„Hallo, Ronja!“
…
Kurz: Es war wie immer.
Die Gans war super, die Geschenke auch.
Also für die Kinder, ich habe das erste Mal keine bekommen, „wir schenken uns ja nichts“ und das war recht angenehm, vor allem vor Weihnachten.
Und ich habe nach 25 Jahren Gans zum ersten Mal ein Bein bekommen! Ich habe nämlich einfach gefragt. Das war viel einfacher als ich zunächst dachte, weil es immer zwei Zusatzbeine für 8 Personen gibt. Die Kinder bekommen sowieso Beine und daher hatte ich 25mal zugunsten anwesender Damen verzichtet. So ein schlankes Bein auf dem Teller einer Dame sieht besser aus als ein massiges Stück Brust. Ein Bein verschlankt ungemein, fast wie hohe Schuhe.
Ein Bein, das schmeckt noch besser, wenn es das erste ist. Ich will 2017 wieder eines, vielleicht wieder das Linke, weil heute alles politisch betrachtet wird.
Also war schon durch das Bein doch nicht alles ‚wie immer‘! Noch mehr, denn am Tag davor, beim Krippenspiel in der Kirche, hat Melina einmal „Hallo, Ronja!“ gesagt und einmal „Ja, komm, Ronja!“
Richtig wäre jedoch gewesen
„Hallo, Maria!“ und „Ja, komm, Maria!“
Das waren die schönsten Momente ‚an‘ Weihnachten, weil bei ersten Mal leise gelacht wurde und beim zweiten Mal schon etwas mehr.
Danach habe ich dann still bis zu „O Du Fröhliche“ durchgeschlafen. Dazwischen passten keine Höhepunkte.
„An Weihnachten“, wer hat damit nur angefangen?
„An Ostern“, „an Pfingsten“ …?
Das steht sogar in der Zeitung!
„Zu“ heißt das! Basta!
Da könnte man sich glatt aufregen, wenn es nicht das Fest der Liebe wäre. „An Fronleichnam“ würde mich nämlich weniger stören. „Happy Kadaver“ haben wir als Kinder gern gesagt. Dass 2016 nicht gerade ganz oben in der Hitparade stehen wird, das liegt schon am Fehlen von Bowie, Willemsen und Cohen.
Und weil der junge Pastor gestern aussah wie James Bond in dessen Phase der Defloration aber so sprach wie James kurz vor dem Abdrücken, habe ich beschlossen, dass ich nur sechs Minuten „Restless Farewell“ von Dylans Sinatra-Tribute zu dessen 80stem will. Das reicht.
„Abdrücken“ mit dem Revolver natürlich.
Gut war auch, dass ich gestern mehr Punkte bei „Make ’n‘ Break“ geholt habe als unsere Kurze. Ich habe seit 7 Jahren nicht mehr bei Memory gewinnen können. Leider habe ich bei „Make ’n‘ Break“ den hellblauen Holzstab einmal mit dem dunkelblauen verwechselt. Oma hatte schon dazwischen gerufen:
„Falsch, falsch, Du musst den schwarzen nehmen!“
Es gibt aber gar kein Schwarz. Das hat mich trotzdem einen Punkt gekostet. Der Anwalt wollte dann nicht mehr mitspielen, weil ich nicht hätte weiterbauen dürfen. Hach, „gnadenbringende Weihnachtszeit“, wenn er doch ein Gnädchen davon mitnehmen könnte.
Die Kurze hat das dann hinterher wieder gerettet:
„Er ärgert sich bestimmt nur, weil er langsamer ist als Du.“
„Du …. auch?“
„Nein, ist ja Weihnachten, da lasse ich Dich gewinnen.“
Endlich regt sich mal einer auf, der dieses „AN“ Weihnachten nicht mehr hören kann. Wird so was nicht in der Schule gelehrt ??? Ganz zu schweigen, daß auch bei vielen Interviews im TV fast nach jedem Satz ein „HALT“ kommt. Warum ? Soll ich nun anhalten weiter zuzuhören ? Und noch mehr zu schweigen über diesen Dialekt aus Süddeutschland, den unsere Wintersportler vor der Kamera von sich geben. Haben die wirklich keinen Deutschlehrer in dieser Gegend ? Findet jedenfalls Micha !!!
Meine Gans ZU Weihnachten war übrigens auch ganz gut.
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🙂
Wir hatten die Gans *an* …. Rotkohl und Klößen. Man hat aber eher Rotkohl und Klöße *zur* Gans.
Die ist ja die Hauptperson!
Das geht in dem Fall beides. 🙂
Ansonsten bin ich gar nicht so.
Aber zu Weihnachten schon.
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