Über Blockaden

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*Über Blockaden*

Wenn ich überhaupt keine Lust habe, irgendetwas zu tippen, dann könnte man, diese Unlust problematisierend, von einer Schreibblockade sprechen. Wenn ein bekannter Autor so eine Blockade hat, dann wird das ja als Problem betrachtet. Man vergisst dabei jedoch, dass das für seine Leser ein wahrer Segen sein kann.

Es ist sozusagen wie mit Ronaldo. Wenn der ein halbes Jahr keinen Ball trifft, dann leidet der ganz furchtbar, macht aber gleichzeitig Millionen von gegnerischen Fans in aller Welt durch sein Schußpech zu glücklichen Menschen.

Oder wie früher:
Die Biologielehrerin hatte nicht den leisesten Schimmer, welch große Glücksgefühle ihr grippaler Infekt bei riesigen Horden junger Menschen auslösen konnte. Vor der Tafel mit den Planänderungen und Stundenausfallsmeldungen waren laute Freudenausbrüche nicht üblich. Man freute sich erst drei Schritte weiter. Aber dann so richtig dolle.

Und wenn Ihr jetzt einen Schnupfen habt, dann macht Ihr damit bestimmt auch jemanden glücklich.

 

Ein Gedanke zu “Über Blockaden”

  1. Nur bei meinem Chemielehrern habe ich mich nicht gefreut, wenn er mal krank war, Seine Stunden waren immer so lustig, denn er hatte was gegen die Mädchen. Ich hätte wirklich mal seine Sprüche aufschreiben sollen.
    Die Mädchen haben das sicher anders gesehen. Komischerweise aber zwei davon nicht, die haben sogar Chemie studiert.

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