*Manchmal ist ein Satz von vorn nerviger als ein Bumms von hinten*
Es ging schon um 5:30 Uhr los als ich geduscht das Frühstück fertig hatte und die Zeitung las nachdem ich mit dem Posteingang aus Donalds Ländereien fertig war.
Zeitverschiebung.
Da hat der Hund gebellt, kurz und heftig, weil da ein Mann auf der Straße stand, der da nicht hingehört. Der Hund ist nicht dumm, ich finde im Dunklen herumstehende Männer auch ebenso verdächtig wie im Halbdunkel leicht bekleidete Frauen rüberkommen.
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Eine von denen habe ich auf dem Weg zu einem Konzert mal eilig an der Reeperbahn nach der Uhrzeit gefragt, weil das in Zeiten war als ich das Tragen von Uhren noch grundsätzlich ablehnte. Genau genommen lege ich mit den Jahren viele Grundprinzipien ab. Das ist die Milde des Alters.
„Uhrzeit? Klar, hab‘ ich“, hat die damals gesagt, „… kostet 5DM.“
Plötzlich hatte ich doch mehr Zeit als vorher.
„Das ist ganz schön teuer für einen Blick auf die Uhr!“
„Klar“, hat sie gesagt, „… aber ich habe ja eine Uhr.“
Die war jedenfalls schlagfertig. Ich kann nicht sagen, ob das auch beruflich bedingt war.
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Hach, schon wieder verirrt in den alten Zeiten.
Also der Hund hat gebellt.
90 Minuten später hat es dann an der Kreuzung von hinten ganz laut gebummst. Also eher „gerummst“, ich war eben gedanklich noch bei der mittlerweile alten Dame mit der Uhrzeit.
Da ist mir eine von hinten gekommen und … hat sozusagen zugeschlagen.
Und als ich dann schon überlegte, wo ich mit der hinter mir zum Datenaustausch hinfahren könnte, kommt von links durchs offene Fenster eine samtig dunkle Stimme und fragt von der Gegenfahrbahn:
„Na, ist das nicht ein richtig schöner Morgen?“
Das war Nscho-Tschi von der Tankstelle.
Jedenfalls hellt einem so ein Anblick das Gemüt etwas auf, solange man die Schäden am Hintern des Kombi noch nicht gesehen hat.
Dann kurz um die Ecke und aus dem gegnerischen Unfallauto entsteigt eine …. blonde Erscheinung.
Wunderbar, …. ich hatte nun gar keine Lust mehr auf die Beule.
Leider kannten wir uns schon aus unserer mathematischen Vergangenheit.
„Hach, wie schön, das Du das warst, Ally!“
Alina blieb auch ganz entspannt obwohl sie ja alte Lehrer auch nicht jeden Tag von hinten nimmt.
Abends, nach dem Trip in die Landeshauptstadt zum Bachelor-Treffen mit meiner jungen Verwandten, die „umwerfende“ Nachbarin zur Begrüßung:
„Was hatte denn der Hund heute früh? Ich habe bei 40 aufgehört zu zählen!“
Ohne ein „Hallo“.
In 300 Hundetagen dürfte es das erste Gebell am frühen Morgen bei geschlossenen Türen und Fenstern gewesen sein.
Da muss man schon das Ohr an der Wand haben, um genau und korrekt zählen zu können.
Und weiter als bis 10 … kann die gar nicht.
Andererseits zähle ich die nachts nebenan in Wände gebohrten Löcher nicht.
Ja, manchmal ist ein Satz von vorn nerviger als ein Bumms von hinten.