
Fragen zum Autofahren
Die gute alte Zeit
Im Foto seht Ihr einen alten, treuen Freund, der eine Phobie gegen Werkstätten hat. Die hat er seit 240.000 Kilometern, ja, er duldet neues Öl und neue Bremsen, aber einen Hund bürstet man ja auch regelmäßig.
Menschen gehen auch nicht gern zum Arzt, der V70 ist auch nur ein Mensch auf Rädern. Zahnriemen und Kupplung, das war über die Jahre preiswerter als die jährlichen Impfungen des kleinen Hundes. Normal, das ist Verschleiß. Also, wenn es den noch neu gäbe, seinen Sohn würde ich sofort einstellen.
Aber der „kann“ nicht viel, der hat kaum Elektronik, der sieht seine Aufgabe im Rollen. Der ist so „letztes Jahrhundert“ wie ich selbst. Der will nur um die 6 Liter Diesel zum Trinken, auch unter 5 sind mit wenig Mühe machbar. Ist eben leider alt, da konnten die Hersteller noch nicht „sparsam“.
Kleiner Scherz.
Der kleine Golf von 1981 brauchte noch einen Liter weniger. Heute fahren ja alle neuen Autos mit 3 bis 4 Litern auf 100km, das schaffe ich nicht. Genial, was die Ingenieure in 40 Jahren erreicht haben bei der Effizienz von Motoren. ![]()
Und diese normale Volvo-Musikanlage, immer wieder wunderbar, fett und laut, das ist toll gemacht für eine Standardausrüstung ohne eine spezielle 2K-Investition. Das kann Mercedes in der A-Klasse nicht, wie ich kürzlich hörte.
Automatik
Ja, ich bin so alt, dass ich nur für insgesamt 2 Jahre von 46 Jahren Autos mit Automatik fuhr, das waren aber Autos aus den 90ern und die hatten nur eine 4-Gang-Automatik, glaube ich, geschaltet habe ich die selten manuell, brauchte man auch gar nicht. Das funktionierte ziemlich gut und war praktisch. Gas weg und der Motor bremste einigermaßen mit. Auch im 4ten Gang.
Jetzt hatten wir im Urlaub ein sehr, sehr häßliches Auto aus Frankreich mit einer 6-Gang-Automatik. Mein Gott, war der schrecklich von außen, eine komplette Geschmacksverirrung. Ein Italiener macht so etwas nicht! In der Stadt sehr praktisch so eine Automatik, keine Frage, vor allem, wenn man ungewohnte Wege nimmt. Verbrauchte „nur“ 7,3 Liter mit viel Autobahn und Landstraße, das schaffe ich mit meinem Altfahrzeug leider niemals.
Man rast nicht mit einem bequemem Bus.
Leider habe ich bei dem Automatik-Franzosen vor dem ersten Kreisverkehr versehentlich den linken Fuß auf die Bremse des Franzosen gestellt, kann passieren, wenn man 13 Jahre keine Automatik-Autos fuhr. Man erschrickt, die Frau nebenan noch mehr. Nichts passiert. Aber schön, wie schnell so eine Karre steht. ![]()
Danach bin ich nur noch mit nacktem linken Fuß gefahren, das war nicht nur erfrischend kühlend bei 28°C sondern verhinderte, dass ich den Fuß benutzte und zwar mit Sicherheit, denn es geschah kein zweites Mal. Fahren alle Automatikfahrer nur mit einem Schuh? Kann man als Automatikfahrer auch einen rechten Schuh einzeln kaufen? Ich mag das Wort „Automatikfahrer“, man denkt dabei ja schnell, der Fahrer sei der Automat.
Ok, nun zum ernsten Teil und seinen Fragen:
Wie fährt man mit einer Automatik durch kurvige Landstraßen, die in Serpentinen hoch und runter führen? Wie fährt man „normale“ Landstraßen mit teilweise engeren Kurven in denen nur 70km/h erlaubt sind? Immer bremsen? Grauenhaft, so fahre ich mit Handschaltung auch nicht.
Vor der Kurve runterschalten, ab Kurvenmitte kann man wieder Gas geben und dann wieder hochschalten. So eine Automatik sucht nur nach niedriger Drehzahl, die hat keine Ahnung von Kurven. Also schalte ich die ganze Zeit manuell, eine Bremse braucht man dann fast gar nicht. Es geht nicht darum, besonders zügig zu fahren, sondern sicher und so, dass man das Auto gut „im Griff“ hat. Mit ständigem Bremsen geht das nicht. Ich habe mich in meinem alten Handschalter schon gefragt, warum so viele Leute vor mir immer bremsen, wenn sie eine Kurve sehen. Die fahren mit der Automatik! Das war mir gar nicht klar.
Dasselbe bergab, da schalte ich auch runter, die Automatik weiß nichts von „bergab“, das Auto wird dann schneller. Also sogar auf der Autobahn mit Bergen: Automatik nicht gerade praktisch. Aber das Schalten geht schnell, man merkt das kaum.
2022 waren in Deutschland bereits fast 70% aller neuen Autos ab Werk mit Automatikgetriebe ausgerüstet! Da muss es doch Tipps geben, wie man damit „richtig“ fährt!
Oder war die Leihkarre einfach ein Kleinwagen mit einer Billigautomatik und die hübschen Hochpreisprodukte aus Stuttgart, Ingolstadt und München machen das alles viel besser?
Wenn nicht, dann mache ich das nicht mit, genau wie „Sommerzeit“, auch so eine moderne Automatik.
Meine Uhr hat „Normalzeit“. Basta.
Spurhalteassistent
Dieser Leihwagen piepte immer, wenn man zu dicht an den Seitenstreifen oder an den Mittelstreifen kam, ich dachte erst, da sei etwas kaputt, zum Glück vibrierte das Lenkrad nicht. Meine Frau, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, wollte dann, dass ich „piepfrei“ fahre. Richte ich mich nach dem Fiepen eines Autos? Nein. Also muss man das bei jedem Start abschalten. Toll. Habe ich jeden Tag viermal oder öfter gemacht, heimlich, damit meine Frau das nicht merkt.
„Bitte fahr doch in der Mitte“ ist auch so ein Fiepen, das verdoppelt das Problem. Aber man kann *beides* ausschalten, mit einer einzigen Kombi-Funktions-Taste!
Start-Stop-Automatik
Das ist sicher energiesparend und umweltfreundlich in der Stadt, gut und schön, das kann ich akzeptieren, es war ja nur ein Leihwagen. Wäre das aber mein eigener, würde ich mich fragen, ob das gut für meinen Motor ist. Ist der kalt, ist es ziemlich schlecht, wenn der im Winter an den ersten 10 Ampeln auf 3 Kilometern immer wieder ausgeht. Auch wenn er halbwegs warm ist, kann das nicht so gesund sein, jedenfalls nicht „in the long run“.
Jedesmal fällt der Öldruck ab, beim Start muss er neu aufgebaut werden. Auch, wenn das nicht lange dauert, ist die Schmierung für kurze Zeit nicht optimal und das erhöht den Verschleiß. Oder nicht?
Also liegt eine Wahl zwischen „Umwelt schonen“ und „Motor schonen“ vor? Ist das richtig oder habe ich etwas nicht verstanden?
Oder haben die das technisch sauber gelöst?
Musik konnte der Franzose auch nicht, klang über Spotify und Mobiltelefon echt bescheiden.
Da konnte Daliah Lavi auch nicht „dagegen an“. Auch andere nicht. Moderne Zeiten.