Beim Hautarzt – Version #2 – M61

Beim Hautarzt – Version #2 – M61

Das wird jetzt lang, immerhin hat ein Mensch eine Körperoberfläche von schätzungsweise 1,5 bis 2 Quadratmetern, abhängig von Körpergröße und Umfang.

Menschen sind sozusagen zwischen Liechtenstein und Russland anzusiedeln, rein flächenmäßig.

Jedenfalls habe ich nach dem Winter immer an der rechten Hand teilweise aufgerissene Fingerkuppen, der Nagel des Mittelfingers hebt auch leicht ab. Das ist eine recht schmerzhafte Angelegenheit, wenn man irgendwo anstößt und erklärt fürchterliche Foltertechniken nachhaltig.

Meine Apothekerin hatte mir deshalb bereits eine Fußcreme verkauft, sie nannte das einen „off-label-use“.

Die hat „Ahnung“.

Der Fettgehalt für Füße ist höher als für Hände. Eine höchst schmierige Angelegenheit.

Nervig, wenn man dann an der Stereoanlage Fettflecken hat.

Die Hautärztin meinte, ich solle das genauso weitermachen.

Beide -Apothekerin und Ärztin- fragten, warum meine Hand so übel aussieht und ich erklärte, dass ich Autos reinigen muss und das Haus sauber halte. Meine Pfeife putze ich mit preiswertem Whiskey, und Isopropylalkohol nehme ich für das Mundstück.

Kalk entferne ich mit Zitronensäure aus einer 1-Liter-Flasche.

„Warum tragen Sie keine Handschuhe beim Putzen?“

Das haben beide gefragt.

Meine Abneigung gegen „Warum“-Fragen ist an sich weitläufig bekannt.

„Bitte, ich komme doch nicht zu Ihnen, um die Texte der besten Ehefrau von allen, die ich je hatte, nochmal zu hören! Helfen Sie mir, bitte!“

Die Ärztin sagte:
„Hören Sie doch einfach auf Ihre Frau.“

Sie heißt Cheyenne Wankelmut-Stürmer.

Ja, die Zeiten sind so, mittlerweile werden Kevin und Charlene auch ‚Arzt‘.

Gewöhnungsbedürftig.

„CWS? Mensch, das kommt mir bekannt vor!“, sagte ich grübelnd.

„Ja, vom Papierhandtuchspender auf der Toilette!“

Das nennt man einen ‚Fauxpas‘.

Deshalb habe ich auch dem ‚computerbasierten Hautscreening‘ acht Wochen später zugestimmt, einfach, um sie zurückzugewinnen.

Ich war 5 Jahre lang nicht zu ihrem Kollegen gegangen. Die Wartezeit ist damals lang gewesen und es gab nur „Gala“ und „Petra“ im Wartezimmer. Keinen „Kicker“, keine „auto, motor und sport“.

Mein Hausarzt hat ‚alles‘, was ein Mann beim Warten braucht.

Alles.

Da bin ich oft und gern.

Blöderweise hatte ich ihr noch gesagt:

„Mit so einem Namen wird man nicht Arzt, damit geht man ins Finanzamt, denn niemand kann sich für Beschwerden Ihren Namen merken!“

Die ist noch jung, ich wollte ihr etwas ‚mitgeben‘, glaube ich, das versuchen alte Männer bei jungen Frauen, leider.

Ihre Unterschrift ist echt kurz.

Wie „Steno“.

Gute Ärzte haben immer grauenhafte Unterschriften. Dafür müssen die an der Uni einen Kurs belegen.

„Die Arztsignatur, ab 8. Semester, Seminarveranstaltung, Montag 8:00 c.t.“

Beim Hautscreening haben sie sich für alles gerächt:

Erst musste ich mich ausziehen und die junge Mitarbeiterin blieb trotzdem im Raum und bediente eine Kamera.

Dabei konnte ich -ohne Brille, klar- die farbigen Markierungen auf dem Boden nicht erkennen, die verschiedene Stehpositionen vorgaben und musste „runter“ in die Hocke zum Lesen.

Unpraktisch.

Dann wieder anziehen und draußen warten.

30 Sekunden.

Dann ging die nächste Tür auf.

Cheyenne Wankelmut-Stürmer.

Sie sagte: „Ich sehe mir das alles noch mit der Lupe an, legen Sie bitte alles ab.“

„Mann, schon wieder? Ich hätte doch auch in Unterhose rüberkommen können!“

„Herr Bruno, das hier ist kein Schwimmbad!“

–

Wenn Nick Woltemade mal heiratet und seine Zukünftige heißt „Stürmer“, soll er dann „Nick Stürmer-Woltemade“ nehmen oder „Nick Woltemade-Stürmer“?

NSW?

Australien?

–
„peace, tranquility and good will“

2 Gedanken zu “Beim Hautarzt – Version #2 – M61”

  1. Version 1 (KI) versus Version 2 (echter maddin):

    Klares Urteil: Nur der echte kann es!

    KI? Na ja. In „Bild“ sah ich neulich die (gewiss von KI erstellte) Dachzeile „Trump sollte sterben!“
    Ja, aus Sicht des Attentäters sicher korrekt.

    Aber so allein, für sich stehend? „Trump sollte sterben!“ ?

    Klingt ein bisschen so wie: „Die Fenster sollten geputzt werden!“ oder auch „Du solltest mal aufräumen!“

    Ziemlich bös missverständlich also. Hat doch kein wieder kein Redakteur nachträglich und nachdenklich draufgeguckt.

    Sollte (!) man aber bei KI machen.

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  2. Zum Spaß habe ich zweimal KI für Fälle genutzt, in denen ich Antworten kannte. Das waren Regeln für Autokennzeichen und Bob Dylan. Trotz Nachfragen war bei den KI-Antworten derart viel falsch, dass ich mich frage, wie man mit -hier sehr offensichtlichen Fehlern- „arbeiten“ können soll. Für Strukturen vielleicht brauchbar, für präzise Inhalte nicht oder noch nicht.

    Schließlich offeriert das Netz ja auch viel Blödsinn. Das gilt es, im Hinterkopf wach zu halten.

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