kann das natürlich positiv als ‚active reading support system‘ verkaufen.

„Der neue Bestseller!
Jetzt auch mit ARSS!
Nur 19.90€!“

Über CDs oder heruntergeladene Live-Aufnahmen sollten wir den Mantel des Schweigens legen. 🙂
M.

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„Time is a jet-plane, it moves too fast“

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