„Ich habe noch nie“

„Ich habe noch nie“

Nun ja, das dürfte jeder zu bestimmten Gelegenheiten schon gesagt haben.

Jedenfalls habe ich mir noch nie Pommes Frites gekauft, ich habe mal probiert, aber nicht selbst gekauft. Süßkartoffelpommes habe ich sogar auch schon zum Fisch bestellt und gegessen, aber von einem Teller, nicht aus einer Papiertüte, die vermutlich schnell fettig wird.

Es gab auch nur die Wahl zwischen den beiden Pommes-Sorten, dann frage ich nicht nach Kartoffelspalten, die näher an der Natur sind oder gar nach Reis.

Farblich sind die aus Süßkartoffeln auch in einer anderen Liga, speziell im Kombination mit gegrilltem Fisch, aber der sollte ohne Gräten sein.

Manchmal, das habe ich gesehen, schmieren Menschen dann noch Ketchup oder Majonäse in die Papiertüte, das muss recht matschig darin werden.

Meine Tochter hat diese Nebenprodukte immer separat auf einer Unterlage und zieht die einzelnen Pommes dort hindurch, das sieht zumindest ästhetisch aus. Geschmacklich ist der Unterschied gering, sie hat mir so etwas einmal in den Mund geschoben, weil ich nicht anfassen wollte.

Aber sie muss diese Kartoffelstäbe auch mit der Hand anfassen, das ist mir schon etwas unangenehm. Man muss sich danach die Hände waschen, was ein Eincremen mit einer schnell einziehenden Creme erfordert.

Meine Hände neigen etwas zur Trockenheit, speziell in den kälteren Monaten.

Ich mag auch den Geruch von den frittierten Kartoffeln nicht, der ist so wie Volksmusik klingt, er nimmt so viel Raum ein, dass man schlechter atmen kann.

Heute musste ich an einer Ampel halten, die neben einem McDonalds-Schnell-Restaurant angebracht war.

Warum bitte, werden an solchen Orten Ampeln aufgestellt?

Unweigerlich zog der Geruch in mein Fahrzeug, so schnell kann man Fenster gar nicht schließen, die Klimaanlage lässt sich auch nicht plötzlich ausschalten, es ist schwer, dem zu entkommen.

Ich werde beim nächsten Mal eine andere Strecke wählen, wenn die Windrichtung dieselbe ist. Drehende Winde sind natürlich ein Problem für eine sichere Planung. Ich plane weniger als ihr denkt, es ist nur bei Fällen mit starken Gerüchen ein Problem, sonst nie!

Fettgeruch ist einfach nicht so ganz meine Welt.

Zucker liebe ich, besonders den leicht karamell-artigen in Brauntönen, der ist auch ungesund, aber der verbreitet einfach weniger Geruch. Und Brauntöne hat schon Ralph Lauren bei seiner Mode bevorzugt eingesetzt, das spricht auch für den braunen Zucker, speziell, wenn man Designerkleidung trägt.

Das ist einfach harmonischer als der weiße Brautzucker.

Majonäse schreibt man heute wirklich so, ich mag die in der Schreibweise noch weniger als in den älteren.

Es gibt viele Wörter mit einem „Ä“, die ich nicht schätze. Ärger, nur als Beispiel. Die Baerbock mag ich hingegen, aber die schreibt sich auch mit „ae“, das ist ein himmelweiter Unterschied. Gräten, auch so ein unangenehmer Begriff für Gefahr.

Meiner Meinung nach gehört Essen auf einen Teller, bei Bananen zum Beispiel mache ich da eine Ausnahme, auch bei einem Brötchen mit Käse und Tomaten oder einem Stück Kuchen, der aber nicht bröckeln darf.

Bröckelnder Kuchen, das geht gar nicht, es wäre aber noch schlimmer, wenn ein „ä“ darin vorkäme.

Merkwürdigerweise bin ich ein großer Freund fast jeder Art von Käse, aber ich denke dann gleich Englisch, cheese, das klingt wie ein Lächeln und das Problem ist gelöst.

Lächeln, auch das, hmm, ja, ein Lächeln mag ich sehr.

Würde man es „Lecheln“ schreiben, wäre mir das jedoch auch lieber, ganz ehrlich. Umlaute sind irgendwie so wie Pommes, auf Buchstaben sollte man sich auf einen einzigen Punkt verständigen.

Im Urlaub fuhr ich einen Citroen, den schreibt man im Original auch mit zwei Punkten, die finde ich aber nicht so schnell auf der Tastatur. Jedenfalls würde ich einen solchen Wagen schon deshalb nicht kaufen. Es erinnert einfach zu sehr an einen Umlaut.

Habt Ihr schon mal ein hässlicheres Auto gesehen? Ich selten.

Es sieht aus als würde es bald zwei Elektroroller gebären.

Umlaut, das klingt nach Umweg, Umleitung, Umkehren …. alles keine positiv besetzten Begriffe.

Von einem Burger habe ich, oh, das ist schwierig, so um das Jahr 2000 herum einmal abgebissen, auf dem Weg nach Sylt, vor der Autoverladung auf die Eisenbahn, dann nochmal, weil mein Sohn das wollte, im Jahr 2023 in München, vor dem Spiel des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart, dass der FCB mit 3:0 gewann.

Kane erzielte das 1:0 schon nach 2 Minuten.

Das Stadion in München riecht leider in der Pause auch so, obwohl es oben eine Öffnung zum Luftaustausch hat. Bei Pommes- oder Burger-Geruch könnte ich niemals spielen. Vermutlich ist das in Leverkusen anders. Aspirin riecht nicht.

Der Anbieter dieser Burger in der Innenstadt Münchens war so ein Spezialhersteller, den Namen habe ich in Spanien auch einmal gelesen, aber da saßen keine Spanier, sondern nur Touristen.

Ein Burger kostete um die 14€, das empfand ich als sehr sportlich, denn man bekommt dafür oft 14 gebrauchte CDs, die ja einzeln schon deutlich mehr wert sind. Ok, das Porto kommt dazu, aber man trinkt ja auch etwas zum Turmprodukt.

Dieser Produzent, der macht ganz tolle Burger, sagte mein Großer. Ich fand das auch gar nicht schlecht, aber das Brötchen war sehr weich, es war reichlich Fleisch in der Mitte, leider auch Zwiebeln, Salat und irgendwie Gurke.

Ja, kann man machen, aber es ist ja alles übereinander, was auf einem Teller nebeneinander angeordnet wäre.

Niemand würde beispielsweise, um in derselben Kategorie zu bleiben, Fischstäbchen, Möhren und Kartoffelbrei übereinander schichten. Dann müsste der Kartoffelbrei so fest sein wie früher der Nato-Kitt bei der Bundeswehr.

Kurz: Es ist unpraktisch, Essen in Schichten übereinander aufzutürmen.

Schließlich will man ja davon essen und wenn man so eine Institution aufsucht, wo Menschen diese Produkte sozusagen konsumieren, nein, ich finde das absolut in Ordnung, wenn die das können, dann liegt Papier auf einem Plastiktablett und alles ist nochmal verpackt.

Obwohl die da sitzen und auch essen, die nehmen das gar nicht mit! Warum gibt es keine Teller und kein Besteck? Das verstehe ich eben auch nicht.

Das untergelegte Papier könnte man sehr gut zum Schreiben verwenden, manchmal ist die Rückseite nämlich weiß und das ist ein gutes Format für Notizen. Natürlich nicht mehr, wenn da Fettflecken drauf sind, dann muss das entsorgt werden.

Die Werbe-Aufdrucke möchte ich auch nicht unter meinem Essen haben, ich kenne keine Lokalitäten in denen das üblich ist. Tischdecken finde ich übertrieben, abwischbar, so sollte man Tische gestalten.

Zuletzt war ich verunsichert, weil nämlich unser großer Sohn bei uns im Haus, also eher draußen wegen des Bratgeruchs, selbst diese sogenannten Burger mit Hilfe eines Grills hergestellt hat, sehr gut gewürzt, herausragend gebratenes Rindfleisch, ein Genuss, wirklich.

Aber auch er hat dieses „Denken in Schichten“.

Er hatte nichts dagegen, dass ich das Design etwas ausgebreitet und dann mit einer Gabel und einem Messer genossen habe. Wirklich gut. Aber es waren auch ganz andere Bedingungen als in diesen Imbissen. 

Sagt man „Restaurant“? 

Ich weiß nicht, das ist doch eigentlich eher ein Imbiss, wie im Tatort mit Freddy Schenk und Ballauf, das muss schnell gehen, aber man kann sitzen und es gibt mehr Plätze.

Aber es bleibt doch ein Imbiss, oder sehe ich das falsch?

Ich weiß nicht, wie Ballauf vorne heißt, aber bei den Imbissszenen schalte ich manchmal auch um. Es ist in dem Fall gar nicht wegen des Geruches, es ist diese Atmosphäre von ungelösten Problemen und der Vorstellung eines Geruches.

Ich bin da etwas zu sensibel, das mag sein.

Es ist nicht schön, Menschen beim Essen von so einem geschichteten Produkt zuzusehen. Der menschliche Mund geht ja tendenziell eher in die Breite und weniger in die Höhe, also ist er mehr wie ein Teller als ein Turm.

Bis gestern hatte ich noch nie eine Serie bei Amazon oder Netflix angesehen, wir haben diese Sachen im Fernsehgerät, aber ich habe mich da nie herangetraut, weil man so schnell süchtig werden kann.

Meine Frau, die beste Ehefrau von allen, die ich je hatte, ist ein charakterlich schwaches Exemplar in dieser Hinsicht. Um 21:00 ist sie müde und will nur eine Folge ansehen, aber um Mitternacht kommt sie dann total erschossen ins Schlafzimmer.

Warum machen Menschen das?

Am Morgen weiß sie nicht einmal, ob der Hauptdarsteller Ripley heißt oder die Serie!

Leider war ich gestern am Abend allein zu Hause und habe die erste Folge von „Ripley“ fast ganz angesehen, in Schwarz-Weiß, aber etwas zu bild-scharf mit vielen Nahaufnahmen, herausragend gemacht, wirklich, aber auch wieder einen Ticken zu bemüht, um einen 60er-Eindruck zu machen.

Der Hauptdarsteller hat übrigens exakt meine Schuhe, die habe ich letztes Jahr in Italien gekauft, die sehen wirklich wie aus den 60ern aus, aber ich bin ja auch nicht mehr jung. Meine lasse ich gerade neu besohlen, das kostet 34€, die Schuhe waren nicht wesentlich teurer, aber diese Reparatur lohnt sich.

Wie viele Folgen hat die Serie? Vielleicht werden die Schuhe des Hauptdarstellers auch noch besohlt, das wäre für mich ein Grund, die weiteren Folgen anzusehen.

Ich bin kein Freund davon, solche wartungsarmen Turnschuhe zu tragen.

Wenn Ihr mich fragt, gehören die auf eine Laufbahn.

Und diese Start-Stop-Automatik schalte ich aus im Auto, da fällt jedes Mal der Öldruck ab und das kann nicht gut für den Motor sein. Dann gibt es noch den Spur-Halte-Assistenten, grauenhaft, dieses Fiepen. Schalte ich auch aus, so wie Turm-Burger oder Fett-Pommes aus Tüten.

Spur-Halte-Assistent, so ein Blödsinn, in der Eisenbahn hat man das ja auch nicht.

Ich hänge noch ein Foto von Penelope Cruz dran, weil die aus Spanien kommt und weil einfach in jeder Erzählung etwas Positives vermittelt werden soll. Sie macht das gut.

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