
„Ilsebill salzte nach“
Laut einer aktuellen Abstimmung unter Beteiligung vieler Experten ist das der ‚brillianteste Anfang deutschsprachiger Romane und Erzählungen‘, „Der Butt“, klar.
Allerdings bin ich auch nicht viel weiter gekommen.
Früher hatte ich den Butt links und rechts „Hitler“ von Fest, damit konnte man die Schallplatten gut fixieren.
Aber Fest habe ich wenigstens gelesen.
Dass Grass links stand und Fest rechts, das fällt mir erst jetzt auf.
„Schwarzenbeck setzt nach“ von Rudi Michels als Sportreporter beim Länderspiel ist nicht ausgezeichnet worden.
Und in New York gibt es jetzt Hundeboxen mit Kamera und Heizung, damit der Kunde in Ruhe einkaufen oder essen gehen kann.
Die kosten dort 20 Cent pro Minute, also 12$ pro Stunde, aber mir fehlen die Vergleichswerte mit Parkplätzen und den öffentlichen Toiletten der Millionenstadt.
Es könnte sein, dass es für diese sogenannten Tierfreunde preiswerter wäre, das Tier in einer Toilette einzuschließen.
Das sind schon anspruchsvollere Meldungen aus dem täglichen Nachrichtengestrüpp.
Dann habe ich noch eine Diskussion über den Philosophen Precht in einer facebook-Gruppe verfolgt.
Ich stelle mir Philosophen optisch immer anders vor, mit kürzerem Haar, dickerem Bauch und eigentlich ganz ohne Gesicht, das liegt an mir, könnte aber einer der Gründe sein, weshalb er fast so oft in Talkshows erscheint wie Sahra Wagenknecht, allerdings unrasiert und ohne Kleid.
Precht natürlich, nicht Sahra.
Diese Diskussion im Forum war derart angereichert mit eklatanten Rechtschreibfehlern, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, dass die alle ein Buch von ihm gelesen haben.
„Mengel“, das kann man eben beispielsweise auch falsch verstehen.
Und dann war da noch ein Bericht über posttraumatische Belastungsstörungen, dessen wesentliche Aussage war, dass „manchmal“ das Spielen von Tetris am Computer mehr hilft als das therapeutische Reden über Erinnerungen.
„Manchmal“ könnte in der BILD dann sinnentstellend gefehlt haben, aber wenn man als Computerspiel Tetris wählt, dann kann man sich vorstellen, seit wann die an der Studie gearbeitet haben.
Also, wenn man mal richtig böse sein möchte.
Wobei es durchaus nicht falsch ist, „manchmal“ lieber zu schweigen als zu reden, das haben die bei den Sondierungsgesprächen ja nun auch verstanden.
„Sie kennen mich“ wird trotzdem keinen Preis mehr gewinnen.
Es ist gar nicht so einfach, einen unsachlichen, richtig arroganten, besserwisserischen Text zu verfassen.
Andererseits kann das ja heute jeder Idiot öffentlich tun und das ist auch einer der Gründe, weshalb man denkt, die Welt werde immer schlechter.
Sie war nie anders, nur habe zum Beispiel ich das früher nur einem Betrunkenen am Tresen der Kneipe sagen können.