„Fußball“ ist kein „Schach“

„Fußball“ ist kein „Schach“


„Schach“ spielt sich zwischen zwei Köpfen ab.

… und das trotz all der kleinen Tricks und Kniffe, die da nebenbei benutzt werden.

Es gibt Spieler, die nerven ihren Gegner beispielsweise absichtlich dadurch, dass sie Figuren nicht mittig auf dem quadratischen Feld E5 platzieren, sondern zum Rand hin oder in einer Ecke.

Alle Figuren. Fies.

Heute habe ich manchmal das Gefühl, dass zwei Trainer zwar Fußballmannschaften trainieren, aufstellen, einstellen, den Gegner analysieren und taktische Varianten planen und einsetzen, ….. aber der Unterschied zum „Schach“ wird zunehmend kleiner.

Die Bauern beim Schach sprechen nicht miteinander, die Figurenhierarchie ist klar, da bewegt sich unter den Figuren nichts.

Zumindest wissen wir es nicht.

Es ist durchaus denkbar, dass ein empfindsamer Turm nach einem langen Zug über das Brett denkt

„Meine Fresse, immer ich, können die anderen auch mal etwas machen?“

Beim Fußball ist Kommunikation mit und zwischen den Figuren wichtiger als jede Computer-Analyse.

Zumindest glaube ich das.

Junge Trainer neigen vielleicht zu sehr zur Analytik und zu wenig zum Menschelnden.

Fußball ist nämlich kein „Schach“ mit 11 Figuren.

Da heißt es gerade -gerüchteweise- einer habe sich „abgekapselt“ vom Team.

Wären die Weltmeister geworden, hätte man gesagt, der habe seine Rolle als Ergänzungsspieler „toll angenommen“.

Alles ist interpretierbar.

Wie alle „Geschichten“ ohne Quellen.

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Ich leide auch mit den „Schachspielern“ unter den Trainern.

Zusammengesunken mit hängendem Kopf auf der Bank nach dem Ausscheiden, das ist einfach traurig, das anzusehen.

Dass hinterher das Interview komplett „in die Hose“ geht, ist fast verständlich.

Also für mich.

In dem Alter ruft man die Mutter an!

Kurz: Ein Kommunikationsdesaster.

Genau so eines wie zu wenig Gespräche mit den „Schachfiguren“.

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Reizvoll sind ja die sperrigen Trainer-Typen wie der Zwilling von Iggy Pop bei Ecuador oder der Argentinier Bielsa auf der Bank von Uruguay.

Der saß bei Leeds United früher am Spielfeldrand auf einem Eimer.

Wegen seiner chronischen Rückenschmerzen.

Ein Vorbild von Pep Guardiola, taktisch, aber nicht bei der Kommunikation.

Beim offiziellen WM-Fototermin sah Bielsa nicht in die Kamera, sondern zu Boden.

„Ich bin kein Model!“ kommentierte er sinngemäß.

Sein Heim belagernde „Ultras“ soll er vor 30 Jahren mit einer Handgranate vertrieben haben.

„Ich ziehe den Stift!“

Ob das stimmt, wir wissen es nicht.

Ich habe -leider- wenig Vertrauen in Aussagen von Ultras und Paparazzi.

„Man sah den Wahnsinn in seinen Augen“, sagten sie.

Deshalb nennt man ihn „el loco“, „the madman“, „den Verrückten“.

Ich mag Verrückte.

Ich kann nicht anders.

Seine Pressekonferenz nach dem Ausscheiden Uruguays soll 100 Minuten gedauert haben.

Ob er Fragen beantwortete, habe ich nicht recherchiert.

Ich vermute, dass das nicht der Fall war, es entspräche ihm nicht.

Wenn Trainer einen Spitznamen haben, ist das entweder ein gutes Zeichen oder ein schlechtes.

Aber es ist ein Zeichen!

Das gilt auch für Spieler.

Mir fällt heute keiner mit einem „Nick“ ein, außer „Bambi“.

Wie „Ruuudi“ beispielsweise.
Oder „Uuuuuwe“.
Oder „Schuuulz“ in Dortmund.

Keine Tribüne grölt „Baaaambi“.

Die haben derzeit leider keinen mit einem langen „U“.

Undav hat nur ein kurzes „U“.

„Kaaaarl“ könnte die Zukunft sein. Laut.

Hach.

Dem Rudi haben sie in Rom einmal das Auto geklaut, einen Mercedes.

Dann stand das in der Zeitung.

Zwei Tage später stand der gewaschen wieder vor seinem Haus.

Mit einem Zettel.

„Scusi, Rudi“

Fußball ist ein einfaches Spiel.

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„peace, tranquility and good will“

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