









Fernsehserien
Mir wird immer wieder von aktuellen Fernsehserien berichtet, von „Walking Dead“ oder von einer Serie mit einem, der ‚Sheldon‘ heißt und mit mir angeblich Ähnlichkeiten haben soll.
Schon deshalb sehe ich mir Letzteres lieber auch nicht an.
Man kann solche Serien auch über Amazon-Prime ansehen, das hat mir Sabrina beim Montagmorgenkaffee neulich erzählt.
Das wusste ich nicht mal, ich dachte immer dabei ginge es um den kostenlosen Versand oder so.
Das mit den Serien war früher am Vorabend richtig nett.
„Mit Schirm, Charme und Melone“, „Percy Stuart“, der Schwerenöter, „Daktari“, „Rauchende Colts“ und Elise, der Ameisenbär.
Und „Kurier der Kaiserin“ und „Sergeant Berry“ mit Wussow.
Mit Juhncke war das nicht mehr so gut. Aber Andrea Rau war ja noch dabei.
An die erinnere ich mich fast so gut wie an „Immer wenn er Pillen nahm“ mit Stanley Beamish.
Spätestens mit „Sandokan“ war dann Schluß.
Da hatten wir schon Farbfernsehen.
Eine kleine Serienrückkehr hatte ich nochmal bei „Dallas“, aber das war nur lustig, weil mein Bruder gern Whiskey trank.
Wir haben „Dallas“ ausschließlich in Schwarz-Weiß gesehen. Wir hatten damals zwar schon Farbe, aber die haben wir immer rausgedreht, weil Serien einfach nur in Grautönen gut sind.
Mein Bruder nahm bei „Dallas“ immer, wenn Bobby, JR oder dieser Looser, der als einziger gut schauspielerte, etwas tranken, auch einen guten Schluck.
Am Ende einer Folge war der meistens fertig.
Manchmal habe ich ihm nur noch die Decke übergelegt und die Kiste ausgemacht.
Geraucht wurde damals meines Wissens schon nicht mehr in US-Serien. Das triebt einen den französischen und italienischen Spielfilmen quasi in die Arme. Das war also letztlich eine gute Sache.
Die meisten Dinge gehen ja zum Schluss gut aus.
Und wenn das mal nicht stimmt, dann ist das Ding noch nicht wirklich zuende gelebt.
Jedenfalls sehe ich mir keine Folge irgendeiner Serie an, weil ich fürchte, dass ich dann -egal wie blöd die ist- wissen will, wie es weitergeht.
Dann richtet man sein Leben nach einer Fernsehserie und muss das jede Woche gucken.
Das ist wie mit Chips.
Wenn ich davon einen einzigen essen würde, dann würde ich erst aufhören, wenn die Tüte leer ist.
Das Geheimnis besteht an sich lediglich im Verzicht auf den ersten Chip.
Den einen darf man nicht essen!
Und ich habe jetzt bestimmt schon 35 Jahre lang keinen Chip mehr gegessen.
Also dieses fettige Zeug mit Paprika und Gewürzen.
Ich habe eben noch überlegt, wie die heißen, weil ich bei „Chips“ eher an Computer denke.
Das ist auch sowas, was man nicht mehr lassen kann. Genau wie das mit dem mobilen Telefon. Das sind auch Chips drin.
Das hat mir aber vorher keiner gesagt.
Deshalb kann man das Ding nicht mehr loslassen.