
*Ausrutscher*
Die Welt ist irre geworden, die hat nicht mehr alle Latten am Zaun! Man kommt ja gar nicht mehr ins mentale Gleichgewicht bei diesen nachrichtlichen Erschütterungen.
Heute beim Aufstehen habe ich es regelrecht körperlich gemerkt, bei leichten Störungen des Gleichgewichts. Leider muss der Hund ja raus und ungeduscht sammle ich keine Hinterlassenschaften ein, man hat ja als Mensch für einen Hund eine Vorbildfunktion, die in der Politik teilweise nur noch klein geschrieben wird.
Eine Wanne muss nach dem Duschen abgetrocknet werden, da bleibe ich spießig. Zuerst mit einem Glasabzieher oder wie die Dinger heißen und danach mit einem Mikrofasertuch! Sonst kommt man gegen die Kalkflecken schnell nicht mehr an. Wenn Ihr also mal hier duscht, dann erkläre ich das gern genauer.
Und heute, irgendwann kommt der Tag, da bin ich in der Wanne weggerutscht, es war schon in der Mikrofasertuchphase. Und lokal war das im schrägen Bereich der Wanne, an die man sonst den Rücken lehnt.
Ist ja nichts passiert, aber wenn ich mich an der Glasscheibe unbewusst festgeklammert hätte, dann hätte ich nach dem Anziehen zum Baumarkt fahren können oder die hätten mich aus dem Bad rausgeschleift.
Das Bemerkenswerteste ist aber, wie unheimlich langsam die Zeit beim Fallen und Wegrutschen abläuft. Wenn man *das* konservieren könnte, hätte man vom Leben viermal so viel. Andererseits ist ein Leben im Fallen auch nicht so erstrebenswert, weil das vom Hirn Höchstleistungen verlangen könnte.
Wie funktioniert das bloß, also hirntechnisch?
Gibt es dazu Studien? Zum scheinbar verlangsamten Ablauf der Zeit in Grenzsituationen? Hirnforscherinnen oder Hirnforscher hier am Start?
Meine Vermutung wäre, dass das Gehirn da sozusagen im unbewussten „Superdupermodus“ ist. Im Fallen selbst nimmt man sehr viel wahr, aber erst *danach* kommt mir der Ablauf stark verlangsamt vor. Ob das im Fallen auch schon so ist, das kann ich gar nicht beurteilen. Es scheint aber so zu sein, weil man so viele Bilder im Kopf behalten kann.
Diesen „Superdupermodus“ in der Wahrnehmung wünsche ich mir mal für eine Sekunde für alle auf der Welt. Muss ja nicht beim Fallen in der Dusche sein.