*School’s Out II*
Sehr geehrter Herr XXXX,
ich bedaure, dass Sie unser kurzes Telefonat als „unerfreulich“ empfanden.
Mein Ziel war lediglich, einen Termin zu einem kurzen, persönlichen Informationsgespräch mit Ihnen abzusprechen. Die war auch der Inhalt der SMS, die ich Ihnen vorher sandte. Sie sind Klassenlehrer und für mich der erste Ansprechpartner in einer Organisationsfrage.
Es ist das erste Mal, dass ich einen Gesprächswunsch Ihnen gegenüber äußerte. Diesem Wunsch haben Sie trotz wiederholter Nachfrage meinerseits nicht entsprochen.
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Sie fragten mich weiterhin, Sie verstünden nicht „welches Problem Sie eigentlich haben, Herr MGB“.
Das hatte ich Ihnen am Telefon eigentlich ausreichend dargestellt.
Ich habe das „Problem“, dass mir Ihre rechtliche Grundlage für die Anforderung eines ärztliches Attestes vier Wochen nach dem dreitägigen Fehlen meines Sohnes fehlt.
Diese Frage halte ich für berechtigt und Ihre Antwort, das „sei an Ihrer Schule eben so“, ist für mich nicht ausreichend. Dass Sie das nach eigener Aussage „mit allen Schülern immer so handhaben“, ist für mich ebenso keine Begründung.
Eine generelle Attestpflicht ab dem dritten Fehltag eines Schülers an Ihrer Schule gibt es nicht, dies bestätigte mir auch die Schulleitung.
Sie behaupteten, ich habe diese Bestimmung auf „einem Blatt unterschrieben und zur Kenntnis genommen“. Bitte legen Sie mir dieses Schreiben mit meiner Unterschrift vor.
Weiterhin äußerten Sie, meinem Sohn entstünden „keine Nachteile“ dadurch, dass Sie sein Fehlen entgegen seiner und meiner Aussage als „unentschuldiges Fernbleiben“ betrachten. Auch dies halte ich für unzutreffend, da mein Sohn nun verpflichtet ist, ein „unentschuldigtes Fernbleiben“ von allen seinen Lehrkräften abzeichnen zu lassen.
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Nochmals zur Verdeutlichung:
H. war krank und hat dadurch keine Klassenarbeit versäumt. Er hat Ihnen seine Erkrankung pflichtgemäß per SMS mitgeteilt.
Während seiner Krankheit bin ich in der Schule gewesen und habe ebenfalls mitgeteilt, dass er krank ist.
Seitdem Sie sein Klassenlehrer sind, hatte er noch *keinen einzigen Fehltag* wegen einer Krankheit.
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H. schätzt Sie und ihren Unterricht.
Er wirkt auf mich nunmehr enttäuscht von Ihren Reaktionen auf sein Bemühen, sich korrekt zu verhalten.
Weil Sie ein Attest fordern, ist H. jetzt, also vier Wochen später, eigenständig zu einem Arzt gegangen, um sich rückwirkend ein Attest ausstellen zu lassen. Dass derartige Atteste nicht akzeptabel sind, ist mir bewusst.
Ich verdeutliche hiermit lediglich die Unruhe, die Sie uns und H. mit ihrer Forderung seit Tagen bereiten.
Meinen Wunsch nach einer persönlichen Klärung wiederhole ich hiermit ein drittes Mal, jedoch nunmehr unter Teilnahme Ihres Schulleiters.
Mit freundlichen Grüßen
MGB