*Festhalten*
…. kann man irgendwie *nichts*.
Hier in Dithmarschen habe ich gestern Dumbo, den kleinen Elefanten, in den Wolken am Himmel gesehen und jetzt am Morgen eine Robbe am Strand. Dazu noch unseren kleinen Hund in *exakt* der Haltung, die er täglich zweimal einnimmt. Es war leider genau die. Und jedesmal hole ich das Handy aus dem Haus, aber Dumbo, Robbe und Hund sind weitergezogen und verwischt und weg.
Ganz ähnlich ist das mit Schirmen, Handschuhen und Feuerzeugen, die kann ich auch nicht festhalten und lasse die ständig irgendwo liegen, im Café, an der Tankstelle oder in der Bibliothek. Zum Glück wissen die, zumindest an diesen drei Orten, wem das gehört und heben mir alles auf. Bis auf den Futterbeutel vom Hund, der ist verschwunden.
Und die Feuerzeuge, die verschwinden in Handtaschen oder Tabakbeuteln anderer. Ich hatte mal einen Freund, der das mit den Feuerzeugen als Sport betrieb. Der hatte vor 35 Jahren eine ganze Schublade voll damit, ich durfte mir meine dann wieder raussuchen, das weiß ich noch. Der Wolfgang, der hat heute bestimmt ein Extrazimmer für die Feuerzeuge, also wenn der noch raucht.
Schirme kaufe ich aus Sicherheitsgründen bei Rossmann, die schwarzen Stockschirme kosten da 3,99€ und wenn man drei Stück kauft, kommt man damit durch einen trockenen Sommer relativ gut.
Meine Frau, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, sagt dann öfter, dass ich mir zum Beispiel einen teuren Schirm kaufen soll, weil ich auf den besser aufpassen würde. Doch so einen richtig teuren von Cerruti habe ich zu Ostern gefunden. Der war bestimmt von einem Mann, dessen Frau dasselbe sagte, und jetzt ist der auch wieder bei Rossmann, hat aber 69,95€ bei Cerruti geparkt.
Den schwarzen Schirm aus Italien benutze ich natürlich nicht, schon damit der nicht nass wird.
Mit Moden ist das auch so.
Wenn man die versucht festzuhalten, wird das schnell ganz peinlich. Zum Beispiel gibt es das Cover zu „Here & There“, einer 1976er Live-Platte von Elton John. Da trägt er zum Mantel mit Pelzkragen eine adidas-Jogginghose. Das Wort Jogging hieß damals vermutlich noch ‚Dauerlauf‘, das Wort kennt heute keiner mehr.
Also ich habe dann zur Schule auch diese Hosen mit den drei Streifen getragen, auch mit offenen Reißverschlüssen an den Knöcheln, in rot oder in blau. Dazu aber Stiefel und ein schwarzes Jackett von meinem Vater. Wenn ich das später *vor* der Tafel noch getragen hätte, wäre das peinlich gewesen. Andererseits trage ich auch mehr als 40 Jahre später immer noch am liebsten halbhohe Stiefel, das gibt mir die nötige Standfestigkeit für’s Leben. Turnschuhe sind dagegen eine wackelige Angelegenheit. Junge Leute heute sollten darüber mal nachdenken!
Im Studium habe ich nur schwarze Sachen getragen, weil dann alles immer zusammenpasst.
Als ich dann mit meinen ganzen Brüchen in der 5. Klasse ankam, haben die gesagt, dass sie erst recht keine gute Laune kriegen, wenn ich immer so „traurige Sachen“ anhabe. Dann habe ich einen bunten Pullover gekauft und die haben geklatscht. Das war beides ziemlich ungewohnt.
Und gestern hat mir jemand hier gesagt, dass hier zu wenig los ist und dass sie in eine große Stadt ziehen muss, wo das Leben tobt. An der Idee hält sie hoffentlich nicht mehr so viele Jahre fest. Erst „zum Sterben“ will sie wieder nach Dithmarschen.
Das wäre mir persönlich ja zu einsam, andererseits ziehen hier die jungen Leute alle weg und haben vielleicht ähnliche Pläne. Dann werden hier mal viele alte Leute durchs Watt laufen. Heute kosten die Häuser teilweise schon so viel wie ein gut ausgestatteter VW Golf.
Gute Tage sind ja am schlimmsten. Wenn man versucht, die noch um 24 Stunden zu verlängern, dann sind die zuende bevor der Mond des ersten Tages aufgeht. Manchmal werden schlechte Tage aber auch erst gut, wenn der Mond aufgeht.
Daran sollte man an besonders schlechten Tagen auch mal denken.
Du weißt, was Dummbratzlagerfeld zum Thema Jogginghosen sagt?
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Ja. 🙂
Hätte ich das 1976 gewusst, hätte ich die auch nicht angezogen. KL hat es viel später gesagt. 🙂
Er ist viel. „Dumm“ für mich aber nicht.
Die Biografie ist zB deutlich lustiger als die meisten Comedians. 🙂
Habe ich meiner Frau geschenkt und heimlich gelesen.
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Ich hab eindeutig das falsche Worte gewählt, stelle ich gerade fest, nachdem ich Wikipedia danach befragt hab- ein „Dummbatz“ meint offiziell was anderes, als ich bisher dachte… Also bezeichne ich ihn einfach als Labertasche. Auch schön und sogar mit modischem Bezug. 😉
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Wundervoll, besonders der „modische Bezug“. Ich las zuerst *Lagertasche*. Schwamm drüber. 😉
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