Scheißtext zurück ins Leben

Scheißtext zurück ins Leben


Sagen wir es lieber gleich:

Meine Laune ist schlecht, richtig übel.

Und jetzt suche ich ein Opfer.

Klar, ich könnte auch einen Kriminalfall aufziehen und die Person, die mich genervt hat, als Leiche auftreten lassen.

Aber wenn die das mitbekommen würde, wäre das blöder als andere Opfer zu suchen.

Die Leute haben ja wenig Humor den eigenen Tod betreffend.

–

Anyway, here we go:

Man braucht Resilienz, um Narzissten zu desavoieren ohne sie zu kompromittieren, denn sie reagieren gern nahezu agonistisch oder gar cholerisch. Mit munzipalen Folgen.

Die Reaktanz von Narzissten ist ja sprichwörtlich, trotz dieser Affordanz, die sie haben, so dass man gleich einen groben Keil bräuchte.

Aber warum Tulpen nach Athen tragen, wenn dort schon Eulen aus Amsterdam hocken?

Ich nenne das „prechten“.

Angeben.
Protzen.
Eindruck schinden.
Sich durch einen „Code“ abheben.
Macht durch Sprache ausüben.
Dem Leser schlechte Gefühle machen.
So tun als ob.
Prechten.


Viele tun es, keiner gibt es zu.

Nur ich.

Mir ist das nämlich „latte„, was Leute denken. Die denken eh, was sie wollen und mein Einfluss darauf ist …. winzig.

Also lohnt sich nicht die geringste Anstrengung.


Ausnahme sind Schuhe.

Da möchte ich, dass ich durch Reinlichkeit und Glanz „Eindruck“ mache.

Auch wenn die Hacken abgelaufen sind und das Metall schon bei jedem Schritt „klackt“.

Sonst sieht einen doch niemand.

Bei meinen Jahren!

Es gibt im Alter die Zeit des „Verschwindens“ auch beim Manne.

Bei mir nicht, ich setze nämlich auf akustische Reize statt „Six-Pack“.

Erfolgreich.

Klack, Klack, Klack.

So weichen die Menschen in einer Fußgängerzone schon aus, wenn ich von hinten komme!

Das gibt mir dieses „Porsche-Feeling“.

„Amazing, eh?“

Ohne Auto. Zu Fuß.

Es gibt Menschen, die dafür 200000€ ausgeben.

Ich nicht, ich laufe auf Ledersohlen 100km durch Aix-en-Provence, bis die Nägel aus der Hacke kommen.

„Und es hat ‚Klack‘ gemacht“, so sang schon Klaus Lage.

Oder so ähnlich.

Mich muss man nur nach „der Lage“ fragen und schon bin ich bei Klaus.

Das ist lästig. Das Lied fand ich blöd.

Aber deshalb vergesse ich es auch nie.

Eines der Dilemmata des Lebens. 🙂

Und nochmal „geprechtet“!

Man darf heute auch im Täglichen „Dilemmas“ sagen, aber wenn das so ein Anwalt hört, seid Ihr -sorry- am Arsche.

„Dilemma-taaaa!“ schallt es dann von einem, der von sich nichts -aber auch gar nichts- erzählen kann.

Traurig, aber auch nervig, wenn solche Vögel dann bei „Dilemmas“ kurz aus ihrem Schützengraben Rückmeldung geben, dass sie klug und gebildet …. wirken wollen.

Wirkung, die ist ja am wichtigsten.

Für manche.

–

Manchmal fallen mir Begriffe auf, die des Öfteren in den Medien plötzlich geboren werden und immer häufiger verwendet werden.

Die sind wie steigendes Wasser in St. Malo.

-Da ist der Tidenhub am größten – man hat ja einen „Bildungsauftrag“, auch ohne Kreidetafel-

Diese Begriffe -und nur die- schreibe ich in einen Email-Entwurf zur späteren Verwendung und damit ich sie nicht vergesse.

Jetzt ist diese Email weg, wohl herauskopiert diesen Vormerkteil und dann vergessen, neu zu speichern.

Dumm gelaufen.

Da war auch ein Zitat von Derya drin.

„Crazy like a f*ck“ hat sie gesagt, meinte aber -leider- nicht mich.

Früher habe ich mich über das Vergessen geärgert, konnte jedoch das meiste wiederherstellen. Ich bin nämlich recht resilient im Umgang mit meinen Fehlern.

Es sind auch zu viele.

Das ist zum Beispiel so ein Begriff.

„Resilienz„

Die wird immer wichtiger in Kriegs- und Bedrohungszeiten, bei notwendigen Einsparungen, bei den massenhaft auftretenden russischen Bots im Netz, die nur zum Provozieren da sind.

Und nicht zuletzt braucht man „Resilienz“ gegenüber dieser blauen Welle.

Die gibt es links auch, die Welle, nicht ganz so bedrohlich, aber auch nicht intelligenter und gebildeter. Tattoos sind schön, ersetzen aber Fachkenntnisse noch nicht.


„Affordanz„

Ja, der ist gerade als „Affordability“, Bezahlbarkeit, mit ähnlichen Wortstamm modern, hatten wir bei „Unsere SPD“ schon.

Wikipedia hat das hier:

„Angebotscharakter (auch Aufforderungscharakter, Anbietung, oder Affordanz, vom Englischen: affordance) ist die durch ein Subjekt (Mensch oder Tier) wahrgenommene Eigenschaft einer Umwelt oder eines Gegenstandes, die zu einem bestimmten Verhalten auffordert oder eine bestimmte Verhaltensmöglichkeit anbietet.“

Stuhl fordert zum Sitzen auf, Schalter zum Schalten, Snapchat zum Posten eines Fotos.

Soziale Medien fordern zur Teilnahme auf -teilweise bis zum Suchtverhalten- und das obwohl Computer oder mobile Endgeräte gar keinen speziellen „Angebotscharakter“ haben, weil sie so vielseitig nutzbar sind.

An sich ist „Affordanz“, eingedeutscht von „affordance“, eher zum Angeben geeignet.

Dafür kann ich das empfehlen.

Im Englischen steckt da wenigstens noch ein „Tanz“ drin.

Hübsch. Falsch.

–

Ich möchte hier Trump, Lanz und Precht keineswegs decouvrieren, das tun die schon selbst.

Dass Trump ein von der eigenen Grandiosität überzeugter Narzisst ist, das müssen wir nicht thematisieren.

Ich bin auch kein Arzt.

Es gibt ja auch andere mit diesen leichten „Tendenzen„.

Und man erkennt sie, während sie nicht sprechen, beim Zuhören schon.

Die Beine übereinandergeschlagen, locker im Sessel, entspannte Haltung beim Zuhören einem anderen zugewandt -der Blick seitlich, nicht frontal- dessen Ansichten sie nicht teilen und denen sie dann eloquent mit rhetorischem Geschick widersprechen wollen.

Und werden.

Dann umspielt ihre Lippen ein Lächeln, das an der Grenze zu einem Grinsen liegt, minimal spöttisch.

„Süffisant“, das passt.

Man sieht quasi die Gedanken sich um den Mund formen. Mein Hund leckt sich die Lippen. Hier in menschlicher Form. Ohne „Zunge“.

Machtgedanken. Sekundenlang.

Wenn Ihr das seht, wenn Ihr Eure Gefühle einem Menschen gegenüber benennt oder argumentiert:

Lauft!

Precht macht das seit Jahren.

Überheblich lächeln.

Er ist „nur“ Germanist.

Man darf ihn zu jedem Thema befragen, weil er von sich überzeugt ist.

Solche Menschen sind oft sehr erfolgreich, in öffentlichen Rollen, als Manager, in der Politik.

Die Sterne stehen gut für den Narzissmus.

Auch in den „Sozialen Medien“!

Darstellung ist wichtiger als Inhalt.
Bilder sind wichtiger als Argumente.

Leider ist „Politik“ davon auch schon durchdrungen.

Ein Fehler im System.

Wie bei mir auch. 😉

–

Lanz, mein anderer Freund.

Er hört sich selbst gern zu, auch länger.

Wie ich. Fast. 🙂

Ein Selbstdarsteller.

Als er bei „Wetten, dass?“ seine Bodenübungen …. na, wenn man sich so hinlegt und mit den Armen hoch und runterpumpt …. vorführte, Jahre her, da wurde es zum Fremdschämen peinlich.

Heute pumpt der wortreich.

Liegestütze!

Heureka!

Der nervt mich endlos.

Kennt Ihr den Podcast, er mit Precht?

Zwei, die sich lieben, weil sie beide verstanden haben, dass Selbstdarstellung zu zweit „besser kommt“.

Mit einem Stichwortgeber gegenüber, dessen Stich nur so ein Wurf einer Münze ist. Auf der steht auf beiden Seiten:

„Mach‘ et, Bro, aber lass‘ mich dann wieder!“

Alles in Schwarz-Weiß, Lanz im weißen Hemd, zwei Knöpfe offen zum Herzen, die Ärmel hochgekempelt als wolle er Steine einen Berg hochrollen wie Sisyphos.

Und dann ist da nur so eine Welle wie Precht, kein Berg, kein Hügel, nur Geschwurbel, was so klingt als habe er etwas verstanden und könne das weitergeben.

„Putin? Russland ist keine Grfahr, das ist das größte Land der Erde!“

„Warum werden Kriege geführt? Wegen Bodenschätzen! Deutschland hat keine Bodenschätze!“

Sinngemäß, aus der Erinnerung.

Der Welterklärer. Der Außenpolitiker. Der Bildungsexperte. Der Philosoph. Wie im Katalog, er liefert alles.

Wie Lidl.

Unter uns: Geht es eigentlich geistloser?

Bodenschätze.

Das muss er in einem Text aus dem 18. Jahrhundert gelesen haben und sich dann um ein paar Hunderter verrechnet haben.

„Putin ist keine Gefahr“, ja der Precht kennt die Welt.

Aber wenn man das mit Falten auf der Stirn und mit tiefster Überzeugung sagt, dann glauben das Menschen.

Meine Mutter kaufte von so einem Electrolux-Staubsauger. Für Unsummen. Precht ist auch so ein „Verkäufer“.

Nur ohne Produkt.

Ich selbst habe mal in einem Mathematik-LK -weil die so unaufmerksam waren- nur dummes Zeug gerechnet, Merkwürdigkeiten definiert, ein einziger Schwachsinn stand an der Tafel, alle schrieben mit, kritiklos, ohne Fragen, grausam.

„Das haben wir nicht verstanden, aber Sie können Dinge, ich wusste nicht, dass es das alles gibt.“

Genau. So ist auch Precht.

„Klingt gut, muss gut sein. Guter Mann.“

Es gibt Menschen, die wollen ihn als Bundespräsidenten!

Sind die … irre?

Juli Zeh wurde ja kürzlich auch gefragt -gute Bücher kann sie schreiben, aber warum bitte muss man die zu Politik befragen- und zeigte sich nicht abgeneigt, als Bundespräsidenten zu kandidieren.

Bitte, das ist doch hirnverbrannt.

Juli Zeh.

Warum fragen die nicht Lena Meyer-Landrut?

Die hat 16 Jahre Erfahrung im Öffentlichkeitsbusiness.

Neben Sanna Marin weiß man dann allerdings nicht, wer Sanna ist und wer Lena.

Mir wäre die Situation nicht unlieb.

Oder diese Schlagermutter, ach, ich komme nicht auf den Namen, die in Rot sich färbt.

Hirnarm, aber wenigstens alt genug.

Egal.

Immer noch besser als Zeh.

So, mir geht es besser nach diesem Scheiß-Text.

Danke. Falls jemand soweit gekommen ist.

Mir ist nur eine Laus über die Leber gelaufen und ich trinke nicht.

Was soll ich tun?

Es tut mir auch nicht leid.

–
„peace, tranquility and good will“

Hinterlasse einen Kommentar