Das Glück

Das Glück

…. ja, es ist nicht immer leicht, es zu finden.

Auch das Suchen kann schon in gewisser Weise glücklich machen, jedenfalls ist das meine Einschätzung.

„Glück ist nicht etwas Fertiges. Es entsteht durch Deine eigene Aktion.“

Nein, das ist nicht von mir, das ist von einem Freund.

Besser, einfacher, schneller und zielführender ist allerdings eine eigene „Glücksproduktion“!

Nicht lachen, das geht, fast jeden Morgen starte ich sozusagen beim Brötchenkauf ins Glück.

Das läuft bei mir über die Verbrauchswerte des Automobils.

  • Umleitung Anfang

Wirklich, ich bin ein großer Umweltfreund und würde liebend gern „elektrisch“ fahren, aber niemand schenkt mir den geeigneten, fahrbaren Untersatz.

Zu teuer, sorry, ich rolle mit gebrauchter Ware. Außerdem bin ich sehr anspruchslos, ich will nicht einmal ein festes Dach über meinem Kopf.

Wie beim Fahrrad.

Da will ich aber treten. Noch.

Leider scheint es offene Dächer bei neueren Autos nur mit stinkenden Abgasen zu geben. Unmöglich, gerade dafür wäre doch ein Elektroantrieb die sinnvolle Wahl.

Ein E-Cabrio.

„Macht hinne“, möchte man der Automobilindustrie zurufen.

Ach, Mann, es sollte ja um die Glücksproduktion gehen und schon schieben sich negative Elektrocabrioletgedanken vor das Schöne.

  • Umleitung Ende

Ah, ja. „Verbrauchswerte“ richtig.

Ich liebe einen niedrigen Verbrauch nicht aus finanziellen Gründen, ich mag einfach kleine Zahlen.

Deshalb bin ich früher -als ich noch nicht so klug war wie heute- oft zum Brötchenholen am Sonntag über die Autobahn in ein Dorf gefahren, 10km weit entfernt.

Da kam ich dann locker auf 6l/100km. Man kann ja auf leerer Strecke mit 100km/h rollen lassen, einen kalten Motor zu hetzen ist auch nicht weise.

3km entfernt hätte ich über 8 Ampeln gemusst und vermutlich im Schnitt -kalter Motor- bei fast 12l/100km gelegen.

Das macht morgens nicht glücklich.

Jetzt bitte nicht von „Kosten“ sprechen, hier geht es nicht um „Geld“, hier ist das Thema „Glück“.

  • Umleitung (schon wieder!) Anfang

Es wird ja viel über die hohen Diesel- und Benzinpreise geklagt, auch teilweise zu Recht. Klagen machen aber auch nicht so schnell froh und glücklich.

Auf lange Sicht erst recht nicht.

Man sieht dann früh aus wie Herbert Wehner in seiner späten Phase als Fraktionsvorsitzender der SPD.

Der Job hat noch keinen glücklich gemacht.

Versucht es doch einmal mit dem positiven Denken über „Generationen“:

Vor 50 Jahren zahlte man pro Liter Benzin/Diesel circa 1DM, also 0,50€.

Heute kostet es das Vierfache, nein, nicht für Herbert Wehner, der hatte einen Dienstwagen.

Eine Pizza, gut belegt, kostete 1976 um 8DM, also 4€. Heute zahlt man auch da das Vierfache.

Eine Langspielplatte kostete damals um 15DM, heute hört Ihr alles fast kostenlos.

Das ist ein Glücklichmachergedanke, bitte merken.

Außerdem ist der Median der Durchschnittseinkommen seit 1976 um mehr als das Vierfache gewachsen.

Kurz: Tanken ist heute billiger als 1976.

Also, wenn ich mal anderes ausblende.

Ausblenden zu können, ist auch eine Glücksformel. Bitte merken.

  • Umleitung (schon wieder!) Ende

Das gelingt mir aber auch nicht immer, das mit dem „Glück“.

Heute, nach 300 Metern Fahrstrecke musste ich an der ersten Ampel halten. Mein Durchschnittsverbrauch lag nach Wartezeit bei 42,5l/100km als die Ampel auf Grün sprang.

Grausam.

Wenn das eine Fahranfängerin sieht, dann denkt die ja „Mann, so alt ist Papa!“

Damit -mit dem Verbrauch nach Kaltstart- quält man sich den ganzen Tag herum. Wenn man in der Stadt unter 10 Liter kommen will, muss man mehrfach um die Innenstadt kreisen und für grüne Ampeln beten. Wenig Gas, selten bremsen, Freilauf nutzen und alles in dieser Unglücksstimmung.

Das ist ja fast ‚Weltuntergang‘ für mich, eine zweistellige Zahl.

Ich kann die Anzeige aber nicht einfach auf „Radio“ stellen, weil ich die Entwicklung beobachten muss wie ein Aktienhändler es auch tut.

Es geht deutlich besser.

„Glücklicherweise“, das Wort passt:

Man drückt beim Tageskilometerzähler nach dem 42,5er-Frust einfach auf „Reset“!

Dann rollt man selbst mit 260PS mit knapp 7l-Durchschnittsverbrauch durch eine Stadt.

„Glück ist nicht etwas Fertiges. Es entsteht durch Deine eigene Aktion.“

Der Dalai Lama liegt selten falsch.

–
„peace, tranquility and good will“

2 Gedanken zu “Das Glück”

  1. Als Oldtimer-Fan hatte ich mal einen 70er-Jahre-250S-Benz. Ja, der hatte zweistellige Verbräuche. Heute finanzieller Selbstmord.
    Und nun, mit dem auch schon acht Jahre alten Diesel?
    Man weiß nicht, wie lange ich ihn überhaupt noch fahren darf, bevor das Verbrennerverbot kommt.
    Aber 5 Liter Durchschnitt ist schon fein.
    Und in der neuen Heimat, der Winzstadt, kann man alles zu Fuß erledigen.

    Außer Großeinkäufe samt Bierkästen natürlich.
    Schande über mich. Aber meist bin ich sparsam mit 80 bis 100 km/h – ja, eben, UNTERWEGS.
    Aber nicht in der Stadt, das mag man hier denn auch nicht so.

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  2. „Verbrennerverbot“, das klingt oft so als müssten alle ihre Autos verschrotten. Man sollte es nennen, wie es gemeint ist „Neuwagenverbrennerverkaufsende“.

    Ich bleibe da entspannt.

    Man darf mir jederzeit vor die Tür ein Elektroauto im Tausch für einen Altverbrenner stellen. Ich wäre erfreut und würde das Gerät gern nutzen.

    Aber gebraucht findet man kaum welche und neu sind die viel zu teuer.

    Außerdem will ich eines „ohne Dach„, offen, gern ohne „Klima“ und den ganzen Spielkram der rollenden Playstations.

    Aber das bietet ja keiner an. Überwiegend dicke, fette SUVs.

    Willichnichismirzuhässlichdermist.

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