*… wie im Western*
Im Western gibt es meist eine böse, dunkle Gestalt, von der man zu Beginn der fiktiven Geschichte schon beim Ritt durch die Prärie ahnt, dass sie die folgenden Spätnachrichten im TV verpassen wird.
Diese Menschen gibt es im Ansatz auch in der Realität, dort aber, so glaube ich manchmal, bis in alle Ewigkeit unter verschiedenen Namen.
Das mit dem Parkplatz von heute lasse ich mal weg.
Eine richtig böse, böse Frau war das.
Der Mund war so klein und so verkniffen, das war eher ein Loch.
Ihren Mann kannte ich ja schon, der ist auch so.
Auch etwas kurz.
Man kann auch sagen, dass es Leute gibt, die sich durchsetzen wollen, egal ob sie im Recht sind oder nicht, egal wer ihnen gegenübersteht, egal wo und wann, im Straßenverkehr oder bei Lidl an der Kasse. Die brauchen häufig Anwälte.
Und um sich durchzusetzen oder im ihr Leben mit Leben zu erfüllen suchen sie … Streit.
„Dees ist ja, sag‘ ich mal, die höggschte Herausforderung für einen Spieler“, würde Jogi im Interview wieder sagen.
Im einem alten Western würde der Sheriff im Saloon zu seinem Hilfssheriff beim Whisky am hölzernen Tresen hingegen über den Gesetzlosen sagen:
„Der sucht nach dem einen Mann, der das eine Mal schneller zieht als er selbst, …. bis er ihn gefunden hat.“
Und auch, wenn der Sheriff alt und krank ist und John Wayne heißt, so ahnt man doch, dass er, der Alte, noch ein letztes Mal derjenige sein wird, der dieses eine Mal gegen Ende des Films …. schneller ist.
Bis das Gute siegt, dauert das meistens um die 90 Minuten.
Diese Hoffnung trägt den Film und wehe dem Film, wenn sie enttäuscht wird! Dann sieht man sich den kein zweites Mal an. Man will doch, dass das Gute siegt …. bevor man in den ‚Tagesthemen‘ danach wieder daran zweifelt!
In der Politik scheint es auch immer mehr Menschen zu geben, die derart denken und empfinden, also … auf der eher bösen Seite. Die ersten drei Plätze sind gerade fest vergeben.
Revolverhelden sind vieles, nur eines sind sie nicht:
Helden.
Ahnt man es nur?
Die Ahnung neuer vagabundierender neuer Revolverhelden auf Seite 1 der Tagespresse schleicht sich in dunklen Gassen von hinten … in den ‚Tagesthemen‘ an.
Und während sich das tippt, denke ich an einen, der die Steine auf dem Backgammon-Brett heimlich verschiebt, wenn seine Frau sich einen Tee aus der Küche holt …. während er über seinen nächsten Zug nur „nachdenken“ wollte.
Das Böse ist überall.
Warum nur nimmt sie das Brett nicht mit in die Küche?
Kann man doch!
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„To me, the award is like pinning a medal on Mount Everest for being the highest mountain.“ Leonard Cohen about Dylan getting the Nobel Prize for literature